SV 1 Divisk» of Vhüm Sectional Library X ,C 8 v s t e in a t i s c lies C o n c h y 1 i en- C a b i n e t V O II Martini und Chemnitz. Fortgesetzt Hoft-atli Ur. <-. II. v. Schubert und Professor Dr. J. A. Wagner. In Verbindung mit Dr. Philipp!, Dr. L. Pfeiffer und Dr. D unk ei- nen herausgegeben und vervollständigt »r. H. i. liiister. Neunten Bandes erste A b t h e i 1 u n g. Nürnberg 1838. Verlag von Bauer und Raspe. (Julius Merz. - ) ms Die G a t t u n g II O (I O 11 t a nebst den übrigen N a j a d e n mit unvollkommenem Sehioss. Divkion d Mola*» Sectional Library In Abbildungen nach der Natur mit Beschreibungen von llr. II.' 'c.^Kiister. Niirnberg 183 S. Verlag von Bauer und Raspe. (Julius Merz.) Sectional Library- Dept.oflUl. U.S. N.M. Lea Coilection. \af\* Die Gattung- n o d o n t a nebst den übrigen H a j a d e n mit nnvollkoiuiueuem Schloss. In Abbildungen nach der Natur mit Beschreibungen. Begonnen von Dr. H. C. Küster, fortgesetzt und vollendet von S. Clessin. Nürnberg, 1876. Verlag von Bauer & Raspe. (Emil Küster.) MOLLUSCA ELATOBRANCHIA. Ht&J&UEÄ. Najaden. Zweite Familie. Najadea, Menkc. Najadcn. Schale meist länger als hoch*), gleichklappig, ungleichseitig, ziem- lich grofs: die Wirbel dem Vorderende näher, im jugendlichen Zustande unverletzt, höckrig oder runzlich, später gewöhnlich abgerieben oder ab- genagt, was sich dann oft ziemlich weit über die Schale selbst erstreckt. Schlofsband aufsen, zuweilen überbaut; Schlofs mit erhöhten Leisten, Kerben oder Zähnen. Die Aufsenfläche der Schale ist meist längsstreifig durch die neuen Ansätze und mit einer olivengrünen oder braunen Ober- haut bedeckt, das Innere glatt, pcrlmuttcrglänzend, zuweilen schön iri- sirend; vorn und unter dem Schilde sind die Eindrücke von der Anhef- tuiur der Schliefsmuskeln, der des Schultermuskels zwei- oder dreithei- lisr und immer tiefer, als der des Hiiftmuskels. Die Tbiere sind getrennten Gescblecbts, der Gcschlcchtsunterschied zeijrt sich nach neueren Erfahrungen auch schon von aufsen durch Bc- Sonderheiten in der Schalenform, doch sind diese Erfahrungen noch zu unvollständig und an zu wenig Arten durch Untersuchung des Thiers bewährt, als dafs sich jetzt schon allgemeine Nonnen der Formabwci- chungen feststellen liefsen. ') Hinsichtlich der Schaleneintheilung verweise ich auf die Anmerkung zu Aood. luxatii. da die dort (regebene Ansicht auch vollkommen die meinige ist. I* Der Bau der Tliierc selbst ist sehr einfach. Der Mantel ist seiner ganzen Länge nach offen, am hintern Ende mit Tentakeln oder fühlerar- tigen Anhängen versehen. Durch das Aneinanderlcgen der hogig ge- krümmten Hinterenden des Mantels werden zwei Oeffnungen gebildet, deren obere zum Ausathmen, die untere zum Einziehen des Wassers bestimmt ist. Der Fufs ist grofs, breit, nach unten und vorn ausstreck- bar, er wird jederseits von zwei langen, blattförmigen Riemen einge- schlossen, deren üufsere als Bruthälter dienen. Oben, neben dem Munde stehen zwei Paar kleinere Kiemen oder Lippen von länglich zugespitzter Form und von gleicher Struktur, wie die gröfseren Kiemen. Die Najaden leben gesellig beisammen in allen süfsen Wassern ; in Bächen und Flüssen meist an solchen Orten, wo die Strömung nicht zu stark und der Boden etwas schlammig ist *). Sie sind gewöhnlich mit dem Vorderende in den Sand oder Schlamm des Bodens eingegraben, im Winter oder bei Wassermangel ist die Schale ganz bedeckt, nur eine kleine Oeffnung bleibt zum Einziehen und Ausstofsen von Wasser. Die Bewegungen geschehen langsam , die nicht häufige Ortsveränderung ge- schieht gleichsam schrittweise , indem durch das Ausstrecken des Fufses nach vorn der Bauchmuskelstrang ausgedehnt und nachher durch Zusam- menziehung zusammt der Muschel um einige Linien vorwärts gezogen wird. Die auf den Boden fortrutscheuden Schalenränder bilden Furchen, so wie der Fufs eine, nach Beschaffenheit des Bodens mehr oder weni- ger tiefe Rinne, die man oft auf den Boden seichter, mit Muscheln be- völkerter Gewässer bemerken kann. Manche Arten erzeugen Perlen, zuweilen welche von ausgezeichne- ter Schönheit. Was die geographische Verbreitung betrifft, so bat man in allen °) Merkwürdig ist der bedeutende Einflufs, den die Beschaffenheit des Wassers sowohl als des Grundes auf die Schale äufsern. Die Färbuug , so wie die Intensität derselben , Stärke der ^ erlctzung der Wirbel und der übrigen Oberfläche , Grui'se und Dicke sind grüfstentheils davou abhängig. Das Nähere darüber bei den einzelueu Arten. 5 Welttheilen Najaden gefunden, doch scheinen einzelne Länder an Arten bedeutend reicher als andere, z.B. in Europa, lllyrien, noch mehr aber die vereinigten Staaten Nordamerika'», deren Arten ober dem noch durch eigenthüm liehe Form, Dicke und Stärke der Schale ausgezeichnet sind. Feinde haben sie nur an einigen Vögeln, den kleinen Egelarten und an Milben , die auf dem Thier schmarotzend leben, dennoch ist ihre Ver- mehrung bei weitem weniger bedeutend, als man nach der ungeheuren Menge von Eyern (bei grofsen Exemplaren von Anodonta cellensis oder cygnea über 400,000) erwarten sollte. Höchst wahrscheinlich gehen die meisten in den jüngsten Zuständen zu Grunde. Blanche Arten werden als wohlschmeckende Speise genossen. Anodonta, Lamarck. Tcichnitischel. Anodon, Oken, Swainson, Spix und Wagner; Anodonta, Strophitus und Lastena, Rafinesque. Schale gleichklappig, ungleichseitig, dünn, meist nach hinten verlän- gert und verschmälert, zuweilen gewölbt, aufsen durch neue Ansätze der Schalensubstanz gefurcht oder gestreift, innen glatt, meist perlmut- terglänzend; die Wirbel abgeplattet, im ausgewachsenen Zustand abge- rieben oder abgenagt, was sich übrigens (vorzüglich bei Muscheln aus kleineren stehenden Wassern) öfters fast über die ganze obere Hälfte der Schalen erstreckt. Die Farbe ist ziemlich veränderlich, selbst bei einer und derselben Art; sie wechselt zwischen olivengelb, röthlich, grau, grün, braun bis ins Schwarze, die Gränzen des Schildes und der Scha- lenwölbung sind mit mehreren dunkleren, bei bellgefärbten Individuen schön grünen Strahlen bezeichnet, die divergirend vom Wirbel nach hin- ten verlaufen. Das Schlofsband ist ziemlich lang, kalkhaltig und meist überbaut, nur bei alten Exemplaren tritt es deutlicher hervor, was durch allinähliges Abnutzen der Schildränder bewirkt zu werden scheint. Das Schlofs selbst ist einfach, es besteht aus zwei stumpfen Längsleisten, die unter dem Band nach hinten laufen und an einer Vertiefung, der Li- gamentalbucht, endigen. Schild ziemlich grofs, zuweilen kielförmig er- höht und in einen stumpfen Winkel endigend. Das Thier ist schon oben beschrieben. Die Teichmuscheln sind die gröfsten Süfswassermuscheln, die Arten aber nicht so zahlreich, als die der Gattung Unio. Man findet sie we- niger in Bächen und Flüssen, als in stehenden Wassern der Gruben, Teiclie und Seen, vorzüglich gern scheinen sie die Ausflüsse der beiden letzteren zu Wohnplätzen zu wählen. Bei Arten, die fliefsende Gewäs- ser bewohnen, zeigt sich nach dem Wohnort ein bedeutender Gröfsen- unterschied: die Individuen aus grofsen Flüssen oder Strömen sind oft fast noch einmal so grofs, als die derselben Art aus kleineren Flüssen oder Bächen , meist auch schöner gefärbt und weniger abgerieben oder zerfressen. Die Artunterscheidung ist bei der Veränderlichkeit der Schalen sehr schwierig, da aber die Thiere fast gar kein unterscheidendes Merkmal darbieten, so ist man doch gezwungen, bei der speeifischen Trennung seine Zuflucht zu ersteren zu nehmen, wobei freilich nur die Verglei- chung sehr vieler Exemplare nach allen Abweichungen und Formwand- lungen zu einem sichern Resultate führen kann. 1. Anodonta gigantea. Spix. Die Riesen -Tcichmuschel. Taf. 1. Fig. 1. 2. ? Anodon crassus, Swainson, Zoological Illustrat. n. 34. tab. 107. — giganteus. Spix und Wagner, Testacea fluvialilia brasiliensia p. 27. n. 1. t. XIX. f. 1. 2. Muschel grofs, dick, eiförmig -bauchig gewölbt, nach dem senkrech- ten Qucrdurchschnitt länglich herzförmig, glänzend, mit mehreren An- wuchsfurehen , die gegen den Unterrand zahlreicher, nach oben seichter sind, in den Zwischenräumen zeigen sich auf der ganzen oberen Hälfte sehr feine Längsrippchen. Der Oberrand ist gerade, vorn in eine Spitze auslaufend, der Vorderrand steigt nur eine kurze Strecke gerade ab- wärts und geht dann in den Unterrand über, der nach unten und hinten bogig hervortritt und mit den wenig verlängerten Hinterrand in eine breit zungenförmige Hervorragung ausläuft. Das Schild ist etwas zu- sammengedrückt, schief absteigend, der Kiel bei der Vereinigung mit dem obern Theil des Hinterrandes einen sehr stumpfen Winkel bildend. Wir- bel kaum abgerieben, sehr aufgeschwollen, sie steben fast in der Mitte des Oberrandes und überragen denselben bedeutend. Schlofsband lang, fast ganz überbaut, die Ligamentalbacht grofs und dreieckig herzförmig. Die Farbe ist ein bräunliches Olivengelb, welches gegen die Ränder im- mer mehr dunkelnd, an denselben fast in Schwarz übergeht. Die Hatte Innenseite zeigt ein weifsliches Perlmutter, die Muskeleindrücke sind grofs, die durch Anheftung des Mantels gebildete Längsfurche ziemlich breit und weit vom Rande entfernt. Länge 6", Höhe 4", Breite %*ß". Bei jungen Exemplaren ist die Schale dünn, dunkelolivengrün, mit grünen Strahlen. (Taf. 1. Fig. 2.). In Brasilien im Solimoes -Flusse, auch in der Nähe desselben in stehenden Wassern. 2. Anodonta trapezea, Spix. Die trapezförmige Teich- muschel. Taf. 1. Fig. 3. Anodon trapezeus, Spix und Wagner, Test. fluv. bras. p. 28. n. 2. tab. XX. f. 1. Muschel dick, aufgeschwollen, längsstreifig, der Oberrand vorn und hinten absteigend, Vorderrand abgerundet, Unterrand nach unten und hinten stark vortretend und mit dem Hinterrand eine kaum merkliche Hervorragung bildend. Schild wenig zusammengedrückt, der Kiel bildet am Ende einen sehr stumpfen Winkel. Die Wirbel ragen stark hervor liegen etwas nach vorn und sind abgerieben. Ausscnseitc dunkelbraun- grün, innen perlmutterglänzend. Länge 2 1 /3 // , Höhe 2"1 /// . In Brasilien im Solimoes -Flusse. 3. Anodonta longin a. Spix. Die lange Teichmuschel. Taf. 2. Fig. 1. Anodon longinus. Spix u. Wagner, Test. fluv. bras. p. 29. n. 5. t XXII. f. 1. 8 Muschel viel länger als hoch , stark, wenig gewölht, im Profil ver- kehrt keilförmig, Vorderrand rundlich zugespitzt, Oberrand fast gerade, nach hinten etwas ansteigend, Hinterrand schräg hcrablaufend und mit den nach hinten absteigenden Unterrand in einen rundlichen Schnabel verlängert. Wirbel weit nach vorn gerückt, klein und abgeplattet, nur wenig abgerieben. Schild etwas zusammengedrückt, durch eine seichte Furche von der Schalcnwölbung getrennt. Schlofsband überbaut, Liga- mentalbucht klein. Oberhaut hell braungrünlich , an den Rändern dunk- ler; Innenseite glatt, bläulich perlmutterglänzend. Länge 4V2", Höhe Vh". Brasilien , in den Flüssen Japurä und Solimoes. Die Indianer ferti- gen aus dieser Muschel Nasen- und Ohrringe. 4. A nod onta ensiformis. Spix. Die säbelförmige Teich- muschel. Taf. 2. Fig. 2. Anodon ensiformis. Spix und Wagner, Test. fluv. bras. p. 31. n. t. XXIV. f. 1. 2. Eine höchst interessante Form , sowohl durch die bedeutende Län- genausdehnung als die eigenthümliche Hcrabbeugung des hinteren Scha- lenendes. Die Muschel ist ziemlich dick, stark, mäfsig glänzend, ge- furcht, im Profil sichelförmig, etwas gewölbt; Vorderrand fast halbkreis- förmig, Oberrand vorn aufsteigend, hinten sehr stark geneigt, Unterrand in der Mitte eingebogen, hinten absteigend und mit dem Hinterrand zu einem langen, abwärts gebeugten schnabelförmigen Fortsatz verbunden. Wirbel sehr weit nach vorn stehend, etwas abgerieben, wenig gewölbt. Schild niedrig, wenig zusammengedrückt ; Schlofsband überbaut, Liga- mentalbucht klein. Oberhaut braungrün, gegen die Wirbel gelblich, In- nenseite glatt, bläulich perlmutterglänzend. Länge 4" 9'", Höhe VI 4 ". Brasilien, in Flüssen. 5. An od onta obtusa. Spix. Die stumpfe Teichmuschel. Taf. 2. Fig. 3 4. Anodon obtusus. Spix und Wagner, Test. fluv. bras. p. 30. n. 7. fc XXII. f. 3. 4. 9 Muschel etwas gewölbt, im Profil eiförmig, stark, mäfsig glänzend. gefurcht: Vorderrand gerundet, in einen ziemlich stumpfen Winkel mit dem Oberrand zusammenstofsend, letzterer aufsteigend, hinten etwas . Fig 2. 3. 4. Etwas klein und von cigcnthiimlichcr Form. Die Muschel Ist län"-- lieh, abgestutzt cyförmig, ohne das Schild fast der ganzen Län^e nach gleichbreit, senkrechte Qucrcontur zugespitzt eyförmig oder lano- herz- förmig, Horizontalcontur spindelförmig. Der Vorderrand ist schmal, nie- Irig, rund und in ununterbrochener Rundung in den Ober- und Unterrand übergehend, ersterer ist ziemlich lang, kaum convex , sehr aufsteigend: Hinterrand gerade, etwas steil, unten plötzlich herabgekrümmt : Unter- rand der ganzen Länge nach sanft gebogen, hinten ansteigend, in der Abdominalgegend schwach hervortretend. Schildecke vorspringend, scharf; Schnabel lang, breit kegelförmig, mit abgerundetem, in der Mitte stehendem Ende. Wölbung nicht sehr stark, ungleichmäfsig, etwas hin- ter den Wirbeln am stärksten, Schnabel flach; Wirbel dem Vorderrand genähert, flach, runzlich, nicht erhöht; Schild sehr hoch, zusammenge- drückt, mit vertieften, geraden Gränzlinien; Lendengegend eingesenkt Abdominalwölbung unbedeutend; Ränder ziemlich scharf. Wandung dünn durchscheinend, nur der Vordertheil dicker. Die Oberfläche ist fein aber deutlich gestreift, gegen die Ränder rauh, an den Wirhein etwas abge- rieben, mit wenigen deutlichen Jahrringen, fahlgelblich , Wirbel rost«-elb Wirbclgegend graulich, Schild und Schildgränzen bräunlich grauroth, mit dunkleren Strahlen. Innenseite uneben, stark glänzend, das Perlmutter weifs. Bläulich, stark irisirend ; Schlofsleisten schwach; Ligamentalbucht «jrofs, länglich, Muskeleindrücke nicht oder wenig vertieft, Schulterfalte deutlich, etwas gebogen; Lippenwulst breit, flach, ziemlich stark, bis zur Mitte der Muschel herabreichend. Länge 3V, Höhe l^IO'", Breite 10'". Halbwüchsige Schalen sind eyrundlicb, dünnwandig, hell grüngelb, mit zwei grünlichen Schildstrahlen, Wirbclgegend graubräunlich (Fig. S). Noch jüngere zeigen nur eine geringe Spur von der Lippenwulst: sind fast durchsichtig, blafs grüngelb, mit grünen Schildstrahlen, Wir- bclgegend bräunlicbgrau (Fig. 4). 48 Aufenthalt: im Murtcn-Scc (Lac de Morat) bei Faouy, im Canton Waadt in der Schweiz. Erhalten von Herrn Bergrath v. Charpentier in Bex. 23. Anodonta tum i da. Mihi. Die aufgeschwollene Teiclnmischc!. Tat. 12. Fig. 1 2. Die Muschel ist länglich eyförmig, ohne das Schild fast keilförmig, der senkrechte Querdurehschnitt ist länglich herzförmig oder zugespitzt eyförmig, der Horizontahlurchschnitt lancettförmig. Ränder scharf, der "Vorderrand kurz, kreisrund, Oberrand convex, ziemlich lang, sehr an- steigend. Hinterrand wenig steil, hinten plötzlich gerade herabgekrümmt ; Unterrand fast gerade, in der Mitte etwas eingedrückt, hinten schwach ansteigend. Schildecke nicht vorspringend, sehr stumpf: Schild etwas hoch, wenig zusammengedrückt, mit undeutlichen Grenzlinien. Schnabel kurz, sehr breit, stumpf abgestutzt. Wölbung ziemlich stark, die Mu- schel hinter den Wirbeln am breitesten, Wirbel sehr flach, fast eben, schwach runzelich, Lendengegend etwas eingesenkt, Abdominalwölbun» merklich. Wanduno; dünn und durchscheinend, das Vordertheil etwas dicker. Die Oberfläche ist mattglänzend, fein gestreift, an den Rändern rauh, mit deutlichen Jahrringen, die auf dem Hiutertheil erhaben hervor- treten; vorn olivenbräunlich, hinten rostgelblich mit braunen Rändern, die Wirbel abgerieben, weifs. Ligament rothbraun, geringelt, ziemlich stark. Innenseite stark glänzend, hinten ungleich, das Perlmutter weifsbläulich, stark irisirend. die Wirbelgegcnd fleischfarben: Schlofsleisten unvollkom- mon, Ligamentalbucht groi's, rundlich dreieckig, Eindruck des Schulter- muskels wenig vertieft, Schulterfalte kaum merklich, Lippenwulst gering flach, etwas breit, kaum bis zur Mitte der Länge reichend. Länge 3W, Höhe '2", Breite 13"'. Junge Schalen sind etwas flach, an den Rändern etwas schieferhäu- tig, stark glänzend, die Wirbel rostroth, übrige Fläche grünlich grau, mit dunklen Jahrringen, Schnabel gelblich (.Fig. 2). 49 Aufenthalt: im Genfer -See, zwischen Lausanne und Morgcs. Erhal- ten von Herrn v. Charpentier zu Bex. 24. Anodonta Charpcntierii. Mihi. Charpcnticr's Teichm tische!. Taf. 11. Fig. S. 4. Muschel sehr lang, fast gleichbrcit, löffelförmig, der senkrechte Q.uer- durchschnitt lang eyfürmig, zugespitzt; Horizontaldurchschnitt spindelför- mig. Ränder etwas scharf, der Vorderrand sehr kurz, zuerst fast ge- rade absteigend, dann rundlich umgebogen in den Unterrand übergehend: Oberrand lang, flach convex, wenig ansteigend; Unterrand fast gerade, in der Mitte eingedrückt, hinten wenig ansteigend; Hinterrand wenig steil, fast convex, hinten plötzlich gerade hcrabgekrümmt; Ecke des Schildchens kaum merklich ; Schildecke sehr stumpf. Abdominalwölbung gering, hinter derselben ist die Schale zusammengedrückt. Wandung dünn, durchscheinig, die Vorderhälfte dicker. Oberfläche stark glänzend, fein gestreift, gegen die Ränder rauhstreifig, die Wirbel leicht abgerie- ben, Jahrringe durch Furchen geschieden, meist vier Haupt- und fünf bis sechs randständige Jahrringe. Farbe olivenbräunlichgclb, Wirbel rost- roth , Wirbelgegend gelbgrau; Vorderthcil tief olivenbraun. Schlofsband stark, geringelt, rothbraun. Innenseite durch die Jahrringe etwas un- eben, weifsbläulich, wenig irisirend. Schlofsleisten schwach, Muskelein- drücke umschrieben, kaum vertieft, Schulterfalte schwach, doch deutlich: Lippenwulst breit, stark, an dem untern Thcil des Schultermuskel- Ein- drucks beginnend und sich bis zur Mitte der Schalenlänge erstreckend. Länge 4V» Ä , Höhe 2 1 .«", Breite 1". Jüngere Muscheln zeigen schon einen starken Ansatz der Lippen- AVulst, sind in der Färbung der ausgewachsenen gleich, aber im Ver- gleich zur Länge ziemlich hoch, dünnschalig, fast durchsichtig. (Fig.4.) Aufenthalt: im Hurten - See (Lac de Worat) bei Faouy, im Canton Waadt in der Schweiz. Erhalten von Herrn Bergrath v. Charpentier zu Bex. IX. I. ' 5a- 25. A n od o nta solida. Anton. Die festschaligc Teich- nmsehel. Taf. n. Fig. 1 Iiidina solida. Anton, Yeizeiclmifs , p. Ifi. n. 5H»4. Nahe verwandt mit Anod. rnlicns durch die starke, flache Sehale, die niederen Wirbel, die glänzende Oberfläche und die Farbe des Perl- mutter*. Die Schale ist rundlich, sehr dick und stark, flach, daher scharfrandig, fein gefurcht und gestreift, sehr glänzend: senkrechte Q.ucr- contur lang cy förmig zugespitzt; Horizontalcontur spindelförmig. Vorder- theil ziemlich lang; Hintcrtheil wenig verlängert. Vorderrand halbkreis- förmig, unmittelbar in den Ober- und Unterrand übergebend; Oberrand lang, convex, ansteigend, hinten stark gesenkt; Unterrand ziemlich ge- rade, wenig aufsteigend, in der Lendengegend kaum merklich eingebuch- tet, dahinter schwach hervortretend. Hinterrand ziemlich schräg herab- laufend, hinten fast gerade herabgebogen. Schildecke wenig hervorra- gend, stumpf. Wölbung unbedeutend, Wirbel vom Vorderrand entfernt, flach gewölbt, wenig hervorragend, abgenagt, die Spitzen sehr genähert. Schild ziemlich niedrig, hochstehend, mäfsig zusammengedrückt, Grenz- linien gerade , durch einen schwachen Kiel bezeichnet. Lendengegend nur bei dem Weibchen etwas eingebogen, Abdominalwölbung kaum ent- wickelt, bei dem Männchen von beiden nichts zu bemerken. Die Epider- mis ist tiefbraun, Wirbelgegend bell olivenbraun. Innenseite glänzend, sehr glatt, vorzüglich am Hinterrand; Schlofsleistcn geschweift, im Ver- gleich zur Dicke der Schale nicht starck entwickelt; Ligamentalbucht grofs, dreieckig; Muskeleindrücke tief, vorzüglich die des Schultermus- kels, Scbulterfalte sehr flach, Lippenwulst gering. Perlmutter schwärz- lich -rosenroth , sehr stark irisirend. Länge 3" 5"', Höhe 2 1 1", Breite 14'". Aufenthalt? — Dlitgetheilt von Herrn Anton in Halle. •26. Anodonta patagonica. Lamarek. Die patagonische Teichmiisclicl. Taf. IS. Fig 2. Encycl. meth. pl. 203. f. 1. a. b. 51 Lainarck, Hisr. nat. Jeux Edir. Tom. VI. p. 570. n. 15. Anton, Verzeichuifs, p. 16. n. 592. Muschel cyrund, wenig verlängert, dick, ziemlich flach, jedoch stumpf- randig, mit einigen breiten seichten Furchen, dazwischen fein gestreift. Der Vordcrtlieil ist klein im Vcrhältnifs zu dem hinteren, Vorderrand eyrundlich, unmittelbar in den Ober- und Unterrand übergehend, ersterer nach hin- ten ansteigend, etwas convex, letzterer flachrund, hinter der Mitte seicht eingebogen; Hinterland gerade, etwas steil abschiefsend, am Ende fast gerade herabgebogen. Ecke des Schildchens fehlt, Schildecke deutlich, ziemlich stumpf: Schnabel kurz und sehr breit. Wirbel dem Vorderrand genähert, flachgewölbt, stark abgenagt, die Umgebung breit abgerieben, die Spitzen genähert, etwas über den Rand erhöht. Schild hoch, wenig zusammengedrückt, mit geraden, durch eine Erhöhung bezeichneten Grenz- linien. Die Epidermis ist röthlich olivenbraun, wenig glänzend, mit röth- lichen Streifen; Wirbel perlbläulich-weifs. Innenseite: Schlofsleisten schwach, Ligamentalbucht breit dreieckig; Schlofsband stark, etwas ge- ringelt; Eindruck des Schultenmiskels grofs und tief, Schulterfalte deut- lich. Lippcnwulst stark, bis hinter die Witte reichend, fein und dicht quergestreift. Perlmutter weifs, hinten bläulich, wenig irisirend. Länge ;$" 5'", Höhe 2" 3'", Breite 19'". Aufenthalt: in Südamerika, in Flüssen von Ia Plata und Patagonien. — Mitgctheilt zur Abbildung von Herrn Anton. 27. Anodonta cliincnsis. Philipp!. Die chinesische Teichimischcl. Tat 12. Fi£. 3. Sehr kleine, durch die Eigentümlichkeiten im Bau seiner Schlofs- leisten sehr interessante Art. Muschel fast vollkommen eyrundlich, ohne das Schild lang - eyförmig, die Horizoninlcontur ist lancettförmig, die senkrechte Qucrcontur sehr schmal eyförmig, die Ränder sind sehr scharf. Vorderrand halbkreisförmig, von dorn geraden, etwas ansteigenden Ober- rand durch die sehr stumpfe Ecke des Schildchens geschieden, Unterrand 7* 52 durchaus gebogen, nach hinten zu herabgesenkt, dann schnell ansteigend. Uintcrrand steil, hinten gerade absteigend. Schildecke deutlich, etwas stumpf und wenig vorspringend; Schnabel kurz, sehr breit, fast gerade abgestutzt. Wölbung mäfsig, die Wirbel etwas nach vorn gerückt, wel- lig runzlich, kaum erhöht, Schild hochstehend, etwas hoch, zusammenge- drückt, die Grenzlinien nicht sehr deutlich, fast vollkommen gerade. Wan- dung sehr dünn, stark durchscheinend. Oberflüche stark glänzend, dicht und fein gestreift, gegen den Rand etwas gefurcht; die Wirbel abgerie- ben, mit undeutlichen Jahresringen. Oberhaut graulich braungrün, mit dunklen, fast metallischglänzenden Flecken und dunkel grünlichen Strah- len am Schild: Schlofsband schwach, kurz, bräunlich. Innenseite seicht gefurcht, sehr glänzend, das Perlmutter weifslich perlblau, stark irisirend, Wirbelgegend röthlich fleischfarben; Schlofsleisten schwach, doch mit schar- fer kielförmiger Erhöhung in jeder Schale, auch nach vorn läuft beider- seits vom Wirbel an eine gleiche Erhöhung bis an den Obertheil des nicht vertieften Eindrucks des Schultermuskels. Ligamentalbucht grofs, fast herzförmig, von der Lippenwulst kaum eine Spur vorhanden. Länge 1" 10"", Höhe 1" 3'", Breite 6'". Aufenthalt: in China. Die uliausgebildeten Jahresringe, das theihveise noch überbaute Schlofsband und die grofse Dünne der Schale lassen mit ziemlicher Gevvifsheit auf den nicht ausgewach- senen Zustand der abgebildeten, mir von Dr. Philippi mitgetheilten, Muschel schlies- sen, doch reichen die eigentümlichen Erhöhungen der Schlofsleisten, so wie die vom Wirbel auslaufenden Leisten wohl hin, um die Muschel in jedem Alter zu erkennen. 28. Anodonta subluxata. Mihi. Die verrenkte Teich- muschel. Taf. 13. Fig 1. 2. 3. Ziemlich klein. Die Muschel ist im Profil mehr oder weniger lanp- eyförmig, der Vordertheil sehr kurz, der Hintertheil fast fünfmal so lang} 53 senkrechte Q.ucrcontur lang oder rundlich cyförmig, Horizontalcontur fast spindelförmig, zuweilen auch lanzettförmig. Die Ränder sind stumpf zu- geschärft, der Vorderrand halbrund, unmittelbar in die beiden Nachbar- ränder übergehend; Oberrand kurz, ansteigend, etwas convex: Hinter- rand wenig steil, hinten plötzlich fast gerade herabgekrümmt; Unterrand lang, fast gerade, in der Mitte kaum merklich eingedrückt, hinten nur wenig ansteigend. Ecke des Schildchens fehlt, Schildecke erkennbar, nicht vorspringend, sehr stumpf; Schnabel lang, breit, fast gerade abge- stutzt mit abgerundeten Ecken. Wölbung im Allgemeinen nicht bedeu- tend, fast gleichmäßig, bei einzelnen Muscheln stark, Wirbel dem Vor- derrand sehr genähert, fast flach, beiderseits eine stumpfe Ecke bildend der rechte überragt den linken gewöhnlich etwas und ist über diesen etwas hingebeugt, wie dieses, nur entgegengesetzt im Bezug auf die Sei- ten , bei A. Iuxata in noch höherem Grad der Fall ist. Lende n"-e"-end meist etwas vertieft, Abdominalwölbung kaum merkbar. Schild niedrig wenig zusammengedrückt, mit geraden undeutlichen Grenzlinien. Wan- dung festschalig, doch etwas durchscheinend. Die Oberfläche ist auf der Wölbung gestreift, gegen die Ränder raubstreifig, fast schieferhäuti"- die Wirbel sind stark abgerieben, zuweilen ein grofser Theil der Fläche stellenweise ausgefressen, Jahresringe zahlreich, wenig erhaben, meist 5 bis 6 Hauptjahresringe und 3 bis 4 randständige, die Farbe braunroth oder rostrotb, nach den Rändern zu dunkler, bis zum Tiefbraunen, die kahlen Stellen weifs, Wirbel fleischfarben. Innenseite, vorzüglich hinten sehr uneben, durch die Jahresringe gefurcht, Schlofsleisten kaum ent- wickelt; Ligamentalbucht mäfsig grofs; Eindruck des Scliultermuskels ziemlich vertieft; Schulterfalte undeutlich oder ganz fehlend. Perlmutter bläulich, glänzend, wenig irisirend, mit ölgelbcn Flecken. Länge 3", Höhe 19 bis '20'", Breite 9^ 37. Anodonta tenella. Held. Die zarte Teichmuschel. Taf. 9. Fig. 5. Eine der kleineren Arten. Die Muschel ist im Profil lang eyförmig, dünnwandig und durchscheinend, die senkrechte Q.uercontur gestreckt- herzförmig, Horizontalcontur fast spindelförmig. Die Ränder sind ziem- lich scharf; der Vorderrand etwas vorgezogen, eyrundlich, in ununter- brochener Rundung in den Ober- und Unterrand übergehend; Oberrand ansteigend, fast ganz gerade; Unterrand vorn ziemlich gerade, in der Lendengegend schwach vorspringend, hinten flach ansteigend. Hinter- rand etwas concav, wenig steil, hinten plötzlich gerade absteigend. Schild- ecke stumpf, nicht vorspringend; Schnabel etwas lang, breit kegelförmig, das Ende schief abgestutzt. Die Wölbung ist gering, die Lendengegend 64 etwas eingesenkt, Abdominahvölbung nur sebwaeb entwickelt, Scbiid liocb stellend, an sieb niedrig, zusammengedrückt. Obcrfläcbe sehr fein aber dicht gestreift, an den Rändern etwas schieferhäutig, an den Wir- beln leicht abgerieben; die drei Hauptjahresringe sind nicht oder kaum erhaben, die sechs randständigen etwas abgesetzt. Grund graulich oli- vengelb, die Jahresringe dunkel, vor der Lendengegend hell graugelb, dahinter mit verloschenen dunklen Strahlen; Schildparthie braun. Schlofs- band schwach, glatt, bräunlich. Innenseite gefurcht, die Schlofsleisten wenig entwickelt; Schulterfalte unmerklich; Muskeleindrücke kaum um- schrieben, nicht vertieft; Lippenwulst fast fehlend. Perlmutter graulich blauweifs, wenig und nur am Hinterrande irisirend. Länge 3", Höhe 1" 7"', Breite 10'". Aufenthalt: bei Wasserburg in Bayern, mitgetheilt vom Autor. 39. Anodonta Heldii. Mihi. Held s Teichmuschel. Taf. 19. Fig. 1. Noch kleiner als die vorige, aber durch das vollkommen freie, starke Band und die rauhen Aussenränder sich als ausgewachsen kund gebend. Die Muschel ist ungleich eyförmig, nicht sehr verlängert, dünnwandig und stark durchscheinend ; die Ränder sind stumpf zugeschärft; der Vorder- rand flachrundlich, oben durch die Andeutung der Ecke des Schildcbens begrenzt, Oberrand ansteigend, gewölbt; Unterrand fast gerade, in der Abdominalgegend etwas vortretend, hinten ansteigend; Hinterrand wenig steil, hinten fast gerade herabgebogen. Schildecke sehr stumpf, nur bei jüngeren Exemplaren etwas scharf und vorspringend. Schnabel stumpf, länglich, kegelförmig, mit schief abgestutztem Ende. Wölbung mäfsig, ziemlich ungleich , in der Mitte am stärksten ; Wirbel dem Vorderrand genähert, wenig gewölbt, nicht erhöbt, wellig runzelig; Schild hoch- stehend, an sich sehr niedrig, zusammengedrückt, mit undeutlichen, etwas geschweiften Grenzlinien. Lendeneindruck merklich, Abdominalwölbung stark entwickelt, hinter derselben die Schalen wenig zusammengedrückt. Oberfläche sehr fein, aber weniger dicht gestreift, als bei tenella; die » 63 gebogen und mit dem schief absteigenden Hinterrand einen kurzen breiten, gerade abgestutzten Schnabel bildend. Wirbel stark genähert, Bauchig gewölbt, wenig abgefressen, den Oberrand überragend. Schild sehr klein, wenig zusammenge- drückt, Grenzlinien undeutlich; Schildecke stumpf, nicht vorgezogen. Schlossband frei, schwach. Die Oberfläche ist längsstreifig und gefurcht, mit fünf etwas er- habenen Haupl- und mehreren randständigen Jahresringen. Innenseite gefurcht, massig glänzend; Muskeleindrücke schwach, Schlossleisten schmal aber lang, Liga- mentalbucht rundlich, klein, Lippenwulst kaum ausgedrückt, Epidermis bräunlich olivengelb, Jahresringe dunkler, Perlmutter bläulich, nicht irisirend. Länge 3", Höhe l 3 / 4 ", Breite l. 160. Muschel ziemlich gross, lang, ziemlich schmal, dünnschalig, mit sehr deutlichen unregelmässigen Zuwachsstreifen, die durch schiefrig hervortretende Jahresringe un- terbrochen werden; scharfrandig; Vordertheil sehr kurz; Hintertheil sehr verlängert, breit; Vorderrand etwas zugespitzt gerundet, ohne eckige Abgrenzung gegen die Nebenränder; Unterrand sehr lang, sehr wenig gebogen, in gleichmässiger Biegung bis zur Schnabelecke fortlaufend, die sehr weit herabläuft; Oberrand wenig gebo- gen, vom breiten Wirbel stark überragt; Hinterrand vom Ende des Ligaments in geringer Biegung abfallend , dann einen sehr breiten , schief abgestutzten Schnabel bildend. — Senkrechter Längsdurchschnitt sehr zugespilzt eiförmig; senkrechter Querdurchschnitt herzförmig; Horizontalkontour sehr verlängert eiförmig; — Wirbel breit, meist völlig unverletzt, sehr zusammengeneigt; Wirbelsculptur aus 3 Reihen sehr starker und breiter Lamellen bestehend , die fast in der Mitte gebrochen , und deren vorspringende Winkel sehr spitz und hervorragend sind; Schildchen sehr schwach und klein, ganz wenig zusammengedrückt; Schild lang, aber schmal, we- nig zusammengedrückt, durch dunkelfarbige Streifen begrenzt; Ligamenlalbucht sehr seicht, kurz, schwach gerundet. — Innenseite glatt, glänzend, bläulich; unter den Wirbeln häufig gelblich; Schlossleiste schmal; Muskeleindrücke wenig vertieft; Man- teleindruck nicht bemerkbar; Epidermis schmutzig braun, rauh; Wirbel röthlich; Jahresringe dunkler. Länge 8,8 Cm., Breite 4,7 Cm., Dicke 3,3 Cm. Wohnort: Nordamerika. Von Herrn Professor Dr. Sandberger mitgetheilt. 73 Nr. 41. Anodonta fragilis La mark. T. 17. f. 3. 4. Anodonta Tragi lis Lamark. An. 3 vert. VI. 85. — H. a. A. Adams The Gen. ol' rec. Moll. 1858. — — Hanley Cat. of reu. biv. Shells. 1842—56 p. '217. — — Lea Synopsis of tlie Farn. Unionidae 1870. — iinbrivata Anthony, Am. Jour. Couch. 1865. p. 159. — pallida — — — — — p. 162. — glandulosa — — — — — p. 162. — flava — — — — — p. 160. — irisans — — — — — p. 163. Muschel von mittlerer Grösse, ziemlich breit, wenig bauchig, ziemlich fesl- schalig, scharfrandig, mit feinen Anwachsstreifen, die durch dunklere und rauhere Jahresringe unterbrochen werden. Vordertheil sehr verkürzt; Hinlerlheil verlängert, mit einem breiten Schnabel endigend; senkrechter Querdurchschnitt schmal herzför- mig; senkrechter Längsdurchschnitt breit lanzettförmig, Horizontalkontour länglich eiförmig. Vorderrand kurz, gerundet, zu beiden Nebenrändern unterbrochen fort- laufend; Unterrand sehr wenig gebogen, kaum zum Hinterrande etwas in die Höhe steigend ; Oberrand etwas gebogen , vom ziemlich breiten Wirbel stark überragt ; vom Ende des Ligaments fällt der Hinterrand langsam ab, und bildet einen breiten, etwas schief abgestutzten Schnabel; Wirbel ziemlich zugespitzt auslaufend, mit sehr deutlicher, aus 5 parallelen kleinen, wellenartigen Lamellen bestehender Sculptur, häufig etwas abgerieben; Ligament ziemlich lang und stark, frei; Ligamentalbucht sehr klein und schmal, etwas rundlich ausgeschnitten; Schildchen kurz, wenig zu- sammengedrückt mit schwach markirter, abgerundeter Ecke. Innenseite glatt, ziem- lich irisirend, bläulich -weiss; Schlossleiste schmal; Muskeleindrücke sehr wenig vertieft; Manteleindrücke undeutlich; Epidermis schmutzig-hellbräunlich, mit dunk- leren Jahresringen. Länge 74 Mm., Breite 37 Mm., Dicke 25 Mm. Wohnort: Nordamerika; Neufundland und der nördliche Theil der Vereinigten Staaten. Das abgebildete Exemplar ist aus dem Murray-See in Michigan; mitge- theilt von Herrn Dr. Sand berger. IX. 1. 10 74 Nr. 42. Anodonta gibbosa Say. T. 18. I. 3. Anodonta gibbosa Say. — — Lea, Synopsis of the Farn. Unionidae 1870. — - Jay, Coli, of Shells. 1850. p. 72. Nr. 2070. — — H. and. A. Adams, The. Gen. of reo. Shells. 1858. — inflata, Major le Conte Cabinet. Muschel von mittlerer Grösse, sehr aufgeblasen, dünnschalig-, glänzend; Vorder- theil ziemlich schmal, kurz; Hintertheil kurz, breit; senkrechter Längsdurchnitt breit- eiförmig; senkrechter Querdurchschnitt fast herzförmig, Horizonlalkontour rundlich- eiförmig. — Vorderrand kurz, stumpfrundlich, von Oberrand durch die abgerundete Ecke des Schildchens undeutlich abgegrenzt; in den Unterrand in ununterbrochener, leichler Wölbung übergehend; Oberrand ziemlich lang, gleichmässig sanft ansteigend bis zur deutlich ausgeprägten Ecke des Schildes ; Unterrand schwach gebogen, nach dem Hinterrande rasch aufsteigend ; Hinterrand von der Spitze der Schildecke rasch abfallend und einen etwas schief abgestutzten Schnabel bildend. Wirbel breit, sehr stark aufgeblasen, den Oberrand sehr überragend, gegen die sich fast berührenden Spitzen in eine aus 3 parallelen Wellenlinien bestehende Skulptur auslaufend; meistens etwas angefressen; Ligament ziemlich stark; Schild ziemlich hoch, sehr zusammengedrückt, Grenze des Schildes durch 3 dunklere, von der Wirbelspitze bis zu den Ecken des Schnabels laufende Linien bezeichnet. Schildecke ziemlich zuge- spitzt; Oberfläche mehr oder weniger stark durch die sehr ungleichen Zuwachs- streifen gerippt; Jahresansätze sehr breit, später beträchtlich schmäler werdend, häufig durch dunklere Farben bezeichnet. Innenseite wellig; ziemlich irisirend; Perl- mutter bläulich, gegen die Wirbel häufig fettfleckig; Muskeleindrücke sehr schwach; Ligamentalbucht schmal, lanzettförmig; Schlossleiste schmal; Epidermis olivengrün bis olivenbraun, meist die Farbe nach den Jahresansätzen wechselnd ; vom Wirbel aus laufen grünliche Strahlen in grosser Zahl gegen den Unterrand; Schild dunkler gefärbt. Länge 110 Mm.; Breite 61 Mm., Dicke 53 Mm. Wohnort : Nordamerika , Georgien. Aus Dr. Küster's Sammlung. 75 Nr. 43. Anodonta Ferussaciana Lea. T. 27. f. 4. Anodonta Ferussaciana Lea, Trans. Am. Phil. Soc. V. pl. 6. f. 15. — Ob- serv. I. 157. — — Hanley Cat. of. Rec. biv. Shells. 1842— 56. p. 218. — — Jay, Coli, ol' Shell. 1850. p. 72. Nr. 2032. — — H. a. A. Adams. The gen. of rec. Moll. 1858. Muschel länglich, dünn, durchscheinend, bauchig, doch ziemlich scharfrandig, glänzend mit wenig seichten aber durchgehenden Furchen und feinen Streifen; Vor- dertheil lang und etwas schmal ; Hintertheil stumpf zungenförmig. Senkrechte Längs- kontour lanzettförmig, senkrechte Querkontour rundlich-herzförmig; Horizontalkonlour eispindelförmig. Der Vorderrand halbkreisförmig, geht in continuirlicher Rundung in den Ober- und Unterrand über; ersterer ist etwas convex, letzterer fast gerade, in der Mitte kaum merklich eingebogen, hinten mit dem wenig schrägen und ge- rade abgestutzten Hinterrand in einen stumpfen Schnabel zusammenlaufend. Winkel hochgewölbt, wenig abgefressen, etwas vor der Mitte des Oberrandes, die Spitze wenig über denselben emporragend, fast zusammenslossend. Schild schmal, nur wenig zusammengedrückt, Grenzlinie durch eine Furche bezeichnet ; Schildecke fehlt; Abdominalwölbung sehr entwickelt; Schlosszahn kaum als Höcker zu bemerken; Schlossleiste schwach; Ligamentalbucht länglichrund; Muskeleindrücke sehr seicht, Lippenwulst deutlich, etwas über die Mitte der Schale reichend; Epidermis röthlich- olivenbraun, gegen den Unterrand olivengrünlich; Jahresringe dunkel. Innenseite bläulich glänzend, nur wenig irisirend. Länge 2V,", Höhe VU", Breite 13'". K. Wohnort: Nordamerika, Ohiofluss. Diese Spezies ist der Grösse nach der An. imbecilis Say nicht unähnlich; die Wirbelsculptur bei Exemplaren mit unverletztem Wirbel unterscheidet sie jedoch sehr deutlich von derselben. Die Wirbellamellen der An. Ferussaciana sind näm- lich viel weniger zahlreich und gedrängt und endigen in eine sehr scharfe Wirbel- spitze; sie bilden ferner einen sehr spitzen Winkel, dessen Scheitel mit der vom Wirbel nach der unteren Ecke des Hinterrandes hinlaufenden, schwach angedeuteten Carina zusammenfällt. Die Schenkel dieses Winkels sind übrigens von der 4. La- melle an nur auf der gegen das Ligament zugewendeten Seite des Wirbels deutlich 10* 76 ausgeprägt, während der andere Schenkel verwischt ist. Unter dem Wirbel ist die Leiste der rechten Schale fast etwas zahnartig erhoben , indem zwischen dem Wirbel und dem Rande der Leiste eine keine Verliefung sich einsenkt. Die linke Schale besitzt jedoch an ihrer Schlossleiste keine entsprechende Schmelzwulst, welche sich in die Vertiefung einlegt, sondern diese wird nur von Theilen des unter dem Wirbel stehenden faserigen Ligamentes ausgefüllt. Es ist daher nicht gerechtfertigt, diese Muschel unter Genus Alasmodonta (Margarifana) zu stellen. Nr. 44. Anodonta lato-marginata Lea. T. 21, f. 3. 4. Anodonta lato-marginata Lea, Trans. Am. Phil. Jour. Soc. V. pl. 12. f. 34. — Observ. I. 188. — membranacea D'Oibigny, Voy. Am. Meri. 616. — lato-marginata Hanley, Cat. ol' Rec. bro. Shells, p. 221. — — — Jay, Coli, of Shells, p. 72. Nr. 2048-51. Patularia rotundata Swainson Exotic Malac. pl. 37. lato marginata H. a. A. Adams. The. gen. of Rtic. Moll. — — Chenu. ? Anodonta exotica Lamark. ? Anodonta trapezeus Spix. Muschel von mittlerer Grösse, sehr dickschalig, sehr bauchig, ziemlich scharf- randig, mit wenig deutlichen Zuwachsstreifen und wegen der dunklen Farbe der Muschel, wenig deutlichen Jahresringen. Vordertheil sehr verschmälert, Hintertheil breit, zugespitzt gerundet. Senkrechter Längsdurchnitt spitz eiförmig; senkrechter Querdurchschnitt herzförmig; Horizonlalkontour rund -eiförmig. Vorderrand zuge- spitzt gerundet, von der kaum sichtbaren Ecke des Schildchens beginnend, eine ab- gerundete etwas mehr dem Unterrande genäherte Spitze bildend, unterhalb welcher der Vorderrand in gleichförmiger Wölbung in den Unterrand übergeht; Unterrand lang, stark gewölbt, gegen den Hinterrand sehr stark aufwärts gebogen; Oberrand in leichter Biegung bis zur Ecke des Schildes, ansteigend; Schildecke abgerundet; Hinlerrand steil abfallend, sehr kurz, einen etwas vorstehenden abgerundeten Schna- bel bildend. Schild kurz, schmal, kaum zusammengedrückt, durch eine von der Wirbelspilze auslaufende Furche begrenzt. Wirbel breit aufgeblasen, den Oberrand etwas überragend, meist stark angefressen. Ligament sehr stark; Ligamentalbucht kurz, weit nach innen greifend, hackenförmig; Schlossleiste ziemlich schmal; Schul- 77 termuskeleindruck deutlich, rundlich; Hüftmuskeleindruck länglich -oval, sehr tief; Nebenmuskel klein, weniger deutlich; Manteleindruck deutlich; am Rand der Scha- len eine breite Verdickung des Perlmutter; Perlmutter weisslich, an den Kiindern stark irisirend; Epidermis sehr dunkel, kaffebraun. Länge 92 Mm., Breite 42 Mm., Dicke 38 Mm. Wohnort: Südamerika, in den grösseren Flüssen, Rio de la Plata, Rio Parana. Aus Dr. Kiister's Sammlung. Die dickschaligen südamerikanischen Anodonten haben mit den Spezies des afrikanischen Genus Spatha manche Aehnlichkeit, so namentlich bezüglich der Form der tiefeingesenkten hackenförmigen Ligamenlalbucht. Dagegen besitzen sie nicht die dem Genus-Spatha eigentümliche kleine unter dem Wirbel gelegene Grube. Die genauere Untersuchung der Thiere kann wohl auch für die südamerikanischen Anodonten Eigentümlichkeiten entdecken, welche für selbe ein eigenes Genus (Pa- tularia Swainson) anzuerkennen die Ursache werden können. Nr. 45. Anodonta purpurea Valenciennes. T. 19. f. 1. Anodonta purpurea Valenciennes Zool. Humboldt Voy. p. 48. — — Hanley. Cat. of rec. biv. Shells p. 218. — — Jay, Coli, of Shells p. 73. Nr. 2068. — — H. a. A. Adams The gen of rec. Moll. — — Lea Synopsis of The Farn. Unionidae. Muschel klein, ziemlich breit und bauchig, ziemlich festschalig, scharfrandig mit sehr gleichmässigen Zuwachsstreifen; die Jahresringe nicht durch dunklere Streifen bezeichnet. Senkrechter Längsdurchschnitt sehr zugespitzt eiförmig; senkrechter Querdurchschnitt herzförmig; Horizontalkontour eiförmig. Vorderrand kaum etwas zugespitzt gerundet, nach beiden Nebenrändern ohne Unterbrechung übergehend; Un- terrand fast gerade, gegen den Hinterrand etwas kurz aufgebogen; Oberrand wenig gebogen, von den breiten Wirbeln ziemlich überragt; Hinterrand von der ziemlich deutlich markirten Ecke des Schildes massig steil nach dem kurzen, breiten, senk- recht abgestutzten Schnabel abfallend. Schildchen klein, wenig zusammengedrückt; Schild ziemlich kurz, durch eine vom Wirbel nach der oberen Ecke des Schnabels zulaufende Linie abgegrenzt, wenig zusammengedrückt. Wirbel ziemlich breit und aufgeblasen mit schwach welliger Sculptur, die meist abgerieben ist. Ligament 78 ziemlich stark, kurz; Ligamentalbucht sehr klein, flachgerundet. Innenseite glatt, rolh, wenig irisirend; Schlossleiste schmal; Muskeleindrücke (namentlich jener des Schultermuskels) kaum etwas vertieft, im Verhältniss zur Schalengrösse ziemlich gross; Hüftmuskel beträchtlich tiefer, lang und schmal, sehr weit gegen den Wir- bel zurückreichend; Manteleindruck durch eine ziemlich tiefe Rinne sehr deutlich ausgedrückt. Epidermis gelblich-grau bis kaffeebraun; Hintertheil meist dunkler. Länge 67 Mm., Breite 38 Mm., Dicke 24 Mm. Wohnort: Insel Manila; die Phillipinen. Aus der Sammlung des Herrn Professor Dr. Sandberger. Nr. 46. Anodonta im plicata Anth. T. 19. f. 3. Anodonta im plicata Say. Dissem. 1829. 340. — — Gould, Invert. of Massa. p. 180. f. 481. — — Dekay, Cat. — — Stimpson, Shells of N. Engl. 15. — — Conrad, Synop. in Proc. Ac. Nat. Sc. VI. 264. — — H. a. A. Adams, The gen. of rec. Moll. — — Lea, Synop. of the Farn. Unionidae. — Newtonensis Lea, Trans. Am. Ph. Snc. VI. 79. pl. 21. f. 66. — Hanley, Cat. of rec. biv. Shells p. 219. — Say, Coli, of Shells p. 72. Nr. 2058. ? — marginata Say (young) Nicholson, Encyl. Amer. a. IV. pl. 3. f. 5. — houpotonica Lindley, Am. Journ. Soc. 1845. p. 159. Muschel verlängert, ziemlich bauchig, starkschalig, fest und schwer, undurch- sichtig, stark gerippt mit sehr erhabenen stark hervortretenden Jahresringen; Vor- dertheil kurz und ziemlich schmal, Hintertheil sehr verlängert, ziemlich breit. Senk- rechter Längsdurchschnilf breit-lanzettförmig; senkrechter Querdurchschnitt herzför- mig; Horizontalkontour verlängert- eiförmig. Vorderrand schmal, gerundet, durch die schwach angedeutete Ecke des Schildchens vom Oberrande abgesetzt; dagegen in gleichförmiger Biegung in den Unterrand übergehend ; Unterrand fast ohne Bie- gung, gegen den Hinterrand etwas ansteigend; Oberrand wenig gebogen, vom brei- ten Wirbel ziemlich überragt; Hinterrand von der schwach markirten Ecke des Schildes, ziemlich stark abfallend, dann einen massig schmalen, fast gerade abge- stutzten Schnabel bildend. Schild ziemlich lang, wenig zusammengedrückt; Wirbel 79 breit, meist sehr stark angefressen, und die Sculptur nur undeutlich erkennen las- send; Ligament stark, lang; Ligamentalbucht lang, flach und seicht eingeschnitten. Innenseite silberweiss , fleischfarben oder gelblich; Muskeleindrücke ziemlich tief. Manteleindruck deutlich; Schlossleiste breit; Perlmutter am Vordertheile der Muschel sehr dick. Epidermis olivengelblich mit breiten dunkleren bräunlichen Bändern, die fast regelmässig den helleren folgen; Vorder- und Hintertheil etwas dunkler. Länge 112 Mm., Breite 55 Mm., Dicke 39 Mm. Wohnorf: Nordamerika, Massachussets. Aus meiner Sammlung. Nr. 47. Anodonta undulata Say. T. 27. f. 3 u. 5. Anodonta undulata Say, Nichols. Encycl. pl. 3. f. 6. — — Gould. Invert. of Massa p. 120. f. 79. — — H. a. A. Adams, The gen. of rec Moll 1858. — — Hanley, Coli. of. Shell 1850 p. 73. Nr. 2082-83. — — Lea, Synops. of. Farn. Union. 1870. — rugosus Swains, Zoolog, illust. p. 96. S tropin t us undulalus Stimpson, The Shells of N. Eugl. Muschel klein, ziemlich dünn, durchscheinend, flach, fein aber dicht längsstreifig, glänzend, scharfrandig; Vordertheil ziemlich lang, aber schmal, Hintertheil kurz, breit; Senkrechte Längskontour eiförmig, senkrechte Quercontour langherzförmig; Horizontalkontour lanzettspindelförmig. Der heraustretende Vorderrand ist halbkreis- förmig und gehl unmittelbar in der kurzen, nach hinten convexen Oberrand und ebenso in den fast gerade aufsteigenden Unterrand über; der Hinterrand ist etwas gewölbt, wenig schräg und mit dem Unterrand in einer stumpfen Ecke vereinigt. Wirbel wenig gewölbt, den Oberrand überragend; die Wirbelspitzen höckerig, ab- gefressen, fast zusammenstossend. Schild klein, wenig zusammengedrückt, Grenz- linien gerade, durch eine Furche bezeichnet. Schildecke fehlt. Schlosszähne feh- len; in der rechten Schale nur eine schwache kurze Randerhöhung an der Schloss- leiste; in der linken Schale ist die Leiste für diese Erhöhung etwas abgeschärft, und befindet sich hinter dem Wirbel gegen dem Vorderrand zu, gerade unter dem Scbildchen eine ähnliche Randlamelle an der Schlossleiste, wie in der rechten Schale. Ligamentalbucht, ziemlich lang, seicht, fast eckig eingeschnitten. Muskel- 80 eindrücke wenig vertieft. Epidermis olivenbraun , nach hinten dunkler. Innenseite bläulich, unter dem Wirbel manchmal gelblich, irisirend. Länge 27*", Höhe lVs", Breite 11'". K. Wohnort: Nordamerika; Schuylkill-Fluss. Der Spezies-Name undulata hat schon zu mehrfachen Verwechslungen Anlass gegeben. Es findet sich nämlich unter dem Genus Alasmodonta Say (Margaritana Lea), und unter dem Genus Anodonfa Cuv. eine sobenannte Spezies. Beide Species sind zwar in ihrer Umrissform einander ziemlich ähnlich, durch ihre Schalenstärke und die Organisation des Schlosses aber recht deutlich als 2 verschiedenen, Generi- bus angehörig bezeichnet. Die von Herrn Dr. Küster T. 27 fig. 5 als Alasmod. marginala Say gegebene Abbildung scheint, wie auch Lea, Synopsis of te Farn. Unionidae 1870 p. 79 meint, die Anod. undulata Say zu sein. Wenigstens passt die Beschreibung, die ich von Herrn Dr. Küster erhielt, gut auf diese letztere, kei— nenfalls auf die Alasmodonta marginala Say, welche 2 völlig ausgebildete Cardinal- zähne hat und zu Genus Margaritana Lea gehört. Eine Anod. marginata Say gibt es nicht, und Küster hat die Marg. marginata Say bei dem Genus Unio auch be- reits abgebildet. Alasmod. undulata Say, die Dr. Küster in Fig. 3 T. 27 abgebildet hat, scheint eine jener Varietäten zu sein, welche ich oben als Synonyme zu A. undulata gezogen habe. Nr. 48. Anodonta anserina Spix. T. 20. f. 1. Anodonta anserina Spix, Testac. Brasii. pl. 21. — — Jay, Coli, of Shells 1850. p. 70. Nr. 8008/9. — — Hanley Cat of rec. Biv. 1842—56. p. 222. — — Lea, Synopsis. 1870. Patularia — H. a. A. Adams The gen. of rec. Moll. 1858. Muschel verlängert, eiförmig, dickschalig, fest, ziemlich bauchig; Vordertheil sehr verkürzt und schmal, Hintertheil sehr breit; Vorderrand etwas zugespitzt ge- rundet, vom Oberrand durch die Ecke des Schildchens abgegrenzt, in den Unter- rand ohne Grenze übergehend; Unterrand ziemlich gebogen, in gleichmässiger Rundung bis zur unteren Schnabelecke fortlaufend; Oberrand fast gerade, vom ziem- lich breiten Wirbeln etwas überragt; Hinterrand von der schwach markirten Schild— ecke in ziemlich starker Biegung abfallend und einen ziemlich breiten, undeutlich 81 abgestutzten Schnabel bildend. Schildchen klein, etwas zusammengedrückt; Schild lang, wenig zusammengedrückt. Wirbel breit, gerundet, meist stark abgerieben: Ligament lang, stark; Ligamentalbucht gross, hackenförmig nach innen vorspringend; fast unter der Ecke des Schildes liegend ; Muskeleindrücke vertieft. Innenseite blau- lich irisirend ; Epidermis braungrünlich. Länge 105 Mm., Breite 60 Mm. Wohnort: Südamerika: FIuss Peruaguaca in der Prov. Bahia von Brasilien. Nr. 49. Anodonta gibba Held. T. 14. I. 1 u. 2. Anodonta giliba Held, in collect. Muschel von mittlerer Grösse, ziemlich festschalig, scharfrandig, glänzend, mit rauhen sehr erhabenen, zahlreichen Jahresansatzstreifen, die meistens auch durch eine dunklere , fast schwarze Färbung ausgezeichnet sind und an Breite sich sehr gleich bleiben. Vordertheil ziemlich breit, kurz; Hinlerlheil abgestumpft zungenför- mig; senkrechte Querkontour schmal herzförmig; Horizontalkontour länglich eiför- mig. Vorderrand gerundet, vom Oberrand durch die schwach markirle Ecke des Schildchens deutlich abgegrenzt, dagegen ohne Absatz in den Unterrand übergehend; Unterrand lang, schwach gebogen, gegen den Hinterrand etwas Weniges nach auf- wärts gerichtet. Oberrand von der Ecke des Schildchens bis zur Spitze des Wir- bels gleichmässig ansteigend; von der Wirbelspitze bis zur deutlich markirfen Schild- ecke fast gerade und mit dem Unterrande parallel, Hinterrand von der Spitze des Schildes in fast gerader Linie ziemlich stark abfallend, vor dem Zusammentreffen mit dem Unterrande einen schmalen , fast gerade abgestutzten Schnabel bildend. Wirbel breit, wenig den Oberrand überragend, meist stark abgerieben, trotzdem die wellige Wirbelsculptur noch erkennen lassend. Schildchen fast fehlend ; Schild ziemlich lang, schmal, ziemlich zusammengedrückt; durch Grenzlinien nicht markirt. Schildecke sehr deutlich; Schlossleiste schmal; Ligamentalbucht sehr klein; Ligament sehr dick und stark. Schultermuskeleindruck sehr schwach und seicht; Hüftmuskel- eindruck beträchtlich tiefer und deutlicher. Epidermis olivengelblichgrün bis braun; gegen die Bänder heller, oft fast rein gelb; mit sehr dunklen Jahresringen und schwachen Quersirahlen. Innenseite ziemlich eben, ohne Lippenwulst; Perlmutter weiss, wenig irisirend, gegen den Wirbel feltfleckig. Länge 93 Mm., Breite 41 Mm., Dicke 30 Mm. IX. 1. 11 82 Var. minor Held. Muschel kleiner, Unterrand fast etwas einwärtsgebogen ; Hintertheil etwas kür- zer und mit weniger deutlich abgestumpftem Schnabel; in der Färbung und in allen übrigen Verhältnissen mit der typischen Form übereinstimmend. Wohnort: Passau in Bayern. Nach typischen Originalmuscheln des Hrn. Dr. Held, aus meiner und Küsters Sammlung. Ich kann in dieser Muschel nur eine Varität unserer sehr veränderlichen, ein- zigen deutschen Anodonta mutabilis m. sehen, die sich so unendlich mannigfaltig nach der Beschaffenheit ihrer jeweiligen Fundorte motifizirt. Wer selbst auf den Fang von Anodonten ausgeht, wird sehr bald finden, dass diese Thiere fast von jedem Fundorte durch andere Formen und Farben ausgezeichnet sind, und dass es zu den ausserordentlichsten Seltenheiten gehört, gleiche Formen von verschiedenen Fundorten zu erhalten. Wir stehen daher nur vor der Alternative: entweder gibt es in Deutschland , und vielleicht in Europa nördlich der Alpen , nur eine einzige Spezies, die ungemein zahlreiche Varietäten, aber nur „Lokalvaritäten" oder bes- ser „Standortsformen" bildet, oder es gibt so viele Spezies als es Fundorte giebt. — Ich habe namentlich die grossen oberbayerischen Seeen durchsucht, und war be- müht zu erforschen, was denn eigentlich der Grund zur Aenderung der Schalen- formen abgibt. Es würde mich zu weit führen, hier meine Beobachtungen wieder- zugeben, und ich muss daher auf meine Veröffentlichungen im Correspondenzblatt des zoolog. mineralog. Vereins zu Begensburg Jahrg. 1873 „Beiträge zur Mollus- kenfauna der oberbayerischen Seeen" verweisen. Diese Untersuchungen haben mir die Bestätigung verschafft, dass in allen diesen Seeformen, deren jeder See eine ihm eigenthümliche aufzuweisen hat, nur Modificationen einer einzigen Form vorliegen. Ich habe Thiere aus den Seen mit solchen aus Flüssen und Altwassern verglichen, deren Schalen die abweichendsten Formen besassen, und hiebei nicht die geringsten Unterschiede unter den Thieren gefunden. Die Wirbelsculptur, die für unsere Unionen ein sehr gutes Unterscheidungsmerkmal abgiebt, ist an den Schalen aller dieselbe gewesen, auch wenn sie mit Muscheln aus Südfrankreich oder Schwe- den und Norddeutschland verglichen wurden. Ich kann daher selbst die wenigen, allgemeiner als Spezies anerkannten Formen als cellensis Schrot , cygnea L. ; ana- tina L., piscinalis Nils, rostrata Held und Kok, complanata Ziegl. nicht für gute Spezies, sondern nur für Formen einer vielgestaltigen Anod. mutabilis Clessin (Corr.-Blatt des zool. mineral. Verein zu Begensburg 1872 p. 102. Studien über 83 die deutschen Spezies des Gen. Anodonla Cuv.) halten. Der beste Unioniden-Ken- ner Isack Lea vereint in seiner Synopsis 1870 gleichfalls die sämmllichen europäi- schen Spezies mit Anodonta cygnea L. Nr. 50. Anodonta anatina L. T. 14. f. 3 u. 4. T. 26. f. 1 u. 2. Mytillus anatinus Linne, Syst. nat. ed. X. 1753. I. p. 706. — - Müller Verm. hist. II. p. 267. Nr. 393. — — Schröter Flussconcliylien p. 160. T. 1. f. 2 u. 3. — — Gmelin, Syst. nat. p. 3355. Nr. 16. Anodon — Macgill. hist. Moll. Scotl. p. 241. — — Turton, Conch. Brit. 1822. XI. VI. p. 242. Anodonta — Lam. Anim. 3. vert. VI. P. 1. p. 85; ed II. VI. p. 565. — — C. Pfeiffer, Nat. gesch. I. p. 112. t. 6. f. 2. Anodota nanatina Rossmaessler Iconogr. V. u. VI. p. 57. f. 417 — 420. — — Scholz Mollusk. Schlesiens p. 120. ? — — Brot. Etudes Nayades du Lemnn. p. 38. t. 3. f. 4; t. 5. f. 2; t. 6. f. 1—3; t. 7. f. 1—3. — — Dupuy hist. Moll VI. p. 640. N. 8. t. 19. f. 13. — — Moquin-Tandon hist. II. p. 568. t. 45. f. 1—2. — — Drouet Etüde sur les. Anod. de l'Aube II. p. 4. N. 5. t. 4. f. I. — — Jeffreys. Brit. Conch. I. p. 43. (partim). — — Nilson Moll. Suec. p. 114. Nr. 2. — — Mörch. Syn. Daniae p. 89. — — v. Wahl. Lievlands., Süss. Bivalv. p. 48. — — Westerlund Expose crit. des Moll, de Suede. p. 169. — — Jay. Coli, of Shell, p. 70. Nr. 2007. — — Hanley. Cat. of. rec. Biv. Shells, p. 216. Muschel klein, ziemlich dünnschalig, etwas scharfrandig, maltglänzend, ziem- lich bauchig mit ungleichen, ziemlich erhabenen Zuwachsstreifen und schärfer mar- kirten Jahresringen. Vordertheil kurz, ziemlich breit ; Hintertheil stumpf, sehr ver- kürzt. Senkrechter Längsdurchschnitt verlängert, spitz-eiförmig; senkrechter Quer- durchschnitt schmalherzförmig; Horizontalkontour rundlich eiförmig. Vorderrand ge- rundet, vom Oberrande durch die Ecke des Schildchens abgegrenzt, in gleichmässi- ger Rundung in den Unterrand übergehend; Unlerrand schwach gerundet, nach dem Hinterrande stark aufgebogen; Oberrand leicht gebogen, Ecke des Schildes deutlich. 11* 84 ausgeprägt; Hinterrand kurz, von der Schildecke ziemlich steil zum Unterrande ab- fallend und in einen abgerundeten, ziemlich schmalen Schnabel endigend. Wirbel sehr klein, kaum über den Oberrand hervorragend, meistens etwas abgerieben, aber doch die wellige Sculplur deutlich erkennen lassend. Schild ziemlich lang, schmal, wenig zusammengedrückt, durch eine schwach markirte Furche begrenzt. Jahres- ringe anfangs sehr breit, dann rasch schmäler werdend. Schlossleiste sehr schmal, Ligamentalbucht kurz, wenig ausgeprägt; Ligament ziemlich stark. Muskeleindrücke deutlich, wenn auch wenig vertieft. Epidermis schmutzig-olivenbraun, Schild dunk- ler; Innenseite ziemlich eben; Perlmutter bläulich-weiss , wenig irisirend; oft fett- fleckig. Länge 60 Mm., Breite 39 Mm., Dicke 25 Mm. Wohnort: Mitteleuropa; das abgebildete Exemplar T. 14 f. 3 und 4 stammt von Krakow in Mecklenburg (Herrn Dr. Küsler's Sammlung). Nach dem], was ich bei der vorhergehenden Nr. gesagt habe, halte ich es für unnöthig, mich weiter über die Speziesberechtigung dieser Form auszusprechen, die ich gleichfalls nur für eine Varietät der einen Europäischen Spezies ansehen kann. Das von Dr. Rüster T. 14 f. 3 und 4 abgebildete Exemplar entspricht nicht genau dem Typus jener Form, welchen ich mit Rossmässler annehme. Ich habe desshalb in T. 26 Fig. 1 und 2 die Rossm. Figuren 418 und 419 copirl. Dieser Autor hat hat nach den 3 Figuren, womit er An. anatina illustrirl, derselben übrigens einen ziemlichen Spielraum gelassen; der durch Kobelt, (Catalog. der im europäischen Faunengebiele lebenden Binnenconchylien 1871), von folgenden 9 Varietäten ausge- füllt wird. 1. Var. Idrina, Spinelli; 2. Benavensis Villa; 3. rostrata Brot.; 4. Rayii Dup.; 5. Sealdiana Dop.; 6. Arelatensis Sacq. ; 7. coarüata Pot. et Müh.; 8. Mou- linsinna Dop. ; 9. Piotetiana Mortillet. — Anod. anatina L. ist durch ihre kleine Form ausgezeichnet, wird aber eben desshalb sehr häufig mit jungen Muscheln an- derer Form verwechselt (wie z. B. theilweise von Brot. Etudes s. le Najades du Leman). Sie muss immer durch zahlreiche und engestehende Jahresringe als eine alte und ausgewachsene Muschel sich erweisen. Es ist eben das Hauptcharakteristi- cum dieser Form, dass die Verhältnisse ihres Wohnortes ihr nicht sonderlich zusa- gen und ihr daher nur ein geringes Wachsthum gestatten, dem sie auch ihre we- nig durch Ecken markirte Umrissform , ihre dünne Schale u. s. w. zu verdanken hat. Sie lebt vorzugsweise in kleinen Bächen , an stilleren Buchten. — Die oben auf- geführten Varietäten, zu welchen übrigens noch einige andere anzureihen wären, gehören jedoch, meiner Anschauung nach, nicht alle zu An. anatina, so z. B. var. 85 Picteliana Mort. (von Brot, als Spezies behandelt) ferner var. rostrala Brot, und Idrina Spinelli. Letztere ist eine Muschel aus dem Idreo-See von ächter Seeforra, welche, wenn auch durch viele engstehende Jahresringe ausgezeichnet, doch einem anderen Formenkreise angehört. 51. Nr. 52. Anodonta lusitanica Morelet. T. 23. f. 1. Anodonta lusitanica Morelet., Descr. d. Moll. terr. et Fluv. du Portugal p. 103. T. 12. f. 1. Muschel von mittlerer Grösse, ziemlich dickschalig, glänzend, unregelmässig gestreift. Vordertheil ziemlich kurz, verschmälert; Hinterlheil sehr breit; Horizon- talkontour etwas verlängert eiförmig ; Vorderrand gerundet , ohne Abgrenzung in beide Nebenränder übergehend; Unterrand ziemlich gerade, gegen den Hinterrand stark aulgebogen; Oberrand kaum gebogen, etwas ansteigend, vom Wirbel wenig überragt; Hinterrand vom Ende des Ligament in leichter Wölbung abfallend, dann einen sehr kurzen, schwach markirten Schnabel bildend, der mit dem Unterrande fast die gleiche Rundung hat. Wirbel klein, wenig hervorragend, angefressen, Schildchen kaum bemerkbar; Schild breit und lang, sehr in die Höhe gezogen, aber ohne Ecke; höchster Punkt nahe dem Ende des Ligamentes, durch eine vom Wir- bel aus auf die obere Schnabelecke laufende Linie abgegrenzt. Innenseite milch- weiss; Muskeleindrücke lief; Epidermis olivengrün mit 2 — 3 breiten, bräunlichen Streifen; Hintertheil dunkler. Länge 95 Mm., Breite 45 Mm. Wohnort: Portugal: Zuflüsse des Guadiana zwischen Mertola und Castro-Verde. Diese und die folgende 3 Muscheln halte ich ebenso wenig für gute Spezies, wie die beiden vorhergehenden, wohl aber für sehr merkwürdige Formen, deren Abbildung mir sehr am Platze zu sein scheint. Nr. 52. Anodonta regularis Morelet. T. 23. f. 2. Anodonta regularis Morelet, Descript. de Moll. d. Portugal p. 100. T. 10. Muschel gross, dünnschalig, bauchig, Oberfläche mit parallelen, ziemlich tiefea Rinnen versehen; ziemlich glänzend; Vordertheil kurz und schmal; Hintertheil mas- sig breit und lang; Horizontalkontour regelmässig eiförmig. Vorderrand fast etwas 86 zugespitzt gerundet, ohne Unterbrechung zum Ober- und Unterrade tibergehend; Unterrand wenig gebogen; Oberrand ziemlich gebogen; ansteigend, von breiten Wir- beln etwas überragt; Hinterrand vom Ende des Ligamentes in flacher Wölbung we- nig abfallend, dann einen breiten, etwas gebogenen, schief abgestutzten Schnabel bildend ; Schildchen sehr schwach und klein, kaum etwas zusammengedrückt ; Schild lang, schmal, wenig zusammengedrückt, ohne deutlich bezeichnete Ecke, durch eine von der Wirbelspitze zur oberen Schnabelecke laufende Linie begrenzt. Wirbel breit, gerundet, wenig aufgeblasen, Sculptur fein gerunzelt; meist stark abgerieben. Ligament lang; Innenseite bläulich; Schlossleiste schmal; Muskeleindrücke sehr schwach. — Epidermis schwarzgrün, gegen die Ränder dunkler werdend. Länge 125 Mm., Breite 66 Mm. Wohnort: Portugal im Tamegoflusse bei Chaves. Diese Muschel hat sehr grosse Aehnlichkeit mit der Form An. rostrata Held und Kokeil. Nr. 53. Anodonta ranarum Morelet. T. 23. f. 3. Anodonta ranarum Morelet, Descript. d. Moll, du Portugal p. 104. pl. 12. f. 2. Muschel von mittlerer Grösse, dünnschalig, wenig bauchig, glänzend, feinge- streift mit zahlreichen dunkleren Jahresringen; Vordertheil kurz, ziemlich breit; Hinterlheil verlängert; Horizontalkontour sehr verlängert eiförmig. Vorderrand ge- rundet, vom Ober- und Unterrand nicht abgegrenzt; Unterrand wenig gebogen, fast in gerader Linie bis zur unteren Schnabelecke forllaufend; Oberrand fast gerade und dem Unterrande parallel; Hinterrand von der Ecke des Schildes, welcher etwas vor dem Ende des Ligamentes liegt, abfallend, dann einen fast senkrecht abgestutz- ten breiten Schnabel bildend. Wirbel sehr wenig hervorragend, ziemlich spitz, an- gefressen. Schildchen kaum angedeutet; Schild lang und breit, durch eine wenig scharf markirte Linie, die von der Wirbelspitze zur oberen Ecke des Schnabels läuft begrenzt. Epidermis grünlich-gelb mit dunkleren Jahresringen. Länge 92 Mm., Breite 46 Mm. Wohnort: Portugal, in den Zuflüssen des Guadiana zwischen Mertola und Caslro-Verde. 87 Nr. 54. Anodonta macilenta Morelet. T. 24. f.-8r $ Anodonta macilenta Morelet, Descript. des Moll, du Portugal p. 102. T. 11. Muschel gross, dickschalig- mit breiten, rinnigen Streifen und dunkleren Jahres- ringen; glänzend; Vordertheil kurz, wenig verschmälert; Hintertheil sehr lang und breit. Horizontalkontour länglich-eiförmig. Vorderrand gerundet, nach beiden Ne- benrändern nicht abgegrenzt; Unterrand gerade, gegen die Mitte fast etwas ein- wärts gebogen, zu dem breiten Schnabel des Hinterrandes mit kurzer Bieg-uns et- was ansteigend; Oberrand ziemlich gebogen, stark ansteigend, vom Wirbel wenig überragt; Hinterrand vom Oberrande nicht deutlich abgegrenzt, von der höchsten Stelle des Schildes in fast gerader Linie zu einem breiten Schnabel abfallend, des- sen Ecken nach beiden Seiten abgerundet sind. Wirbel klein, sehr wenig hervor- ragend; Schildchen sehr klein; Schild lang und breit, sehr zusammengedrückt, durch eine Linie, die von der Wirbelspitze auf die obere Schnabelecke läuft, begrenzt; Schildecke breit abgerundet; Ligament sehr stark; Innenseite weisslich-blau, Perl- mutter dick, Muskeleindrücke tief; Epidermis grünlich-braun. Länge 140 Mm., Breite 63 Mm. Wohnort: Portugal, in Sümpfen bei Mondego. Nr. 55. Anodonta subcircularis mihi. T. 22. f.** ^- lj , Anodonta lata Pareyss. in coli. Muschel ziemlich gross, breit, wenig aufgeblasen, ziemlich festschalig; Ober- fläche glänzend, Anwachsstreifen breit, gegen den Vorderrand stark vertiefte Rin- nen bildend , mit noch stärker markirten Jahresringen ; Vordertheil ziemlich kurz, Hintertheil breit, in einen breiten Schnabel auslaufend. Senkrechter Längsdurch- schnitt breit lanzettförmig; senkrechter Querdurchschnitt schmal, fast eiförmig; Hori- zontalkontour breit eiförmig. Vorderrand gerundet, von der schwach markirten Ecke des Schildchens in fast gleicher Wölbung zum Unterrande übergehend; Unler- rand ziemlich gleichförmig gebogen; Oberrand fast im stumpfet; Winkel, dessen Spitze unter dem Winkel liegt, gebrochen, von Wirbel wenig überragt; Hinlerrand von der Ecke des Schildchens, die etwa 4 Mm. vom Ende des Ligamentes entfernt 88 liegt, sehr steil abfallend, dann einen ziemlich breiten, fast senkrecht abgestumpften Schnabel bildend. Wirbel sehr flach, kaum etwas hervorragend; Wirbelsculptur im ganzen zwar nach dem europäischen Typus (zahlreiche engestehende, wenig her- vortretende Lamellen) aber doch beträchtlich weiter auseinandergezogen und stärker ausgeprägt, wie bei den mitteleuropäischen Spezies. Schildchen schmal; Schild ziemlich lang, ziemlich zusammengedrückt, durch eine schwach wellige Linie, die von der Wirbelspitze zur oberen Schnabelecke läuft, abgegrenzt; eine deutlich aus- gedrückte, breite, die Anwachsstreifen wellig verschoben habende Linie, läuft auf die untere Schnabelecke zu. Ligament stark, ziemlich lang; Ligamentalbucht kurz, aber tief nach innen greifend, gerundet. Innenseite glatt, weiss, irisirend; Schloss- leiste ziemlich breit; Muskeleindrücke sehr tief, namentlich jene der Hüftmuskel; Perlmutter am Vordertheil sehr stark, namentlich gegen den Unterrand zu; Mantel- eindruck undeutlich. Epidermis schmutzig gelbgrünlich mit dunkleren Jahresringen; Schild und Schnabel dunkler; vom Wirbel laufen schwache dunklere Strahlen gegen den Unterrand- Länge 95 Mm., Breite 64 Mm., Dicke 32 Mm. Wohnort: Europäische Türkei, im See von Skutari. Ich betrachte die Muschel als eine gute Spezies. Sie unterscheidet sich von den nördlichen Spezies des Gen. Anodonta durch die kurze, tief eingeschnitten ge- rundete Ligamentalbucht und ihre Wirbelsculptur, deren einzelne Wellen viel weiter stehen und desshalb auch lange nicht so zahlreich sind , als bei jenen. Die Schloss- leiste ist ferner auffallend breit. Diese Charaktere rechtfertigen es wohl, die vor- stehende Muschel als eine gute Art anzuerkennen. L. Pareyss hat die Muschel als An. lata versandt, welcher Name von amerikanischen Autoren schon vergeben ist; ich musste die europische Anodonta desshalb neu benennen. Nr. 56. Anodonta oviformis mihi. T. 26. !'. 5. Muschel klein, dünnschalig, sehr wenig bauchig mit rauher, wenig glänzender Oberfläche, die aus feinen Zuwachsstreifen und stärker hervortretenden Jahresringen besteht; am Hintertheil, in der Schildgegend und an den Rändern stark häutig- schiefrig; Vordertheil sehr verkürzt; die Wirbel sehr nahe dem Vorderrande stehend; Hintertheil sehr verlängert. Senkrechter Längsdurchschnitt schmal, lanzettförmig; senkrechter Querdurchschnitt schmal eiförmig; Horizonlalkontour von fast reiner Ei- 89 form, die nur durch den stark hervortretenden Schild etwas gestört wird. Vorder- rand gerundet, ohne Absätze an die Nebenränder anschliessend; Unterrand fast ge- rade, manchmal sogar in der Mitte etwas einwärts gebogen; Oberrand kurz, ziem- lich gebogen; Hinterrand lang, von der kaum bezeichneten, stark abgerundeten Schildecke in starker Wölbung zu einem' massig breiten, völlig abgerundeten Schna- bel abfallend; Ligament ziemlich lang und stark, die kurze, seichte Ligamentalbucht überdeckend; Schildchen kaum angedeutet; Schild lang und schmal, wenig zusam- mengedrückt; Wirbel wenig hervortretend, den Oberrand überragend, ziemlich spitz, mit feiner, viel welliger Sculptur. Innenseite weisslich, wenig irisirend mit schwachen, meist durch kleine Perlansätze rauhem Perlmutter; Schlossleiste sehr schmal; Hüftmuskeleindruck tief, dem Vorderrande sehr genähert, Schultermuskel- eindruck kaum vertieft; Manteleindruck undeutlich. Epidermis schmutzig graugelb- lich mit etwas dunkleren Jahresringen; gegen die Wirbel hell-rothbraun. Länge 68 Mm., Breite 40 Mm., Dicke 23 Mm. Wohnort: Europa, im Bodensee. Obwohl ich diese Muschel nicht für eine gute Spezies halte, kann ich dennoch nicht umhin, selb« abzubilden und zu beschreiben, weil sie mir als eine der merk- würdigsten unserer deutschen Anodonten, und desshalb grösserer Beachtung wohl werth erscheint. Trotzdem sie nämlich den grössten Alpensee bewohnt, zeigt sie mit Ausnahme der Farbe ihrer Epidermis, dennoch nicht jene Charaktere, welche die Anodonten anderer Gebirgsseeen auszeichnen. Ihrer Grösse nach gehört sie zu den kleinsten unserer Anodonten, obwohl man gerade im Bodensee, deren weit grössere erwarten sollte. Ich kann mir diess Verhältniss nur dadurch erklären, dass die vor den Alpen liegenden, flachufrigen Seeen im Allgemeinen diesen Thieren keine günstigen Wohnorte bieten, weil sie in denselben theils zu sehr mit den Wo- gen zu kämpfen haben, theils aber auch in dem kalkig-erdigen Schlamme, indem sie sich aufhalten, nur wenig ihnen zusagende Nahrung finden können. Diese Ver- hältnisse scheinen im Bodensee in weit höhere Grade sich zu steigern, als in den anderen Gebirgsseeen, und ich habe bezüglich der Molluskenfaunen der oberbayri- schen Seeen wenigstens, überall die Erfahrung gemacht, dass die Grösse der Indi- viduen mit der steigenden Grösse und der Ausdehnung des Seees abnimmt. So haben kleinere Seeen, wie z. B. der Spilzingsee, der Alpsee bei Immenstadt weit grössere Anodonten als der Chiem-Starnberger- und Bodensee. Die Form der Li- gamentalbucht, der Wirbelsculptur und der Muskeleindrücke zeigen gegenüber an- IX. 1. 12 90 deren Anodonten aus Altwassem und Flüssen keine Verschiedenheit, ebenso wenig wie die Thiere derselben, etwa mit Ausnahme der Färbung. Die Muscheln des Bodensees haben, trotzdem dieser Seee noch weit mehr von Wellen erregt wird, nicht jene dicke Lippenwulst, die An. callosa Held aus dem Chiemsee besitzt; die Bodenseemuscheln nicht sogar sehr dünnschalig. Nr. 57. Anodonta sinuosa Lamark. T. 22. f. 1 u. 2. Anodonta sinuosa Lamark. Aiiim. s. veit. VI. — — Hanley, Cal. of rec. biv. Shells, p. 224. — — Lea Sinopsis ol t he L'am. Unionidae. 1870. Lamproscapha sinuosa H. a A. Adams The Gen. of rec. Moll. Muschel gross, sehr dickschalig, scharfrandi- , ziemlich hauchig; Oberfläche rauh, wenig glänzend, namentlich gegen die Ränder zu sehr schielrig. Vordertheil sehr kurz und sehr schmal; Hinlertheil sehr breit. Senkrechter Längsdurchschnitt eiförmig; senkrechter Querdurchschnitt schmal herzförmig; Horizontalkontour rund- lich. Vorderrand sehr schmal, von der stark abgerundeten Ecke des Schildchens in geringer Biegung abfallend, Biegung in gleicher Flucht ohne Unterbrechung zum Unterrande übergehend, der eine etwas geringere Wölbung besitzt; Oberrand sehr schief und steil ansleigend, von den Wirbeln stark überragt; Hinterrand von der undeutlich markirten Schildecke, die mit dem Ende des Ligamentes zusammenfällt, in starker Rundung abfallend, ohne eckigen Absatz an den Unterrand sich anschlies- send. Wirbel breit, meist sehr stark an- und ausgefressen, so dass die Perlmutler- schichte völlig blossliegt, und die Wirbel eine kleine spitze Haube bilden. Schild- chen klein, wenig zusammengedrückt; Schild gross, breit, sehr hervortretend, we- nig zusammengedrückt, durch eine wellige Linie begrenzt. Ligament ziemlich kurz, sehr stark; Ligamentalbucht kurz, hackenförmig; (5,5 Mm. weil springt die Spitze des Hackens ins Schaleninnere vor) , Innenseite glatt, weisslich irisirend, Wirbelge- gend etwas bläulich; Schlossleiste sehr breit, aber ohne jede Falte oder Lamelle; Muskeleindrücke sehr deutlich, der Hüftmuskel sehr tief eingeschnitten, mit sehr kleinem, völlig getrenntem Nebenmuskel ; Schultermuskel gross, kaum eingeschnitten; Manteleindruck schwach ; Perlmutter gegen den Vorderrand und namentlich ge- gen die Mitte des Unlerrandes sehr stark verdickt; vom Wirbel läuft gegen das in- 91 nere Ende des Schultermuskels eine starke wulstartige Falte. Epidermis röthlich- braun; Schild und Hintertheil dunkler; Jahresringe schwärzlich. Länge 95 Mm., Breite 66 Mm., Dicke 58 Mm. Wohnort: Südamerika. Nr. 58. Anodonta salmonia Lea. T. 24. f. I u. 2. Anodonta salmonia Lea, Trans. Am. Phil. Soc. VI. pl. 14. I. 41. — Observ. II, 45. — Synopsis. 1870. — — Hanley. Cal. of rec. biv. Shells, p. '-M8. — Jay. Collect, of Shells, p. 73. Nr. 2071. Muschel von mittlerer Grösse, ziemlich breit, scharfrandig, bauchig; Oberfläche glänzend mit feinen Zuwachsstreifen und stärker markirten Jahresringen. Wirbel sehr breit und aufgeblasen, sehr in die Mitte gerückt. Senkrechter Längsdurchschnitt lanzettförmig; senkrechter Querdurchschnitt schmal herzförmig; Horizontalkontour eiförmig. Vorderrand gerundet, durch die schwach markirte Ecke des Schildchens vom Obeirande abgegrenzt, in den Unterrand ohne markirte Grenze übergehend; Unterrand ziemlich gebogen; Oberrand wenig gebogen, vom Wirbel stark über- ragt; Hinterrand vom Ende des Ligaments in schwacher Biegung stark abfallend, dann einen breiten abgestutzten Schnabel bildend. Schildchen deutlich, wenig zu- sammengedrückt, sehr schmal, durch eine Linie, die vom Wirbel zur oberen Schna- belecke läuft, begrenzt; Schildecke nicht markirt, mit dem Ende des Ligamentes zusammenfallend; Ligament sehr stark, kurz, frei; Ligamentalbucht kurz, klein, we- nig ausgerandet; Wirbel breit, lang, aufgeblasen, die Spitzen sich fast berührend, unverletzt; Wirbelsculptur aus 2 sehr starken und breiten, parallelen, gegen die Hinterseite eine scharfe Ecke bildenden Lamellen bestehend. Innenseite blau iri- sirend; Schlossleiste vom Wirbel gegen den Hinterrand breit und stark; in der rechten Schale ist die Leiste unter dem Wirbel in eine zahnarlige Erhöhung aufge- zogen, die durch eine seichte, ziemlich breite Grube vom Wirbel getrennt ist. Die- ser Zahn legt sich nach innen an die Leiste der linken Schale, welche keine der- artige Erhöhung besitzt. Muskeleindrücke deutlich, rundlich, ziemlich tief, Mantel- eindruck deutlich. Epidermis, zimmlfarben, die Wirbel heller, Jahresringe fast schwarz. Länge 65 Mm., Breite 38 Mm., Dicke 24 Mm. Wohnort: Nordamerika, im Ohio- und Wabash-Fluss. 12* 92 Nr. 59. Anodonta subcylindracea Lea. T. 26. f. 6 u. 7. Anodonta subcylindracea Lea, Trans. Am. Phil. Soc. VI. pl. 24. f. 117. — Observ. II. 106. — Syn. 1870. — — Jay. Coli, of Shells p. 73. Nr. 2073. — — Hunley. Cat. of re. biv. Shells, p. 223. — — Dekay. New. Rap. Zool. Muschel klein, verlängert, ziemlich schmal, bauchig, dünnschalig, durchschei- nend, etwas scharfrandig, mit feinen, gleichmässigen Zuwachssfreifen, ziemlich glän- zend. Vordertheil ziemlich verkürzt; Hintertheil breit abgerundet, senkrechter Längsdurchschnitt lanzettförmig, senkrechter Querdurchschnitt schmal herzförmig; Horizontalkontour schmal eiförmig. Vorderrand gerundet, in beide Nebenränder ohne Unterbrechung übergehend; Unterrand wenig gebogen, gegen den Schnabel kaum etwas aufgekrümmt; Oberrand fast gerade, von den ziemlich spitzen Wirbeln etwas überragt; Schildecke undeutlich, circa 4 Mm. vom Ende des Ligamentes entfernt ; Hinterrand von der Schildecke, ziemlich steil abfallend , dann einen breiten, schwach gerundeten Schnabel bildend. Wirbel ziemlich spitz, wenig aufgeblasen, sehr zusammengeneigt, fast sich berührend, meist unverletzt; Skulptur aus 3 sehr nahe stehenden, ziemlich erhabenen Lamellen bestehend, die in gleicher Wölbung, ohne Winkel zu bilden, über den Wirbel laufen. Ligament kurz, ziemlich schwach. Schildchen klein, wenig zusammengedrückt. Schild ziemlich lang, durch eine von der Wirbelspitze bis zur oberen Schnabelecke laufende Linie begrenzt. Innenseite glatt, blau irisirend. Schlossleiste schmal, in der rechten Schale unter dem Wirbel ziemlich erhaben und etwas lamellenartig hervortretend; in der linken Schale eine entsprechende seichte Rinne. Ligamentalbucht schmal, ziemlich 3angCIMuskelein- drücke kaum, Manteleindruck nicht sichtbar. Epidermis olivengrün ; 4 [Wirbelgegend rii! hl ich braun; Jahresringe dunkler; ebenso die Gegend um den Schild. Länge 55 Mm., Breite 30 Mm., Dicke 19 Mm. Wohnort: Nordamerika im Oak Orchard Creek bei Newyork. Aus meiner Sammlung. 93 Genus Craspedodonta Küster. Leistenmuschel. Das Gehäuse der mir bekannten Art ist im Allgemeinen das der Anodonten; die Hauptverschiedenheit liegt in der eigenthümlichen Form des Schlosses. Die linke Schale zeigt eine schmale von der Ecke des Schildchens beginnende, bis hin- ter den Wirbel sich erstreckende, abgerundete Leiste, welcher eine Vertiefung der rechten Schale entspricht. Die Schlossleisten sind kaum entwickelt und sehr kurz. Craspedodonta sraaragdina Anton. T. 27. f. 2. Crasped. smaragdina, Anton, Verzeichniss p. IG. n. Ö92. Muschel sehr klein, die Schale ist dick, flach; im Allgemeinen ziemlich scharf- randig, massig glänzend, durchscheinend; das Vordertheil ist kurz, das Hintertheil ziemlich verlängert. Senkrechte Längsdurchschnilt spindelförmig senkrechter Quer- durchschitt schmal herzförmig, Horizontalkontour fast eiförmig. Vorderrand stumpf- rundlich, fast gerade absteigend, mit dem Oberrand in der stumpfen, undeutlichen Ecke des Schildchens zusammenlaufend; in den Unterrand in continuirlicher Rundung übergehend. Oberrand gerade, ziemlich lang; Unterrand sehr flach-convex, in der Abdominalgegend am weitesten hervortretend, dahinter schief ansteigend und mit dem ziemlich steil ablaufenden Hinterrand einen am Ende gerade abgeschnittenen, etwas langen schmalen Schnabel bildend. Wirbel dem Vorderrande nahe gerückt, ziemlich flach, wenig über den Oberrand emporragend, abgefressen; die Wirbel- spitzen breit, fast zusammenstehend; Schild hoch, stark zusammengedrückt. Schild- ecke scharf hervorspringend; Grenzlinien des Schildes fast gerade, durch eine Furche markirt, die von 2 Kielen begrenzt wird. Oberfläche gestreift, mit undeutlichen Jahresringen, nämlich 2 Hauptjahresringen und einigen randsländigen. Die Epider- mis ist olivengelb, der untere Theil der Schalen schön smaragdgrün; diese Farbe hört jedoch parallel mit der Gränzfurche des Schildchens schon eine Linie vor der- selben auf. Perlmutter der Wirbel weiss. Innenseite: die Zahnleiste des Schlosses ist 3V2"' lang, schmal, wenig hervorragend, abgerundet; sie beginnt unmittelbnr an der Schildecke. Die entsprechende Verliefung der anderen Schale ist etwas rauh und zeigt nach innen eine feine, erhöhte Grenzlinie, welche das Verschieben der 94 geschlossenen Schalen verhindert. Schlossleisten kaum entwickelt, sehr kurz; Li- gamenlalbucht sehr gross, rautenförmig, IV2'" vor der Schildecke. Schlossband kurz, fast überbaut, nicht stark. Eindruck des Hüftmuskels gross, aber nur sehr schwach markirt; Schultermuskeleindruck ziemlich tief, breit, dicht am Vorderrand; von die- sem ziehen sich 2 seichte Furchen nach hinten. Schullerfalte entwickelt. Lippen- wulst stark, fast kielförmig, bis an den Hinterrand reichend. Das Perlmutter ist von ausserordentlicher Schönheit, silberglänzend, gegen die Ränder stark irisirend. Länge 13'", Breite 8'", Dicke 4'". Wohnort: Nach Anton, dessen gütiger Mittheilung ich diese Muschel ver- danke, wäre sie aus Nordamerika, was jedoch nicht wahrscheinlich ist, da die präch- tig smaragdgrüne Färbung, noch viel mehr aber der Glanz und die Schönheit des Perlmutters weit eher an einen tropischen Aufenthaltsort glauben lässt. Durch letz- tere Eigenschaften zeigt sich unsere Art mit Anodonta lato-marginata Lea verwandt, mit der sie vielleicht auch die Heimath gemein hat. K. 51. Nr. 60. Anodonta bahiensis Küster. T. 20. r. 2. Muschel gross, ziemlich dickschalig, bauchig, scharfrandig; Oberfläche ziem- lich glatt, nur in der Gegend des Schildes rauh, mit häutigen, schiefrigen Streifen; Vordertheil ziemlich kurz und schmal; Hintertheil breit; Horizontalkontour eiförmig. Vorderrand gerundet , von der sehr deutlich markirten Ecke des Schildchens in gleichförmiger Wölbung ohne Grenze in den Unterrand übergehend; Unterrand fast gerade, gegen die Mitte zu etwas concav; Oberrand wenig gebogen, von den ziemlich bauchigen, abgeriebenen Wirbeln überragt , in geringer Biegung ohne Un- terbrechung durch die abgerundete Schildecke in den Hinterrand übergehend, der einen sehr breiten, etwas abgerundeten Schnabel bildet. Schildchen gross, sehr zu- sammengedrückt; Schild lang, ziemlich zusammengedrückt, wenig hervorragend; Ligament lang, ziemlich stark, Ligamentalbucht etwas von der Schildecke entfernt, ziemlich weit nach innen greifend; Innenseite glänzend; Perlmutter bläulich, unter dem Wirbel fleischfarben; Muskeleindrücke deutlich, gross; Epidermis dunkel-oli- vengelb ; Schild und Vordertheil etwas dunkler. Länge 108 Mm., Breite 59 Mm. Wohnort: Südamerika, Brasilien Prov. Bahia. Aus Dr. Sturm's Sammlung. — Die Form und Lage der Ligamentalbucht un- terscheidet diese Spezies von An. anserina Spix. 95 Nr. 61. Anodonta Gesneri Lea. T. 28. f. 1 u. 2. Andonla Gesneri Lea, Proc. Acad. Nal. Soc. 1858. p. 139. _ _ _ Observ. VII. I. p. 49. !. 31. fig. 109. Muschel gross, sehr aufgeblasen, ziemlich dickschalig; Oberfläche glatl; Vor- derlheil ziemlich lang und breit; Hintertheil verschmälert und zugespitzt, die Spitze gegen den Unterrand liegend; senkrechter Längsdurchschnitt breit -lanzettförmig; eine ziemlich regelmässige Ellipse bildend; Vorderrand gerundet, durch die schwach markirte Ecke des Schildchens vom Oberrande abgegrenzt, aber ohne Grenze in den Unterrand übergehend; Unterrand nur wenig gebogen, gegen den Hinterrand etwas ansteigend ; Oberrand kaum gebogen , vom wenig aufgeblasenen Wirbel et- was überragt; Hinlerrand von der abgerundeten Schildecke steil abfallend und einen sehr kurzen, schief abgestutzten Schnabel bildend; Schildchen ziemlich lang, wenig hervortretend, wenig zusammengedrückt; Schild lang, schmal, durch eine vom Wir- bel auf die obere, kaum angedeutete Schnabelecke zulaufende Linie begrenzt ; Liga- ment ziemlich lang, dick, hellbraun; Ligamentalbucht unter der Schildecke gelegen, seicht, rundlich; Wirbel meist angefressen. Innenseite glänzend, Perlmutter weiss oder etwas gelblich, Schlossleiste schmal; Muskeleindrücke breit und gross, wenig vertieft; Epidermis grünlich oder gelblich, mit sehr entfernt stehenden dunkleren Jahresringen, Schildgegend dunkler. Länge 120 Mm., Breite 65 Mm., Dicke 47 Mm. Wohnort: Nordamerika; Uphaupee-Creek, Macon County in Georgien. Nr. 62. Anodonta Hallenbeckii Lea. T. 28. f. 3 * •*- Anodonta Hallenbeckii Lea, Proc. Acad. Nat. Sc. 1838. p. 138. _ _ _ Observ. VII. 1. p. 50. t. 32. fig. 112. Muschel gross, sehr aufgeblasen, scharfrandig, dünnschalig; Oberfläche stark gerippt; Vordertheil ziemlich kurz und breit; Hintertheil verschmälert; mit nach unten gerichteter Spitze, senkrechter Längsdurchschnitt schmal eiförmig; Horizon- talkontour verlängert schiefeiförmig; Vorderrand gerundet, von der schwach mar- kirten Ecke des Schildchens ohne Grenze in den Unterrand übergehend ; Unterrand 96 in der Mitte concav; Oberrand wenig gebogen, von den breiten aber wenig auf- geblasenen Wirbeln kaum überragt; Hinterrand vom Ende des Ligamentes, das mit der Ecke des Schildes zusammenfällt, in schwacher Wölbung steil abfallend und einen kurzen, schief abgestutzten Schnabel bildend, dessen untere Ecke fast in der Verlängerung des Unterrandes liegt; Wirbel sehr stark angefressen; Ligament ziemlich lang, dick, dunkelbraun; Ligamentalbucht unter der Schildecke, kurz drei- eckig, ziemlich tief eingeschnitten; Schildchen sehr schmal, wenig zusammenge- drückt; Schild ziemlich lang, schmal, durch eine schwach angedeutete, von der Wirbelspitze auf die obere Schnabelecke laufende Linie begrenzt; Innenseite glän- zend , Perlmutter weiss ; Schlossleiste nach dem Hinterrande zu breiler werdend ; Muskeleindrücke sehr seicht; Epidermis dunkel olivengelb mit schwärzlichen Jah- resringen. Länge 102 Mm., Breite 57 Mm., Dicke 39 Mm. Wohnort: Nordamerika; Uphaupee Creek, Macon County, Georgien. Von den beiden vorstehend beschriebenen Spezies Anod. Hallenbeckii und Ges- neri, deren Aehnlichkeit mit Anodonta grandis Say, der Autor selbst hervorhebt, kann ich die letztere, A. Gesneri, nur als eine Varietät der weiterverbreiteten An. grandis ansehen, da die Hauptverschiedenheiten von Gesneri, auf welche Lea seine Spezies gründet , ausschliesslich in der verschieden gestalteten Horizontalkontour liegen. An. Hallenbeckii zeichnet sich dagegen vor An. grandis, decora und an- deren grösseren nordamerikanischen Anodonten durch die kurze, dreieckige Form ihrer tief eingeschnittenen Ligamentalbucht aus , wesshalb ich selbe als eine soge- nannte gute Spezies anzuerkennen geneigt bin. Nr. 63. Anodonta grandis Say. T. 30. f. l u. 2. Anodonta grandis Say, Descr. N. terr. a. fluv. Shells of N. Am. Dissein. 1829. — — Hanley, Catal. of. rec. biv. Shells. 1842—56. p. 220. — — Jay, Cat. of. Shells. 1850. p. 72. Nr. 2043. — — Lea, Synopsis of. Farn. Union. 1870. Muschel gross, breit, ziemlich aufgeblasen, ziemlich dickschalig, scharfrandig; Oberfläche ziemlieh rauh mit feinen Zuwachsstreifen und stärkeren, häutig -schief- rigen Jahresringen. Vordertheil sehr verkürzt; Hintertheil verlängert; senkrechter Längsdurchschnitt lanzettförmig, Horizontalkontour eiförmig; Vorderrand gerundet, wegen Fehlen der Ecke des Schildchens ohne Grenze in beide Nebenränder über- 97 gehend; Unlerrand ziemlich gebogen, gegen den Hinterrand mehr in die Höhe stei- gend; Oberrand etwas gebogen , von den breiten aufgeblasenen Wirbeln stark über- ragt; Hiuterrand von der Schildecke ziemlich steil zu einem breiten, abgestutzten Schnabel abfallend; Wirbel meistens mit deutlicher Skulptur, die mit einer feinen Spitze beginnend, aus 2 entfernt siehenden, deutlichen, aber doch ziemlich schwachen La- mellen besteht; (die Lamellen sind fast in der Mitte gebrochen und bilden 2 un- gleiche, spitze ausspringende Winkel, von denen der dem Hintertheil der Muschel zu liegende sehr schmal und spitz ist, während der vordere sich mehr einem rech- ten Winkel nähert), Schildchen sehr klein und schmal; Schild ziemlich lang, sehr schmal, durch eine wellige Linie begrenzt, Ligament lang und stark, Ligamental- bucht wenig vor der Schildecke gelegen, seicht, rundlich; Innenseite glänzend; Perlmutter weisslieh; bei alten Exemplaren unter den Wirbeln rothgelb und nur am Rande weiss. Muskeleindrücke seicht; jener des Schultermuskels liefer. Epi- dermis hellolivenbraun oder grün; Schüdgegend bräunlich. Länge 108 Mm., Breite 63 Mm, Dicke 36 Mm. Wohnort: Nordamerika; im oberen Mississippi und dessen Nebenflüssen. Ich zweifle nicht daran, dass die sich von Auod. decora Lea durch ihre Wir- belsculplur sehr gut unterscheidende An. grandis, ebenso zu Standortvarietäten ge- neigt ist, wie die europäischen Anodonten, und dass von den zahlreichen Lea'schen Spezies ausser der bereits erwähnten Gesneri, noch manche andere als blosse Va- rietät der An. grandis Say zu betrachten ist. Die rothgelbe Farbe des gegen den Wirbel verdickten Perlmutter bei alten Thieren ist wahrscheinlich eine Ablagerung des krankhaft infizirten Mantels. Nr. 64. Anodonta crepera Lea. T. 29. fig. 5 u. (i. Anodonta crepera Lea, Proc. Zool. Soc. London 1850. p. 198. _ _ _ Observat. VII. p. 56. t. 34. fig. 117. Muschel verlängert, wenig aufgeblasen, dünnschalig, vorne dicker, hinten durchscheinend, Oberfläche glatt; Vordertheil kurz, ziemlich schmal ; Hintertheil ver- längert, etwas verschmälert, zugespitzt; senkrechter Längsdurchschnitt breit-lanzett- förmig; Horizontalkonlour verlängerl-eiförmig , elliptisch. Vorderrand gerundet, in gleichförmiger Wölbung von der Wirbelspitze bis zum Unterrande laufend; Unter- rand sehr wenig gebogen , gegen den Hinterrand etwas mehr in die Höhe steigend ; IX. 1. 13 98 Oberrand wenig gebogen , schief ansteigend , vom wenig aufgeblasenen Wirbel et- was überragt; Schildecke abgerundet; Hinterrand wenig gebogen, steil abfallend, einen schmalen, abgerundeten kurzen Schnabel bildend; Wirbel stark angefressen; Schildchen sehr schmal, wenig zusammengedrückt; Schild ziemlich lang, schmal, wenig zusammengedrückt, durch eine von der Wirbelspitze zur oberen Schnabel- ecke laufende, wellige Linie begrenzt; Ligament kurz, dünn, hellbraun; Ligamental- bucht kurz, 3eckig, fast unter der Schildecke gelegen. Innenseite sehr glänzend; Perlmutter weiss oder röthlich; Hüftmuskeleindruck wenig vertieft, zerfliessend ; Schultermuskeleindruck deutlich, mehr vertieft; Schlossleiste gegen die Ligamental- bucht allmählig breiter werdend; Epidermis grünlich-braun, dunkelgestreift, mit deutlichen dunkleren Jahresringen. Länge 85 Mm., Breite 44 Mm., Dicke 29 Mm. Wohnort: Die Philippinen; Bongabon auf der Insel Luzon. Nr. 65. Anodonta subcrassa Lea. T. 31. fig. 1 u. 2. Anodonta subcrassa Lea, Proc. Zool. Soc. London 1850. p. 198. _ _ _ Observations. VII. p. 54. t. 33. fig. 115. Muschel länglich , etwas aufgeblasen, ziemlich dickschalig; Oberfläche glatt; Vordertheil ziemlich breit und lang; Hintertheil ziemlich breit; senkrechter Längs- durchschnitt breit lanzettförmig; Horizontalkontour verlängert eiförmig; Vorderrand etwas zugespitzt-gerundet, von der sehr schwach markirten Ecke des Schildchens ohne Grenze zum Unterrande übergehend , indem die Rundung gegen den Un- terrand etwas flacher wird ; Unterrand etwas concav ; Oberrand sehr wenig gebo- gen, von den ziemlich aufgeblasenen Wirbeln stark überragt; Hinterrand von der Schildecke, die mit dem Ende des Ligamentes zusammenfällt, in ziemlicher Biegung rasch abfallend, ohne einen deutlich ausgesprochenen Schnabel zu bilden, Schildchen fast fehlend; Schild schmal, ziemlich lang, wenig zusammengedrückt, durch eine vom Wirbel auslaufende Linie begrenzt; Wirbel angefressen, sehr der Mitte ge- nähert; Ligament ziemlich lang, dick, hellbraun; Ligamentalbuchl seicht, ziemlich lang, fast 3eckig. Innenseite glänzend; Perlmutter weiss, roth oder gelblich; Hüft- muskeleindruck sehr breit, wenig verlieft; Schultermuskeleindruck sehr vertieft; Schlossleiste ziemlich schmal und kurz; Epidermis gelblich-braun, um das Schild- chen dunkler. 99 Länge 75 Mm., Breite 41 Mm., Dicke 30 Mm. Wohnort: Die Philippinen; Laguna de Bai, Luzon. Nr. 66. Anodonta tenuis Lea. T. 31. lig. 3 u. 4. Anodonta tenuis Lea, Proc. Zool. Soc. London 1850. p. 199. _ _ _ Observ. VII. p. 55. t. 33. fig. 116. Muschel von mittlerer Grösse, wenig bauchig, scharfrandig, dünnschalig, am Vordertheile etwas dicker; Oberfläche glatt; Vordertaeil kurz, etwas verschmälert; Hintertheil verlängert, ziemlich breit; senkrechte Längskonlour lanzettförmig, Hori- zontalkontour verlängert-eilörmig; Vorderrand gerundet, von der Ecke des Schild- chens in gleichförmiger Rundung ohne Unterbrechung in den Unterrand übergehend; Unterrand fast gerade, in der Mitte schwach concav; Oberrand kaum gebogen, von den ziemlieh breiten Wirbeln wenig überragt; Hinterrand von der Schildecke steil zu einem breiten abgestutzten Schnabel abfallend; Wirbel angefressen, wenig auf- geblasen, mit fein welliger Sculptur; Schildchen schmal, ziemlich zusammengedrückt, Schild breit und lang, durch eine vom Wirbel zur oberen Schnabelecke laufende Linie begrenzt; Schildecke sehr deutlich; Ligament ziemlich breit, dünn, hellbraun; Ligamentalbucht etwa 8 Mm. vor der Schildecke beginnend, ziemlich lang, seicht, 3eckig; Innenseile glänzend; Perlmutter weiss oder rölhlich; Hüflmuskeleindruck gross, undeutlich, kaum verlieft; Schultermuskeleindruck ziemlich vertieft; Schloss- leiste ziemlich lang, schmal; Epidermis dunkelbraun; Schiidgegend dunkler. Länge 76 Mm., Breite 41 Mm., Dicke 25 Mm. Wohnort: Die Philippinen; Insel Luzon. Nr. 67. Anodonta gracilis Lea. T. 29. f. 3 u. 4. Anodonta gracilis Lea, Pro. Zool. Soc. Lond. 1850. p. 197. — — Observ. VII. p. 57. t. 34. flg. 119. Muschel von mittlerer Grösse, sehr verlängert, schmal, wenig aufgeblasen; Oberfläche glatt; Vordertheil kurz, etwas verschmälert; Hintertheil sehr verlängert; senkrechter Längsdurchschnitt sehr zugespitzt -lanzettförmig; Horizontalkonlour fast cylindrisch; Vorderrand gerundet, Ecke des Schildchens nicht markirt, wesshalb der 13* 100 Vorderrand ohne Grenze in die beiden Nebenränder übergeht; nach dem Unterrande zu wird die Rundung etwas flacher, ohne einen merklichen Absatz gegen denselben zu bilden; Unterrand fast gerade, gegen den Hinlerrand etwas aufgebogen; Ober- rand fast parallel zum Unferrande, gegen die Ecke des Schildes kaum etwas an- steigend; Ecke des Schildes abgerundet; Hinlerrand wenig abfallend, einen breiten, ziemlich kurzen schief abgestutzten Sehnabel bildend. Wirbel wenig hervorragend, stark abgerieben; Ligament ziemlich lang, dick, dunkelbraun; Ligamentalbucht kurz, ziemlich seicht, 3eckig, nahe vor der Schildecke stehend; Schildchen sehr klein, wenig zusammengedrückt; Schild lang, schmal, wenig zusammengedrückt; Innenseite sehr glänzend; Perlmutter roth oder weiss; Schlossleiste ziemlich schmal; Schulter- muskeleindruck deutlich; Hüftmuskeleindruck kaum sichtbar; Epidermis gelblich; manchmal zu braun sich neigend, öfter grün, mit breiten dunkleren Jahresringen. Länge 83 Mm., Breite 40 Mm., Dicke 26 Mm. Wohnort: Die Philippinen; Dingle auf der Insel Panay. E. v. Marlens (Malak. Blätter 1867) betrachtet die 4 vorstehenden , von Lea aus der Cumming'schen Sammlung beschriebenen Spezies: Anod. tenuis, subcrassa, crepera und gracilis, als Varietäten von Anodonta purpurea Valenc. Die unterschei- denden Charaktere dieser 4 Anodonten , wie sie Lea in seinen Bemerkungen (Ob- servalions Bd. VII.) hervorhebt, scheinen mir nicht derart zu sein, dass durch die- selben ihre Artberechtigung ausser Zweifel gesetzt ist. Ich sehe daher gleichfalls in derselben nur Varietäten von An. purpurea Val. Nr. 68. Anodonta Vescoiana Bourguignat. T. 29. f. 1 u. 2. Anodonta Vescoiana Bourgignal, Amenites malacol. II. p. 34. T. 1. fig. I. 2. Muschel gross, breit, sehr aufgeblasen, ziemlich dünnschalig; Vordertheil ziemlich lang und breit; Hinterlheil sehr verkürzt; senkrechter Längsdurchschnitt zugespitzt eiförmig; Horizonlalkontour rundlich -eiförmig. Vorderrand gerundet, Schildchen nicht niarkirt, ohne Absätze an die Nebenränder anschliessend; Unler- rand stark gebogen, gegen den Hinterrand sehr in die Höhe gezogen; Oberrand eine gerade Linie bildend, etwas schief ansteigend; Hinterrand von der Ecke des Schildes, die mit dem Ende des Ligamentes zusammenfällt, stark in fast gerader Linie abfallend, und einen sehr schmalen, schief abgestutzten Schnabel bildend; Wir- bel sehr aufgeblasen und hervorragend , fast in der Mitte der Muschel stehend ; 101 Wirbelsculplur aus zahlreichen, feinen, engestehenden Wellen bestehend, (die Sculp- lur schliesst sich sehr enge an jene der europäischen Anodonten an) ; Schildchen schwach, wenig zusammengedrückt; Schild schmal, durch eine wellige vom Wirbel zur oberen Schnabelecke laufende Linie begrenzt; Ligament kurz, zehr stark; Liga- mentalbucht ziemlich tief, kurz gerundet, unter der Schildecke gelegen. Muskel- eindriicke sehr undeutlich und schwach ; — Epidermis gelblich-grau. Lange 95 Mm., Breite 62 Mm., Dicke 50 Mm. Wohnort: Asien: bei Konieh in Anatolien (nach Bourguignat). — In der Samm- lung des Herrn Baron v. Mallzan in Waren (Mecklenburg) befindet sich ein Exemp- lar dieser Muschel aus dem Euphrat bei ßaadad, 1858 von Hohenacker gesammelt. Die Spezies scheint daher in Westasien eine grössere Verbreitung zu haben. Ihrer Umrissform nach steht sie einer nordamerikanischen Spezies, der Anod. Linnaeana Lea sehr nahe. Nr. 69. Anodonta edenlula Say. T. 30. f. 5 u. 6. Alasmodonta edenlula Say, Desc. New. lerr. a. fluv. Shells of N. Amer. Dissein. 1829. — rhombica Anthony, Amer. Couch. 1765. p. 158. Anodonta (Hemiodon) areolata Swainson, Zool. ill. 2. Ser. pl. 18 (teste Lea). — unadillaDekay, New-York Rep. Nat. bist. I. pl. 15. f. 228 (leste Lea). — edenlula Lea, Synops. of the Farn. Union p. 79. — — Jay, Catal. of Shells. 1850. p. 71. Nr. 2024—25. — — Hanley Catal. of rec. biv. Shells. 1842—56. p. 218. Muschel ziemlich klein, ziemlich starkschalig, scharfrandig, aufgeblasen; Ober- fläche glatt, mit kurzem, etwas verschmälertem Vorderlheile und verlängertem stumpfem Hintertheile; senkrechter Längsdurchschnitt breit-lanzettförmig; Horizon- talkonlour sehr verlängert-schmal-eiförmig; Vorderrand etwas zugespitzt-gerundet, gegen den Unterrand wird die Rundung etwas flacher; Unterrand bis zur unteren Ecke des Schnabels eine fast gerade Linie bildend; Oberrand wenig gebogen, vom breiten Wirbel stark überragt; Band am Ligamente beträchtlich höher liegend, als der Rand gegen das Schildchen zu; Hinterrand von der abgerundeten Schildecke steil abfallend zu einem breiten gerade abgestutzten Schnabel; Wirbelsculptur aus 3 entfernt stehenden breiten und starken , aber wenig erhöhten Lamellen bestehend, die nicht gebrochen sind und nur nach dem Hintertheile der Muschel zu einen ab- 102 gerundeten Winkel bilden; Wirbelspitzen ziemlich scharf; Schildchen sehr schmal, klein, wenig zusammengedrückt; Schild wenig hervorragend, schmal; Ligament ziemlich lang, stark, dunkelbraun; Ligamentalbucht ziemlich seicht, eckig; Innen- seite glänzend; Perlmutter weisslich, gegen den Wirbel leicht gelblich; Muskelein- drücke wenig vertieft; Hiiftmuskeleindruck rundlich; Schlüssleiste ziemlich stark, ge- gen die Ligamentalbucht breiter, unter dem Wirbel der rechten Schale liegt eine schwache wulstarlige Erhöhung des inneren Randes, wodurch zwischen derselben und der Wirbetspitze eine seichte Vertiefung entsteht, in die sich eine mit fasrigen Ligamentstoffe besetzte schwache Erhöhung des lnnenrandes der linken Schale ein- legt; Epidermis dunkelolivengrün , mit dunkleren bräunlichen Jahresringen und zar- ten, grünlichen engestehenden, zahlreichen, vom Wirbel nach dem Unterrande lau- fenden Strahlen. Länge 67 Mm., Breite 35 Mm., Dicke 27 Mm. Wohnort: Nordamerika, Ohio- und Wabash-Fluss. Diese Spezies steht in jeder Hinsicht der Anod. salmonia Lea sehr nahe, und ich neige mich sehr der Meinung zu , dass sie nur eine Varietät dieser letzteren darstellt. Es fehlt mir jedoch eine grössere Reihe von Muscheln verschiedener Fundorte, um dieses Verhältniss völlig feststellen zu können. Die Bildung des Schlossrandes stimmt fast genau mit jenem von A. salmonia Lea überein , und ich war sehr geneigt, diese beiden Muscheln , entgegen dem Verfahren Lea's, der sie in seiner Synopsis 1870 unter das Genus Anodonta einreicht, zu Genus Alasmo- donta Say zu ziehen, wie es Say mit seiner A. edenlula gethan hat. Der Schloss- rand von edentula repräsentirt gewissermasser Massen , das erste Stadium der Ent- stehung von Schlosszähnen; diese stehen aber bei salmonia und edentula gegen- über anderen Spezies des Genus Alasmodonta noch so sehr zurück, dass ich es nicht wagen wollte, ohne Untersuchung der Thiere beide Muscheln in ein anderes Genus zu versetzen. Das Vorhandensein solch obsoleter Zähne gibt aber wieder neuerdings den Beweis, wie unzuverlässig die Beurtheilung einer Spezies aus- schliesslich nach den Schalencharakteren ist, und wie sehr es nöthig wird, die Ano- donten auch auf ihre Thiere zu untersuchen. 103 Nr. 70. Anodonta dahomeyensis Lea. T. 3!. I'. 5—6. Anodonta dahomeyensis Lea, Proc. Acatl. Nal. Sei. 1859. p. 154. _ _ übserv. VII. p. 79. t. 41. fig. 141. Muschel ziemlich gross, sehr verlängert, dünnschalig, wenig bauchig, scharf- randig; Oberfläche glalt; Vorderlheil kurz; Hinterlheil sehr verlängerl ; senkrechter Längsdurchschnitt lanzettförmig; Horizonlalkontour verlängert schief-eiförmig; Vor- derrand gerundet, ohne Abgrenzung in die Nebenränder übergehend; Unterrand fast in der Mitte etwas concav; Oberrand wenig gebogen, etwas ansteigend, von ziemlich spitzen Wirbeln wenig überragt; Hinterrand kurz, von der abgerundeten Ecke des Schildes stark abfallend, gegen den Unterrand zu einen breiten sehr stark abgerundeten Schnabel bildend; Wirbel stark abgefressen, wenig aufgeblasen, ziemlich spitz; Schildchen kaum bemerkbar; Schild ziemlich breit und lang, durch eine vom Wirbel auf die obere Schildecke zulaufende Linie begrenzt; Ligament lang, dünn, hellbraun; Ligamentalbucht ziemlich lang, seicht, rundlich; Innenseite glänzend, Perlmutter bläulich weiss; Muskeleindrücke ziemlich vertieft; Schlossleiste schmal, lang; Epidermis dunkelolivengrün. Länge 67 Mm., Breite 25 Mm., Dicke 16 Mm. Wohnort: Afrika, Dahomay. Nr. 71. Anodonta Senegalensis Lea. T. 31. f. 7 u. 8. Anodonta Senegalensis Lea, Proc. Acad. Nat. Sei. 1859. p. 154. — — — Observ. VII. p. 78. t. 41. fig. 140. Muschel sehr verlängert, von mittlerer Grösse, ziemlich aufgeblasen, dick- schalig; Oberfläche glatt; Vordertheil ziemlich verlängert; Hintertheil sehr verlän- gert, einseitig zugespitzt; senkrechter Längsdurchschnitt breit-lanzettförmig; Hori- zontalkontour schief-eiförmig: Unterrand in der Mitte etwas concav, mit dem Ober- rande fast parallel; Oberrand wenig gebogen, vom breiten ziemlich aufgeblasenen Wirbel etwas überragt; Hinterrand von der sehr abgerundeten Schildecke rasch in starker Wölbung zu einem ziemlich breiten, schief abgestutzten kurzen Schnabel 104 abfallend, dessen Spitze dem Unterrande sehr genähert ist. Wirbel meist stark abgerieben, Sculplur fein querwellig; Sehildchen sehr klein; Schild lang, schmal, wenig zusammengedrückt; durch 2 vom Wirbel auf die beiden Schnabelecken lau- fende Linien begrenzt. Ligament lang, schmal dunkelbraun; Ligamenlalbucht unter der Schildecke, ziemlich kurz und seicht, dreieckig; Innenseite glänzend, Perlmutter weiss oder gelblich; Muskeleindrücke deutlich, ziemlich vertieft; Epidermis dunkel- grün zu olivenfarben sich neigend, glänzend, mit dunkleren Jahresringen. Länge 85 Mm., Breite 38 Mm., Dicke 29 Mm. Wohnort: Afrika, im Senegal. Nr. 72. Anodonta Wymanii Lea. T. 82, f. 1 u. 2. Anodonta Wymanii Lea, Journ. Acad. Nat. Set. V. p. 390. — — — Observ. X. p. 26. t. 44. ßg. 21)4. Muschel gross, breit, ziemlich aufgeblasen, dickschalig, scharf randig; Ober- fläche glatt; Vorderlheil kurz, ziemlich verschmälert; Hintertheil breit, sehr kurz zugespitzt; senkrechter Längsdurchschnitt breit-lanzettförmig; Horizontalkonlour breit- elliptisch; Vorderrand fast etwas zugespitzt -gerundet, durch die schwach markirte Ecke des Schildchens vom Oberrande abgegrenzt, aber ohne Unterbrechung in den Unterrand übergehend ; Unlerrand wenig gebogen gegen den Hinterrand stark auf- gekrümmt; Oberrand wenig gebogen; etwas ansteigend, von den ziemlich spitzen Wirbeln etwas überragt; Hinterrand von der stark abgerundeten Schildecke in schwacher Wölbung rasch abfallend und einen schmalen, undeutlichen Schnabel bildend , der gegen den Unterrand durch keine Ecke begrenzt ist , Wirbel meist stark abgerieben, glatt und ohne Sculptur; Schildchen sehr schwach markirt, schmal; Schild ziemlich lang, schmal, durch eine vom Wirbel gegen die obere Schnabelecke laufende Linie begrenzt; Ligament ziemlich breit, nicht hervortretend; Ligamental- bucht etwas vor der Ecke des Schildes gelegen, tief nach innen greifend, hacken- förmig; Innenseite sehr stark glänzend, Perlmutter leicht rosenrolh; Hüftmuskelein- druck undeutlich; Schultermuskeleindruck ziemlich vertieft; der Eindruck des Neben- muskels ist sehr klein und rundlich; Manteleindruck seicht und ziemlich weit vom Rande entfernt; Epidermis zimmtroth, um den Wirbel heller, gegen die Bänder dunkler, mit entfernt stehenden Jahresringen. Länge 88 Mm., Breite 55 Mm., Dicke 23 Mm. Wohnort: Südamerika, im Uruguay-Fluss. 105 Lea gibt von dieser Spezies eine Beschreibung- der Weichlheile des Thieres, die ich liier folgen lasse, da die Thiere südamerikanischer Anodonten nach so we- nig bekannt sind. Kiemen breit, fast halbkreisförmig, die inneren und äusseren von fast gleicher Grösse; der ganzen Länge nach mit dem Abdominalsacke verwachsen. Mundlappen ziemlich breit, rund, nur am oberen Theile verwachsen. Mantel bei männlichen Individuen ziemlich dünn, bei weiblichen mit verdickten Rändern und zahlreichen Papillen längs der BranchialöfFnung; Branchialöffnung breit mit zahlrei- chen dunkelbraunen Papillen am inneren Rande, innerhalb welcher die Ränder fast schwarz sind; Analöffnung breit, mit schwarzem nicht mit Papillen besetztem Rande; Nebenanalöffnung brei! , unten nicht verwachsen. Farbe des Thieres schmutzig weiss. Ich kann diese Muschel, die ich als Copie der Lea'schen Figur 294 (Observ. X.) gebe für nicht wesentlich verschieden von An. latomarginata Lea halfen, da sie in allen Verhältnissen mit dieser sehr übereinstimmt, und nur ganz untergeordnete Charaktere, wie die Forin des Uinterrandes u. s. w. von der Letzteren abweichen. Ich betrachte daher Anod. Wymanii Lea nur als eine Varietät von An. latomargi- nata. Die südamerikanischen Anodonten, als deren typische Muschel Lea Anodonta Wheatleyi betrachtet (warum nicht die mehr bekannte, durch ihre rundliche Form den meisten näherstehende An. latomarginata?) sind in der Mehrzahl durch ihre dicke Schale ihre rundliche Form, die tief eingreifende Ligamentalbucht, sowie durch den vom Schultermuskel vollständig getrennten kleinen Nebenmuskeleindruck ausgezeichnet. Durch diese Merkmale ist die Gruppe südamerikanischer Anodonten von den Anodonten aller übrigen Erdtheile sehr bestimmt unterschieden. Die mei- sten der von Lea neubeschriebenen Muscheln Südamerikas, als An. uruguayensis, Caillaudii, Troulwiniana etc. kann ich nach den vortrefflichen Abbildungen Lea's nur für Varietäten von latomarginata Lea oder rotunda Spix halten. Nr. 73. Anodonta Caillaudii Lea. T. 32. 6g. 3 u. 4. Anodonta Caillaudii Lea, Jour. Acad. Nat. Sei. V. p. 395. — — — Observ. X. p. 31. t. 45. flg. '297. Muschel von mittlerer Grösse, sehr aufgeblasen, sehr dickschalig, etwas scharfrandig ; Oberfläche glatt ; Vorderlheil sehr verkürzt und verschmälert ; Hinter- theil breit; senkrechter Längsdurchschnilt zugespitzt, breit-eiförmig-; Horizontalkon- IX. 1. U 106 tour rundlich; Vorderrand von der Ecke des Schildchens in schwacher Rundung ohne Grenze in den slark gewölbten Unterrand übergehend, so dass Vorder- und Unterrand fast genau eine halbkreisförmige Linie bilden ; Oberrand wenig gebogen, vom ziemlich breiten Wirbel stark überragt; Hinterrand von der völlig abgerunde- ten Schildecke in starker Wölbung steil abfallend; wo der Hinterrand in den Unter- rand übergeht, bildet das Zusammentreffen der ungleichen Wölbung der beiden Ränder eine schwach angedeutete, abgerundete Ecke; Schildchen klein, wenig zu- sammengedrückt; Schild ziemlich breit, wenig zusammengedrückt; durch 3 fast pa- rallele, nahe aneinander gerückte, vom Wirbel zur Ecke des Hinterrandes laufende Linien begrenzt; Wirbel meist abgerieben; Ligament ziemlich kurz, dünn, von Schalensubstanz überbaut; Ligamentalbucht hackenförmig, weit ins Innere greifend, etwas vor der Schildecke gelegen; Innenseite sehr glänzend; Perlmutter rein sil- berweiss; Hüftmuskeleindruck kaum vertieft; Schultermuskeleindruck tiefer; Schloss- leiste sehr schmal; Epidermis schwarzbraun, mit dunkleren Streifen, um den Wirbel heller, gegen die Ränder feingestreift. Länge 75 Mm., Breite 62 Mm., Dicke 38 Mm. Wohnort: Südamerika, Brasilien. Nach Lea's Bemerkungen ist diese Spezies durch ihre rundliche Form, dunkle Farbe, ihre ungewöhnlich glatte Epidermis , sowie durch das prachtvolle, glänzende, rein silberweise Perlmutter von Anod. rotunda Spix unterschieden. Ich kann in diesen Merkmalen nur geringe , durch die Beschaffenheit des Wohnortes bedingte Abweichungen sehen, welche mir die auf ein einziges Exemplar gegründete Spe- zies nur als eine Varietät von An. lato-maginata Lea erscheinen lassen. Nr. 74. Anodonta rubicunda Lea. T. 32. fig. 5 u. 6. Anodonta rubicunda Lea, Jour. Acad. Nat. Sei. V. p. 392. — — — Observal. X. p. 28. t. 46. fig. 299. Muschel von mittlerer Grösse, aufgeblasen, ziemlich dünnschalig, scharfrandig; Oberfläche glatt; Vordertheil sehr kurz, schmal; Hintertheil sehr verkürzt, breit; senkrechter Längsdurchschnilt breit-eiförmig zugespitzt; Horizontalkonlour fast rund; Vorderrand stark gerundet, da die Ecke des Scbildchens fehlt, bildet der Vorder- rand mit dem gleichgerundeten Unterrande vom Wirbel ab eine fast genau halb- kreisförmige Linie; Oberrand wenig gebogen, sehr ansteigend, von den ziemlich 107 spitzen, angefressenen Wirbeln überragt; Hinterrand von der deutlich markirlen Schildecke in geringer Wölbung steil abfallend und beim Zusammentreffen mit dem Unterrande eine stumpfe Ecke bildend; Schildchen klein, wenig zusammengedrückt, durch eine von der Wirbelspitze zur Ecke des Hinterrandes laufende Linie be- grenzt; Wirbel stark abgerieben, nach Lea ohne wellige Skulptur; Ligament ziem- lich dick, theilweise überbaut, Ligamentalbucht etwas vor der Schildecke gelegen; tief eingreifend, 3 eckig. Wirbel aufgeblasen, röthlich gefärbt; — Innenseite sehr glänzend; Perlmutter röthlich-gelb , in der Wirbelgegend weisslich oder röthlich; Hüftmuskeleindruck sehr schwach, Schultermuskeleindruck wenig vertieft; Schloss- leiste sehr schmal; Epidermis dunkel-rothbraun , schwach gestreift , mit ziemlich ent- fernt stehenden Jahresringen. Länge 63 Mm., Breite 58 Mm., Dicke 31 Mm. Wohnort. Südamerika im Uruguay- Fluss. Nach Lea ist diese Spezies durch ihre rölhliche Färbung, die sich auch auf das Perlmutter erstreckt, ausgezeichnet. Sie nähert sich sehr der typischen Anod. latomarginata Lea, scheint aber doch eine gute Art darzustellen. Nr. 75. Anodonta Dallasiana Lea. T. 33. f. 3 u. 4. Anodonta Dallasiana Lea, Jour. Acad. Nat. Sei. VI. p. 29. — — — Observ. XI. p. 33. t. 11. fig. 28. Muschel klein, ziemlich bauchig, dünnschalig, durchscheinend, scharfrandig; Oberfläche glatt; Vorderlhei! verkürzt, etwas verschmälert; Hinterlheil breit; senk- rechter Längsdurchschnilt lanzettförmig; Horizontaikontour fast elliptisch -eiförmig; Vorderrand von der Ecke des Schildchens in gleichförmiger Rundung ohne Grenze in den Unterrand übergehend ; Unterrand wenig gebogen ; Oberrand durch den Wir- bel in einem stumpfen Winkel gebrochen, dessen gegen den Vorderrand gerichte- ter Schenkel ziemlich abfällt; Hinterrand kurz, von der etwas abgerundeten Schild- ecke in flacher Wölbung steil abfallend, und einen sehr kurzen, etwas abgerunde- ten Schnabel bildend , untere Schnabelecke fast in gerader Verlängerung des Unter- randes ; Wirbel ziemlich spitz mit grobwelliger Skulptur, welche aus 3 — 4 ziemlich starken, in der Mitte gebrochenen Wellen bestellt; Schildchen klein, wenig zusam- mengedrückt; Ligament ziemlich stark, hellbraun; Ligamentalbucht seicht, sehr lang, ziemlich weit von der Schildecke entfernt; Innenseite glänzend; Perlmutter bläulich— 14* 108 weiss; JVIuskeleindrücke sehr schwach; Epidermis gelblichgrün oder dunkel- moos- farben, mit 4 — 5 ziemlich entfernten, sehr deutlichen Jahresringen. Länge 48 Mm., Breite 29 Mm, Dicke 17 Mm. Wohnort; Nordamerika, im Winipegsee, an der Mündung des Saskatchewan- Flusses. Lea bezeichnet diese Muschel als den beiden Anod. Simpsoniana und Kenni- coltii sehr ähnliche. Diese 3 Muscheln haben auch neben ihrer kleinen Form, die Lio-amentalbuchl und die Wirbelskulplur so sehr übereinstimmend, dass sie wohl alle 3 nur als Varietäten einer Spezies gelten können. Nr. 76. Anodonta Danielsii Lea. T. 33. F. 1 u. 2. Anodonta Danielsii Lea, Proe. Acad. Nat. Sei. 1858. p. 139. _ _ _ Observ. VIII. I. p. 47. t. G3. u>. 190. Muschel gross, wenig bauchig, dünnschalig, scharfrandig, mit glatter Ober- fläche; Vordertheil ziemlich verkürzt; Hinterlheil verlängert, breit; senkrechter Längsdurchnitt breit- lanzettförmig; Horizontalkontour verlängert-elliptisch-eiförmig; Vorderrand gerundet, in gleichförmiger Biegung vom Wirbel bis zum Unterrande laufend; Unlerrand fast gerade, manchmal sogar in der Mitte etwas concav, gegen den Hinterrand zu etwas mehr aufgebogen; Oberrand fast gerade, parallel mit dem Unterrande, vom Wirbel wenig überragt; Hinterrand von der sehr abgerundeten Schildecke ziemlich steil abfallend, einen breiten, etwas schief abgestutzten Schna- bel bildend, untere Schnabelecke fast in gerader Verlängerung des Unterrandes lie- gend; Wirbel wenig aufgeblasen, meist unverletzt, mit deutlicher Skulptur, die aus 3 starken in der Mitte gebrochenen Wellen besieht (völlig übereinstimmend mit je- ner An. von decora Lea) ; Ligament ziemlich lang und breit ; Ligamentalbucht sehr seicht, rundlich ausgeschnitten, ziemlich kurz, unter der Schildecke gelegen ; Schild- chen kaum angedeutet; Schild breit und lang, durch eine vom Wirbel zur oberen Schnabelecke laufende Linie begrenzt; Innenseite glänzend; Perlmutter bläu- lich-weiss: Schlossleiste sehr schmal; Muskeleindrücke sehr undeutlich; Epidermis glänzend, dunkelbraun, mit dunklen Streifen und sehr entfernt stehenden Jahres- ringen. Länge 100 Mm., Breite 66 Mm., Dicke 32 Mm. Wohnort: Nordamerika, Topeka, Kansas. 109 Lea erklärt diese Spezies, welche er nach einem einzigen Exemplare be- schreib! , als der Umrissform nach sehr übereinstimmend mit der europäischen Ano- donfa ponderosa C. Pfeiffer (?). — Ihre Wirbelsculptur lässt sie jedoch sofort als eine dem Typus der europaischen Anodonlen fremde Form erkennen und gibt uns damit den Beweis an die Hand, wie unzuverlässig- die Umrissform der Anodonten für die Speziesunlerscheidung ist. Die Wirbelsculptur der An. Danielsii stimmt so genau mit jener von Anod. decora Lea überein , dass ich in ihr trotz der abwei- chenden Umrissform nur eine Varietät der letzteren sehen kann, die etwa in dem- selben Verhältnisse zu Au. decora Lea steht, wie die europäische ponderosa oder rostrata zu An. cygnea oder piscinalis. ich bin überzeugt, dass in Nordamerika und überhaupt in allen Erdtheilen die Anodonlen bezüglich der Form ihres Umrisses, ihrer Grösse und Farbe ganz in der gleichen Weise von ihrer Umgebung beein- fluss! werden, wie dies in dem naturgeschichtlich am besten bekannten Erdlheile Europa der Falt ist. Es muss aber um so auffallender erscheinen, dass Lea, der alle europäischen Anodonlen als nur einer Spezies angehörig erklärt, bezüglich nordamerikanischer Formen eine so minutiöse Abwägung untergeordneten Charak- tere handhabt, die sich in den allermeisten Fällen sogar nur auf ein einziges Ex- emplar stützt. Nr. 77. Anodonta texasensis Lea. T. 33. f. 7 u. 8. Anodonta texasensis Lea, Pro«. Acad. Nat. Sei. 1859. p. i!3. _ _ _ Observ. VIII. 1. p. 48. t. 63. (ig. 191. Muschel klein, wenig bauchig, sehr dünnschalig, durchscheinend, scharfrandig, mit glatter Oberfläche; Vordertheil ziemlich kurz, etwas verschmälert; Hintertheil zugespitzt; senkrechter Längsdurchschnitt lanzettförmig; Horizontalkontour eiförmig; Vorderrand von der schwach markirten Ecke des Schildchens in starker Rundung ohne Grenze zum Unterrande laufend; Unterrand sehr gebogen, gegen den Hinter- rand sehr aufsteigend; Überrand last gerade, vom ziemlich spitzen Wirbel wenig überragt; Hinterrand von der schwach markirten Schildecke in leichter Biegung ziemlich steil abfallend, einen breiten, an den Ecken abgerundeten Schnabel bildend; Wirbel meist unverletzt, mit sehr deutlicher, aus 3 starken Lamellen bestehender Skulptur, welche völlig mit jener von Anod. decora Lea übereinstimmt; Schildchen klein, ziemlich zusammengedrückt; Schild schmal, sehr lang, durch eine vom Wir- 110 bei auf die obere Scbnabelecke laufende Linie begrenzt; Ligament dünn, ziemlich kurz, hellgefärbt; Ligamentalbucht ziemlich lang, sehr seicht, rundlich, etwas vor der Schildecke gelegen; Innenseile sehr glänzend, bläulich-weiss; Schlossleiste sehr undeutlich; Epidermis blassgelb, zu braun sich neigend; gegen den Rand hellgrün, mit dunkleren Streifen und ziemlich entfernt stehenden Jahresringen. Länge 52 Mm., Breite 36 Mm., Dicke 19 Mm. Wohnort: Nordamerika, Texas. Selbst Lea erklärt diese Muschel als der Anod. decora Lea sehr nachstehend und meint, dass das eine ihm vorliegende Exemplar derselben nur ein halbgewach- senes ist. Berücksichtigt man diese Angabe, sowie, dass die vom Autor selbst hervorgehobenen Unterscheidungsmerkmale gegen An. decora, als: die Farbe der Epidermis, die nicht so gerade Rückenlinie und die Form des Hinterrandes, sich auf sehr unwesentliche Theile der Muschel beziehen, so wird man es nicht für un- gerechtfertigt halten können, wenn ich auch diese Muschel nur als eine Varietät von An. decora Lea betrachte. Nr. 78. Anodonta lacustris Lea. T. 33. f. 5 u. 6. Anodonta lacustris Lea, Proc. Acad. Nat. Sei. 1857. p. 84. _ _ _ Observ. VIII. 1. p. 45. t. 62. fig. 188. Muschel von mittlerer Grösse , etwas aufgeblasen , dünnschalig , mit glatter Oberfläche; Vordertheil ziemlich kurz; Hinterlheil sehr verlängert, nur wenig ver- schmälert; senkrechter Längsdurchschnitt lanzettförmig; Horizontalkontour verlängert eiförmig; Vorderrand gerundet, von der schwach markirten Ecke des Schildchens ohne Grenze in den Unterrand übergehend; Unterrand wenig gebogen, gegen den Hinlerrand elwas aufsteigend; Oberrand wenig gebogen, fasl parallel zum Unter- rande, von den spitzen Wirbeln wenig überragt; Hinterrand von der schwach markirten Schildecke in geringer Wölbung wenig abfallend zu einem langen , brei- ten und abgestumpftem Schnabel; Wirbel wenig aufgeblasen in eine ziemlich scharfe Spitze auslaufend, mit feiner aber deutlicher aus circa 9 engestehenden Lamellen bestehender Skulptur; die Lamellen sind etwas vor der Mitte des Wirbels in einen spitzen Winkel, dessen Spitze nach innen gerichtet ist, gebrochen; Schildchen sehr klein; Schild lang, schmal, durch eine wellige Doppellinie begrenzt; Ligament 111 lang-, dünn, dunkelbraun: Ligamentalbucht sebr seicht, lang, etwas vor der Schild- ecke gelegen; Innenseite glänzend; Perlmutter schwach bläulich- weiss, oder gegen die Wirbel zu röthlichgelb; Muskeleindrücke sehr schwach; Schlossleiste sehr schmal; Epidermis olivengelblich mit zahlreichen dunkleren Streifen und stark her- vortretenden Jahresringen. Lange 84 Mm., Breite 43 Mm., Dicke 28 Mm. Wohnort: Nordamerika, in Seeen bei New- York (Crooked-Litte-Cedar-Lake). Anodonla lacustris Lea ist unzweifelhaft eine gute und wahrscheinlich den Seeen der Umgegend von New-York eigentümliche Art, die sich durch ihr gan- zes Aeussere als eine in stehendem Wasser lebende Art zu erkennen gibt. Durch ihre Wirbelskulptur ist sie leicht von anderen nordamerikanischen Spezies zu un- terscheiden. Nr. 79. Anodonta soleniformis d'Orbigny. T. 27 f. 1. Anodunta soleniformis d'Orbigny, Mag. de Zoolog. 1835. p. 4t. Nr. 11. — — Voyage l'Ameriq. merid. 1S47. p. 617. T. 74. fig. 1—3. Spatha soleniformis Küster. — — Anton, Vcrzeiclmiss p. 15. Nr. 579. Thier: gelbgrün (nach D'Orbigny). Muschel : viel länger als breit , ziemlich schmal , dünn , durchscheinend , fast glanzlos, scharfrandig; Vordertheil ziemlich lang, schmal, spitz-rundlich, Hinter- theil sehr verlängert, etwas höher; senkrechte Längskontour spitz -lanzettförmig, Horizontalkontour länglich-schotenförmig; Vorderrand spitz-eirund, in ununterbro- chenem Zusammenhange in die Nebenränder übergehend: Oberrand ziemlich lang, zuerst etwas ansteigend, dann gerade; Unterrand in der Milte tief eingebuchtet, nach hinten etwas ansteigend: Hinlerrand schief abfallend, das rundlich abgestutzte Ende einen breiten abwärts gerichteten Schnabel bildend ; Wirbel nach vorne stehend, in einer Ebene mit dem Oberrande, sehr flach, meist angefressen; Liga- ment lang und dünn; Schild ziemlich lang, zusammengedrückt mit undeutlichen Grenzlinien; Schildecke abgerundet; Lendeneindruck breit und tief, vom Wirbel beginnend; Abdominalwölbung hoch, rundlich, nach hinten allmählich verflacht. Oberfläche fein gestreift, hinten gefurcht; am Unterrande fein schieferig - häutig, 112 vorne durch parallele, ungleiche Querslreifen feilenartig rauh; Epidermis braun, hinten gelbgrünlieh mit mehreren (5 — 6) dunkleren Streifen; Wirbel bläulich perl- multerglänzend, hornfarben umzogen. Innenseite glatt und glänzend; Muskelein- drücke deutlich, der vordere etwas mehr verlieft; Schlossleisten sehr wenig aus- geprägt, Ligamentalbucht rundlich; die Lippenwulst wenig ausgebildet; der Aussen- rand breit abgeflacht, daher an der äusseren Grenze kantig; Perlmutter schwärz- lich-violett, stark irisirend. Länge 2", 8'", Breite 1", Dicke 8'". Wohnort: (Nach D'Orbigny) Südamerika, im Rio Parana bei Iribucua und im Rio Patel; die Muschel steckt im Sande oder zwischen Steinen, wo das Was- ser stark fliesst. Von Anlon milgetheilt. K. Nr. 80. Anodonta Troutwiniana Lea. T. 36. tig. 1 u. 2. Anodonta Troutwiniana Lea, Trans. Am. Phil. Sei. X. pl. '2G. flg. 48. — — Observ. V. p. 43. pl. 26. flg. 48. Muschel von mittlerer Grösse, ziemlich bauchig, dickschalig, scharfrandig, mit glatter Oberfläche; Vordertheil ziemlich kurz, etwas verschmälert, Hinlertheil breit, schwach zugespitzt; senkrechter Längsdurcbschnilt breit -lanzettförmig; Horizontal- kontour eiförmig; Vorderrand von der Ecke des Schildchens in starker Wölbung zum Unlerrande abfallend, in den er ohne Grenze übergehl; Unterrand ziemlich gebogen; Oberrand wenig gebogen, vom breiten, wenig aufgeblasenen, etwas abgeriebenen Wirbel wenig überragt; Hinleirand sehr verkürzt, von der Ecke des Schildchens sehr sleil in geringer Biegung zu einem kurzen abgestutzten, ziemlich breiten Schnabel abfallend; Wirbelskulptur sehr feinwellig; Wirbel der Mitte ge- nähert; Schildchen schmal, wenig zusammengedrückt; Schild breit, ziemlich kurz, durch eine vom Wirbel zur oberen Schnabelecke laufende Linie begrenzt; Ligament sehr lang und sehr dünn; Ligamentalbucht nahe vor der Schildecke gelegen, drei- eckig, tief eingreifend; Innenseite glänzend; Perlmutter silberweiss mit feinen vom Wirbel gegen den Rand laufenden Streifen; Schlossleiste schmal; Muskeleindrücke sehr seicht, fast verwischt; Manleleindruck schwach; Epidermis olivengrün mit röth- licben Streifen; Hinlertheil schiefrig. Länge 64 Mm., Breite 39 Mm., Dicke 23 Mm. 113 Wohnort : Südamerika, Brasilien, Provinz Para. Diese Spezies gehört zur Gruppe der Anodonta lalomarginata Lea, welche ich für die typische Muschel einer Anzahl südamerikanischer Anodonten ansehe, die sich ausser ihrer rundlichen Form noch durch ihre dicke Schale und durch die Form ihrer Ligamenlalbucht auszeichnen. An. Troulwiniana entfernt sich jedoch theil- weise wieder vom Typus ihrer Gruppe, indem sie eine mehr längliche Form an- nimmt, die bei der folgenden Spezies noch mehr ausgeprägt wird. Nr. 81. Anodonta Wheatleyi Lea. T. 36. fig. 3 u. 4. Anodonta Wheatleyi Lea, Trans. Am. Phil. Soe. X. pl. 26. flg. 49. — — — Obsarvat. V. p. 43. pl. 26. fig. 49. Muschel von midierer Grosse, schmal, verlängert, ziemlich bauchig, dick- schalig, scharfrandig, mit glatter Oberfläche; Vordertheil schmal, verkürzt, schwach zugespitzt; Hinlertheil verlängert, zugespitzt; senkrechter Längsdurchschnitl lanzett- förmig; Horizontalkonlour verlängert, schmal— elliptisch. Vorderrand vom Wirbel in ziemlicher Rundung gegen den Unterrand abfallend, beim Uebergange in denselben eine stark abgerundete, schwach angedeulete Ecke bildend; Unterrand sehr wenig gebogen, gegen den Hinterrand im letzten Drittel ziemlich aufgebogen; Oberrand fast gerade und parallel zum Unlerrande; Hinterrand von der abgerundeten Schild- ecke in flacher Wölbung steil abfallend zu einem spitzen, wenig abgerundeten, ziemlich langen Schnabel; Wirbel wenig aufgeblasen, kaum über den Schalenrand etwas hervorragend, sehr abgerieben, dem Vorderrand sehr genähert; Ligament sehr lang und sehr dünn; Ligameutalbucht dreieckig, lief, etwas vorder Schildecke gelegen ; Schildchen kaum angedeutet ; Schild lang, schmal, durch eine vom Wirbel zur oberen Schnabelecke laufende Linie begrenzt; Innenseite prachtvoll glänzend, Perlmutter gelblich mit feinen vom Wirbel gegen den Unterrand laufenden Streifen ; Schultermuskeleindruck ziemlich vertieft; Hüftmuskeleindruck zerfliessend ; Mantel- narbe schwach angedeutet; Epidermis zimmtrolh, an den Rändern röthlichbraun, gänzlich ohne Streifen. Länge 57 Mm., Breite 27 Mm., Dicke 20 Mm. Wohnort: Südamerika, Brasilien, Prov. Para. IX. 1. 15 114 Nr. 82. Anodonta Uruguayensis Lea. T. 38. f. 1 u. 2. Anodonta uruguayensis Lea, Journ. Acad, Nat. Sei. V. p. 393. _ _ _ Observat. X. p. 29. pl. 48. fig. 302. Muschel gross, aufgeblasen, scharfrandig , ziemlich dickschalig, mit glatter Oberfläche; Vordertheil sehr verkürzt, etwas verschmälert; Hintertheil breit, etwas zugespitzt; Horizontalkontour rundlich eiförmig; Vorderrand von der kaum an- gedeuteten Ecke des Schildchens in starker Biegung abfallend; Unterrand von fast gleicher Wölbung mit dem Vorderrande ; Oberrand etwas gebogen , ziem- lich ansteigend, vom breiten stark abgeriebenen Wirbel, der der Mitte sehr ge- nähert ist, wenig überragt; Hinterrand von der abgerundeten Schildecke in fast gerader Linie steil abfallend , einen kurzen , sehr schief abgestutzten Schnabel bildend; Schildchen sehr klein, kaum zusammengedrückt; Schild kurz, breit, durch eine vom Wirbel zur oberen Schnabelecke laufende Linie begrenzt, wenig zusammen- gedrückt; Ligament breit, ziemlich lang, dunkelbraun; Ligamentalbucht sehr tief, schmal , hackenförmig , etwas von der Schildecke gelegen. Innenseite sehr glän- zend , Perlmutter weisslich ; Schlossleiste ziemlich breit , Hüftmuskeleindruck kaum bemerkbar, Schultermuskeleindruck ziemlich vertieft, länglich, Nebenmuskeleindruck undeutlich; Epidermis gelblichbraun, am Vorder- und Hintertheil dunkler, mit sehr entfernt stehenden Jahresringen. Länge 87 Mm., Breite 63 Mm., Dicke 41 Mm. Wohnort: Südamerika im Uruguayfluss. Anodonta uruguayensis gehört zum Formenkreise der An. latomarginata Lea (vide Nr. 72). Nr. 83. Anodonta Moricandii Lea. T. 38. fig. 3 u. 4. Anodonta Moricandii Lea, Jour. Acad. Nat. Sei. V. p. 396. _ _ _ Observ. X. p. 32. t. 49. fig. 303. Muschel gross, verlängert, wenig aufgeblasen, sehr dünnschalig, durchscheinend mit glatter Oberfläche ; Vordertheil ziemlich schmal, Hintertheil verbreitert zugespitzt; 115 senkrechter Längsdurchschnilt fast cylindrisch ; Horizontalkontour schief viereckig ; Vorderrand von der Ecke des Schildchens in starker Wölbung abfallend, ohne Grenze in den Unterrand übergehend; Unterrand ziemlich gebogen, gegen den Hin- terrand etwas in die Höhe steigend; Überrand gerade, ziemlich ansteigend, vom breiten, aufgeblasenen , stark abgeriebenen Wirbel etwas überragt , Hinterrand von der abgerundeten Schildecke in fast gerader Linie steil abfallend und mit dem Unterrande eine spitze, etwas abgerundete Ecke bildend; Ligament sehr lang, ziem- lich dünn, hellbraun; Ligamentalbucht tief, dreieckig, etwas von der Schildecke ent- fernt; Schildchen klein, sehr zusammengedrückt; Schild lang, ziemlich breit, ziem- lich zusammengedrückt; Innenseite sehr glänzend; Perlmutter bläulichweiss ; Muskel- eindrücke sehr breit; sehr undeutlich; Epidermis gelblich olivenfarben, am Vorder- teile grünlich mit entfernt stehenden dunkleren Jahresringen. Länge 109 Mm., Breite 59 Mm., Dicke 32 Mm. Wohnort: Südamerika, Brasilien. Lea hat diese Muschel nach 3 Exemplaren beschrieben, welche sich in der Sammlung des Herrn Moricand in Genf befanden. Die Muschel gehört zum For- menkreise der An. anserina Spix und ich bin fast der Meinung, dass die Lea'sche Muschel nur eine Varietät dieser Art darstellt. Nr. 84. Anodonta Forbesiana Lea. Tat. 34. fig. 1. u. 2. Anodonla Forbesiana Lea, Jour. Acad. Nat. Sei. V. p. 393. _ _ _ Observ. X. p. 29. l. 47. fig. 301. Muschel gross , sehr aufgeblasen , ziemlich dickschalig mit glatter Oberfläche ; Vorderlheil ziemlich lang, breit; Hinteriheil breit, abgestutzt: senkrechter Längs- durchschnitt eiförmig; Horizontalkontour undeutlich länglich-viereckig; Vorderrand von der schwach markirten Schildecke in starker Rundung abfallend uud ohne Grenze in den Unterrand übergehend; Unterrand sehr wenig gebogen, gegen den Hinterrand etwas in die Höhe steigend; Oberrand wenig gebogen, sanft ansteigend, vom breiten aufgeblasenen Wirkel stark überragt; Hinterrand von der abgerundeten Schildecke in schwacher Wölbung fast senkrecht abfallend, mit dem Unterrande eine sehr stumpfe abgerundete Ecke bildend. Wirbel meist stark abgerieben, sehr der Mitte genähert; Schildchen schmal, zusammengedrückt; Schild kurz, breit, wenig zu- 15* 116 sammengedrückt ; Ligament lang, breit, dunkelbraun. Ligamentalbucbl sebr lief, breit, dreieckig, etwas vor der Schildecke; Innenseite sehr glänzend; Perlmutter weiss- lich; Schlossleiste gegen die Ligamentalbucht sehr breit werdend; Hüftmuskeleindruck sehr seicht, sehr breit; Schullermuskeleindruck ziemlich vertieft, länglich, mit kleinem rundlichen, völlig getrenntem Nebenmuskeleindruck; Epidermis gelblichbraun, glän- zend, mit sehr von einander entfernt stehenden Jahresringen. Länge 116 Mm., Breite 70 Mm., Dicke 54 Mm. Wohnort: Südamerika, im Uruguayfluss. Lea sagt in einer Bemerkung dass die sämmtlichen Exemplare dieser Muschel, welche der An. trapezialis Lam. und anserina Spix. sehr ähnlich ist, am Hinter- theile verletzt waren, und dass diese Verletzung vielleicht die grosse Aufgeblasen- heit der Mnschel zur Folge hatte. Meine Beobachtungen bestätigen dieses Verhält- niss für alle unsere Süsswasserbivalven , und ich halle es daher für nicht unwahr- scheinlich, dass An. Forbesiana nur eine Abnormität der An. anserina Spix. darstellt. Nr. 85. Anodonta Napoensis Lea. T. 34. fig. 3 u. 4. Anodonta Napoensis Lea, Proc. Acad. Nat. Sei. 1868. p. 162. - — Observ. XII. p. 84. t. 53. fig. 137. Muschel klein, länglich, ziemlich dickschalig, wenig bauchig, mit glatter Ober- fläche; Vordertheil schmal, zugespitzt; Hinterlheil wenig zugespitzt; senkrechter Längsdurchschnitt schmal lanzettförmig; Horizontalkontour verlängert eiförmig; Vor- derrand vom Wirbel ab, etwas zugespitzt-gerundet, ohne Begrenzung in den Unterrand übergehend; Unterrand sehr wenig gebogen; Oberrand stark gebogen, vom Wirbel nicht überragt; Hinterrand ohne Grenze von den Nebenrändern abge- setzt, etwas zugespitzt-gerundet; Wirbel stark angefressen, nicht hervortretend; Schildchen fehlend; Schild lang, schmal, kaum etwas zusammengedrückt, durch eine schwach angedeutete Linie begrenzt; Ligament lang, ziemlich dick, dunkelbraun; Ligamentalbucht seicht; Innenseite nicht glänzend; Perlmutter gelbgrün; Schlossleiste ziemlich breit; Muskeleindrücke deutlich; Hüftmuskeleindruck seichter, breit; Schullermuskeleindruck tiefer, länglich; ziemlich breit, mit sehr kleinem rundlichen, 117 völlig getrenntem Nebenmuskeleindruck; Epidermis dunkelbraun, wellig mit dunkleren Streifen. . Länge 61 Mm., Breite 33 Mm., Dicke 28 Mm. Wohnorl: Südamerika, Napo-Fluss ; Republik Ecuador. Isac Lea hat diese Muschel nach 2 allen Exemplaren, der Smithsonian-Insti- tuliou gehörig beschrieben. Sie scheint zum Formenkreise der kleineren südameri- kanischen Anodonlen : An. Schroeteriana Lea , crispata Lam. und tenebricosa Lea zu gehören, mit denen sie in manchen Merkmalen wechselweise übereinstimmt. Nr. 86. Anodonta Linnaeana Lea. T. 36. fig. 5 u. 6. Anodonta Linnaeana Lea, Trans. Amer. Phil. Sei. X. pl. 27. fig. 51. — — — Observ. V. p. 45. t. 27. fig. 41. Muschel gross, sehr aufgeblasen, ziemlich dünnschalig, scharfrandig , mit glatter Oberflache : Wirbel sehr aufgeblasen, mittelständig ; Vordertheil von gleicher Länge wie das Hintertheil, breit; Hintertheil sehr kurz, etwas zugespitzt; senk- rechter Längsdurchschnilt zugespitzt-eiförmig ; Horizontalkontour breit-eiförmig; Vorderrand von der schwach markirten Ecke des Schildchens in starker Wölbung steil abfallend und ohne Absatz in den gleich stark gebogenen Unterrand über- gehend, der sich gegen den Hinterrand sehr stark in die Höhe zieht; Oberrand wenig gebogen, vom breiten, aufgeblasenen Wirbel stark überragt; Hinterrand von der Schildecke in fast gerader Linie steil abfallend, dann einen schmalen, schief abgestutzten, etwa in der Mittellinie der Muschel liegenden Schnabel bildend ; Wirbel breit, meist mit unverletzter Skulptur, die aus wenigen, stark hervortretenden, höckerartigen Lamellen besteht; Ligament ziemlich dünn und nicht sehr lang; Liga- mentalbucht etwas vor der Schildecke, seicht, rundlich; Schildchen lang, sehr zu- sammengedrückt; Schild kurz und breit, ziemlich zusammengedrückt, durch eine vom Wirbel auf die obere Schnabelecke laufende Linie begrenzt; Innenseite glän- zend; Perlmutter bläulich-weiss; Schlossleiste schmal, Muskeleindrücke sehr seicht; Mantelnarbe leicht angedeutet; Epidermis bräunlich-grün, glänzend, dunkelgestreift, mit ziemlich entfernt stehenden Jahresringen; Hintertheil der Muschel dunkler grün. Länge 103 Mm., Breite 72 Mm., Dicke 50 Mm. 118 Wohnort: Nordamerika, Campbell-County, East-Tenessee. Die Muschel ist durch die mittelständige Lage des Wirbels vor anderen nord- amerikanischen Spezies ausgezeichnet; in ihrer Umrissform steht sie der Anodonta Vescoiana Bourg. aus Westasien am nächsten. — Es finden sich jedoch auch in Nordamerika noch einige ihr ähnliche Formen. Nr. 87. Anodonta Dariensis Lea. T. 37. fig. 3. u. 4. Anodonta Dariensis Lea, Proe. Acad. Nat. Sei. 1858. p. 139. - — — Observ. VII. 1. p. 48. t. 28. fig. 99. Muschel gross, verlängert, bauchig, scharfrandig, ziemlich dünnschalig, mit glatter Oberfläche; Vordertheil ziemlich kurz, Hinterfheil verlängert, zugespitzt; senkrechter Längsdurchschnitt zugespitzt -eiförmig; Horizonlalkontour elliptisch; Vorderrand von der schwach angedeuteten Ecke des Schildchens halbkreisförmig gebogen, ohne Grenze in den weniger stark gebogenen, gegen den Hinterrand sehr aufsteigenden Unterrand übergehend; Oberrand wenig gebogen, vom breiten, aufgeblasenen, abgeriebenen Wirbel ziemlich überragt; Hinterrand von der Schild- ecke in schwacher Wölbung ziemlich steil abfallend zu einem breiten schief abge- stutzten Schnabel; Schildchen klein, wenig zusammengedrückt; Schild lang und breit, durch eine vom Wirbel zur oberen Schnabelecke laufende Linie begrenzt; Ligament ziemlich lang, dick, braun; Ligamentalbucht lang, seicht, gerundet, etwas vor der Schildecke gelegen; Innenseite glänzend, Perlmutter bläulich-weiss ; am Vordertheile stärker; Schlossleiste schmal; Muskeleindriicke sehr seicht; Hüftmuskel breit, rundlich; Schultermuskel verlängert, etwas vertieft; Epidermis dunkeloliven- farben, mit schwärzlichen Streifen und dunkleren und gelblichen Bändern; vom Wirbel aus laufen 3 grünliche Streifen gegen den Hinterrand. Länge 111 Mm., Breite 60 Mm., Dicke 61 Mm. Wohnort: Nordamerika bei Hopeton in üarien, im Swift-Creek bei Macon in Georgien und im Flint-River in Georgien. Anodonta Dariensis steht nach Lea der An. fluviatitis Lea (Cataracta Say.) ziemlich nahe. Eine Beschreibung des Thieres findet sich in Lea's Observ. VII. p. 48. 119 Nr. 88. Anodonta Simpsoniana Lea. T. 37. fig. 5 u. 6. Anodonta Simpsoniana Lea, Proc. Acad. Nat. Soc. 1861. p. 56. _ _ _ Observ. IX. p. 34. t. 32. fig. '281. Muschel klein, ziemlich zusammengedrückt, dünnschalig, scharfrandig , mit glatter Oberfläche; Vorderlheil kurz, etwas verschmälert, Hinterlheil etwas zuge- spitzt; senkrechter Längsdurchschnitt lanzettförmig, Horizontalkontour eiförmig; Vor- derrand vom Wirbel aus in starker Wölbung abfallend, ohne Grenze in den stark gewölbten Unterrand übergehend; Oberrand etwas gebogen, etwas ansteigend, vom kleinen wenig aufgeblasenen Wirbel etwas überragt; Hinterrand von der etwas ab- gerundeten Schildecke steil abfallend, dann einen ziemlich breiten, kurzen, abge- stutzten Schnabel bildend, dessen Ecken etwas abgerundet sind; Schildchen kaum hervortretend; Schild breit und lang, durch eine vom Wirbel auf die obere Schna- belecke laufende Linie begrenzt, ziemlich zusammengedrückt; Ligament ziemlich kurz, dunkelbraun; Ligamentalbucht fast unter der Schildecke, ziemlich lief, rund- lich; Wirbelskulptur aus circa 4 breiten, entfernt stehenden Lamellen bestehend; Innenseite glänzend; Perlmutter bläulich-weiss; Schlossleiste sehr schmal; Muskel- eindrücke sehr seicht; Epidermis dunkelbraun mit zahlreichen engestehenden Jahres- ringen. Länge 46 Mm., Breite 28 Mm., Dicke 13 Mm. Wohnort: Arktisches Nordamerika, bei Fort Rae am grossen Sklaven-See. Lea hat diese Spezies auf ein einziges, wie er meint, nicht völlig ausge- wachsenes Exemplar gegründet. Nr. 89. Anodonta Amazonensis Lea. T. 37. fig. 7. Anodonta Amazonensis Lea, Jour. Acad. Nal. Sei. V. p. 395. _ _ _ Observ. X. p. 31. t. 46. fig. 300. Muschel von mittlerer Grösse, schmal, sehr verlängert, bauchig, ziemlich dick- schalig, mit glatter Oberfläche; Vorderlheil sehr kurz, ziemlich breit; Hintertheil sehr verlängert zugespitzt; senkrechter Längsdurchschnitt lanzettförmig, Horizontal- kontour sehr verlängert-eiförmig ; Vorderrand von der schwach angedeuteten Ecke 120 des Schildchens in geringer Wölbung zum Unlerrande abfallend und ohne Grenze in den fast geraden Unlerrand übergehend; Unterrand gegen den Hinterrand all- mählig etwas ansteigend; Oberrand fast gerade, vom ziemlich breiten, etwas auf- geblasenen, abgeriebenen Wirbel wenig überragt; Hinterrand von der abgerundeten Schildecke in geringer Biegung ziemlich steil abfallend zu einem langen, schmalen Schnabel; Ligament lang und dünn; Ligament albucht fast unter der Schildecke, lief eingreifend, dreieckig; Schildchen klein, wenig zusammengedrückt; Schild lang, schmal, wenig zusammengedrückt, durch 3 vom Wirbel gegen die obere Schnabel- ecke laufende Linien begrenzt. Innenseite sehr glänzend, Perlmutter weisslich, unler dem Wirbel röthlich; Schlossleiste sehr schmal; Hüftmuskeleindruck breit, sehr seicht; Schullermuskeleindruck länglich, ziemlich verlieft; Epidermis tief dunkelgrün, mit schwarzen Streifen und ziemlich entfernt siehenden Jahresringen. Länge 80 Mm., Breite 37 Mm., Dicke 25 Mm. Wohnort: Südamerika, im oberen Theile des Amazonenstromes. Diese Muschel nähert sich am meisten der Anodonta Whealleyi Lea, nament- lich durch ihre Umrissform; sie bleibt aber beträchtlich kleiner als diese. Obwohl die Horizontalkontoureu dieser Arien ziemlich übereinstimmen, halle ich aber doch beide für gute Spezies, namentlich weil die Lage und Form des Schultermuskels wesentlich differirt. Der Schultermuskeleindruck der Anod. Amazonensis ist näm- lich gegen den Wirbel geneigt und läuft in eine ziemlich scharfe sich demselben sehr nähernde Spitze ;ius, während dieselbe Muskelnarbe bei An. Wheatleyi gegen den Vorderrand geneigt ist und eine weit mehr abgerundete, kürzere Spitze hat. Ausserdem nähert sich diese Muskelnarbe bei A. Wheatleyi viel weniger dem Wirbel, sondern ist mehr gegen den Unterrand gerückt , so dass sie fast genau in der Mitte des Vorderrandes liegt, während sie bei An. Amazonensis die obere Hälfte des Vorderrandes nicht überschreitet. Nr. 90. Anodonta Californiensis Lea. T. 39. fig. 5 u. 6. Anodonfa Californiensis Lea, Trans. Amer. Phil. Soc. X. pl. 25. fig. 47. — — — Observ. V. p. 42. Muschel klein, ziemlich bauchig, sehr dünnschalig und zerbrechlich, scharf- randig, mit glatter Oberfläche; Vordertheil verkürzt, etwas verschmälert ; Hintertheil ziemlich breit, stumpf zugespitzt; senkrechter Längsdurchsehnilt breit-lanzettförmig; 123 ihrer Ligamentalbucht weist sie in die Gruppe der rundlichen südamerikanischen Anodonten. — Nr. 93. Anodonta magnifica Lea. T. 35. flg. 1. Symphonota magnjfica Lea, Trans. Am. Phil. Soc. V. p!. 5. fig. 14. — — — Ubserval. I. p. 155. Anodonta Jay, Coli, ol Shells. 1850. p. 72. Nr. 2054. Hanley Cal. ol reo. biv. Shells. 1842-56 p. 215. Muschel sehr gross, sehr bauchig, scharfrandig, ziemlich dünnschalig, mit glatter Oberfläche; Vordertheil kurz; Hintertheil breit, etwas zugespitzt; senkrechter Längsdurchschnilt breit-lanzettförmig ; Horizontalkontour fast breil-eiförmig; Vorder- rand von der Ecke des Schildchens in schwacher Biegung abfallend, ohne Grenze an den Unlerrand anschliessend; Unterrand sehr wenig gebogen, erst gegen den Hinterrand stark aufsteigend; Oberrand unregelmässig; die Schalensubstanz über- wuchert das Ligament, welches völlig verdeckt wird und bildet auf beiden Seiten des Wirbel, in der Gegend des Schildes und des Schildchens sehr beträchtliche Er- höhungen, zwischen denen der Wirbel tief eingesenkt liegt; die Ränder dieser Er- höhungen, von denen die des Schildchens die kleinere und niedrigere ist, sind un- regelmässig abgebrochen ; die überwuchernde Schalensubstanz ist sehr dünn und zerbrechlich ; Hinterrand von der Ecke des Schildes in fast gerader Linie steil ab- fallend, und einen kleinen, sehr schief abgestutzten Schnabel bildend; Wirbel kaum über den Oberrand hervorragend, ohne eigentliche Skulptur; dagegen ist die Schale vom Wirbel ab wellig gefurcht ; die Wellen (3 — 4) werden rasch grösser und breiter, und stehen ziemlich entlernt, sind aber nicht nur auf der Oberfläche der Schalen sichtbar, sondern erstrecken sieb durch die ganze Schalenstärke, so dass sie an der Innenseite ebenso lühlbar sind, wie an der Aussenseile der Muschel. Liga- ment stark, ziemlich lang, mit Schalensubstanz überbaut; Ligamenlalbucht seicht, kurz vor der Schildecke, rundlich; Innenseite glänzend, Perlmutter weiss oder gelb- lich; Schlossleiste schmal; Muskeleindrücke seicht; Hüftmuskeleindruck kaum sicht- bar; Schultermuskeleindruck etwas verlieft, sehr verlängert, sehr nahe am Ober- und Vorderrand gelegen; Epidermis olivenbraun oder grün, mit dunkleren Streifen und schwärzlichen mehr erhabenen Jahresringen; Wirbelgegend oft braunroth ; 16* 124 vom Wirbel nach den Rändern laufen zahlreiche dunklere , schwach markirte Strahlen. Länge 130 Mm., Breite 96 Mm., Dicke 44 Mm. Wohnort : Asien, China (bei Canton). Aus der Sammlung des Herrn Baron v. Maltzahn zu Waren in Mecklenburg. Diese Muschel ist vielleicht die grösste, jedenfalls aber die schönste ihres Genus. Isaak Lea hatte jene Unioniden, deren Ligament von Schalensubstanz überbaut ist, in ein Genus „Symphonota" vereint , dem gegenüber er die mit freiem Ligamente versehenen Arten als „non-symphonote" bezeichnete. Da aber die Ueberwucherunng des Ligamentes durch Schalensubstanz auch bei mehreren Spezies des Genus Unio auftritt, so hat sich diese Erscheinung nicht als charakteristisches Merkmal für ein neues Genus halten lassen und Lea selbst Hess sein Genus Symphonota wieder fallen , behalt aber den Namen zur Gruppenbezeichnung bei. — In seiner Synopsis of Unionidae 1870 führt Lea 7 Spezies des Genus Anodonta als sympho- not auf: An. Wahlamalensis Lea, magnifica Lea, Woodiana Lea, Benediclensis Lea, Nuttalliana Lea, californiensis Lea, und rubicunda Lea. Bei diesen Spezies erreicht die Ueberwucheriing des Ligamentes durch Schalensubstanz sehr verschiedene Grade. Während sie nämlich bei An. magnifica zu sehr beträchtlichen Erhebungen auswächst, bleibt sie bei anderen so unbedeutend, dass Lea selbst in seiner Beschreibung der An. californiensis das Verdecktsein des Ligamentes gar nicht erwähnt, und dass er von An. rubicunda nur sagt: ligament rather short, somewhat thick and partly con- cealed." — Von allen mir bis jetzt bekannt gewordenen Spezies ist die vorstehende durch ihre ganz eigenthümliche Wirbeiskulptur ausgezeichnet. Die Spitze des Wirbels ist nämlich nicht durch Lamellen gekrönt, sondern die Schale selbst ist um den Wirbel wellenförmig gefaltet, so dass die Fallen oder Wellen die ganze Schalenslärke durchsetzen, und auf der Innenseite der Muschel noch ebenso sichtbar und fühlbar sind, wie auf der Aussenseite. Die Wellen nehmen mit der Entfernung vom Wirbel an Breite und Länge zu, werden aber allmählig flacher und verlaufen gänzlich. Von den bis jetzt bekannten Arten hat nur Anod. Woodiana Lea die gleiche wellige Wirbelskulptur und da diese Spezies gleichfalls aus China stammt, so scheint diese eigenthümliche Wirbelfaltung auf einige ostasiatische Spezies beschränkt zu sein. Die Figur, welche Lea der Beschreibung seiner Anodonta magnifica in den 121 Horizontalkontour eiförmig; Vorderrand von der kaum angedeuteten Ecke des Schild- chens in starker Wölbung zum Unterrande abfallend und ohne Grenze in derselben übergehend ; Unterrand anfangs fast gerade , dann aber stark zum Hinterrande auf- gebogen ; Oberrand etwas gebogen, gegen die Schildecke etwas ansteigend ; Hinter- rand von der Schildecke steil abfallend ; zuerst etwas einwärts gebogen, dann einen ziemlich breiten, abgestutzten Schnabel bildend; Wirbel spitz, nicht aufgeblasen, mit deutlicher Skulptur, die aus wenigen, in der Mitte gebrochenen, feinen Lamellen besteht; Schildchen sehr schmal, wenig zusammengedrückt; Schild ziemlich breit und lang, durch eine Doppellinie begrenzt, die vom Wirbel zur oberen Schnabel- ecke läuft, etwas zusammengedrückt; Ligament ziemlich kurz und dünn, Ligamental- buchl etwas vor der Schildecke gelegen, seicht, rundlich; Innenseite glänzend; Perlmutter weiss; Schlossleisle sehr schmal: Muskeleindrücke sehr seicht; Epidermis olivengrün mit ziemlich entfernt stehenden Jahresringen. Länge 56 Mm., Breite 35 Mm., Dicke 21 Mm. Wohnort: Nordamerika, Californien im Rio Colorado. Nr. 91. Anodonta ovata Lea. T. 3». Gg. 3 u. 4. Anodonta ovata Lea. Trans. Amer. Phil. Soc. VI. pl. 2. fi. p. 118. - — Observ. Vit. p. 85. t. 43. fig. 147. Muschel klein, wenig bauchig, dünnschalig, scharfrandig , mit glatter Ober- fläche; Vordertheil etwas verschmälert, kurz, Hinlertheil breit; senkrechter Längs- durchschnitt lanzettförmig; Horizontalkontour breit-eiförmig; Vorderrand vom Wirbel in starker Wölbung abfallend, ohne vom Unterrande abgegrenzt zu sein; Unterrand wenig gebogen, in der Mitte manchmal etwas concav, gegen den Hinterrand sehr in die Höhe steigend; Oberrand stark gebogen, etwas ansteigend, vom Wirbel über- ragt; Hinterrand von der Schildecke in schwacher Wölbung steil abfallend, einen breiten, kurzen, abgestutzten Schnabel bildend, dessen untere Ecke stark abgerundet ist; Wirbel wenig aufgeblasen, abgerieben; Schildchen klein, wenig zusammenge- drückt; Schild breit, ziemlich kurz, massig zusammengedrückt; Ligament ziemlich lang, dünn, hellbraun; Ligamentalbucht fast unter der etwas abgerundeten Schildecke gelegen, tief, dreieckig ; Innenseite sehr glänzend ; Perlmutter weiss ; Schlossleiste schmal; Schultermuskeleindruck länglich, ziemlich vertieft; Hüftmuskeleindruck ver- wischt; Epidermis olivengelb; quergestreift mit ziemlich entfernt stehenden Jahres- ringen. Länge 59 Mm., Breite 40 Mm., Dicke 21 Mm. Wohnort: Amerika, Isthmus von Darien. Nach Lea ist diese Muschel der An. Troutwiniana sehr ähnlich; die Form 127 (etwa 13 Mm. von ihr entfernt), ziemlich seicht, gerundet. Innenseite glänzend, schwach wellig; Perlmutter bläulich- weiss, am Vordertheile der Muschel etwas dicker; Muskeleindrücke sehr seicht; Manteleindruck seicht, doch deutlich; Schloss- leiste schmal, in der Mitte derselben eine feine Lamelle, die vom Wirbel bis zur Ligamentalbucht läuft ; Epidermis fahl-gelb ; Schild und Hintertheil braun , mit wenig markirten Jahresringen ; am Vordertheil Zuwachsstreifen und Jahresringe sehr wellig hervortretend. Länge 125 Mm., Breite 68 Mm., Dicke 37 Mm. Wohnort : Europa, Dalmatien im Narentafluss. Von Dr. Küster niitgetheilf. Ich kann auch diese Form nicht für eine gute Art halten, da sie nur durch ihre Umrissform sich vor anderen auszeichnet. Nr. 96. Anodonta exulcerata Villa. T. 40. f. 3. 4. Anodonta exulcerata Villa, Porro Mal. Com. 1838. p. 111. t. 2. fig. VI. — gib ha Kulscliig in coli. Muschel klein, dünnschalig, bauchig, etwas scharfrandig, mit glatter Ober- fläche; Vordertheil kurz ; Hintertheil breit-geschnäbelt; senkrechter Längsdurchschnitt breil-lanzell förmig; Horizontalkontour einseitig-eiförmig; Vorderrand von der Ecke des Schildchens in fast gerader Linie senkrecht abfallend, mit ziemlich deutlicher, stark abgerundeter Ecke an den Unterrand anschliessend ; Unterrand fast gerade, Oberrand wenig gebogen, etwas ansteigend, vom Wirbel kaum überragt; Hinterrand von der abgerundeten Ecke des Schildes in fast gerader Linie steil abfallend und einen breiten, etwas schief abgestutzten Schnabel bildend; Wirbel abgerieben, ziem- lich spitz auslaufend, kaum etwas den Oberrand überragend; Ligament ziemlich kurz, dick, hellbraun; Ligamentalbucht sehr seicht, verkürzt; das Ende des Liga- mentes fällt mit der Schildecke zusammen. Schildchen schmal, etwas zusammen- gedrückt; Schild lang, schmal, wenig zusammengedrückt. Innenseite glänzend; Perl- mutter weiss, sehr fettfleckig; Muskeleindrücke sehr seicht; Schlossleiste sehr schmal ; Perlmutter gegen die Ränder zu Perlansätzen geneigt. Epidermis oliven- gelb mit dunkleren, ziemlich nahegerückten Jahresringen, welche schwach hervor- stehende Rippen bilden. Schildgegend und äusserstes Ende des Schnabels schiefrig. Länge 63 Mm., Breite 39 Mm., Dicke 23 Mm. 128 Wohnort: Europa, Dalmatien und Norditalien. Die Muschel gehört zum Formenkreise der Anodonta anatina Rossm. An. gibba Rutschig gleicht der An. exulcerata Villa (die ich beide in authentischen Exemplaren vor mir hatte), so sehr, dass ich beide Muscheln für identisch halten muss. Gering- fügige Abweichungen beider beziehen sich auf die Farbe der Epidermis, die Länge der Muschel u. s. w. , während beide durch den geraden, senkrecht abfallenden Vorderrand, die Lage und Form der Ligamentalbucbt und selbst in der Umrissform sehr genau übereinstimmen. — Das abgebildete Exemplar, welches mir Hr. Dr. Küster mittheilte, ist An. gibba Kutsch. Nr. 97. Anodonta Sirionos D'Orbigny. T. 4ft fig. 1. 2. Anodonta sirionos D'Oibigny, Mag. de Zool. 1835. p. 40. Nr. 6. — Ferrarissii D'Orbigny, — — — — p. 40. Nr. 7. — sirionos Orbigny, Voyage ii. I'Amer. merid. 1847. p. 615. PI. 74. f. 46. und PI. 80. fig. 1—4. — — sirionos Hanley, Catal. oi' rec. biv. Shells, p. 221. Muschel gross, dünnschalig, scharfrandig, wenig bauchig, mit fein gestreifter Oberfläche; Vordertheil kurz, sehr verschmälert; Hinterlheil breit, kurz zugespitzt; senkrechter Längsdurchschnitt lanzettförmig; Horizontalkontour breit-eiförmig; Vor- derrand vom Wirbel in starker Biegung abfallend; in der Mitte des Vorderrandes liegt eine abgerundete, wenig vortretende Ecke, deren unterer Schenkel ohne Grenze in den Unterrand, der sehr stark gewölbt ist, übergeht; Oberrand ziemlich gebogen, unter dem breiten Wirbel, der den Rand überragt in flachem Winkel ge- brochen ; Hinterrand von der sehr abgerundeten Schildecke in fast gerader Linie steil abfallend und beim Zusammentreffen mit dem Unterrande eine abgerundete Ecke bildend. Wirbel stark angefressen; Schildchen fast fehlend: Schild lang und ziem- lich breit, ziemlich zusammengedrückt, durch 2 von der Wirbelspilze gegen die Mille des Hinlerrandes laufende Linien begrenzt; Ligament dünn, lang; Ligamental- bucht tief 3 eckig ; Innenseite glänzend ; Perlmutter blaugrünlich mit gelblichen Flecken ; Schlossleisle breit ; in der linken Schale liegt unter dem Wirbel 'eine wenig hervortretende kurze Wulst; Epidermis dick, grünlich. — Länge 105 Mm., Breite 72 Mm., Dicke 38 Mm. 125 Trans. Am. Phil. Sei. 1837. taf. 5. lig. 14. beigibt (sie stellt die Muschel sehr ver- kleinert dar) besitzt nicht die auffallenden Verlängerungen, welche durch Ueber- wucherung der Schalensubstanz in der Gegend des Schildes und Schildchens gebil- det werden. Dennoch zweifle ich nicht, dass bei Uebereinstimmung ihrer Horizon- talkontour meine und Lea's Figur derselben Art angehört. Die ungewöhnlich ver- längerten Schalentheile siud ungemein dünn und zerbrechlich und es bedarf wohl besonders günstiger Umstände, dass selbe selbst an lebenden Muscheln nicht verletzt und abgebrochen werden. Schon beim Oeffnen der Muschel auf grössere Weite als es die Schliessmuskeln des Thieres erlauben, müssen diese Theile abbrechen. — Lea stellt (Synopsis of Unionidae 1870. p. 75) Anod. aurata Küster als synonym zu seiner An. magnilica; ich möchte beide doch für verschiedene Arien hallen, wenn gleich sie auch Küster nach Chemnitz copirt hat. — Nr. 94. Anodonta capitata Küster. Taf. 39. Gg. l.f: Anodonla capitata Küster in Collect. — — var. major, Brusina Contr. dclla Fauna UVI Muschel von mittlerer Grösse, ziemlich dünnschalig, ziemlich aufgeblasen ; Vor- dertheil etwas verkürzt, Hintertheil etwas zugespitzt; senkrechter Längsdurchschnitt zugespitzt eiförmig; Horizontalkontur eiförmig; Vorderrand vor der schwach ange- deuteten Ecke des Schildchens in geringer Wölbung steil (bei alten Exemplaren oft fast senkrecht; abfallend; gegen den Unterrand allmählig flacher werdend, ohne von demselben abgegrenzt zu sein; Unterrand wenig gebogen, gegen den Hinler- rand etwas aufsteigend; Oberrand wenig gebogen, nur von dem kaum hervortre- tenden Wirbel gegen die Ecke des Schildchens etwas eingesenkt; Hinterrand von der stumpfwinkligen Ecke des Schildes in geringer Wölbung steil abfallend, beim Zusammentreffen mit dem Unterrande eine etwas abgerundete Ecke bildend; Wirbel meist stark abgefressen; jüngere Exemplare, die gleichfalls schon in der Wirbel- gegend abgerieben sind, lassen eine aus vier bis sechs parallelen, schwachen La- mellen, die weder nach vorn noch nach hinten spitz vorspringen, bestehende Skulp- tur erkennen ; Ligament lang, stark, dunkelbraun, manchmal etwas von Schalensubslanz bedeckt; Ligamentalbucht kurz, seicht, rundlich, unter der Schildecke gelegen; Schildchen klein, wenig zusammengedrückt, Schild lang, ziemlich breit, zusammen- gedrückt; Innenseite glänzend; Perlmutter bläulich-weiss, mit röthlichem Schiller; Schlossleiste schmal; Muskeleindrücke kaum sichtbar; der Schultermuskel liegt unter dem oberen Theile des Vorderrandes und hat unten einen kleinen länglichen Neben- muskeleindruck; Manteleindruck schwach: Epidermis zimmtbraun, die Jahresringe treten sehr schiefrig hervor und auch die Zuwachsstreifen sind durch hervorste- hende, rauhe Enden der Epidermis markirt, so dass die Schalen sich rauh anfühlen und gleichmässig gestreift erscheinen. Länge 70 Mm., Breite 43 Mm., Dicke 26 Mm. Wohnort: Ostasien, Yokohama in Japan. Vom Autor Dr. E. v. Martens in Berlin mitgetheilt, welcher diese Muschel während seiner Reise mit der preussischen Fregatte Amazone gesammelt hat. Sie ist die erste Anodonta, die wir aus Japan besitzen. An. japonica weicht in jeder Hinsicht von den prachtvollen grossen chinesischen Anodonten (magnifica und Woodiana Lea) ab und auch ihre Wirbelskulptur stimmt nicht mit jener der ge- nannten ostasiatischen Muscheln überein, welche für diese so auffallend von allen 145 Typen der Muscheln anderer Länder abweicht, und daher für sie so charakteristisch ist. Die japanesische Anodonta nähert sich in dieser Hinsicht viel mehr den Ano- donten der weit entfernt gelegenen Philippinen (Anod. purpurea Va).), die aber durch die rothe Farbe ihres Perlmutters vor ihnen ausgezeichnet sind. Das abgebildete Exemplar möchte ein Weibchen zu sein , da bei demselben die Hüftengegend sehr aufgeblasen ist, was einigen abändernden Einfluss auf die Umrissform auszuüben scheint. Männliche Muscheln haben einen etwas mehr o-ebo- genen Unterrand, infolge dessen die Ecke des Kintertheiles weniger spitz her- vortritt. Nr. 116. Anodonta arcuala Cailland. T. 47. lig. 1 u. •>. Anodonta arcuata, Caillaud. Voy. a Meroe pl. 16. ('?). Muschel von mittlerer Grösse, dickschalig-, bauchig, ziemlich scharfrandig, mit glatter Oberfläche: Vordertheil kurz, breit: Hinter) hei] etwas zugespitzt: senkrechter Längsdurchschnitt breit-lanzettförmig; Horizontalkontour eiförmig-; Vorderrand vom Wirbel in ziemlich starker Wölbung steil abfallend, ohne Grenze in den Unterrand übergehend; Unterrand etwas concav; Oberrand etwas gebogen, vom Wirbel kaum überragt ; Hinterrand von der abgerundeten Scbildecke in fast gerader Linie zu einem breiten, dem Unterrande genäherten Schnabel ziemlich steil abfallend ; Wirbel sehr wenig aufgeblasen, ziemlich spilz, mit sehr feiner Wirbelskulptur, die aus zahlreichen, engeslehendei), etwas wellig gekrümmten Lamellen besteht, welche sich allmählig verlieren; Schildchen sehr klein, kaum angedeutet; Schild lang, ziemlich breit, we- nig zusammengedrückt, durch eine vom Wirbel zur oberen Schnabelecke laufende Linie begrenzt; Ligament sehr dick, lang, braun; Ligamentalbucht unier der Schild- ecke, seicht, gerundet; Innenseite glänzend, Perlmutter weiss; am Uebergange des Vorder- zum Unterrande eine sehr starke Lippen willst; Muskeleindrücke sehr ver- tieft, rundlich; der Schultermuskel hat einen kleinen Nebenmuskel, der vom Haupt- muskel völlig getrennt ist , und dessen Eindruck rundlich ist ; Manteleindruck am Vordertheile sehr deutlich ; Schlossleiste stark ; Epidermis schmutzig-hellgelb mit dunkleren Jahresringen, Hintertheil hellbraun. Länge 80 31m., Breite 45 Mm., Dicke 30 Mm. Wohnort: Afrika, im Nil. Aus der Sammung des Herrn Dr. Küster. Die hier abgebildete Muschel ist eine Anodonta, keine Spatha; ich bin nicht gang sicher, ob sie mit der Caillaud'schen Muschel übereinstimmt. IX. 1. 19 146 Nr. 117. Anodonta Woodiana Lea. T. 48. fig. 1. u. 2. Anodonta Woodiana Lea, Trans. Amer. Phil. Soc. V. 1837. p. 42. t. V. fig. 13. — — — Observat. I. p. 54. — — Jay. Coli, of Shell, p. 73. No. 1. 2086. — Hanley Cal. of reo. biv. Shells.'p. '215. Muschel gross, unter den Wirbeln sehr aufgeblasen, dünnschalig , mit glatter Oberfläche; Vordertheil verkürzt, abgestulzt; Hinlerlheil zugespitzt; senkrechter Längsdurchschnitt breit-lanzettförmig; Hoiizontalkonlour fünfseitig: Vorderrand von der schwach angedeuteten Ecke des Schildchens in geringer Biegung fast senkrecht abfallend, gegen den Unterrand sich etwas verflachend und beim Zusammentreffen mit demselben eine schwach angedeutete Ecke bildend; Unterrand lang, in der Mitte eine ziemlich vorspringende, abgerundete Ecke bildend, deren Schenkel bei fast gleicher Länge auch die gleiche, sehr geringe Wölbung haben; Oberrand von der Ecke des Schildchens bis zum Wirbel wenig ansteigend, dann ziemlich gerade bis zur Schildecke fortlaufend ; Hinterrand von der etwas vorspringenden Schildecke in wellenförmiger Linie ziemlich steil abfallend, mit dem Vorderrande eine sehr vor- tretende, abgerundete Ecke bildend; Wirbel wenig hervortretend, mit breit-welliger Skulptur (ganz ähnlich jener von An. magnifica), welche die ganze Schalenslärke durchsetzt; Ligament lang und ziemlich dick, von Schalensubstanz überbaut; Liga- mentalbucht kurz, tief rundlich unter der Schildecke gelegen ; Schild und Schildchen wenig über das Ligament hinaus verlängert, indem die Schalensubstanz das Liga- ment überwuchert; Schildchen klein, zusammengedrückt; Schild lang, breit zusam- mengedrückt; Innenseite glänzend, Perlmutter weiss; Muskeleindrücke deutlich; der Schullermuskeleindruck mit einem kleinen gelrennten Nebenmuskel; Epidermis dun- kelbraun mit schwärzlichen Streifen. Länge 133 Mm., Breite 83 Mm., Dicke 40 Mm. Wohnort: Asien; China. Diese Muschel, die sich durch ihren Charakter als die nächste Verwandte der Anodonta magnifica Lea erkennen lässt, scheint dennoch von dieser verschieden zu sein, da die Umrissformen beider gar nicht zusammenstimmen. Wenn bei einzelnen Arten auch die Formen männlicher und weiblicher Muscheln ziemlich differiren, so scheint mir dennoch die Form der An. Woodiana von jener der An. magnifica sich mehr zu entfernen, als dass beide Muscheln nur als Geschlechtsvarietäten einer Art 147 betrachtet werden könnten. Ich kenne wenigstens bis jetzt bei keiner Art so sehr sich entfernende Geschlechtsmodilicationen. Das Ueberwuchern des Ligamentes hat An. Woodiana Lea gleichfalls mit An. magnilica gemein, wenn auch die erstere keine so hohen flügelähnliche Fortsätze zu bilden scheint. — Ich habe als Abbild- ung" der An. Woodiana leider nur die Copie der Lea'schen verkleinerten Origiual- figur geben können. Nr. 118. Anodonta Nuttalliana Lea. T. 50. flu. Iu. 2. Anodonta Nuttalliana Lea, Trans. Amer. Phil. Soc. VI. p. 77. pl. 20. fig. 62. — — - Observ. II. p. 78. — — Jay. Coli, of Shell, p. 72. Nu. 2059. Hanlry. Cat. of rec. biv. Slu'ils p. 216. Muschel von mittlerer Grösse, wenig bauchig, scharfrandig, ziemlich dünn- schalig, mit glatter glänzender Oberfläche; Vorderlheil kurz, breit; Hinterlheil sehr breit, abgerundet; senkrechter Landesdurchschnitt lanzettförmig; Horizonlalkontour breit-eiförmig mit verlängertem, sehr hervorragenden Schilde ; Vorderrand vom Wirbel in halbkreisförmiger Rundung abfallend und ohne scharfe Grenze in den sehr wenig gebogenen Unterrand übergehend; Oberrand vom Wirbel ab durch die über das Ligament hinaus ausgedehnte Verlängerung des Schildes sehr hoch und steil bis zur Schildecke ansteigend; Hinterrand anfangs, soweit der Schild reicht, concav, dann einen sehr breiten, stumpf abgerundeten Schnabel bildend; Wirbel dem Vorderrande sehr genähert, kaum über den Rand hervorragend, mit deutlicher Skulptur, die aus 4 ziemlich entfernt stehenden , nach hinten einen spitzen Winkel bildenden Lamellen besteht, oft etwas abgerieben; Schildchen sehr schmal, kaum bemerkbar; Schild sehr hoch und breit, weit über das Ligament hinaus verlängert; Ligament lang, stark, überbaut; Innenseite glänzend; Perlmutter bläulich; Muskel- eindrücke ziemlich deutlich, Schlossleiste sehr schmal, Ligamentalbucht lang, seicht, gerundet; Epidermis schmutzig-grün mit dunkleren, sehr erhabenen Jahresringen, gegen die Ränder sehr schielrig. Länge 99 Mm., Breite 65 Mm., Dicke 25 Mm. Wohnort: Nordamerika, Californien im Wahlamat-Fluss. Nach einem Exemplar des Berliner zoolog. Museum abgebildet. Es ist dies eine amerikanische Muschel, welche gleich den beiden chinesischen Anodonten eine sehr beträchtliche Ueberwucherung des Ligamentes durch kalkige Schalensubsfanz 19* 148 besitzt. — Lea's citirte Figur ist nach einem kleineren Evemplare mit geringer Schildverlängerung gezeichnet. Nr. 119. Anodonta Couperiana Lea. T. 50. fig. 3 u. 4. Anodonta Couperiana Lea, Trans. Amer. Phil. Soc. VIII. pl. 20. fig. 46. — — — Observ. III. p. 65. Jay, Collect, of Shells. 1850, p. 71. No. 2016. Muschel klein, bauchig, namentlich in der Mitte sehr aufgetrieben, sehr dünn- schalig, fast durchscheinend, mit glatter, glänzender Oberfläche : Vordertheil ziemlich verschmälert; Hintertheil kurz zugespitzt; senkrechter Längsdiirchscbnift fast zuge- spitzt-eiförmig; Horizontalkontour eiförmig; Vorderrand von der wenig vortretenden Ecke des Schildchens in starker Wölbung zum Unterrande abfallend, in den er ohne Grenze übergeht ; Unterrand sehr gebogen, eine fast halbkreisförmige Linie bildend, die gegen den Hinterrand ziemlich aufbiegt; Oberrand etwas ansteigend, sehr wenig gebogen, vom breiten, stark abgeriebenem Wirbel, der eine engwellige Skulptur er- kennen lässt, wenig überragt ; Hinterrand von der Schildecke steil abfallend ; beim Zusammentreffen mit dem Unlerrande einen schmalen, kurzen, schief abgestutzten Schnabel bildend; Ligament ziemlich lang, sehr dünn; Schlossleiste sehr schmal; Ligamentalbucht sehr seicht, kaum merklich ausgeschnitten, ziemlich weit vor der Schildecke liegend; Schildchen klein, wenig zusammengedrückt; Schild ziemlich lang und breit, zusammengedrückt, durch 2 von der Wirbelspitze zu den beiden Ecken des Schnabels laufende, dunkelgrüne Linien begrenzt ; Innenseite glatt, glänzend ; Perlmutter sehr fleckig, bläulich-weiss; Epidermis gelblich-grün mit dunkleren sehr hervortretenden Jahresringen und zahlreichen, feinen, vom Wirbel zum Unlerrande laufenden schwachen Strahlen. Länge 51 Mm., Breite 33 Mm., Dicke 22 Mm. Wohnort: Nordamerika, Georgia. Die Abbildung ist nach einem von Lea herstammenden Exemplare des Ber- liner Museum. Trotz der Kleinheit und Dünnschaligkeit dieser Muschel zweifle ich nicht daran, dass dieselbe eine gute Spezies darstellt; namentlich ist es die grosse Aufgeblasenheit derselben, welche bei der geringen Grösse auffallen muss, die aber zugleich als sicherstes Kennzeichen dafür gelten kann, dass kein junges Individuum, sondern eine ausgewachsene Muschel vorliegt. 149 Nr. 120. Anodonta Holtonis. Lea. T. 50. fig. 5 u. 6. Anodonta Holtonis Lea, Journ. Acad. Nat. Sei. III. p. 316. — - — Observ. VI. p. 86. Muschel klein, verlängert; wenig bauchig, ziemlich starkschalig, mit rauher Oberfläche; von den Wirbeln laufen nämlich nach den Rändern divergirende, an Breite wenig zunehmende Streifen, die durch eine eigentümliche Schraffirung (schief stehende feine Strichelung) gebildet werden ; zwischen diesen schraflirten Strahlen befinden sich den Strahlen an Breite gleiche Zwischenräume, welche am Vorder- teile der Muschel ziemlich glalt sind, am Hinlertheil derselben aber eine feinere schiefe Schraffirung zeigen, welche mit der stärkeren ihrer Nebenstrahlen sich zu spitzen Winkeln vereinigen. Vordertheil kurz, etwas zugespitzt, verschmälert ; Hin- tertheil breit, abgestumpft; senkrechter Längsdurchschnitl schmal-lanzettförmig; Ho- rizontalkontour sehr verlängert-eiförmig; Vorderrand zugespitzt, vom Wirbel in ge- ringer Biegung steil abfallend, etwa in der Mittellinie der Muschel eine deutlich ausgeprägte, etwas abgerundete Ecke bildend; von der Ecke an in ziemlicher Wöl- bung zum Unlerrande abfallend, und ohne Grenze in selben übergehend ; Unterrand gerade, dem Oberrand fast parallel, in der Mitte etwas concav; Oberrand gerade; Hinterrand kurz, von der stark abgerundeten Schildecke steil abfallend bis zu einer fast wieder in der Mille der Muschel liegenden Ecke, dann in geringer Rundung sich an den Unterrand anschliessend, der demselben enlgegenkommend, elwas in die Höhe steigt; Schildchen fehlend; Schild lang und breit, wenig zusammengedrückt, durch eine vom Wirbel zur Ecke des Hinterrandes laufende Linie begrenzt: Wirbel wenig hervorragend, stark angefressen; Ligament ziemlich kurz, sehr stark, hell- rothbraun; Innenseite sehr glatt und glänzend; Schlossleiste schmal, Ligamenlalbucht tief eingreifend, schwach hakenförmig, elwas vor der Schildecke gelegen; Perl- mutter blaugrün, gegen die Ränder dunkler werdend; Hüftmuskeleindruck breit, rundlich, seicht; Schultermuskel tiefer, länglich, dem Wirbel und dem Vorderrande sehr genähert; Manteleindruck kaum angedeutet; Epidermis braun; Vordertheil dunkler. Länge 54 Mm., Breite 28 Mm., Dicke 16 Mm. Wohnort: Südamerika, im Parificacion , einem Nebenflusse des Magdalenen- stromes. Aus dem Berliner zoolog. Museum mitgelheilt. 150 Die Muschel erinnert in mancher Hinsicht an Anod. lenebricosa Lea, die aber viel grösser wird. Die vorstehend beschriebene ist durch die eigentümliche Skulp- tur ihrer Epidermis sehr ausgezeichnet. Nr. 121. Anodonta Stewartiana Lea. T. 48. fig. 3 u. 4. Anodonta Stewartiana Lea, Trans. Amer. Phil. Soc. V. p. 47. T. 6. fig. 17. _ _ _ Observ. I. p. 159. - — Hanley, Catal. of reo. biv. Shells, p. 220. Muschel von mittlerer Grösse, sehr aufgeblasen, dünnschalig, scharfrandig, mit ziemlich rauher Oberflache; Vordertheil sehr verkürzt, etwas verschmälert; Hinter- theii zugespitzt; Wirbel sehr hervorragend, breit und aufgeblasen, mit sehr deut- licher Skulptur, die aus 4 Reihen spitz vorspringender, starker Höcker besieht; in jeder Reihe stehen je 2 Höcker, von denen der vordere etwa auf der Mitte des Wirbels sitzt, während die grösseren und spitzeren fast der vom Wirbel auslau- fenden Schildbegrenzungslinie entlang stehen; senkrechter Längsdurchscbnilt breit zugespitzt-eiförmig; Horizontalkontour eiförmig; Vorderrand kurz, von der seh. deutlichen Ecke des Schildchens in geringer Biegung sehr steil abfallend, beim Zu- sammenlreffen mit dem Unlerrande eine stumpfe abgerundete Ecke bildend; Unter- rand stark gewölbt ; Oberrand wenig gebogen ; Hinterrand von der Schildecke in geringer Biegung ziemlich steil abfallend, mit dem Unterrande eine ziemlich spitze, abgerundete Ecke bildend ; Schildchen gross, zusammengedrückt ; Schild lang, breit, zusammengedrückt, durch eine vom Wirbel zur Ecke, die Unter- und Hinlerrand mit einander bilden, begrenzt; Ligament lang, dick, rothbraun; Ligamentalbucht ziemlich seicht, rundlich, unter der Schildecke gelegen; Innenseite glänzend; Perl- mutter bläulichweiss, unter den Wirbeln oft gelblich; Schlossleisle ziemlich breit; Muskeleindrücke seicht, rundlich; Epidermis olivengrün. Länge 78 Mm., Breite 52 Mm., Dicke 46 Mm. Wohnort: Nordamerika, Louisiana im Teche-Fluss. Trotz ihrer Aehnlichkeit mit An. gibbosa Say ist diese Muschel doch wohl eine sogen, gute Art. 151 Nr. 122. Anodonta Mortoniana Lea. T. 48. fig. 5 u. 6. Anodonta Mortoniana Lea, Trans. Amer. Phil. Soc. p. 30. T. 13. fig. 37. — - — Observ. I. p. 192. Muschel von mittlerer Grösse, ziemlich bauchig, scharfrandig, dickschalig, mit fein gerunzelter Oberflache; die Schildgegend ist stärker runzelig; Vordertheil sehr verkürzt, abgerundet; Hinlertheil sehr verlängert, etwas breiter, zugespitzt; Wirbel wenig aufgeblasen und hervorragend, abgerieben, sehr dem Vorderrande genähert; senkrechter Längsdurchschnilt breit- lanzettförmig; Horizontalkontour verlängert- elliptisch; Vorderrand vom Wirbel in starker Wölbung abfallend, ohne Grenze in den wenig gewölbten Unterrand übergehend ; Oberrand wenig gebogen, dem Unler- rande fast parallel; Hinterrand von der sehr abgerundeten Schildecke in geringer Biegung steil abfallend, beim Zusammentreffen mit dem Unlerrande eine breite ab- gerundete Spitze bildend ; Schildchen kaum bemerkbar, Schild lang, ziemlich schmal, wenig zusammengedrückt; Ligament lang, dünn; Ligamentalbucht tief, dreieckig; Innenseite glänzend: Perlmutter silberweiss; Schlossleiste ziemlich schmal; Muskel- eindrücke ziemlich tief; Epidermis dunkelbraun. Länge 75 Mm., Breile 42 Mm., Dicke 30 Mm. Wohnort: Südamerika, im Rio Parana. Nr. 123. Anodonta Schröteriana Lea. T. 47. fit?. 5 u. 5. Anodonta Schröteriana Lea, Trans. Amer. Phil. Soc. X. p. 78. T. 28. fig. 55. — — ' — Observ. V. p. 48. Muschel von mittlerer Grösse, länglich, dickschalig, wenig aufgeblasen, mit glatter Oberfläche; Vordertheil kurz, zugespitzt-gerundet ; Hinlertheil breit; senk- rechter Längsdurchschnitt lanzellförmig; Horizontalkontour sehr verlängert-elliptisch; Vorderrand vom Wirbel in sehr starker Rundung abfallend, gegen den Unterrand flacher werdend, ohne von demselben abgegrenzt zu sein; Unterrand lang, wenig gebogen, nicht gegen den Hinterrand aufsteigend; Oberrand kurz, etwas gebogen; Hinterrand ziemlich lang, von der abgerundeten Schildecke mit geringer Wölbung steil abfallend, dann einen breile Schnabel bildend, dessen beide Ecken ziemlich ab- gerundet sind ; Schildchen lang, zusammengedrückt ; Schild lang, breit, durch eine 152 vom Wirbel zur oberen Schnabelecke laufende Linie begrenzt; Wirbel dem Vorder- rande sehr genähert, sehr wenig aufgeblasen, spitz, ziemlich hervorstehend, abge- rieben ; Ligament lang, ziemlich dünn ; Ligamentalbucht tief dreieckig, fast etwas hackenförmig; Innenseite glänzend; Perlmutter weiss, mit feinen, vom Wirbel zum Unterrande laufenden Streifen; Schlossleiste schmal; Muskeleindrücke seicht, der Schultermuskel länglich, unter dem Vorderrande gelegen, mit sehr kleinem, rund- lichem Nebenmuskel, der vom Hauptmuskel völlig getrennt ist ; Manteleindruck deutlich; Epidermis dunkelolivenbraun, mit sehr rauh hervortretenden Zuwachs- Streifen und entfernt stehenden Jahresringen. Länge 76 Mm., Breite 37 Mm., Dicke 23 Mm. Wohnort : Südamerika, im Rio negro. Nr. 124. Anodonta virgulata Lea. T. 49. fig. 1 u. 2. Anodonta virgulata Lea, Proc. Acad. Nat. Sei. 1857. p. 86. _ _ _ Observ. IX. p. 35- t. 33. fig. 282. Muschel von mittlerer Grösse, bauchig, dünnschalig, mit glatter Oberfläche ; Vordertheil ziemlich kurz, etwas verschmälert ; Hintertheil zugespitzt; Wirbel ziem- lich mittelstäiidig, wenig aufgeblasen und hervorragend, abgerieben, aber doch eine fein wellige Skulptur erkennen lassend ; Vorderrand vom Wirbel ab in starker Wölbung abfallend, ohne Grenze in den wenig gebogenen Unterrand übergehend, der sich gegen den Hinterrand sehr aufbiegt ; Oberrand wenig gebogen, etwas an- steigend ; Hinterrand kurz, von der Schildecke in geringer Biegung ziemlich steil abfallend, dann beim Zusammentreffen mit dem Unterrande eine ziemlich breite, ab- gerundete Ecke bildend; Schildchen sehr klein, ohne vortretende Ecke; Schild ziemlich lang, schmal, durch eine vom Wirbel aus auf den Hinterrand zulaufende Linie begrenzt; Ligament ziemlich lang, dick, dunkelbraun; Ligamentalbucht kurz, seicht, rundlich, unter der Schildecke gelegen; Innenseite glänzend; Perlmutter bläulich-weiss; Schlossleiste schmal; Muskeleindrücke seicht, breit; Epidermis oli- venfarben mit grünlichen Bändern und sehr entfernt stehenden Jahresringen. Länge 77 Mm., Breite 43 Mm., Dicke 31 Mm. Wohnort: Nordamerika, Nordcarolina im Roanoke-Fluss bei Weldon. Ich halle es für sehr zweifelhaft, ob diese Muschel eine gute Species darstellt. 153 Nr. 125. Anodonta Kennicottii Lea. T. 49. fig. 3 u. 4. Anodonta Kennicottii Lea, Proc. Acad. Nat. Sei. 1861. p. 56. _ _ _ Observ. IX. p. 33. t. 33. fig. 283. Muschel klein, wenig aufgeblasen, ziemlich dünnschalig, scharfrandig, mit glatter Oberfläche; Vordertheil kurz, gerundet, Hinlertheil lang, kaum etwas verschmälert, zugespitzt; Wirbel klein, spitz, ziemlich hervorstehend, mit fein welliger Skulptur, die aus wenigen, ziemlich entfernt siehendenden, in der Mitte gebrochenen Lamellen besteht; senkrechter Längsdurchschnitl lanzettförmig; Horizontalkontour eiförmig; Vorderrand vom Wirbel in starker Wölbung steil abfallend; ohne Grenze in den ziemlich gebogenen Unterrand übergehend; Oberrand wenig gebogen; Hinferrand von der Schildecke in geringer Biegung steil abfallend, dann beim Zusammentreffen mit dem Unterrande eine sehr abgerundete, ziemlich breite Spitze bildend; Schild- chen klein, ohne markirfe Ecke; Schild ziemlich lang, schmal, wenig zusammenge- drückt; Ligament lang, dünn, dunkelbraun; Ligamentalbucht lang, seicht, rundlich; Innenseite glänzend; Perlmutter bläulich weiss; Muskeleindrücke sehr seicht ; Schloss- leiste kurz, breit; Epidermis gelblich bis dunkelbraun, mit S — 10 einander nahe ste- henden Jahresringen. Länge 49 Mm., Breite 39,5 Mm., Dicke 28 Mm. Wohnort : Nordamerika, im grossen Sklavensee. Nr. 126. Anodonta modesta Lea. T. 49. fig. 7. u. 8. Anodonta modesta Lea, Proc. Acad. Nat. Sei. 1857. p. 84. — Observ. VIII. 1. p. 46. T. 68. fig. 189. Muschel klein, sehr verlängert, wenig aufgeblasen, ziemlich dickschalig mit glatter Oberfläche; Vorderlheil sehr kurz, verschmälert; Hinlertheil lang, breit, ab- gerundet; Wirbel spitz, wenig hervorragend; sehr dem Vorderrande genähert, mit deutlicher Skulptur, die aus 6 — 8 feinen, die Wirbelspilze umfassenden, parallelen Lamellen besteht, welche in der Mitte durch eine nach einwärts gerichtete Ecke gebrochen sind; senkrechter Längsdurchschnitt lanzettförmig; Horizontalkontur sehr IX. 1. 20 154 verlängert-eiförmig ; Vorderrand schmal, vom Wirbel in slarker Wölbung abfallend, ohne vom fast geraden Unterrand abgegrenzt zu sein, der gegen den Hinterrand etwas aufgebogen ist; Oberrand wenig gebogen, etwas ansteigend; Hinterrand von der abgerundeten Scbildecke in starker Wölbung anfangs wenig, allmählig aber steiler abfallend, ohne Grenze an den Unlerrand anschliessend; Schildchen schmal, ohne markirte Ecke; Schild lang, schmal, durch eine vom Wirbel gegen den Hin- lerrand laufende Linie begrenzt; Ligament lang, dünn, hellbraun; Ligamenfalbucht lang, sehr seicht, rundlich, etwas vor der Schildecke gelegen ; Innenseile sehr glän- zend; Perlmutter bläulich- weiss; Schlossleisle schmal; Muskeleindrücke sehr seicht; Schultermuskeleindruck länglich, unter dem oberen Theile des Vorderrandes gelegen ; Epidermis dunkelolivenfarben. Länge 48 Mm., Breite 24 Mm., Dicke 17 Mm. Wohnort: Nordamerika, Michigan, in Gräben bei Kalamazoo. Diese kleine Muschel, die in ihrer Form und Kleinheil die Merkmale ihres Wohnplatzes deutlich aufgedrückt trägt, stellt höchst wahrscheinlich nur eine Local- Varietät der Anod. subcylindracea Lea, dar. Nr. 127. Anodonta Williamsii Lea. T. 51. fig. 1 u. 2. Anodonta Williamsii Lea, Proc. Acad. Nat. Sei. 1862. p. 169. — - — Ohserv. IX. p. 31. T. 10. fig. 26. Muschel von mittlerer Grösse, bauchig, ziemlich dünnschalig, scharfrandig mit glatter Oberfläche. Vordertheil lang, wenig verschmälert; Hinlertheil kurz, zuge- spitzt ; Wirbel breit, fast mittelständig, wenig hervorragend, mit deutlicher Skulptur, die aus wenigen, ziemlich entfernt stehenden , starken Lamellen besteht, welche die Wirbelspilze umfassend, in der Mitte nach einwärts spitzwinklig gebrochen sind : senkrechter Längsdurchschnitt breif-lanzellförmig; Horizontalkonlour eiförmig; Vor- derrand von der Ecke des Schildchens in starker Wölbung steil abfallend, dann flacher werdend und gegen den Unterrand durch eine stumpfe Ecke abgegrenzt ; Unlerrand in der Mitte etwas concav, gegen den Hinterrand sich sehr stark auf- biegend ; Oberrand in gerader Linie von der Ecke des Schildchens bis zur Schild- ecke laufend; Hinterrand von der Schildecke in fast gerader Linie sanft abfallend, mit dem Unterrande eine spitze, wenig abgerundete Ecke bildend; Schildchen lang, breit, zusammengedrückt, durch eine vom Wirbel auf die Spitze des Hinlertheiles 155 zulaufende Linie begrenzt; Ligament lang, dünn, hellbraun; Ligamentalbucht kurz, rundlich, etwas vor der Schildecke gelegen; Innenseite glänzend; Perlmutter bläu- lich-weiss; um den Vorderrand der Muschel ist das Perlmutter sehr verdickt; Mus- keleindrücke seicht; Epidermis gelblich-olivenfarbig mit dunkleren Streifen und sehr entfernt stehenden Jahresringen. Länge 95 Mm., Breite 53 Mm., Dicke 41 Mm. Wohnort: Nordamerika, im Potomac-Fluss. Nr. 128. Anodonta Tryonii Lea. T. 51. fig. 3 u. 4. Anodonta Tryonii Lea, Proc. Acad. Nat. Sei. 1862. p. 169. — — — Observ. XI. p. 32. T. 10. fig. 27. Muschel von mittlerer Grösse, wenig aufgeblasen, dünnschalig, scharfrandig, mit glatter, glänzender Oberfläche; Vorderlheil sehr verkürzt, gerundet; Hintertheil breit, kaum zugespitzt ; Wirbel ziemlich spitz, sehr wenig hervorragend, dem Vor- derrand sehr genähert, mit deutlicher Skulptur, die aus 3 — 4 parallelen, entfernt stehenden, starken Lamellen besteht, welche mehr das Vordertheil der Wirbelspitze umfassen; Vorderrand von der Ecke des Schildchens in ziemlich starker Wölbung steil abfallend, ohne Grenze in den schwach gewölbten Unterrand übergehend, der gegen den Hinterrand sehr allmählich sich aufbiegt; Oberrand wenig gebogen; Hinterrand vom Ende des Ligamentes in starke Wölbung ziemlich steil abfallend, beim Zusammentreffen mit dem Unterrande mit diesem einen sehr kurzen, schmalen Schnabel bildend, dessen Ecken, namentlich die obere, sehr undeutlich markirt sind ; Schildchen klein, zusammengedrückt, mit wenig vortretender Ecke; Schild lang, schmal zusammengedrückt, ohne vorspringende Ecke, durch eine vom Wirbel zur oberen Schnabelecke laufende Linie begrenzt; Ligament ziemlich lang, dünn, hell- braun; Ligamentalbucht kurz, ziemlich tief, rundlich; Innenseite glänzend; Perlmutter bläulich-weiss; Schlossleiste schmal, Muskeleindrücke seicht; Epidermis grün oder braun, mit dunkleren Streifen und breiten Jahresringen. Länge 70 Mm., Breite 42 Mm., Dicke 26 Mm. Wohnort: Nordamerika; im Schüykill- und Potomac-Fluss. Trotz der gegen! heiligen Versicherungen Lea's ist diese Muschel doch wohl nur eine Varietät der An. fluviatilis Lea. 20* 156 Nr. 129. Anodonta Showalteri Lea. T. 51. flg. 5 u. 6. Anodonta Showalteri Lea, Proc. Acad. Nat. Sei. 1860- p. 307. — — — Observ. IX. p. 37. T. 33. flg. 284. Muschel von mittlerer Grösse, bauchig, ziemlich dickschalig, mit glatter Ober- fläche; Vordertheil ziemlich verschmälert, fast etwas zugespitzt: Hintertheil zuge- spitzt; Wirbel ziemlich spitz, wenig aufgeblasen, ziemlich hervorragend, der Mitte etwas genähert, abgerieben, mit feiner Skulptur, die aus wenigen, die Wirbelspitze umfassenden Lamellen besteht; senkrechter Längsdurchschnitt breit-lanzettförmig; Horizontalkontour elliptisch; Vorderrand vom Wirbel ziemlich wenig gebogen und geneigt abfallend, nach einer schwach markirten, sehr abgerundeten Ecke, die im oberen Theile des Vorderrandes liegt, verflacht sich die Wölbung und geht all— mählig in den Unlerrand über, der anfangs fast gerade, sich gegen den Hinterrand sehr stark aufbiegt; Oberrand wenig gebogen; Hinterrand von der Schildecke in geringer Biegung sanft abfallend, so dass derselbe mit dem Unterrande eine sehr scharfe Spitze bildet; Schildchen lang, schmal, ohne markirte Ecke; Schild lang, schmal durch eine vom Wirbel zum Hinterrande laufende Linie begrenzt; Ligament ziemlich breit, dick, dunkelbraun; Ligamentnlbuchl sehr kurz, fast dreieckig, ziem- lich tief, unter der Schildecke gelegen; Innenseite glänzend; Perlmutter weiss oder etwas roth-gelb; Muskeleindrücke undeutlich; Schlossleiste ziemlich breit, unter dem Wirbel verdickt; Epidermis dunkelbraun, mit entfernt stehenden Jahresringen und dunklen Strahlen. Länge 63 Mm., Breite 42 Mm., Dicke 29 Mm. Wohnort: Nordamerika, Alabama im Coosa-Fluss bei Wetumpka. Ich halle dafür, dass diese Muschel mit An. salmonia Lea (edentula Say.) zu vereinigen ist, als deren Varietät sie zu betrachten sein möchte. Nr. 130. Anodonta pavonia Lea. T. 30. fig. 3 u. 4. Anodonta pavonia Lea, Trans. Amer. Phil. Soc. VI. n. s. p. 78. T. 21. fig. 65. _ _ _ Observ. I. p. 78. — - Say. Coli, of Shells p. 72. Nro. 2064. — — Hanley, Cat. of rec. biv. Shells p. 218. 157 Muschel von mittlerer Grösse, aufgeblasen, ziemlich dünnschalig mit glatter, glänzender Oberfläche; Vordertheil abgerundet; Hintertheil wenig zugespitzt; Wirbel breit, sehr aufgeblasen, mit sehr derber Skulptur, die aus 3 — 4 dicken, wulstigen Lamellen besteht, welche gegen das Hintertheil der Muschel zu die Wirbelspitze umfassen, gegen das Vordertheil der Muschel aber sich ganz verlieren; Vorderrand von der undeutlichen Ecke des Schildchens in starker Biegung abfallend, gegen den Unterrand flacher werdend, ohne von demselben abgegrenzt zu sein; Unterrand sehr wenig gewölbt, gegen den Hinterrand etwas aufsteigend; Oberrand wenig gebogen, zwischen dem Wirbel und der Ecke des Ligamentes i.i ziemlicher Wölbung steil abfallend, mit dem Unterrande einen undeutlichen, kurzen Schnabel bildend ; Schild- chen klein, sehr wenig zusammengedrückt; Schild schmal, ziemlich lang, zusammen- gedrückt, durch eine vom Wirbel zur oberen Schnabelecke laufende Linie begrenzt; Ligament ziemlich kurz, dünn, rolhbraun; Ligamentalbucht sehr seicht, rundlich; Innenseite matt; Perlmutter bläulich; Schlossleiste schmal; unter dem Wirbel der rechten Schale bildet die Leiste eine zahnartige Erhöhung, zwischen welcher und dem Wirbel eine breite Grube vorhanden ist; Muskeleindrücke seicht; Epidermis dunkeloli venbraun bis zimmlroth , mit zahlreichen vom Wirbel auslaufenden, dunklen Strahlen. Länge 74 Mm,, Breite 42 Mm., Dicke 28 Mm. Wohnort: Nordamerika; Little Beaver, Ohio; Wabash-Fluss, Indiana. Es liegen mir mehrere Exemplare dieser Art vor, die ich mit zahlreichen Exemplaren von Anod. Salmonia Lea und edentula Say vergleichen kann. Diese 3 Muscheln stimmen in ihren Hauptcharakteren, als Form und Lage des Wirbels, der Wirbelsculptur, der Ligamentalbucht, der Schalenstärke so genau überein, dass für die Unterscheidung derselben nur mehr sehr geringwertige Charaktere übrig bleiben. Selbst die Umrissform dieser 3 Species hält einen gemeinsamen Typus sehr genau fest, so dass nur das Hintertheil derselben geringen Abänderungen un- terworfen ist. Für die einzelnen Species bleiben daher ausser geringen Umrissab- weicLungen nur noch folgende Unterscheidungsmerkmale übrig : 1) Für An. pavonia, eine beträchtlichere Grösse, unnd die reiche Bestrahlung der Epidermis ; 2) für An. salmonia, das gelbrothe Perlmutter, welches sich übrigens bei sei- ner fleckigen, unregelmässigen Vertheilung über die Schalenfläche als eine krank- hafte Ablagerung erkennen lässt, die auch bei anderen nordamerikanischen Ano- donten nicht selten bemerkt wird; 158 3) für An. edentula, die kleinere Form und geringere Aufgeblasenheit. Die verschiedenartige Färbung der Epidermis, die in sehr hohem Grade von der Nahrung, der physikalischen und cbemikalischen Beschaffenheit der speciel- len Wohnplätze abhängig ist, kann nur in letzter Reihe zur Begründung von Spe- cies zugelassen werden. Ich kann demnach diese 3 Muscheln nur für verschiedene Formen einer Species ansehen und betrachte desshalb An. pavonia und salmonia Lea als blosse Varietäten der zuerst von Say beschriebenen Anod. edentula. Diese Muschel möchte ich überhaupt als den Typus einer Reihe von Varietäten betrach- ten, welche in Nordamerika eine weitere Verbreitung haben, und die alle durch den breiten, der Mitte genäherten, aufgeblasenen und ziemlich hervorragen- den Wirbel mit seiner eigentümlichen, oben beschriebenen Skulptur, ausgezeichnet sind. Ausser den 3 angeführten Lea'scben Nominalarten gehört noch Anodonta Showalteri Lea und höchstwahrscheinlich auch An. Wardiana Lea zu dem Formen- und Varielälenkreis der An. edentula Say. — Nr. 131. Anodonta Pepiniana Lea. T. 53. fig. 1 u. 2. und T. 50. fig. 7 u. 8. Anodonta Pepiniana Lea, Trans. Amer. Soc. VI. 1839. p. 96. T. 16. fig. 51. _ _ _ Observ. I. p. 96. — — Hanley, Cat. of rec. biv. Shells p. 220. — — Say, Coli, of Shells, p. 72. Nr. 2065. Muschel klein, ziemlich aufgeblasen, dünnschalig, mit glatter glänzender Ober- fläche, Vordertheil wenig verschmälert, eckig; Hintertheil breit, geschnäbelt; Wir- bel ziemlich spitz, wenig hervorstehend, abgerieben ; Skulptur aus zahlreichen fei- nen Lamellen bestehend; senkrechter Längsdurchschnitt lanzettförmig; Horizonlal- kontour trapezförmig; Vorderrand von der Ecke des Schildchens in geringer Bie- gung fast senkrecht abfallend, vom Unterrande durch eine wenig deutliche Ecke abgegrenzt; Unlerrand fast gerade; Oberrand ziemlich gebogen; Hinterrand von der Schildecke in sehr geringer Biegung steil abfallend, dann einen breiten, gerade ab- gestutzten, kurzen Schnabel bildend; Schildchen lang, zusammengedrückt, mit sehr deutlicher Ecke; Schild schmal, zusammengedrückt, Ecke sehr hervortretend; Liga- ment kurz, dünn; Ligamentalbucht sehr seicht, rundlich; Innenseile matt; Perlmutter weiss; Muskeleindrücke sehr undeutlich; Schlossleiste sehr schmal; Epidermis gelb- lich, gestreift, mit stark ausgeprägten Jahresringen. Länge 43 Mm., Breite 32 Mm., Dicke 18 Mm. 159 Wohnorl: Nordamerika, im Pepin-See, Porlage County, Oliio. Varietät: Muschel von fast gleicher Grösse, die Ecken mehr abgerundet; der Schnabel undeutlicher aber breiter. Wohnorl: Mexiko im Rio de Myantha bei Deppe. Das Original dieser Muschel ist im zoolog. Museum zu Berlin sub Nr. 16687. Nr. 132. Anodonta angulata Lea. T. 53. fig. 3 u. 4. Anodonta angulata Lea. Trans. Ann. Phil. Soc. VI. p. 97. T. 16. fig. 52. — _ _ Observ. II. p. 97. — Hanley, Cat. ot rec. biv. Shells, p. 122. — — Reeve, Conch. icon. Gen. Anodon üg. 6. Muschel klein, ziemlich aufgeblasen, dünnschalig, mit glatter Oberfläche; Vor- dertheil verkürzt, sehr verschmälert; Hintertheil breit, ziemlich verlängert: Wirbel etwas hervorragend, abgerieben; senkrechter Längsdurchschnitt lanzettförmig; Hori- zontalkontour sehr verlängert, dreiseitig; Vorderrand sehr kurz, von der Ecke des Schildchens in ziemlicher Wölbung steil abfallend, gegen den Unlerrand rasch flacher werdend, ohne von demselben deutlich abgegrenzt zu sein; Unterrand lang, sehr wenig gebogen; Oberrand lang, fast gerade, unter dem Wirbel sogar etwas concav; Hinterrand kurz, in ziemlicher Wölbung steil abfallend, mit dem Unlerrande eine scharf markirle Ecke bildend; Schildchen klein, schmal, wenig zusammengedrückt; Schild kaum etwas zusammengedrückt: vom Wirbel aus läuft auf die Ecke, welche Hinterrand und Unlerr;uid mit einander bilden ein ziemlich scharf markirter Kiel. Ligament ziemlich lang, stark; Ligamentalbucht seicht, rundlich; Innenseite: Perl- mutter weiss; Schlossleisle ziemlich schmal; Schultermuskelnarbe verlieft: Hüfte- muskeleindruck undeullich; Epidermis gelblich mil dunkleren Jahresringen. Länge 61 Mm., Breite 29 Mm., Dicke 20 Mm. Wohnort: Nordamerika, im Lewis-Piiver, Californien. Lea hat die Art nach einer halben Muschel beschrieben; sie scheint aber doch eine gute Art zu sein. 160 Nr. 133. Anodonta suborbiculata Say. T. 52. fig. 1 u. 2. Anodonta suborbiculata Say, Amer. Conch. t. 11. — Disseminator (1831). — - Jay, Coli, of Shells Nr. 2074. — — Hanley, Cat. of rec. biv. Shells p. 222. — — Reeve, Conch. icon. Gen. Anodon Nr. 11. fig. 11. Muschel sehr gross, ziemlich bauchig, dünnschalig, mit glatter, glänzender Oberfläche; Vordertheil verkürzt, etwas verschmälert, Hinlertheil etwas zugespitzt; senkrechter Längsdurchschnitt breit-lanzettförmig; Horizontalkontour sehr breit- ei- förmig; Vorderrand von der sehr undeutlichen Ecke des Schildchens in starker Wölbung zum Unterrande abfallend, der gleichfalls sehr stark gebogen ist und fast eine halbkreisförmige Linie bildet, die ohne sehr auffallende Unterbrechung an den Vorderrand anschliesst; Oberrand wenig gebogen, vom breiten Wirbel nicht über- ragt; Hinterrand von der abgerundeten Schildecke ziemlich steil abfallend, beim Zusammentreffen mit dem Unterrande eine stumpfe, abgerundete Ecke bildend ; Wirbel meist abgerieben, mit höckeriger, unregelmässiger Skulptur (es sind keine parallelen Lamellen vorhanden, sondern es stehen etwa in der Mittellinie des Wir- bels in unregelmässiger Entfernung, kleine wärzchenartige Höcker); Schildchen kurz, zusammengedrückt; Schild ziemlich hoch und lang, etwas zusammengedrückt, durch eine vom Wirbel zur Ecke des Hinterrandes laufende Doppellinie begrenzt; Innenseite glatt und glänzend; Perlmutter bläulich-weiss; Schlossleiste sehr schmal; Ligament stark, lang, dunkelbraun ; Ligamentalbucht kurz, seicht, rundlich, fast unter Schildecke gelegen; Muskeleindrücke sehr seicht; Manteleindruck ziemlich deutlich; Epidermis gelbbraun, mit dunkleren, fast schwarzen Jahresringen, die sehr deutlich und sogar auf der Innenseite der Muscheln in Wellenlinien bemerkbar sind ; vom Wirbel laufen zahlreiche Strahlen aus, die etwa bis zur Mitte der Muschel deutlich bleiben. — Länge 160 Mm., Breite 112 Mm., Dicke 62 Mm. Wohnort: Nordamerika: Ohio und Wabash-River. („In ponds near the Wa- bash-River"). Diese grosse Muschel lässt sich sogleich als eine in Sümpfen lebende Spezies erkennen, die sich namentlich durch ihre Wirbelskulptur als gute Spezies erweist. Das abgebildete Exemplar befindet sich im zoolog. Museum zu Berlin. 161 Nr. 134. Anodonta cyiindracea Lea. T. 53. fig. 5 u. 6. Anodoma cyiindracea Lea, Trans. Am. Phil. Soc. VI. p. 45. T. 13. fig. 40. — — — Observ. II. p. 45. — Jay, Coli, ol Shells. Nr. 2022. — — Hanl'ey, Cat. ol rec. biv. Shells, p. 223. — — Reeve, Couch, icon. XVII. Bd. Gen. Anodon. Nr. 93. fig. 93. Muschel von midierer Grösse, verlängert, aufgeblasen, dünnschalig, mit glatler Oberfläche; Vortlertheil kurz, etwas verschmälert; Hintertheil verlängert, abgerun- det; Wirbel ziemlich hervorragend, breit; senkrechter Längsdurchschnitt lanzettför- mig; Horizontalkontour cylindrisch; Vorderrand von der sehr abgerundeten Ecke des Schildchens steil abfallend, indem sich die wenig gewölbte Linie nach einwärts neigt, vom Unterrande durch eine stumpfe, abgerundete Ecke abgegrenzt; Unterrand gegen die Mitte zu etwas concav; Oberrand ziemlich gebogen, vom Wirbel gegen das Schildchen stark eingesenkt; Hinterrand nicht vom Oberrand abgegrenzt, in starker Wölbung zum Unlerrande abfallend ; Schildchen ziemlich hervortretend und zusammengedrückt; Schild sehr schmal, kaum etwas zusammengedrückt und über- haupt sehr wenig markirt; Ligament lang und dünn; Innenseite glänzend, Perlmutter bläulich; Schlossleiste schmal; Muskeleindrücke undeutlich; Epidermis dunkelbraun, mit zahlreichen, feinen vom Wirbel gegen die Ränder laufenden Strahlen und dunk- leren Jahresringen. Länge 74 Mm., Breite 36 Mm., Dicke 23 Mm. Wohnort: Amerika; im Medellin-River bei Veracruz. Nr. 134. Anodonta Wahlamatensis Lea. Tat. 53. Fig. 7. u. 8. Anodonta Wahlamatensis Lea, Trans. Am. Phil, Soc. VI. p. 78. pl. 20. fig. 64. — — — Observ. II. p. 78. _ _ Jay, Coli, of Shells. Nr. 2084. — Hanley, Cat. of rec. biv. shells. p. 215. Muschel breit, von mittlerer Grösse, wenig aufgeblasen, dünnschalig, mit glat- ter Oberfläche; Vordertheil sehr kurz; Hintertheil kurz, zugespitzt; Wirbel sehr IX. 1. 21 162 wenig hervortretend, mit wenigen, feinen Lamellen geziert, welche in der Mitte nach einwärts gehrochen sind; Schild sehr hoch, das Ligament überwuchernd; Vor- derrand von der Ecke des Schildchens in ziemlicher Wölbung fast senkrecht ab- fallend, gegen den Unterrand flacher werdend, aber ohne Grenze in denselben übergehend; Unlerrand wenig gebogen, gegen den Hinterrand sehr aufsteigend; Oberrand eine sehr ansteigende, fast gerade Linie bildend; Hinterrand von der et- was abgerundeten Schildecke in fast gerader Linie steit abfallend, beim Zusammen- treffen mit dem Unlerrande eine ziemlich schmale, kurze, abgerundete Spitze bil- dend; Perlmutter weiss; Muskeleindrücke ziemlich deutlich; Epidermis olivengrün, gegen den Wirbel gelblich, mit einem breiten dunklen Bande in der Nähe des Randes. Länge 65 Mm., Breite 48 Mm., Dicke 22 Mm. Wohnort: Nordamerika, im Wahlamat- River, nahe seiner Mündung in den Columbia, in Californien. Diese Muschel wird leicht mit An. Nutlaliana Lea verwechselt, welche mit ihr zusammenlebt. Die letztere unterscheidet sich von der vorstehenden auch fast nur in der Form ihres Umrisses und es ist daher sehr möglich, dass beide Muscheln nur Varietäten einer Art sind. — Reeve, Conch. icon. Bd. XVII. führt eine An. Wahlamatensis auf, bei wel- cher ihm aber ein arges Malheur passirt ist, das die ganz oberflächliche Behandlung seiner Arten auf's Schlagendste nachweist. Leider zieht sich dieser Fehler, der den Werlh des sehr schön illustrirlen Werkes sehr herabmindert, durch das ganze Genus Anodon. Dieser Autor hat nämlich als A. Wahlamatensis f. 22. (Species 23) die europäische Anodonta rostrata Kokeil abgebildet und gibt dafür bei dieser Mu- schel, als deren Bestimmer er „Rokiel" anführt Fig. 4. (Spezies 4) die Abbildung von An. Wahlamatensis. Da aber diese Muschel in der betreffenden Sammlung falsch bestimmt war (die Abbildung ist nämlich An. Nufnlliaua Lea), so hat er auch diesen Fehler beibehalten. Nach diesem Sachverhalte unterliegt es wohl keinem Zweifel, dass in der treffenden Sammlung, oder wenigstens während des Abbildens die Eliq netten verwechselt wurden, ein Ereigniss, das Herrn Reeve völlig entgangen ist. Wir werden mehrfach Gelegenheit haben, nachzuweisen, dass der- selbe Autor sich nicht die Mühe genommen hat, die von ihm aus den Museen ab- gebildeten Muscheln auf ihre richtige Bestimmung zu prüfen, und es ist nur zu häufig der Fall, dass die Bestimmungen der Muscheln selbst in den grössten Museen nicht richtig sind. 163 Nr. 136. Anodonta Benedict ensis Lea. Tat'. 54. lig. 1 u. 2. Symphonota benedi c lensis Lea, Trans. Am. Phil. Soc. V. p. 104. PI. 16. lig. 48. Anodonta Benedictii Lea, Synopis of the Faui. Naj. p. 7ö. (1870). — Benedictensis Jay, Coli, of Shells. Nr. 2012. — — Hanley, Cat. of rec. biv. shells. p. 21ti. Muschel ziemlich gross, aufgeblasen, sehr dünnschalig, mit glatter, glänzender Oberfläche; Vordertheil wenig verschmälert: Hinlertheil breit, kurz geschnäbelt; Wirbel ziemlich in der Mitte stehend, breit, aufgeblasen, mit deutlicher Skulptur, die aus circa 4, ziemlich entfernt stehenden Lamellen besteht: jede Lamelle ist aus 2 getrennten, gebogenen, wenig vorspringenden Winkeln zusammengesetzt; senk- rechter Längsdurchschnitt breit-lanzettförmig: Horizontalkonfour fast trapezförmig; Vorderrand von der deutlich markirten Ecke des Schildchens in geringer Biegung fast senkrecht abfallend, gegen den Unterrand mehr gebogen, aber ohne Grenze in denselben übergehend; Unterrand wenig gebogen, gegen den Hinterrand etwas auf- steigend; Oberrand wenig gebogen; Hinterrand von den Schildecke in fast etwas coneaver Linie steil abfallend, dann mit dem Unterrande einen breiten, abgestutzten Schnabel bildend; Schildchen ziemlich breit, sehr zusammengedrückt; Schild breit, sehr zusammengedruckt; Ligament ziemlich stark, von Schalensubstanz etwas, doch nicht vollständig bedeckt; Ligamentalbucht ziemlich tief, rundlich, last unter der Schildecke gelegen; Innenseite glänzend; Perlmutter weiss; Muskeleindrücke ziem- lich seicht; Schlossleiste schmal; Epidermis gelblich-grün, mit ziemlich breiten, dunkleren Jahresringen. Länge 92 Mm., Breite 58 Mm., Dicke 38 Mm. Wohnort: Nordamerika, im Champlain-See. Die Ueberwucherung des Ligaments von Schalensubslanz ist eine sehr unbe- deutende, da nach Lea 's Abbildung dasselbe sichtbar ist, wenn man die Muschel von oben betrachtet. A. Benedictensis ist jedenfalls eine gute Art. — Die Ab- bildung, die Beeve, in seiner Fig. 99 als An. Benedictensis gibt, stimmt wenig mit der Lea'schen überein, und ich halte es für sehr zweifelhaft, ob die von diesem Autor abgebildete Muschel richtig bestimmt war. 21* 164 Nr. 137. Anodonta Burroughiana Lea. T. 54. fig. 3. u. 4. Anodonta Bourroughiana Lea. Trans. Am. Phil. Soc. V. n. s. p. 105. T.XVI. fig. 49. — — — Observ. I. p. 217. — — Reeve, Conch. icon. Gen. Anodon. fig. 103. Muschel klein, bauchig, dünnschalig, mit ziemlich glatter Oberfläche; Vorder- theil kurz, etwas verschmälert; Hintertheil breit, schwach zugespitzt- gerundet; senkrechter Längsdurchschnitt lanzettförmig; Horizontalkontour eiförmig; Wirbel dem Vorderrande wenig genähert, wenig hervorragend, abgerieben ; Vorderrand von der Ecke des Schildchens in ziemlicher Biegung steil abfallend, ohne Grenze in deu Unterrand übergehend, indem die Wölbung desselben allmählig flacher wird; Un- terrand wenig gebogen, gegen den Hinterrand im letzten Viertel sehr stark aufge- bogen. Oberrand wenig gebogen, etwas ansteigend; Hinterrand von der abgerun- deten Schildecke in geringer Biegung sehr steil abfallend, beim Zusammentreffen mit dem Unterrande eine sehr abgerundete Ecke bildend ; Schildchen klein , wenig zusammengedrückt; Schild kurz, ziemlich breit, etwas zusammengedrückt; Ligament lang, ziemlich stark; Ligamentalbucht seicht, rundlich, unter der Schildecke; Innen- seite glänzend; Perlmutter roth; Schlossleiste schmal; Muskeleindrücke sehr seicht; Epidermis dunkelbraun. Länge 54 Mm., Breite 33 Mm., Dicke 20 Mm. Wohnort: Ostasien; auf der Insel Luconia bei Manila. Wahrscheinlich gehört auch diese Art zu Anod. purpurea Valenc. und stellt nur eine Varietät dieser über die Philippinen verbreiteten Art dar. Chenu, III. Conch., Lief. 8. pl. 3. f. 3 beschreibt eine Anod. Burroughinna, die Lea als von seiner Spezies verschieden annimmt. — Nr. 138. Anodonta tenebricosa Lea. T. 54. fig. 5 u. 6. T. 55. fig. 3 u. 4. (junior). Anodonta tenebricosa Lea, Trans. Amer. Phil. Soc. V. u. s. p.78. T. 12. fig. 36. — — — Observ. I. p. 190. — — D'Orbigny, Mag. de Zoologie 1835. p. 39. Nr. 4. — — — Voyage d. l'Am. merid. 1847. p. 616. — - Jay, Coli, of Shell. Nr. 2076. 165 Anodonla tenebricosa Hanley, Cat. of reo. biv. sliells. p. 224. — — Reeve, Conch. icon. Gen. Anodon. fig. 123. — tenebrosa — n „ ,. „ fig. 43. Muschel von minierer Grösse, sehr aufgeblasen, dickschalig, mit glatter Ober- fläche; Vordertheil verschmälert, ziemlich kurz; Hinfertheil sehr abgerundet; Wirbel breit, wenig hervorragend, meist stark abgerieben ; senkrechter Längsdurchschnitl schmal-eiförmig; Horizontalkontour elliptisch; Vorderrand von der schwach mar- kirlen Ecke des Schildchens in geringer Wölbung steil abfallend , vom Unterrande durch eine kaum angedeutete Ecke abgegrenzt ; Unterrand bei alten Exemplaren in der Mitte stark konkav, bei jungen fast gerade; Oberrand bei alten Exemplaren ziemlich gebogen, sonst fast gerade; Hinterrand in starker Wölbung sehr steil ab- fallend, ohne Grenze zum Unterrande übergehend; Schildchen schmal, klein, wenig zusammengedrückt; Schild bei jungen Muscheln ziemlich hervortretend; bei älteren Exemplaren fast verschwunden; Ligament lang und dick; Ligameiitalbucht bei alten Muscheln schmal hackenförmig, schief, tief eingreifend; bei jüngeren Exemplaren seicht dreieckig; Innenseite glänzend, Perlmutter bläulich-roth; die Muschel hat am Rande einen breiten hornfarbigen Saum; Hüftmuskelnarbe undeutlich; Schullermus- kelnarbe vertieft; Epidermis dunkelolivengrün oder braun, mit schwärzlichen Strah- len am Hinterrande. Länge 84 Mm , Breite 50 Mm., Dicke 38 Mm. Wohnort: Südamerika, im Parana, im Rio San Jose, im Laplata und in ande- ren Flüssen. T. 54. fig. 5 und 6 stellt ein altes ausgewachsenes Exemplar, T. 55. fig. 3 und 4 eine junge Muschel dar. Die Veränderung, welche diese Art mit zuneh- mendem Alter erfährt, ist sehr beträchtlich und erstreckt sich auf alle Theile der Muschel. An. tenebricosa ist eine sehr ausgezeichnete Art, die durch die dunkle Farbe des Perlmutters charakterisirt wird. — Die Muschel, welche Reeve unter Nr. 43 als tenebrosa abbildet, gehört sicher hieher; der Name scheint nur verun- staltet worden zu sein. — Nr. 139. Anodonta oblita Lea. T. 54. fig. 7 u. 8. Anodonta oblita Lea, Trans. Amer. Philos. Soc. X. T. 28. fig. 52. _ _ _ Observ. V. p. 46. 166 Muschel klein, wenig bauchig-, sehr dünnschalig, mit glatter Oberfläche; Vor- dertheil kurz, wenig verschmälert; Hintertheil kurz geschnäbelt, etwas verschmä- lert; Wirbel wenig aufgeblasen und hervorragend, mit wenigen, den ganzen Wirbel in ununterbrochener Biegung umfassenden, ziemlich starken Lamellen geziert; senk- rechter Längsdurchschnitt lanzettförmig; Horizontalkontour eiförmig; Vorderrand von der sehr wenig hervortretenden Ecke des Schildchens in ziemlicher Wölbung steil abfallend, ohne Grenze in den fast geraden Unterrand übergehend, der gegen den Hinterrand ziemlich stark in die Höhe steigt; Oberrand etwas gebogen, ansteigend; Hinterrand von der abgerundeten Schildecke in geringer Wölbung steil abfallend, mit dem Unterrande einen breiten kurzen Schnabel bildend; vom Wirbel laufen auf die Ecken desselben undeutlich markirte Linien; Schildchen sehr klein und schmal, wenig zusammengedrückt; Schild ziemlich breit, etwas zusammengedrückt; Liga- ment dünn, nicht sehr lang; Ligamentalbucht seicht, rundlich, fast unter der Schild- ecke gelegen; Innenseite glänzend; Perlmutter bläulich-weiss; Schlossleiste sehr schmal; Muskelnarben sehr seicht; Epidermis bräunlich-grau, mit dunkleren Streifen und manchmal mit grünen Strahlen, die vom Wirbel gegen den Hinterrand laufen. Länge 50 Mm., Breite 29 Mm., Dicke 17,5 Mm. Wohnort: Nordamerika, Campbell-County, East-Tennessee. Die Muschel scheint trotz ihrer geringen Grösse eine gute Art zu sein. Nr. 140. Anodonta tortilis Lea. T. 55. fig. 7 u. 8. Anodonta tortilis Lea, Trans. Am. Phil. Soc. X. pl. 28. fig. 54. — — — Observ. V. p. 47. — Simpsoniana Reevo, Conen, icon. Gen. Anodon. fig. 153. Muschel klein, sehr wenig bauchig, ziemlich dünnschalig, mit fein gefurchter Oberfläche (die Furchen laufen von den Wirbeln gegen die Ränder); Vordertheil kurz, etwas verschmälert, fast etwas zugespitzt; Hintertheil breit, abgerundet; Wir- bel ziemlich spitz, wenig hervortretend, abgerieben; senkrechter Längsdurchschnitt schmal-lanzettförmig; Horizontalkontur fast eiförmig; Vorderrand vom Wirbel in sehr starker Wölbung, die sich gegen die Mitte des Randes fast etwas zuspitzt, abfallend, ohne Grenze in den Unterrand übergehend, der wenig gebogen ist, aber gegen den Hinterrand sehr in die Höhe steigt; Oberrand etwas gebogen, etwas an- steigend ; Hinterrand von der abgerundeten Schildecke in sehr geringer Wölbung 167 sehr steil abfallend, mit dem Unterrande eine sehr stumpfe, abgerundete Ecke bildend; Schildchen sehr schmal, ziemlich zusammengedrückt; Schild kurz, breit, zusammengedrückt, durch eine vom Wirbel etwa gegen die Mitte des Hinterrandes laufende Linie begrenzt; Ligament ziemlich lang und dünn; Ligamentalbucht seicht rundlich, etwas vor der Schildecke gelegen; Innenseite glänzend; Perlmutter bläu- lich-weiss, mit feinen von Wirbel zu den Händern laufenden Streifen ; Schlossleiste sehr schmal; Muskeleindrücke undeutlich; Epidermis olivengelb. Länge 36 Mm., Breite 22 Mm., Dicke 13,5 Mm. Wohnort: Südamerika. — Diese kleine, von Lea auf ein einziges Exemplar gegründete Muschel scheint dennoch eine gute Art zu sein. Reeve hat in seiner unqualifizirbaren Oberflächlich- keit sogar die copirfen Muscheln verwechselt. Seine Figur 153, die er als Ano- donta Simpsoniana ausgibt, ist nämlich A. torlilis Lea; und umgekehrt ist Fig. 154, Anod. tortilis sein soll. An. Simpsoniana. Nr. 141. Anodonta Idrina Spinella. T. 55. fig. 1 u. 2. Anodonta idrina Spinelli, Cat. d. Moll. terr. e. fluv. d. prov-. Bresciana 185t. leprosa Parreyss, Gredler, Tirol's Land- und Süsswass. Conen, pag. 260. Muschel von mittlerer Grösse, etwas verlängert, aufgeblasen, ziemlich dünn- schalig, mit glatter Oberfläche; Vordertheil verkürzt, sehr abgestumpft; Hintertheil verlängert, geschnäbelt: Wirbel wenig hervortretend, abgerieben; senkrechter Längs- durchschnitt breit lanzettförmig; Horizonlalkontour fast fünfeckig; Vorderrand von der abgerundeten Ecke des Schildchens senkrecht abfallend, fast ganz gerade, vom Unterrande durch eine abgerundete deutliche Ecke getrennt; Unterrand sehr wenig gebogen, nur im letzten Drittel gegen den Hinlerrand etwas aufsteigend; Oberrand wenig gebogen, etwas ansteigend; Hinterrand lang, von der abgerundeten Ecke des Schildes, die mit dem Ende des Ligamentes zusammenfällt, ziemlich steil abfallend, dann einen ziemlich breiten abgestutzten Schnabel bildend, der dem Unterrande sehr genäher! ist. Ligament lang, stark, hellbraun; Ligamentalbucht seicht, unter der Schildecke rundlich; Innenseite glänzend, Perlmutter weiss, Schlossleiste schmal. Epidermis braun, mit sehr hervortretenden Zuwachsstreifen und Jahresringen. Länffe 71 Mm., Breite 40 Mm., Dicke 27. 168 Wohnort: Europa, in den Alpenseen Oberitaliens. Gredler betrachtet diese Muschel als den Mittelpunkt einer Reihe von Formen, wie sie sich vorzugsweise in den grossen italienischen Seen finden. Dieser Autor nimmt vier Varietäten derselben an, welche folgendermassen charakterisirt werden: a) var. Benacensis, Villa, mit kürzerem, niedrigem, abgestutztem Vorderrande, so dass dasselbe wenig breiter als der Schnabel ist; Oberrand gerade, an- steigend, mit deutlich ausgeprägten Ecken des Schildes und Schildchens; b) leprosa Parreiss, Muschel klein, eiförmig, mit schiefriger, brauner Epider- mis, sehr cariösen Wirbeln und eckenlosen, bogigen Oberrande; c) ventricosa Spinelli, grösser, bauchig, mit sehr kräftig entwickelten Runzeln auf den Wirbeln, die viel distanter und regelmässiger sind, „weil nicht unterbrochen, aber an der Grenzlinie plötzlich endend"; d) debettana, Martinati, von verlängerter, eiförmiger Gestalt, unregelmässige, anfangs zarte, bald aber in weit ausgreifende, flache, breite Anwachsringe übergehende Wirbelrunzeln, eine schmutzig grünbraune Färbung, maltglän- zendes Perlmutter. Die Schale ist fest und öfter mit einer schmalen, gegen die Mitte des Unterrandes am meisten entwickelten Lippenwulst belegt. — Nach Gredler findet sich die typische Muschel in den Canälen der Ebene des Etschthales; die Var. Benacensis, leprosa und ventricosa, leben im Gardasee , die Var. debettana im Montikler und Kalterersee, im Lago di Loppio und im Val di Ledro. Ich habe ein viel zu geringes Material dieser Muschel, um die Auflassung Gredler's zu prüfen. Immerhin aber hat An. Idrina eine Eigenthümlichkeit, welche sie sehr von den Muscheln der Seen an der Nordseite der Alpen auszeichnet, nämlich den breiten, senkrecht abfallenden Vorderrand. Diese Muschel steht einer Varietät aus den kleinen dänischen Seen, die Mörch in seiner Syn. Moll. Daniae als An. macula Sheppard aufführt, weit näher, als jenen Varietäten, welche in den grossen bayrischen Seen am Nordlusse der Alpen sich aufhalten. Gredler führt zwar auch An. callosa Held, welche auf die Anodonta des Chiemsee's gegründet ist, für einige Seen am Südabhange der Alpen auf (Moutikleer- und Kalterersee, Cal- donazzoseej; ich glaube aber, dass dieser Autor der An. callosa Held einen grös- seren Spielraum gewährt, als Held es gelhan hat. Die Seen, welche von An. cal- losa Gredler bewohnt werden, gehören zu den kleineren, noch mehr innerhalb der Alpen gelegenen. — Der Umrissform nach kommt An. Idrina der An. exulcerata Villa aus der 169 lombardischen Ebene sehr nahe, namentlich in Bezug auf das oben hervorgehobene Merkmal und ich würde nicht anstehen, beide als einer guten Species angehörig anzunehmen, wenn nicht das Vorkommen einer ihnen sehr ahnlichen Muschel in den dänischen Seen beweisen würde, dass sie doch nnr Standortsvarietälen unserer An. nnitabilis sind. — Nr. 142. Anodonta emarginatus Lea. Tat. 55. Fig. 5. 6. Mycetopus emarginatus Lea, Observ X p. 35 T. 50 fig. 305. Muschel sehr verlängert, sehr schmal, sehr dünnschalig, durchscheinend, wenig aufgeblasen mit gestreifter, glänzender Oberfläche; Vordertheil verschmälert, kurz, sehr zusammengedrückt, Hintertheil sehr verlängert, etwas verbreitert ; Wirbel breit, wenig aufgeblasen, etwas hervorragend, punktirt; Vorderrand zugespitzt, abgerun- det, die Spitze in Verlängern n7. Fig. V Mycetopus rugatus, Reeve, Conch. icon. t. XVI. Gen. Mycetopus spec. et fig. 7. Muschel von mittlerer Grösse, verlängert, sehr ungleichseitig, ziemlich fesl- schalig, mit durch das Hervortreten der unregelmässigen, concentrischen Zuwachs- 206 streifen rauher Oberfläche. Vorderlheil sehr verkürzt, sehr verschmälert; Hinter- theil sehr verbreitert, schief abgestutzt; Wirbel ziemlich breit und hervortretend, dem Vorderrande sehr genähert; Horizontalkontour keilförmig; Vorderrand sehr schmal, gerundet, von beiden Nebenrändern nicht abgegrenzt; Unterrand lang, gerade, gegenüber dem Wirbel fast etwas concav; Oberrand lang, anfangs stark, dann schwächer ansteigend, etwas gebogen; Hinterrand kurz, wenig gebogen, von beiden Nebenrändern durch abgerundete Ecken abgegrenzt, mit dem Unlerrande eine in Verlängerung desselben liegende stark abgerundete Spitze bildend ; Schild- chen sehr schmal; Schild lang, sehr breit; Schildecke deutlich, abgerundet; Liga- ment lang und dünn; Epidermis olivenbraun. Länge 90 Mm., Breite 33 Mm. Wohnort: Australien, im Victoriafluss. Diese Spezies ist neben Myc. emarginalus Lea die einzige, welche ausserhalb Südamerika getroffen wird. Ich habe schon bei Anod. emarginatus (Nr. 142) die Gründe angeführt, welche mich bestimmt haben, anzunehmen, dass das vorstehende Genus auf Südamerika beschränkt ist; und ich glaube, dass diese Gründe auch für die vorsiehende Muschel Geltung haben. Die Beschreibung Reeves, dessen Ab- bildung ich copirt habe, erwähnt für Myc. rugatus nichts davon, dass sie ein klaffendes Vordertheil besitzt. Bei der kurzen und mangelhaften Beschreibung des Autors habe ich aber keine festen Anhaltspunkte für diese meine Ansicht gewinnen können, und ich habe daher die vorstehende Muschel noch bis auf Weiteres in das Genus Mycelopus einreihen müssen. Nr. 9. Mycetopus Hupäanus n. sp. Tat. 66. Fig. 5. Mycelopus pygniaeus Hupe, Mull. nouv. de la voy. d. Anier. du Sud. p. 102. pl. XIX. flg. 2. Muschel klein, sehr verlängert, sehr ungleichseitig, dünnschalig, mit glatter Oberfläche; Vordertheil sehr verkürzt, gerundet; Hintertheil verlängert, etwas breiter, stumpf zugespitzt; Wirbel ziemlich breit, wenig hervortretend, im vor- dersten Drittel der Schale gelegen. Horizonlalkontour sehr verlängert, scbmal- eiförmig; Vorderrand sehr gewölbt, gegen den Unterrand rasch flacher werdend, ohne Grenze in beide Nebenränder übergehend; Unterrand wenig gewölbt, fast dem Oberrande parallel; Oberrand sehr lang, eine gerade Linie bildend; Hinler- 207 rand sehr kurz, in geringer Wölbung steil abfallend, mit dem Unterrande eine stumpfe, wenig vortretende Spitze bildend. Ligament lang, sehr fein; Epidermis olivengriin. Lange 54 Mm., Breite 21 Mm. Wohnort: Südamerika, Brasilien. Nur insoferne stimme ich mit Lea uberein, dass M. pygmaeus Hupe nicht mit Myc. pygmaeus Spix identisch ist. Der Vergleich der vorstehenden Muschel mit unserer Abbildung Taf. 68. Fig. 4, welche eine junge Muschel der Myc. siliquosus darstellt, wird sofort erkennen lassen, dass M. pygmaeus Hupe nicht unter M. sili- quosus gestellt werden kann, da für letztere Art die Jugendform sich dadurch auszeichnet, dass das Hintertheil beträchtlich breiter ist, als das Vordertheil, ein Verhältniss, welches sich bei weiterem Wachsthume wieder verliert. Auch der Wirbel liegt bei der Hupe'schen Muschel viel weiter gegen die Mitte zu gerückt, als bei M. siliquosus. Diese Abweichungen bestimmen mich, Myc. pygmaeus Hupe als selbstständige Form anzuerkennen, während Lea dieselbe nebst Myc. Weddellii zu Myc. siliquosus zieht. Da demnach Myc. pygmaeus Spix und Hupe zwei ver- schiedene Muscheln sind , war die letztere neu zu benennen. Nr. 10. 31ycetopus pygmaeus Spix. Tal. 70. Fig.« 3 An o dun siliquosus v. pygmaeus Spix, in Wagner Test. Brasil, p. 30. T. XXIII. fig. 3—4. Mycetopus pygmaeus, Reeve, Couch, icon. t. XVI. Gen. Mycetopus spec. et flg. 4. Muschel klein, sehr verlängert, ungleichseitig, schmal, sehr dünnschalig, mit glatter, glänzender Oberfläche; Vordertheil etwas verschmälert und zugespitzt, Spitze sehr dem Oberrande genähert; Hintertheil sehr verlängert; Spitze sehr dem Unterrande genähert; Wirbel schmal, spitz, wenig hervortretend; Horizontalkon- tour cylindrisch-schotenförmig; Vorderrand schmal zugespitzt, gerundet; Unterrand lang, gerade, dem Unterrande parallel; Oberrand lang, fast gerade; Hinterrand sehr kurz, vom Oberrande nicht abgegrenzt, mit dem Unterrande eine abgerundete Spitze bildend; Schildchen ziemlich lang, sehr schmal; Ligament lang, sehr fein; Epidermis hellolivengelb. Länge 38 Mm., Breite 12 Mm. Wohnort: Südamerika, Brasilien. 208 Ich habe schon oben hervorgehoben, dass die vorstehende Muschel, die ich nach Spix- Wagner copirt habe, weder mit Myc. pygmaeus Hupe noch mit einer anderen Species identisch ist. Es scheint mir aber immerhin die Möglichkeit nicht ausgeschlossen, dass die vorstehende Muschel doch nur eine Jugendform irgend einer der übrigen Species darstellt. Ihre helle Farbe und Dünnschaligkeit deuten sehr auf ein derartiges Verhältniss hin. — Wagner hält die Spix'sche Muschel für eine Varietät der M. silicpjosus, welcher Meinung ich schon bei der vorher- gehenden Muschel entgegengetreten bin. Am meisten stimmt die Umrissform der Myc. pygmaeus Spix noch mit jener der Myc. Weddellii Hupe überein, aber die Form des Vorder- und Hintertheiles differiren doch wieder bei beiden Muscheln. Nur wer über ein grösseres Material von Mycetopen aller Altersstufen verfügen könnte, wäre im Stande diese Frage zu entscheiden. Leider sind aber die Arten des vorstehenden Genus sehr selten im Handel und dasselbe gehört daher zu den am wenigsten gekannten Geschlechtern. Mycetopus plicatus Gray, welche Muschel Reeve, Conch. icon. spec. et fig. 3 und Lea, Synops. of the Farn, of Unionidae 1870 aufführt, ist eine Species des Genus Muleia, die in Afrika lebt, und die wir bei diesem Genus aufgeführt haben. Nr. 154. Anodonta lucida D'Orb. Tal'. 69. Fig. 4-5. Anodonta lucida D'Orbigny. Voy. d. l'Amer. merid. p. 620. T. 79. flg. 4—6. Muschel klein, ungleichseitig, dünnschalig zusammengedrückt mit glatter Ober- fläche; Vordertheil kurz, breit, abgerundet; Hintertheil verlängert, breit, abge- stutzt; Wirbel ziemlich spitz und hervortretend; Horizontalkontour eiförmig; Vor- derrand von der Ecke des Schildchens in gleichförmiger, starker Wölbung abfal- lend, ohne Grenze in den Unterrand übergehend, Unterrand lang, sehr gewölbt, im letzten Drillheile gegen den Hinterrand etwas aufsteigend, Oberrand ziemlich lang, vom Wirbel bis zur Ecke des Schildchens etwas eingesenkt, sonst eine fast gerade Linie bildend; Hinterrand kurz, steil abfallend, mit dem Unterrande einen breiten, abgestutzten Schnabel bildend; Schildchen ziemlich breit, zusammengedrückt; Schild breit, durch eine vom Wirbel zur oberen Schnabelecke laufende Linie be- grenzt, sehr zusammengedrückt; Ligament dünn, ziemlich lang; Ligamentalbucht tief, dreieckig, fast unter der Schildecke gelegen; Innenseite glänzend, Perlmutter 209 bläulich mit einigen schwärzlichen Zickzackstreifen; Muskelnarben undeutlich; Schloss- leiste schmal; Epidermis gelblich -grün, mit zahlreichen vom Wirbel zum Unter- rande laufenden dunklen Strahlen und sehr roarkirlen Jahresringen. Länge 50 Mm., Breite 26 Mm., Decke 15 Mm. Wohnort: Südamerika, im Cannelon grande, Rep. Uruguay. Eine hübsche Art , die vor den übrigen Anodonten Südamerikas durch ihre dünne Schale und die reiche Bestrahlung der Oberfläche ausgezeichnet ist. Nr. 155. Anodonta opaca Lea. Tal'. 64. Fig. 1 und 2. Anodonta opaca Lea, Trans. Amer. Phil. Soc. X. pl. 25 flg. 46. — — — Ohserv. V. p. 41. Muschel von mittlerer Grösse, dünnschalig, ziemlich bauchig mit glatter glän- zender Oberfläche; Vordertheil ziemlich lang und breit; Hintertheil kurz, wenig verschmälert, zugespitzt; Wirbel breit, ziemlich hervortretend, der Mitte der Muschel etwas genähert mit einer aus wenigen Höckern bestehenden Sculptur; senkrechter Längsdurchschnitt zugespitzt -eiförmig; Horizontalkontour eiförmig; Vor- derrand gerundet, ohne Grenze in den Nebenrändern übergehend; Oberrand etwas gebogen; Unterrand sehr wenig gewölbt, aber gegen den Hinterrand sehr aufge- krümmt; Hinterrand von der nicht markirten Ecke des Schildes in ziemlicher Wöl- bung abfallend, beim Zusammentreffen mit dem Unterrande eine kurze, aber ziem- lich scharfe Spitze bildend; Schildchen verhältnissmässig lang und breit, mit abge- rundeter Ecke, Schild lang, schmal, durch eine vom Wirbel zum Hinterrande lau- fende Linie begrenzt; Ligament ziemlich kurz und dick; Ligamentalbucht seicht, rundlich; Innenseite glänzend; Perlmutter weiss; Schlossleiste schmal; Muskelnarben sehr seicht; die vordere Schliessmuskelnarbe sehr schmal und verlängert, dem Oberrande genähert; Epidermis braun, fast schwarz mit dunkleren entfernt stehen- den Jahresstreifen. Länge 87 Mm., Breite 53 Mm., Dicke 37 Mm. Wohnort: Nordamerika bei Neuorleans und bei Little Rock (Arkansas). Bemerkung. Lea selbst bezeichnet die vorstehende Muschel, als der An. flu- viatilis, die eine grosse geographische Verbreitung hat, nahestehend; die vom Au- tor hervorgehobenen Unterschiede dieser Muschel sind derart, dass sie wohl nur als Varietät der Anod. fluviatilis zu betrachten ist. IX. I. 27 210 Nr. 156. Anodonta Pallegoixii Reeve. Taf. 64. Fig. 6. Anodonta Pallegoixii Reeve, Conch. icon. totne XVII. Gen. Anodon spec. 18 fig. 17. Muschel von mittlerer Grösse, verlängert, dünnschalig, zusammengedrückt, mit sehr hervortretenden Zuwachsstreifen; Vordertheil sehr verkürzt, etwas ver- schmälert; Hinlertheil verlängert, sehr breit, abgestumpft, ungleichmässig gefaltet; Wirbe! abgerieben, nicht hervortretend; Horizontalkontour breit -schotenförmig; Vorderrand schmal, in starker Wölbung steil abfallend, gegen den Unterrand rasch flacher werdend, aber ohne Grenze in derselben übergehend; Unterrand lang, in der Mitte concav, gegen den Hinlerrand stark aufgebogen; Oberrand lang, wenig gebogen, etwas ansteigend; Hinterrand von der stark abgerundeten Schildecke fast senkrecht in gerader Linie abfallend, beim Zusammentreffen mit dem Unterrande eine ziemlich spitze Ecke bildend; Schildchen sehr schmal; Schild sehr hoch und lang, durch eine vom Wirbel zur Ecke, den Hinler- und Unterrand mit einander bilden, laufende Linie begrenzt; Perlmutter schwach gelblich; Epidermis matt-gelb. Länge 70 Mm., Breite 35 Mm. Wohnort: Asien, Siam. Bemerkung. Das Original, nach dem Reeve die Muschel beschrieben und ab- gebildet hat, befindet sich in der dem brillischen Museum angehörigen Cuming'schen Sammlung. Die Muschel, die Lea als gute Art annimmt, gleicht in ihrer Umriss- form sehr dem Typus chinesicher Anodonten, den wir schon mit Anod. exilis kennen gelernt haben. Leider gibt auch hier Reeve keine Beschreibung und Ab- bildung der Innenseite der Muschel, welche ebenso wie Monoc. compressa Lea mit einem Höcker ausgerüstet sein könnte. Nr. 157. Anodonta denigrata Lea. Taf. 64. Fig. 4. 5. Anodonta denigrata Lea, Trans. Amer. Phil. Soc. X. T. '25 fig. 45. — — — Observ. V p. 41. Muschel klein, ungleichseitig, dünnschalig; wenig bauchig, mit glatter, glän- zender Oberfläche; Vordertheil ziemlich kurz, etwas verschmälert; Hintertheil ziem- 211 lieh verlängert, breit, abgestutzt; Wirbel spitz, sehr wenig hervorragend, auf seiner Spitze mit concentrischen Wellen besetzt; senkrechter Längsdurchschnitt lanzettförmig; Horizontalkontour abgestutzt-eiförmig; Vorderrand gerundet, von der schwach angedeuteten Ecke des Schildchens in gleichförmiger Wölbung gegen den Unterrand abfallend und ohne Grenze in denselben übergehend; Unterrand fast ge- rade und zum Oberrande parallel, im letzten Drittheile gegen den Hinterrand auf- steigend ; Oberrand lang, ziemlich gebogen ; Hinterrand von der abgerundeten Ecke des Schildchens steil abfallend ; beim Zusammentreffen mit dem Unlerrande einen sehr breiten, gerade abgestutzten Schnabel bildend; Schildchen sehr schmal, lang; Schild ziemlich breit, lang, durch eine vom Wirbel gegen den Hinterrand laufende Linie begrenzt; Ligament dünn, ziemlich lang; Ligamentalbucht seicht, rundlich, unter der Schildecke gelegen; Innenseite glänzend; Perlmutter bläulich- weiss; Schlossleiste sehr schmal; Muskelnarben sehr seicht, undeutlich; vordere Haftmus- kelnarbe sehr klein; Epidermis dunkelbraun; manchmal dunkel bräunlich -grün mit entfernt stehenden Jahresringen ; vom Wirbel gegen den Hinterrand laufen drei dunkelgrüne Streifen. Länge 55 Mm., Creite 30 Mm., Dicke 20 Mm. Wohnort: Nordamerika, Campwell-County, Ost Tenessee. Lea vergleicht die Muschel mit An. Ferussaciana ; ich halte sie mit dem Au- tor für eine von dieser verschiedene Art. Nr. 158. Anodonta cellensis var. Beringiana v. Middendorf. Tat. 65. Fig. 1. 2. Anodonta Beringiana v. Middendorf, Sibir Reise T. 28 fig. 1 — 7 u. T. 29 üg. 1— 4. Muschel von mittlerer Grösse, sehr bauchig, dünnschalig, mit glatter, glän- zender Oberfläche; Vordertheil verkürzt, rundlich; Hintertheil verlängert, in einen schmalen, aber langen Schnabel ausgezogen; Wirbel sehr aufgeblasen, aber trotz- dem nur sehr wenig über den Oberrand hervorragend; senkrechter Längsdurch- schnitt zugespitzt -eiförmig; Horizontalkontour eiförmig oder verlängert -eiförmig; Vorderrand gerundet, ohne Grenze in beide Nebenränder übergehend; Unterrand wenig gebogen, gegen den Hinterrand sehr langsam ansteigend; Oherrand ziemlich kurz, wenig gebogen; Hinterrand von der abgerundeten Schildecke in fast gerader Linie sanft abfallend, beim Zusammentreffen mit dem Unterrande einen schmalen 27* 212 Schnabel bildend; Schildchen schmal; Schild lang, ziemlich breit; Epidermis dunkel- braunschwarz. Länge 96 Mm., Breite 55 Mm., Dicke 45 Mm. Wohnort: Asien, Lozatka am südlichen Ende Kamtschatka^ , auf der Insel Unalaschka und an der Küste des Kenaibusen; in Landseeen. Bemerkung. Es ist jedenfalls von hohem Interesse, dass unsere europäischen Anodonten - Species ein so grosses geographisches Verbreitungsgebiet besitzen, welches sich demnach von der Westküste Europas bis zur Oslküste Asiens, also über fast 200 Längengrade ausdehnt. Die vorstehende Muschel kann ich nur für eine Varietät der vielgestaltigen europäischen Anod. mutabilis halten und zwar möchte ich selbe zur Gruppe der Anod. rostrata Kock. ziehen. — Nach Middendorf gehen die Unionen weiter nach Norden, als die Anodonten. Die Species des letz- teren Genus werden auf Seite der alten Welt gewöhnlich nur etwa bis zu 54° nördl. Breite gefunden, nur im Ladogasee kommen noch welche vor, so dass sie fast den 65° nördl. Breite erreichen, und zwar hat Middendorf An. analina und An. complanata als die am weitesten nach Norden gehenden Formen beobachtet. Nach meinen Beobachtungen gehen in den Alpen die Anodonten höher als die Unionen, was übrigens in der topographischen Beschaffenheit der Gebirge seine natürliche Erklärung findet. Ich habe im bayerischen Theile der Alpen Anodonten noch bei 2874' im Freibergersee bei Oberstdorf und bei 3160' im Ferchensee bei Mittenwald getroffen. Unionen leben dagegen nur in den viel tiefer gelegenen Vor- alpseen und in den Zuflüssen derselben, deren Grund nicht durch das Forlrollen grosser Geschiebe ihnen den Aufenthalt unmöglich macht. Tiefer in den Alpen gelegenen Bäche , die meist starken Fall haben und immer grosse Mengen von Kies und Schult fortwälzen, geben natürlich keine Wohnorte für Unionen, welche vorzugsweise fliessendes Wasser lieben, ab, während die in den Alpen gelegenen Seeen immer noch für die stehendes Wasser bevorzugende Anodonten passende Wohnplälze darbieten. Ganz anders gestaltet sich das Verhältniss in den Polar- gegenden. Die hohe und lange andauernde Winterkälte wird die stehenden Was- ser, also die eigentlichen Wohnstätten der Anodonten in dem Masse gefrieren machen, dass sie für Anodonlen nicht mehr bewohnbar werden. Die fliessenden Gewässer aber werden wegen der Bewegung des Wassers nie bis zum Grunde gefrieren können und bieten daher den Unionen immer noch geeignete Wohnorte dar. Dies Verhältniss findet dadurch eine gewisse Bestätigung, dass gerade jene 213 Anodonten die vorzugsweise in fliessendem Wasser leben, als Anod. complanata und analina auch diejenigen sind, welche am weiteslen nach Norden vordringen. Unter den Anodonlen wurde zwar bis jetzt noch keine circumpolare Art con- statirt, dennoch halte ich es aber für wahrscheinlich, dass Anod. mutabilis auch auf dem nordamerikanischen Conlinente sich finden "wird. Eineslheils sind die dem hohen Norden Amerikas angehörigen Lander noch sehr wenig bekannt, andern- theils finden sich aber auch unter den bis jetzt bekannten nordamerikanischen Ano- donten Muscheln , die sich unseren Europäischen in auffallender Weise nähern. Vorzüglich diese Vermuthung hat mich veranlasst, die vorstehende Muschel als Co- pie der Middendorfschen Abbildung zu geben. Nr. 159- Anodonta globosa Lea. Tat. 65. Fig. 3 u. 4. Anodonta globosa Lea, Trans. Amer. Phil. Soc. VIII pl. 24 t. 58. — — — Observat. III p. 79. Muschel gross, rundlich, sehr breit, sehr dünnschalig, sehr bauchig, mit glat- ter, glänzender Oberfläche; Vordertheil sehr verkürzt und verschmälert; Hinlertheil zugespitzt; Wirbel breit, ziemlich aufgeblasen, sehr hervortretend, mit feinwelliger Skulptur; senkrechter Längsdurchschnitt zugespilzt-eiförmig; Horizontalkontour rund- lich-eiförmig. Vorderrand von der Ecke des Schildchens in starker Wölbung steil abfallend, ohne Grenze in den Unterrand übergehend, der bis zum Hinterrande die gleiche Wölbung einhält; Oberrand wenig gebogen; Hinterrand von der abgerun- ten Ecke des Schildchens mit geringer Biegung ziemlich steil abfallend, beim Zu- sammentreffen mit dem Unterrande eine abgerundete, ziemlich hervortretende Ecke bildend; Schildchen kurz, breit; Schild lang, schmal, durch eine vom Wirbel auf die Ecke den Hinter- und Unterrand mit einander bilden, zulaufende Linie begrenzt. Ligament ziemlich lang und dünn; Ligämentbucht sehr seicht, flach, rundlich; In- nenseite glänzend; Perlmutter bläulich -weiss; Schlossleiste ziemlich breit; Muskel- narben sehr seicht und undeutlich; Epidermis grün; die grüne Farbe ist olt durch gelbliche Streifen unterbrochen; vom Wirbel gegen den Unterrand laufen dunklere Strahlen. Länge 100 Mm., Breite 61 Mm., Dicke 54 Mm. Wohnort: Centralamerika im Concha-See bei Tlocatalpam (Veracruz) in 3Iexiko. 214 Nr. 160. Anodonta Weddellii, Hupe. Taf. 66. Fig. 1. Anodonta Weddellii Hupe Anim. nouv. de l'Amer. du Sud: Moll. p.S7 T. 17 fig.5. — — Reeve, Conch. icon. tome XVII Gen. Anodon spec. et fig. 80. Muschel von mittlerer Grösse, ziemlich dickschalig, ungleichseitig, ziemlich bauchig, mit glatter, glänzender Oberfläche; Vordertheil kurz, gerundet; Hinter- theil etwas breiler, stumpf zugespitzt; Wirbel breit, ziemlich aufgeblasen, wenig hervortretend; Horizontalkontour verlängert-eiförmig; Vorderrand von der schwach markirten Ecke des Schildchens in starker Rundung steil abfallend; ohne Grenze in dem Unterrand übergehend; Unterrand sehr wenig gewölbt, gegen den Hinter- rand im letzten Achtel stark aufgebogen; Oberrand ziemlich lang, fast gerade; Hinlerrand kurz, von der abgerundeten Schildecke ziemlich steil abfallend: mit dem Unterrande eine abgestumpfte, kurze und wenig hervortretende Spitze bildend; Schildchen schmal, Schild schmal, ziemlich zusammengedrückt, Ligament lang; Li- gamentalbucht kurz, hackenförmig; Schlossleiste ziemlich breit; Schliessmukelnarben länglich, vordere Haftmuskelnarbe klein, rundlich; Perlmutter weiss glänzend; Epi- dermis braunschwarz, mit sehr markirten Jahresringen. Länge 66 Mm., Breite 32 Mm., Dicke 22 Mm. Wohnort: Südamerika, bei St. Anna, Prov. Chiquitos, Brasilien. Bemerkung. Hupe vergleicht die Muschel mit An. Mortoniana Lea, von der sie ausser der verschiedenen Umrissform auch durch geringere Grösse ihrer Muskelnarben verschieden ist. Vorzüglich wegen des letzteren Verhältnisses halte ich sie für eine gute Art. Nr- 161. Anodonta obtusula Hupe- Taf. 66. Fig. 2. Anodonta obtusula Hupe, Anim. nouv. de PAiner. du Sud; Moll. p. 87 T. 14 fig.o. — — Reeve, Conch. icon. tome XVI spec. et fig. 81. Muschel klein, ungleichseitig, sehr bauchig, ziemlich dickschalig, mit glatter glänzender Oberfläche; Vordertheil kurz, verschmälert; Hintertheil verbreitert, zu- gespitzt; winkelig gefaltet; Wirbel breit aufgeblasen, sehr hervortretend; Horizon- talkontour eiförmig; Vorderrand zugespitzt gerundet, gegen den Unterrand flacher 215 werdend aber ohne Grenze in derselben übergehend; Unterrand wenig gewölbt; Oberrand lang, eine gerade Linie bildend; Hinterrand kurz, steil abfallend, winke- lig gebrochen, beim Zusammentreffen mit dem Unterrande eine ziemlich scharfe Ecke bildend; Schildchen klein und schmal; Schild sehr breit, gefaltet (durch vom Wirbel gegen den Hinterrand laufende Linien); Ligament ziemlich lang, dünn; Li- gamentalbuchl tief, dreieckig, hackenförmig; ziemlich weit vor der Schildecke lie- gend; Innenseite glänzend ; Perlmutter bläulich; Schlossleiste schmal; Schliessmus- kelnarben länglich, nach oben in eine ziemlich lange, stumpfe Spitze ausgezogen; Epidermis grünlich , mit breiten , dunklen Streifen. Länge 58 Mm., Breite 32 Mm., Dicke 25 Mm. Wohnort: Südamerika, S'a Anna, Prov. Chiquitos. Brasilien. Der Autor vergleicht die Muschel mit Anodonta obtusa Spix; ich halte sie mit Lea für eine gute Art. Nr. 162- Anodonta lingulata Hup6. Tal'. 66. Fig. 3. Anodonta lingulata Hupe, Anim. nouv. de l'Amer. du Sud; Moll. p. 89 T. IS fig. 1. — — Reeve, Conch. icon. tome XVI Gen. Anodon spec. et fig. 90. Muschel von mittlerer Grösse, verlängert -elliptisch, sehr sfarkschalig, sehr ungleichseitig, mit glatter Oberfläche; Vordertheil sehr verkürzt, etwas verschmä- lert, stumpf abgerundet; Hintertheil sehr verlängert, zugespitzt, sehr zusammen- gedrückt; zungenförmig; Wirbel breit, stark abgerieben, aber fast gar nicht her- vortretend; Horizontalkontour eiförmig; Vorderrand stumpf zugespitzt -gerundet, ohne Grenze in die Nebenränder übergehend; Unterrand lang, wenig gewölbt, gegen den Hinterrand aufgebogen; Oberrand lang, stark gebogen; Hinterrand kurz, die gleiche Wölbung des Oberrandes bis zum Zusammentreffen mit dem Unter- rande, mit dem er eine sehr stumpfe Spitze bildet, fortsetzend; Schildchen sehr schmal, znsammengedrückt; Schild lang, sehr schmal; Ecke desselben nicht mar- kirt; Ligament lang, ziemlich dick; Ligamentalbucht tief; etwas vor der Schildecke gelegen, hackenförmig; Innenseite glänzend; Perlmutter grünlich-weiss; Schloss- leiste breit; Epidermis dunkelgrün. Länge 100 Mm., Breite 92 Mm., Dicke 40 Mm. Wohnort: Südamerika, Corumba in Paraguay. 216 Bemerkung. Lea hält diese Muschel für eine gute Art. Ich sehe mich veranlasst dieser Meinung entgegenzutreten. An. lingulata stimmt in allen Haupt- charakteren so sehr mit An. tenebricosa Lea überein, dass ich sie specifisch nicht von dieser Art zu trennen vermag; sowohl die Umrissform, in ihren wesentlich- sten Theilen , als auch die Farbe der Epidermis , die Schalenstärke, die Farbe des Perlmutter stimmen so sehr mit dieser Art überein, dass ich in der vorstehenden Muschel nur eine Varietät der Lea'schen Species sehen kann. Nr. 163. Anodonta Castelnaudii Hupä. Taf. 66. Fig. 4. Anodonta Castelnaudii Hupe, Anim. nouv. de l'Amer. du Sud: Moll. p. 88. T. 18 fig. 4. — — Reeve, Conch. icon. tome XVI Gen. Anodon. spec. et fig. 79. Muschel verlängert, ungleichseitig, ziemlich dickschalig, wenig aufgeblasen, mit glatter Oberfläche aber ziemlich stark hervortretenden Zuwachsstreifen. Vor- derteil sehr verkürzt, gerundet, etwas verschmälert; Hintertheil verlängert, etwas verschmälert, sehr zugespitzt; Wirbel breit und ziemlich hervortretend; Horizon- talkonlour schmal -zugespitzt -eiförmig; Vorderrand von der Ecke des Schildchens in starker Wölbung abfallend; Unterrand lang, wenig gewölbt, nicht vom Vorder- rand abgegrenzt; Oberrand lang, wenig gebogen, vom Wirbel bis zur Ecke des Schildchens etwas eingesenkt; Hinterrand sehr kurz, steil abfallend, mit dem Un- terrande eine sehr hervortretende abgestumpfte Spitze bildend; Schildchen ziemlich breit und kurz; Schild ziemlich lang, breit, durch eine vom Wirbel auf die Spitze, die Hinter- und Unterrand mit einander bilden zulaufende Falte begrenzt; die Fläche des Schildchens ist durch eine Welle gefaltet; Ecke abgerundet; Ligament ziemlich lang; Ligamentalbucht tief, breit, dreieckig; Innenseite glänzend; Perlmut- ter in der Mitte röthlich fleischfarben, gegen die Ränder grünlich schillernd; Epi- dermis bräunlich-schwarz. Länge 65 Mm., Breite 35 Mm., Dicke 23 Mm. Wohnort: Südamerika am Amazonenfluss. Bemerkung. Die vorstehende Muschel stellt eine gute, hübsche Species dar, die auf den Amazonenstrom beschränkt zu sein scheint. 217 Nr. 164. Anodonta Rioplatensis Reeve. Taf. 64. Fig. 3. Anodonta Rioplatensis Reeve, Conch. icon. lome XVII Gen. Anudon. spec. et fig. 101. Muschel gross, dünnschalig, aufgeblasen, mit glatter, glänzender Oberfläche; Vordertheil verkürzt und sehr verschmälert, klafTend; Hintertheil sehr breit, zuge- spitzt; Wirbel breit, aufgeblasen, sehr hervortretend; mit sehr feinen, concen- trischen Wellen als Wirbelsculptur; Horizontalkontour breit -eiförmig; Vorderrand von der Ecke des Schildchens in starker W T ölbung steil abfallend , ohne Grenze in den Unterrand übergehend, der gleichfalls ziemlich stark gewölbt ist. Oberrand verhältnissmässig lang, wenig gebogen, ansteigend; Hinterrand kurz, in fast ge- rader Linie, wenig geneigt, zum Unterrande abfallend, beim Zusammentreffen mit demselben eine kurze, abgestumpfte Ecke bildend; Schildchen hoch, breit, aber kurz, sehr zusammengedrückt; Schild sehr breit, ziemlich kurz, zusammengedrückt; durch eine vom Wirbel zur oberen Schnabelecke laufende Linie begrenzt; Liga- ment ziemlich lang und dünn; Innenseife glänzend; Perlmutter in der Mitte der Muschel gelblich, gegen die Ränder bläulich -weiss; Epidermis hell olivenbraun, gegen die Ränder olivengrün ; am Hintertheile mit einigen breiten Strahlen. Länge 102 Mm., Rreite 73 Mm. Wohnort: Südamerika, im Laplalastrom (?). Bemerkung. Ich gebe diese Muschel als Copie der Reeve'schen Figur. Das klaffende Vordertheil derselben lässt verniulhen, dass die Muschel gar nicht zum Genus Anodonta ge- hört, sondern dass sie zu Genus Leila Gray zu stellen wäre. Leider gibt Reeve bei seinen Abbildungen keine Zeichnung der Innenseite der Muscheln, nach welcher die Form und Lage der Muskelnarben erkannt werden kann. Ich wage es desshalb nicht, vorderhand die vor- stehende Muschel einem anderen Genus zuzuweisen, obwohl auch die allgemeine Umrissform sehr auf das genannte Genus passt. Nr. 165. Anodonta Harpethensis Lea. Tat. 72. Fig. 1. 2. Anodonta Harpethensis Lea, Trans. Amer. Philos. Soc. VIII p.224 T. 19 fig. 42. _ _ _ Obs. III p. 62. — — Reeve, Conch. icon. Gen. Anodon spec. et fig. 82. IX. 1. 28 218 Muschel von minierer Grösse, ungleichseitig, dünnschalig, aufgeblasen, mit glatter, glänzender Oberfläche, Vordertheil verkürzt, ziemlich verschmälert; Hin- tertheil verlängert, sehr verbreitert, abgestumpft; Wirbel ziemlich spitz, etwas hervortretend, mit wenigen, bogenförmigen, in der Mitte gebrochenen Lamellen als Sculptur; senkrechter Längsdurchschnilt zugespitzt -eiförmig; Horizontalkontour elliptisch; Vorderrand von der Ecke des Schildchens in starker Wölbung steil ab- fallend, ohne Grenze in den Vorderrand übergehend; Unterrand lang, ziemlich gewölbt, gegen den Hinterrand sehr in die Höhe steigend; Oberrand fast gerade, Hinterrand von der abgerundeten Schildecke in gerader Linie abfallend, mit dem Unterrande eine stark abgerundete Ecke bildend; Schildchen ziemlich lang und breit; Schild lang, schmal; Ligament sehr dünn und kurz; Ligamenlbucht seicht, rundlich, etwas vor der Schildecke gelegen; Innenseite glänzend; Perlmutter pracht- voll gelb; Schlossleiste schmal, Muskelnarben seicht; Epidermis gelblich mit grü- nen Bändern. Länge 114 Mm., Breite 61 Mm., Dicke 45 Mm. Wohnort: Nordamerika, im Harpeth Flusse. Lea vergleicht die vorstehende Muschel mit An. decora, mit der sie einige Aehnlichkeit hat. Nr. 166. Anodonta argentea Lea. Tat. 72. Fig. 3. 4. Anodonta argentea Lea, Trans. Amer. Phil. Soc. VIII p. 224 T. 19 fig. 41. — — — Obseiv. III p. 61. Muschel von mittlerer Grösse, ungleichseitig, dünnschalig, aufgeblasen, mit glatter, glänzender Oberfläche; Vordertheil verkürzt, sehr verschmälert; Hinter- theil breit, abgerundet; Wirbel breit, etwas hervorragend, mit 3 — 4 feinen La- mellen gekrönt ; senkrechter Längsdurchschnitt breit lanzettförmig ; Horizontalkon- tour elliptisch; Vorderrand schmal, in geringer Biegung sehr steil, fast in senk- rechter Richtung abfallend, ohne Grenze in den Unterrand übergehend; Unterfand lang, wenig gebogen, im letzten Viertel gegen den Hinterrand sehr stark aufge- bogen ; Oberrand lang , wenig gebogen ; Hinterrand schmal , mit dem Unterrande eine sehr abgerundete Ecke bildend; Ligament ziemlich lang, dünn; Ligamenlal- bucht seicht, rundlich; Schildchen schmal, aber ziemlich lang; Schild lang, sehr 219 schmal, die Ecken beider sind sehr stark abgerundet; Innenseite glänzend; Perl- mutter silberweiss; Schlossleiste ziemlich breit, unter dem Wirbel ist eine zahn- artige, kurze Lamelle angebracht, ähnlich der Form nach jener von An. ferrussa- ciana. Muskelnarben ziemlich tief; Epidermis braun, mit dunkleren, vom Wirbel zu den Rändern laufenden Strahlen. Länge 74 Mm., Breite 39 Mm., Dicke 32 Mm. Wohnort : Nordamerika im Stone-Fluss , Tenessee. Lea vergleicht diese Muschel mit An. ferussaciana , von der sie vorzüglich durch das silberweisse Perlmutter und die dunklen Strahlen ausgezeichnet sei. Ich kann in derselben nur eine Varietät der einen grösseren Verbreitungsbezirk be- sitzenden An. ferussaciana erkennen, die wie alle Anodonten sehr formveränder- lich ist. Nr. 167. Anodonta ferruginea Lea. Tal'. 72. Fig. 5. 6. Anodonta ferruginea Lea. Trans. Amer. Phil. Soc. VIII p. 225 t. 19 fig. 43. — — — Observ. HI p. 63. Muschel klein, ungleichseitig, aufgeblasen, dünnschalig, mit glatter, glänzen- der Oberfläche; Vordertheil verkürzt, etwas verschmälert; Hintertheil etwas breiler als das Vordertheil, abgestumpft; Wirbel ziemlich spilz und hervortretend, rost- farbig, mit 3 — 4 concentrischen, feinen Lamellen auf der Spitze; senkrechter Längsdurchschnilt breit-lanzeltförmig; Horizontalkontour elliptisch; Vorderrand ziem- lich schmal, sehr gewölbt, von beiden Nebenrändern nicht abgegrenzt; Unterrand eine fast gerade Linie bildend, nur gegen den Hinterrand im letzten Fünftheile sehr aufgebogen; Oberrand von der Ecke des Schildchens bis zum Wirbel etwas eingesenkt; der übrige Theil desselben gerade und dem Unterrande parallel; Hin- terrand von der etwas abgerundeten Schildecke ziemlich steil, in sehr geringer Wölbung abfallend, dann mit dem Unterrande einen sehr breiten, stark abge- stumpften, wenig hervortretenden Schnabel bildend; Schild und Schildchen schmal, etwas zusammengedrückt; Ligament lang und dünn; Ligamentalbucht seicht, rund- lich, unter der Schildecke gelegen; Innenseite glänzend; Perlmutter bläulich-weiss; Muskelnarben seicht; Schlossleisle schmal; Epidermis dunkelbraun. Länge 60 Mm., Breite 33 Mm., Dicke 25 Mm. Wohnort: Nordamerika, im Simon's Creeck, Indiana. 220 Nr. 168. Anodonta Montezuma Lea. Taf. 72. Fig. 7. 8. Anodonta Montezuma, Lea, Trans. Amer. Pliil. Soc. V1I1 p. 240 t. 23 fig. 55. — — — Observ. III p. 78. Anodon Monlezianus, Reeve, Conch. icon. Gen. Anoclon spec. el fig. 145. Muschel klein, ungleichseitig, ziemlich aufgeblasen, dünnschalig, mit glatter, glänzender Oberfläche; Vordertheil kurz, verschmälert; Hintertheil kurz, breit, stumpf zugespitzt; Wirbel wenig hervortretend, abgerieben; senkrechter Längs- durchschnitt lanzettförmig; Horizontalkontour rundlich eiförmig; Vordertheil schmal, gerundet; ohne Grenze in die beiden Nebenränder übergehend; Unterrand sehr gewölbt; Oberrand gebogen, etwas ansteigend; Hinterand steil und in sehr gerin- ger Wölbung abfallend, beim Zusammentreffen mit dem Unterrande eine sehr ab- gestutzte, breite Spitze bildend; Schildchen sehr klein; Schild kurz, schmal, wenig zusammengedrückt; Ligament kurz und dünn; Ligamentalbucht seicht, rundlich; Schlossleiste schmal; Innenseite glänzend; Perlmutter weiss; vordere Schliessmus- kelnarbe vertieft, hinlere Narbe undeutlich; Epidermis gelblich oder grün. Länge 38 Mm., Breite 27 Mm., Dicke 16 Mm. Wohnort: Centralaraerika. Nr. 169. Anodonta Dunlapiana Lea. Taf. 74. Fig. 1. 2. Anodonta Dunlapiana Lea, Trans. Amer. Phil. Soc. VIII p 248 t. 27 flg. 65. _ _ _ Observ. III p. 86. Anodon Dunlapiana Reeve, Conch. icon. Gen. Anodon spec. et fig. 87. Muschel von mittlerer Grösse, ungleichseitig, sehr aufgeblasen, dünnschalig, mit glatter, glänzender Oberfläche; Vordertheil sehr kurz, verschmälert; Hintertheil etwas breiter, zugespitzt; Wirbel sehr wenig hervortretend, mit einer, aus weni- gen zarten Lamellen bestehenden Sculptur, senkrechter Längsdurchschnitt breit- lanzettförmig, Horizontalkontour verlängert-eiförmig; Vorderrand schmal, sehr ge- rundet, ohne Grenze an die beiden Nebenränder anschliessend, gegen den Unter- rand zu flacher werdend; Unterrand sehr wenig gewölbt, im letzten Drittel gegen den Hinterrand ziemlich aufgebogen; Oberrand ziemlich lang, fast gerade; Hinter- 221 rand kurz, in wenig gebogener Linie sanft abfallend, dann mit dem Unterrande einen schmalen, an den Ecken abgerundeten Schnabel bildend, dessen Miltellinie mit jener der Muschel zusammenfällt; Schildchen sehr schmal, ziemlich Um*; Schild lang, schmal, durch eine vom Wirbel zur oberen Schnabelecke laufende Linie begrenzt; Ligament lang, sehr dünn; Ligamenlalbucht seicht, rundlich, unter der abgerundeten Schildecke gelegen; Innenseite glänzend; Perlmutter weiss; Muskel- narben seicht; Epidermis gelblich mit grünen Bändern. Länge 84 Mm., Breite 43 Mm., Dicke 37,5 Mm. Wohnort: Nordamerika, Südcarolina. Der Autor vergleicht diese Jluschel mit An. couperiana (Nr. 119) mit der sie allerdings einige Aehnlichkeit hat. Nr. 170. Anodonta solidula Hupe. Tal'. 73. Fig. 2. Anodonta solidula Hupe et Deville, Mag. Zool. 1850 p. 16 fig. 2. — — — An. nouv. de PAmer. du Sud. Moll. p. 88 t. 18 fig. 2. Anodon solidula Reeve, Concli. icon. Gen. Anodon spec. et fig. 91. Muschel verlängert, sehr ungleichseitig, dickschalig, wenig aufgeblasen, mit glänzender Oberfläche, auf der aber die Zuwachsstreifen sehr rauh hervortreten; Vordertheil sehr verkürzt, gerundet; Hintertheil sehr verlängert, zugespitzt; Wirbel wenig hervortretend; Horizontalkonlour cylindrisch- eiförmig; Vorderrand schmal, sehr gewölbt, ohne Grenze in beide Nebenränder übergehend; Unterrand lang, gerade; Oberrand lang, gerade, dem Unterrande parallel. Hinterrand kurz,' von der abgerundeten Schildecke ziemlich steil abfallend, mit dem Unterrande eine breite, sehr abgerundete, in die Verlängerung des letzteren fallende Ecke bildend; Schildchen sehr klein und schmal, Schild lang und schmal; Innenseile glänzend; Perlmutter rölhlich, gegen die Ränder grünlich schillernd; Schlossleiste etwas ge- bogen, wenig wulstig hervortretend; Ligament lang; Muskelnarben ziemlich ver- tieft; Epidermis von castanienbrauner Farbe. Länge 73 Mm., Breite 36 Mm., Dicke 25 Mm. Wohnort: Südamerika, in den dem Aequalor zunächst gelegenen Theilen Süd- amerikas. 222 Nr. 171. Anodonta glauca, Valenciennnes. Tat. 73. Fig. 1. Anodonta glauca, Valenciennes, Humboldt Voyage II. Bd. p. 236 t. 50 fig. 2. Anodon — Reeve, Conch. icon. Genus Anodon spec. et fig. 105. Anodonta — Hanley Cat. of rec. biv. Shells p. 220. — — Jay Coli, of Shells Nr. 2042. Muschel von midierer Grösse, ungleichseitig, dünnschalig, durchscheinend, mit sehr fein concentrisch gestreifter Oberfläche; die Streifen treten sehr wenig her- vor; Vordertheil verkürzt, breit, gerundet; Hintertheil zugespitzt; Horizontalkon- tour verlängert -eiförmig: Wirbel breit und aufgeblasen, ziemlich hervorlretend; Vorderrand gerundet, ohne Grenze in beide Nebenränder übergehend; Unterrand wenig gewölbt, im hintersten Drittheile aber sehr gegen den Hinterrand aufgebo- gen ; Oberrand vom Wirbel gegen den Vorderrand etwas eingesenkt , gegen den Hinterrand gerade und dem Unterrande parallel; Hinterrand kurz, von der abge- rundeten Ecke des Schildchens ziemlich steil abfallend, mit dem Unterrande eine sehr hervortretende spitze Ecke bildend; Schildchen lang und schmal; Schild lang, schmal, durch eine vom Wirbel auf die Ecke, den Unter- und Hinterrand mit einander bilden, zulaufende Linie begrenzt; Ligament fein und kurz; Innenseite glänzend, Perlmutter weiss, unter dem Wirbel ist ein rother Flecken, der auch nach aussen durchscheint; Schlossleiste breit und etwas gebogen; Epidermis von blaugrüner Farbe. Länge 92 Mm., Breite 41 Mm. Wohnort: Centralamerika, Acapulco in Mexiko. Die Beschreibung Reeve's stimmt nicht genau mit jener von Valenciennes überein ; die Reeve'sche Muschel hat nämlich ein gelbliches Perlmutter und keinen rothen Flecken unter dem Wirbel und auch ihre Epidermis ist weit dunkler. Den- noch halte ich die Muschel beider Autoren nach ihren Umrissformen als derselben Art angehörig. Ich habe die Reeve'sche Abbildung copirt. Unter den bis jetzt aus Centrulamerika beschriebenen Arten gehören die mei- sten zu den kleinen und kleinsten Muscheln des Genus. Nur Anod, Henryana (Nr. 112) stimmt bezüglich der Grösse, Dünnschaligkeit und hellen Farbe der Epi- dermis mit der Vorstehenden am meisten überein ; meiner Meinung nach sind beide Muscheln selbständige Arten. 223 Nr. 172. Anodnnta Nopalatensis Reeve. Tal. 73. Fig. 3. Anodon Nopalatensis Reeve, Conch. icon. Gen. Anodon spec. et fig. 58. Muschel sehr gross, sehr aufgeblasen, dünnschalig, ungleichseitig, mit glatter, glänzender Oberflache; Vordertheil sehr verkürzt, breit gerundet; Hinlertheil kurz, zugespitzt; Wirbel sehr breit, sehr aufgeblasen und hervorragend: Horizontalkon- tour rundlich-eiförmig; Vorderrand sehr stark gewölbt, ohne Grenze in die Neben- ränder übergehend ; Unterrand fast eine gerade Linie bildend . dann aber im letz- ten Drittheile sehr stark gegen den Hinterrand aufgebogen; Oberrand kurz, sehr gebogen; Hinterrand kurz, ziemlich steil, in sehr wenig gebogener Linie abfallend, mit dem Unterrande eine breite, abgerundete Spitze bildend; Schildchen schmal; Schild lang, sehr schmal; Perlmutter glänzend, grünlich; Epidermis graulich-grün mit dunkleren Streifen. Länge 140 Mm., Breite 119 Mm. Wohnort: Centralamerika, im Fusse Nopalata in Mexiko. Die vorstehende Muschel ist durch ihre Grösse und Umrissform und nament- lich durch die Lage ihres Wirbels sehr ausgezeichnet, schliesst sich aber in letz- terer Hinsicht an einige nordamerikanische Arten: An. Linneana etc. an. Nr. 173. Anodonta serpentina m. Tat. 75. Fig. 1. 2. Muschel von mittlerer Grösse, sehr dickschalig, ziemlich aufgeblasen, mit glatter Oberfläche; Vordertheil verschmälert, fast elwas zugespitzt; Hintertheil ver- breitert; senkrechter Längsdurchschnilt eiförmig; Horizontalkonlour elliptisch; Vor- derrand von der sehr abgerundeten Ecke des Schildchens in beträchtlicher Wöl- bung abfallend, beim Zusammentreffen mit dem Unterrande eine stumpfe, ziemlich hervortretende Ecke bildend; Unterrand gewölbt, gegen den Hinterrand sehr stark aufgekrümmt; Oberrand ziemlich gebogen, vom Wirbel bis zur Ecke des Schild- chens eingesenkt und etwas gegen den Vorderrand geneigt; Hinlerrand kurz, in fast gerader Linie steil abfallend, beim Zusammentreffen mit dem Unterrande eine sehr stumpfe, abgerundete Ecke bildend: Wirbel spitz auslaufend, wenig aufge- 224 blasen, etwas abgerieben, ohne eine Sculplur bemerken zu lassen; Schildchen klein, ziemlich zusammengedrückt, Schild lang, ziemlich breit, wenig zusammen- gedrückt, durch eine vom Wirbel zur Ecke, den Hinterrand und Unterrand mit einander bilden, laufende Linie begrenzt, welche fast etwas kielartig hervortritt; Ligament kurz, sehr dick, braun; Ligamentalbucht sehr tief ins Innere einsprin- gend, hackenförmig, etwas wellig gebogen, wenig vor der Schildecke gelegen; Innenseite sehr glänzend; Perlmutter weiss, sehr dick, namentlich in der Mitte des Unterrandes, wo dasselbe eine gelbliche Färbung annimmt; Schlossleiste fehlend; Muskelnarben deutlich; Hüftmuskelnarbe sehr seicht, Schultermuskelnarbe tief, läng- lich, mit kleiner, eiförmiger Narbe des unteren Bauchsackhaftmuskels; die vordere Schliessmuskelnarbe liegt genau unter dem Vorderrande der Muschel und nimmt fast die ganze Länge des Vordenandes ein; Mantelnarbeneindruck deutlich; Epi- dermis rothbraun, mit dunkleren, fast schwarzen Jahresringen. Länge 85 Mm., Breite 56 Mm., Dicke 37 Mm. Wohnort: Südamerika. Ich verdanke diese Muschel der Freundlichkeit des Herrn Dr. Aug. Sutor iu Hamburg, in dessen Sammlung sich das abgebildete Exemplar befindet. Ich kann dieselbe mit keiner mir bekannten südamerikanischen Species identificiren. Sie ist vorzugsweise durch die wellig gebogene Form ihrer ungemein langen und lief eingreifenden Ligamentbucht charakterisirt , welche ich in solcher Form noch bei keiner südamerikanischen Art angetroffen habe. Im Uebrigen schliesst sie sich aufs Engste an die Gruppe der An. lato - marginata Lea an. Nr- 174. Anodonta triangularis Reeve. Tal. 75. Fig. 3. 4. Anodon triangularis Reeve, Couch, icon. Gen. Anodon spec. et fig. 56. Muschel von mittlerer Grösse, sehr ungleichseitig, festschalig, aufgeblasen, mit glatter Überfläche; Vordertheil sehr verkürzt; Hintertheil verbreitert, etwas zugespitzt; Wirbel nicht hervortretend, meist abgerieben, mit feiner vielwelliger Sculptur; Horizontalkontour verlängert -eiförmig; Vorderrand kurz, fast senkrecht abfallend, wenig gewölbt, ohne Grenze an beide Nebenrander anschliessend; Un- terrand wenig gebogen; Oberrand sehr ansteigend, etwas gebogen; Hinterrand kurz, ziemlich steil abfallend, beim Zusammentreffen mit dem Unterrande einen 225 breiten abgestützten, ziemlich hervortretenden Schnabel bildend; Schildchen klein und schmal; Schild lang, breit, sehr in die Höhe gezogen; Perlmutter röthlich. Epidermis von malt strohgelber Farbe. Länge 73 Mm., Breite 46 Mm. Wohnort: unbekannt. Ich habe die Muschel von Reeve copirt, weil sie mir eine gute Art darzu- stellen scheint; Figur 4 gibt dieser Autor als eine jüngere Muschel der Art, die aber in ihrer Umrissform sehr von den ausgewachsenen Fig. 3 abweicht. Die Originale dieser Muscheln belinden sich in der dem Britischen 31useum einverleib- ten Cuming'schen Sammlung. — Ausser der vorsiehenden An. triangularis, die Reeve als von Lanza benennt aufführt, ohne aber das Werk, in welchem sie die- ser Autor beschrieben hat, anzuführen, gibt es noch eine An. triangularis Trask. in Proc. California Acad. Nat. Soc. 1854 — 55. Lea führt in seiner Synopsis eine An. triangularis V r id. „by G. Frauenfeld, Fauna Dalmaliens, Zool. Bot. Soc. Vienna 1856" auf. Aber weder Brusina erwähnt diese Frauenf'eld'sche Arbeit in seiner „Contribuzione della Fauna dei Molluschi dalmati, Vienna 1866", in welcher er alle Autoren, welche über die Dalmatiner Fauna geschrieben haben, noch konnte ich anderswo eine Erwähnung 1 der Frauenfeld'schen Arbeit finden. Nr. 175. Anodonta Swinhoei, Reeve. Tat. 75. Fig. 6. A no don Swinhoei, Reeve, Conch. icon. Gen. Anodon spec. et fig. 108. Muschel von mittlerer Grösse, ungleichseitig, ziemlich aufgeblasen, mit glat- ter, glänzender Oberfläche; Vordertheil sehr verkürzt, breit; Hintertheil breit, zu- gespitzt; Wirbel wenig hervortretend, abgerieben; Horizonlalkontour breit-eiförmig; Vorderrand breit, wenig gewölbt, von den beiden Nebenrändern nicht abgegrenzt; Unterrand sehr wenig gewölbt, doch im letzten Drittel gegen den Hinterrand sehr stark aufgebogen; Oberrand ziemlich lang, wenig gebogen; llinterrand kurz, steil abfallend, in der Mitte in einen sehr stumpfen Winkel gebrochen, dann heim Zu- sammentreffen mit dem Unterrande eine stumpfe Ecke bildend; Schildchen sehr klein, kaum hervortretend; Schild ziemlich lang und breit, durch eine vom Wirbel auf die Mitte des Hinterrandes zulaufende Linie begrenzt; Innenseile glänzend, Perl- multer bläulich, gegen die Mitte zu gelblich; Epidermis braunschwarz. IX. 1. 29 226 Länge 76 Mm., Breite 48 Mm. Wohnort: Ostasien, auf der Insel Formosa. Nr. 176. Anodonta viridana m. Taf. 75. Fig. 5. Anodon glabra Reeve, Conch. icon. Gen. Anodon spec. et fig. 97. Muschel klein, ungleichseitig, dünnschalig, wenig aufgeblasen, mit glänzender Oberfläche und sehr enge stehenden, sehr markirten Jahresringen; Vordertheil sehr verkürzt und verschmälert; Hintertheil etwas verbreitert, abgestutzt; Wirbel klein, ziemlich spitz, wenig hervortretend; Horizonfalkonlour eiförmig; Vorderrand schmal gerundet, ohne Grenze an die Nebenränder anschliessend; Unterrand verhällniss- mässig lang, ziemlich gewölbt, gegen den Hinterrand wenig aufgebogen; Oberrand stark gewölbt, etwas ansteigend; Hinterrand von der abgerundeten Ecke des Schild- chens in gerader Linie ziemlich steil abfallend , dann einen ziemlich breiten, wenig hervortretenden Schnabel bildend; Schildchen sehr klein; Schild ziemlich breit und hoch; Innenseite glänzend, Perlmutter in der Mitte der Muschel gelblich, an den Rändern bläulich; Epidermis grünlich. Länge 44 Mm., Breite 29 Mm. Wohnort: Mexiko. Reeve citirt zu dieser Muschel, die ich nach dessen Figur 97 copirt habe, An. glabra Valenciennes. Dieser Autor hat zwar in Humboldt Reise eine Anod. glauca, aber keine An. glabra beschrieben. Dagegen hat Drouet in seinen Etudes sur les Nayades de France eine An. glabra aufgestellt, die in Frankreich lebt und die nicht mit der Reeve Muschel zusammenfällt. Trotz der Oberflächlickeit und Unsicherheit des Reeve'schen Werkes scheint mir dennoch der Fundort der vor- stehenden Muschel richtig zu sein, da schon mehrere ungewöhnlich kleine Arten aus Centralamerika bekannt sind. Den Reeve'schen Namen , der nicht einmal auf die Beschaffenheit der Muschel passt, musste ich aber wegen der Drouet'schen Anodonte fallen lassen. Nr, 177. Anodonta angustata m. Tat'. 74. Fig. 6. 7. Muschel von mittlerer Grösse, dünnschalig, wenig aufgeblasen, mit glatter, wenig glänzender Oberfläche; Vordertheil kurz, kaum etwas verschmälert; Hinter- 227 theil verlängert, etwas verbreitert, abgestutzt; Wirbel ziemlich spitz, wenig auf- geblasen, abgerieben; senkrechter Längsdurchschnitt lanzettförmig, in der Leisten- gegend sehr aufgeblasen, wesshalb die grösste Breite der Muschel in das hinterste Drittel derselben fällt; Horizontalkontour cylindrisch; Überrand lang, fast gerade, etwas ansteigend; Vorderrand gerundet, ohne Ecken von den Nebenrändern abge- grenzt; Unterrand gerade, nur gegen den Hinterrand im letzten Achtel etwas auf- gebogen; Hinterrand kurz, von der abgerundeten Schildecke in geringer Wölbung steil abfallend, dann einen schmalen, schief abgestutzten, wenig hervortretenden, an beiden Ecken stark abgerundeten Schnabel bildend; Schildchen sehr schmal- Schild breit und lang; Ligament kurz, ziemlich dick; Ligamentalbucht klein, seicht dreieckig; Innenseite glänzend, Perlmutter bläulich, mit leichter Neigung zu grün; Schlossleiste sehr schmal; Muskeleindrücke seicht; Epidermis grünlichbraun mit unregelmässigen, theilweise sehr hervortretenden Zuwachsstreifen; die Farbe der Epidermis wechselt zwischen den verschiedenen Jahresringen. Länge 58 Mm., Breite 27 Mm., Dicke 16,5 Mm. Wohnort : Südamerika. Aus der Sammlung des Herrn Mangold in Potsdam. Nr- 178. Anodonta Footiana Lea. Taf. 74. Fig. 3 und Taf. 65. Fig. 5. Anodonta Footiana Lea, Trans. Amer. Philos. Soc. VIII p. 225 t. 20 fig. 44. — — — Observ. III p. 63. Anodon — Reeve, Conch. icon. Gen. Anodon, spec. et fig. 48. Anodonta — Jay, Coli, of Shells Nr. '2039. Muschel von mittlerer Grösse, ungleichseitig, aufgeblasen, ziemlich dünnscha- lig, mit glatter, glänzender Oberfläche, Vordertheil verkürzt, etwas verschmälert, Hintertheil zugespitzt; Wirbel ziemlich hervorragend, mit welliger Skulptur; Hori- zontalkontour rein eiförmig; Vorderrand gerundet, ohne Grenze in die Nebenränder übergehend; Unterrand sehr gewölbt, die gleiche Wölbung bis zum Zusammen- treffen mit dem Hinterrande einhaltend; Überrand weuig gebogen; Hinterrand ziem- lich lang, wenig gebogen, mit dem Unterrande eine ziemlich stark abgerundete Spitze bildend; Schildchen klein und schmal; Schild lang, schmal, wenig zusammen- gedrückt; Ligament ziemlich kurz und dünn; Ligamentalbucht kurz, rundlich, ge- 29 * 228 nau unter der kaum markirlen Schildecke gelegen; Innenseite glänzend; Perlmutter bläulich- weiss ; Muskelnarben sehr seicht; Epidermis gelblichbraun. Länge 82 Mm., Breite 40 Mm., Dicke 28 Mm. Wohnort: Nordamerika in der Nähe des Fort Winnebago. Lea vergleicht diese Art mit An. fragilis Lamarck; ich möchte sie für eine gute Art hallen. Nr. 179. Anodonta Kickxii, Colbeau. Tar. 70. Fig. 4. Muschel von mittlerer Grösse, breit, ungleichseitig, zier.ilich festschalig, bau- chig, mit glatter, glänzender Oberfläche; Vordertheil ziemlich verlängert, gerun- det; Hinterlheil etwas verkürzt, wenig verbreitert, dann kurz zugespitzt; Wirbel breit, sehr wenig aufgeblasen, mit hervortretenden, sehr feinen, ziemlich unregel- mässigen Lamellen gekrönt, die sich sehr bald verlieren; sehr der Mitte der Muschel genähert; senkrechter Längsdurchschnilt breit lanzettförmig; Horizontal- konlour rundlich -eiförmig; Vorderrand von der kaum angedeuteten Ecke des Schildchens in starker Wölbung steil abfallend, ohne Grenze an den Urilerrand ..an- schliessend, der im Allgemeinen die gleiche Wölbung einhält (nur unter der Mitte wird sie etwas flacher); Oberrand ziemlich lang, fast gerade, nur in der Wirbel- gegend etwas erhöht; Hinterrand kurz, von der Ecke des Schildes in fast gerader Linie abfallend ; beim Zusammentreffen mit dem Unterrande einen wenig hervor- tretenden , sehr schief abgestutzten Schnabel bildend , dessen obere Ecke nur sehr schwach angedeutet ist, dessen untere Ecke aber sehr hervortritt; Schildchen lang und breit, sehr zusammengedrückt; Schild lang, schmal, sehr zusammengedrückt; Innenseite glänzend; Perlmutter weiss; Schlossleiste schmal, leistenartig hervortre- tend; Muskelnarben seicht, Ligament stark, theilweise von Schalensubstanz über- baut; Ligamentalbucht lang, seicht, rundlich; Epidermis gelbgrün, mit sehr mar- kirten Jahresringen, und zahlreichen, feinen, dunkleren Strahlen; gegen die Rän- der der Muschel treten die Zuwachsstreifen stark häutig hervor. Länge 115 Mm., Breite 66 Mm., Dicke 41 Mm. Wohnort : Belgien. Nach einem vom Autor mitgetheilten Exemplare meiner Sammlung. Die vorstehende Muschel stellt zwar meiner Meinung nach nur eine Varielät 229 unserer vielgestaltigen europäischen Anodonta mutabilis m. dar, aber sie besitzt vor den übrigen Varietäten dieser Art eine sehr bemerkenswerthe Verschieden- heiten, welche mich bestimmt haben, sie hier abzubilden. Ihr wesentlichstes Cha- rakteristikum liegt in der Lage des Wirbels, welchen ich noch bei keiner euro- päischen Form so sehr der Mitte genähert gefunden habe. Nicht minder wichtig ist die nach oben ausgebogene Schlossleisfe und das leistenartige Hervortreten der- selben, welche beide Erscheinungen, mir gleichfalls bei anderen europäischen Anodonten noch nicht begegnet sind. Alle übrigen Charaktere zeigen nur geringe Differenzen gegenüber anderen Formen. Am nächsten steht die vorstehende Mu- schel der Anod. cygnea und piscinalis Nils. Genus Iridina Lamarck. Genus Iridina Lamark, Anim. s. vert. (partim). — — Philippi, Handbuch der Conc^iiologie 1853 (partim). — — Lea, Synopsis of Farn, uf Unionidae 1870. — Pleiodon Cunrad, Journ. Acari. Nal. Sei. Philad. VII p. 178. — — Clessin, Die Farn.- der Nayaden. Malak. Blätter 22. Bd. p. 25. — Die Genera der rec. Süsswasserbivalven in. Mi tt heil, des Vereins d. Naturf. zu Reichenberg 1874 p. 25. Thier: unbekannt. Muschel am Vorderlheile klafTend, dickschalig; Schlossrand in beiden Schalen seiner ganzen Länge nach fein crenelirt; Muskelnarben 5. Schliessmuskelnarbcn gross; die vordere Fussmuskelnarbe mit der Schliessmuskelnarbc verschmolzen; die untere Haftmuskelnarbe sehr klein, rundlich; Wirbelhaftmuskelnarben vorhanden, etwas vor dem Wirbel gelegen. Die meisten Autoren stellen die afrikanischen Muscheln mit klaffenden Vorder- teile, ohne Rücksicht darauf, ob der Schlossrand crenelirt ist oder nicht, in ein Genus zusammen, das sie meistens das Genus Iridina benennen. Conrad hat mit Recht die Muscheln mit crenelirtem Scblossrande von den mit einem glatten, zahn- losen Schlosse versehenen ausgeschieden und für dieselben ein neues Genus Pleio- don gebildet. — Lamarck der Schöpfer des Genus Iridina charakterisirt dieses Genus bezüglich des Schlosses „cardo per longitudinem tuberculosus suberenatus." — Die späteren Autoren haben aber dem Lamarck'schen Genus afrikanische Muscheln beigefügt, welche keinen crenulirten Schlossrand hatten, und die dieser Autor unter 230 dem Genus Anodonta (A. rubens jetzt zu Genus Spatha gehörig) aufzählte. Ich muss daher das Genus Iridina nach Lamarck'scher Auffassung annehmen. Die Muscheln des Genus Iridina sind ausser durch ihren crenelirten Schloss- rand noch durch das klaffende Vordertheil ausgezeichnet, in welch letzterer Hin- sicht sie mit dem Genus Mutela übereinstimmen. Die Umrissform der dickschaligen Iridina ist aber eine weniger verlängerte und verschmälerte, so dass sie auch der äusseren Form nach von den Muscheln dieses Genus leicht zu unterscheiden sind. Die Narben des Wirbelhaftmuskels sind sehr vertieft und bilden kleine Grübchen, die sehr weit vom Wirbel entfernt stehen. Die Muscheln des Genus Iridina leben nur im tropischen Afrika und sind bis jetzt nur ganz wenige Arten bekannt geworden. Leider ist auch das Thier noch gar nicht untersucht worden. Nr. 1. Iridina ovata Swainson. Tat'. 70. Fig. 2. Tat'. 71. Fig. 2. Iridina ovata Swainson, Phil. Mag. LXI. — — Woodward, (?). — — — exolica, Children, Brand's Journ. XV. — — splendida, Chenu, III. Conch. pl. I. Pleiodon Macmurtriei, Conrad, II. Acad. Nat. VII p. 13 (teste Lea). — ovata Conrad, II. Acad. Nat. II p. 289 (leste Lea). — — Reeve, Conch. icon. XVI. Bd. Gen. Pleiodon spee. et flg. 1. Muschel dickschalig, etwas ungleichseitig, ziemlich bauchig, mit glatter, glän- zender Oberfläche; Vordertheil breit und lang, klaffend; Hintertheil verbreitert, zugespitzt; Wirbel ziemlich hervortretend, sehr der Mitte genähert; abgerieben; senkrechter Längsdurchschnitt zugespitzt-eiförmig; Horizontalkontour breit-eiförmig; Vorderrand von der Ecke des Schildchens in geringer Wölbung steil abfallend, ohne Grenze an den Unlerrand anschliessend; Unterrand ziemlich gewölbt; Ober- rand lang, fast gerade, nach beiden Nebenrändern durch Ecken abgegrenzt; Hin- terrand kurz, in geringer Wölbung steil abfallend, mit dem Unterrande eine breit abgerundete Ecke bildend; Schildchen schmal, wenig zusammengedrückt, Schild kurz und schmal, wenig zusammengedrückt; Ligament ziemlich kurz; stark; Liga- mentalbucht seicht, länglich, unter der etwas abgerundeten Schildecke gelegen; Innenseite sehr glänzend, Perlmutter weiss, mit leichtem, rölhlichen Schiller; 231 Schlossleiste sehr breit, der ganzen Länge nach mit querstehenden, kleinen, zahn- artigen Höckern besetzt, die bei wellig sügeförmigem Grundrisse durch schmale Vertiefungen von einander getrennt sind, und die die ganze Breite der Leiste ein- nehmen, Muskelnarben sehr vertieft; Schliessmuskelnarben ziemlich gross, rund- lich; vordere Fussruuskelnarbe mit der Schliessmuskelnarbe verbunden (wie bei Genus Anodonta); untere ßuuchsackliaftmuskelnarbe sehr klein, rundlich; Wirbel- narbe aus 3 in schiefer Reihe liegenden, dreieckigen Grübchen bestehend, die fast in der Mitte zwischen dem vorderen Schliessmuskel und dem Wirbel liegen und die Schlossleiste nicht erreichen; Epidermis schwarzbraun. Länge 118 Mm., Breite 71 Mm., Dicke 43 Mm. Wohnort: Afrika. Nr. 2. Iridina exotica Lamarck. Taf. 71. Fig. 1. Iridina exotica Lamark, An. s. vert. VI. — striata Swainson, Phil. Mag. LXI p. 112. — elongata Sowerby, Genera of Shells Nr. 7. — exotica Keeve, Conch. icon. Gen. Iridina tome XVI spec. et fig. 2. — elongata— — — — — — — spec. et fig. 1 (?). Muschel gross, verlängert, dickschalig, ziemlich aufgeblasen, mit glatter, glän- zender Oberfläche; Vorderlheil sehr verdickt, etwas verschmälert; Hinterlheil sehr verlängert, wenig breiter, zugespitzt; Wirbel breit, aufgeblasen und hervortretend; Horizontalkontour sehr verlängert, rhombisch; Vorderrand schmal, von der sehr abgerundeten Ecke des Schildchens in ziemlich beträchtlicher Wölbung steil abfal- lend, gegen den Unterrand flacher werdend; Unterrand sehr lang, fast gerade und dem Oberrande parallel, fast etwas concav, im letzten Fünftel gegen den Hinter- rand etwas aufgebogen; Oberrand lang, gerade; Hinterrand kurz, von der abge- rundeten Ecke des Schildes in geringer Wölbung ziemlich steil abfallend , beim Zusammentreffen mit dem Unterrande eine breite , abgerundete , zungenförmige Spitze bildend; Schildchen kurz, ziemlich breit und zusammengedrückt; Schild lang, zusammengedrückt; Ligament lang, stark; Ligamentbucht seicht, unter der Schild- ecke gelegen; Innenseite glänzend; Perlmutter röthlich; Schlossleiste sehr lang und ziemlich breit, der ganzen Länge nach, wie bei der vorigen Art mit querstehenden 232 Zähnchen besetzt; die Zähnchen stehen auf dem Tbeile der Leiste, der vom Wir- bel gegen den Vorderrand läuft, sehr schiel gegen Wirbel geneigt, während sie im übrigen Theile der Leiste auf den Rändern derselben fast senkrecht stehen; Muskelnarben ziemlich vertieft; Epidermis dunkel olivengrün. Länge 145 Mm., Breite 58 Mm. Wohnort : Afrika. Reeve führt, trotzdem er das Genus Pleiodon angenommen hat, die mit crenelirtem Schlossrande versehene Muschel unter seinem Genus Iridina auf, welch letzteres ausserdem nur Muscheln mit glattem Schlossrande umfasst, die in unser Genus Mutela gehören. — Iridina elongata Sow. und Reeve hält Lea für syno- nym mit der vorstehenden Muschel, von der sie wohl nur eine Varietät darstellt. Nr. 3. Iridina Speckii Wood. Tat'. 70. Fig. 1. Pleiodon Speckii, Woodward, Proc. zool. Soc. 1859 p. 358. — — Reeve, Conch. icon. 16. Bd., Gen. Pleiodon spec. 2. Muschel verlängert, aufgehlasen, dickschalig, mit glatter, glänzender Ober- fläche; Vordertheil sehr verkürzt und verschmälert; Hintertheil etwas breiler, zu- gespitzt; Wirbel breit aufgeblasen, sehr hervortretend; Horizontalkontour länglich- eiförmig; Vordertheil schmal, sehr gewölbt, ohne Grenze an die Nebenränder anschliessend; Unterrand lang, fast gerade, nur unter der Mitte etwas eingesenkt, im letzten Viertel sehr stark gegen den Hinterrand aufgekrümmt; Oberrand ziemlich lang, gerade, dem Nebenrande fast parallel; Hinterrand von der sehr abgerundeten Schildecke in ziemlicher Wölbung abfallend, mit dem Unterrande eine sehr hervortretende, scharfe Spitze bildend; Schildchen schmal, kurz; Schild lang, schmal, wenig zusammengedrückt; Ligament ziemlich lang und stark; Innenseite glänzend, Perlmutter röthlich oder bläulich- weiss; Schlossleisfe der ganzen Länge nach schwach crenelirt; Epidermis kastanienbraun, gegen die Ränder schwärzlich. Länge 120 Mm., Breite 50 Mm. Wohnort: Central-Afrika , im Tanganyka-See. Bemerkung. Ausser diesen 3 Species führt Lea (Synopsis of the Farn. Naj. 1870) eine Ir. Leai. auf; bemerkt aber (in einer Anmerkung), dass sie 233 einer jungen Ir. ovata sehr ähnlich ist, und dass er zweifelt, ob sie eine gute selbstständige Art darstellt. Nr. 180. Anodonta undulifera m. Tat. 76. Fig. 1. 2. Muschel gross, ziemlich dünnschalig, mit sehr aufgeblasener Wirbelgegend und glatter, glänzender Oberfläche; Vordertheil ziemlich verschmälert, Ilintertheil kurz zugespitzt; senkrechter Längsdurchschnitt eiförmig, mit sehr zugespitzten En- den; Horizontalkontour rundlich- eiförmig; Vorderrand kurz, von der Ecke des Schildchens in starker Wölbung steil abfallend: beim Uebergang in den Unterrand fast eine schwach angedeutete, abgerundete Ecke bildend; Unterrand sehr gewölbt, gegen den Hinterrand stark aufgebogen; Oberrand ziemlich gerade, vom Wirbel bis zur Ecke des Schildchens schwach eingesenkt; Hinlerrand kurz vor der spitzen Schildecke in concaver Linie ziemlich steil abfallend; beim Zusammentreffen mit dem Unterrand einen sehr kurzen, schief abgestutzten Schnabel bildend; Wirbel sehr breit und aufgeblasen mit wellenförmiger Faltung, die aus sechs wenig tief gehenden, ziemlich engestehenden Wellen besteht, welche nur sehr wenig die Dicke des Perlmutters durchsetzen und die daher auf der Innenseife der Schale nur mehr wenig bemerkbar werden; auf der Oberfläche derselben nehmen sie kaum die Hälfte des Raumes ein, den die grossen Wellen der An. magnifica Lea bedürfen; Wirbel sehr der Schalenmitte genähert; Schildchen schwach, ziem- lich zusammengedrückt; Schild breit, kurz, hervortretend; durch eine vom Wirbel zur oberen Schnabelecke laufende Linie begrenzt; Ligament kurz, dick, dunkel- braun, von Schalensubstanz überbaut, die aber keine so stark hervortretende Flügel bildet, wie bei der An. magnifica. Ligamentalbucht ziemlich lang, dreieckig, etwas vor der Schildecke gelegen; Innnenseite stark irisirend; Perlmutter gelblich; Schlossleiste sehr schmal und kurz; Muskelnarben sehr seicht; Hüflmuskelnarbe verwischt, Schultermuskelnarbe tiefer, unter dem Vorderrande gelegen, breit- länglich, mit ziemlich grossem, undeutlich ausgeprägtem Nebenmuskeleindrucke; Epidermis gelbbraun, mit sehr hervortretenden Zuwachsstreifen und Jahresringen und einzelnen vom Wirbel auslaufenden dunklen Strahlen. Länge 111 Mm., Breite 85 Mm., Dicke 50 Mm. Wohnort: Asien. Das nördliche China. IX. t. 30 234 Milgetheilt von Herrn Dr. A. Sutor in Hamburg, in dessen Sammlung sich das abgebildete Exemplar befindet. Bemerkung. Obwohl diese Muschel sich in ihrem ganzen Habitus sehr der An. magnifica Lea nähert, bin ich doch geneigt, selbe für eine selbstständige Art zu halten. Dazu veranlasst mich der Typus ihrer Wirbelsculptur, der von jener der erwähnten Muschel sehr verschieden ist. Ich habe mich an den europäischen Anodonten überzeugt, dass die Wirbelsculptur von den einzelnen Arten sehr fest- gehalten wird, während andere auf die Schalenform sich beziehende Merkmale nach der Beschaffenheit der jeweiligen Fundorte sehr wechselnd sind. Ich glaube daher dasselbe Princip, das ich bei Beurlheilung der europäischen Arten festgehalten habe, auch auf die aussereuropäischen anwenden zu müssen, und dies veranlasst mich, die vorstehende Muschel für eine von An. magnifica verschiedene Art zu halten, trotzdem sie ihrer Umrissform nach wenig von An. magn. abweicht. Nr- 181. Anodonta biangulata Reeve. Tat. 77. Fig. 3. Anodon biangulata Reeve, Conch. icon. Gen. Anodon sp. et fig. 88. Muschel klein, schmal, verlängert, dünnschalig, wenig aufgeblasen, sehr un- gleichseitig mit glatter Oberfläche, aber stark markirlen Jahresringen; Vordertheil sehr verschmälert und zugespitzt; Hintertheil winkelig abgestutzt, ziemlich ver- breitert; Wirbel kaum hervortretend, stark abgefressen; Horizontalkontour eiförmig- winkelig; Vorderrand vom Wirbel steil abfallend, mit dem Unterrande eine scharfe Spitze bildend; Oberrand stark gewölbt und ziemlich ansteigend, ohne Unterbrech- ung in den Vorderrand übergehend; Hinterrand von der abgerundeten Schildecke in fast gerader Linie abfallend, dann in sehr stumpfen Winkel umgebogen und einen ziemlich breiten, abgestutzten Schnabel bildend; Unterrand sehr lang, wenig gebogen , nach beiden Nebenrändern durch sehr deutlich markirte Ecken abge- grenzt; Schildchen fehlend; Schild sehr lang und schmal; Ligament lang, stark; Innenseite glänzend, kupferfarben; Epidermis bräunlich-schwarz. Länge 54 Mm., Breite 27 Mm. Wohnort: unbekannt. Wegen der sehr auffallenden Umrissform nach Beeve copirt. 235 Nr. 182. Anodonta Schomburgkiana Reeve. Taf. 77. Fig. 4. Anodon Scliomburgiana Reeve, Conch. icon. Gen. Anodon spec. et fig. 137. Muschel klein, breit und kurz, etwas bauchig, sehr dünnschalig, mit feinen aber deutlich markirten Zu wachstreifen; Vordertheil kurz gerundet; Hintertlieil ziemlich breit, wenig zugespitzt; Wirbel ziemlich spitz, aufgeblasen, etwas her- vortretend; Horizontalkontour eiförmig; Vorderrand sehr gewölbt, vorn Jfc'irhel ab, in gleichförmiger Rundung zum Unterrande abfallend, in den er ohne Grenze über- geht; Oberrand gerade, etwas ansteigend; Hinterrand ziemlich steil in schwachem Bogen abfallend; mit dem Unterrande einen ziemlich spitzen, etwas abgestumpften Winkel bildend; Unterrand ziemlich gewölbt, gegen den Hinterrand etwas aufge- bogen; Schildchen schmal und kurz; Schild lang, sehr breit, zusammengedruckt, durch einen vom Wirbel gegen den Hinterrand laufende Linie begrenzt. Ligament lang, ziemlich fein; Innenseite sehr glänzend; Perlmutter weiss, Epidermis hellbraun. Länge 52 Mm., Breite 34 Mm. Wohnort: Südamerika, Brittisch Guayana. Nach Reeve copirt. Nr. 183. Anodonta trapezialis, var. Taf. 77. Fig. 5. Anodon gigantea Reeve. Conch. icon. Gen. Anodon spec. et fig. 152. Muschel sehr gross und breit, aufgeblasen, ziemlich festschaiig, mit wellig hervortretenden, stark markirten Jahresringen; Vordertheil sehr kurz und ver- schmälert; Hintertlieil breit, schwach -zugespitzt; Wirbel sehr gross und aufgebla- sen, sehr hervortretend; Vorderrand sehr schmal, von der Ecke des Schildchens in starker Wölbung abfallend, ohne Grenze in den Unterrand übergehend; Ober- rand gebogen, anfangs fast etwas eingesenkt, dann ansteigend; Hinterrand ziem- lich kurz, in fast gerader Linie abfallend, dann mit dem Unterrande eine stumpfe Spitze bildend ; Unterrand sehr lang, stark gewölbt ; Schildchen ziemlich breit, sehr deutlich, zusammengedrückt; Schildchen lang, sehr breit, zusammengedrückt; durch 30* 236 eine vom Wirbel gegen die Spitze des Hinterlheiles laufende Linie begrenzt, die aber etwas oberhalb derselben ausläuft; Perlmutter glänzend; Epidermis oliven- braun mit grünlichen Streifen. Länge 153 Mm., Breite 100 Mm., Wohnort: Südamerika, Brasilien (?). Bemerkung. Reeve, nach dem diese Muschel copirt ist, ist im lrrthume, wenn er sie als An. gigantea, Lea bezeichnet, und als deren Fundort Fort Gibson in Nordamerika angibt. (Der Fundort der Muschel wurde wahrscheinlich nach der unrichtigen Bestimmung beigesetzt, da die Lea'sche Muschel allerdings am angegebenen Orte gefunden wurde). Die vorstehende Muschel ist von An. gigantea sehr verschie- den, da die letztere ein zugespitztes Hinlertheil, dagegen ein sehr breites Vordertheil besitzt , was bei der vorliegenden sich gerade umgekehrt verhält. Diese Muschel verräth dagegen durch ihre Form und auffallende Aehnlichkeit mit An. trapezialis unverkennbar ihren südamerikanischen Ursprung und es ist mir unbegreiflich wie Reeve sie für die Lea'sche nordamerikanische Art ausgeben kann. — Ich betrachte sie als Varietät der An. trapezialis , die sich von Fig. 4 der Tafel 8 (erste Ab- theilung) durch den mehr verschmälerten Vorderrand, den breiten, mehr aufge- blasenen Wirbel und durch ihre beträchtlichere Grösse auszeichnet. Nr. 184. Anodonta mutabilis var. dirainuata m. Tai. 87. Fig. 1. Muschel gross, sehr schmal und verlängert, ziemlich bauchig, dünnschalig^ mit glatter, glänzender Oberfläche; Vordertheil sehr verkürzt, gerundet; Hintertheil breit, sebr verschmälert, schnabelförmig abgestutzt; Wirbel wenig hervortretend, abgerieben, aber doch die feine wellige Sculptur erkennen lassend; Vorderrand kurz, von der Ecke des Schildchens fast senkrecht abfallend, ohne Grenze in den Unterrand übergehend; Oberrand ziemlich lang, bis zum Wirbel steil ansteigend, dann fast gerade; Unterrand sehr lang, bis zur unteren Schnadelecke, die in dessen Verlängerung fällt, gerade, dem Oberrande parallel; Hinterrand lang, von der wenig hervortretenden Ecke des Schildes langsam abfallend, dann einen breiten, scharf abgestutzten Schnabel bildend; Schildchen klein, wenig zusammengedrückt; Schild lang, schmal, zusammengedrückt; Ligament ziemlich stark, hellbraun, Liga- mentalbucht seicht, rundlich, unter der abgerundeten, wenig hervortretenden 237 Schildecke gelegen; Innenseile matt; Perlmutter weiss, gegen die Ränder mit vie- len kleinen Perlansätzen; Schlossleiste sehr schmal: Muskelnarben : die vorderen etwas vertieft; die hinteren undeutlich; Epidermis hellbraun. Länge 118 Mm., Breite 51 31m., Dicke 35 Mm. Wohnort: Europa, aus dem Lindenweiher bei Unteressendorf in Würtemberg. Bemerkung. Ich habe diese Muschel abgebildet, weil sie eine sehr auf- fallende, mir ausserdem noch nicht aufgestossene Form besitzt, die sich durch un- gewöhnliche Verlängerung des Hintertheiles auszeichnet. Die Muschel gehört zum engeren Formenkreise der An. rostrala Kok., und mag die extremste Ausschreitung dieser Gruppe darstellen. Ihre helle Epidermis zeichnet sie vor den in Altwassern lebenden Muscheln ihrer Gruppe aus, gibt aber zugleich Beweise an die Hand, wie sehr diese von der Beschaffenheit des Wassers, in dem die Muscheln leben, abhängig ist. Das Wasser des Lindenweihers sammelt sich nämlich aus circa 40 Quelltrichtern, die in einem unmittelbar an den Weiher anstossenden Torfmoore entspringen, indem sie aus dem unter dem Torflager gelegenen Geröll- und Sand— schichten mit grosser Heftigkeit hervorsprudeln und sich desshalb im Torfe grosse Quelltrichter offen gehalten haben, so dass das Quellwasser rein bleibt und durch den Torf nicht verunreinigt, in den Weiher gelangt. Nr. 185. Anodonta mutabilis var. fragilissima m. Tat. 87. Fig. 2. Muschel von mittlerer Grösse, wenig aufgeblasen, sehr dünnschalig, mit glat- ter Überfläche, die aber durch die stark hervortretenden Zuwachsstreifen und Jah- resringe sehr uneben wird. Vordertheil verkürzt, ziemlich breit; Hintertheil zuge- spitzt, stark aufgebogen; Wirbel wenig hervortretend, abgerieben, trotzdem aber eine aus wenigen, ziemlich entfernt stehenden, auch die Innenseite der Schalen schwach faltenden Wellen bestehenden Sculptur zeigend. Senkrechter Längsdurch- schnitt schmal -lanzettförmig; Horizontalkontour eiförmig; Vorderrand schmal, von der abgerundeten Ecke des Schildchens fast senkrecht abfallend, dann in starker Wölbung zum Unterrande übergehend; Unterrand sehr gewölbt, gegen den Hinter- rand sehr aufgebogen; Oberrand fast gerade, etwas schief ansteigend; Hinterrand ziemlich lang, von der schwach markirlen, leicht abgerundeten Ecke des Schildes in fast gerader Linie langsam abfallend, dann einen schwachen, schief abgestutz- ten, fast aufgebogenen Schnabel bildend; Schildchen sehr schmal, etwas zusammen- 238 gedrückt; Schild lang, ziemlich schmal, zusammengedrückt; die beiden auf die Ecken des Schnabels zulaufenden Linien fast etwas kielartig hervortretend ; Innen- seite wenig glänzend, Perlmutter bläulich, schmutzig mit grossen gelblichen Fett- flecken; Schlossleiste sehr schmal, Muskelnarben undeutlich, Epidermis oliven- grünlich. Länge 115 Mm., Breite 63 Mm., Dicke 27 Mm. Wohnort: Europa, in einem Arme des Regens bei Regensburg. Bemerkung. Die vorstehende Muschel stellt eine nicht minder merkwürdige Varietät der An. mutabilis dar, als unsere Nr. 184, die sich durch ihre Umriss- form, dünne Schule und geringe Bauchigkeit auszeichnet. Ihre Wirbelsculptur weicht in ziemlich erheblichem Maasse von jenen der übrigen europaischen Arten ab, von denen ich keine Art kenne, die eine derartige Durchsetzung der Schalen besitzt, dass die Falten derselben auch auf der Innenseite sichtbar werden. Die Wellen sind stärker, entfernter und weniger zahlreich, als bei den übrigen, bei uns hei- mischen Anodonten , und diess Verhältniss hat mich hauptsächlich bestimmt , die Muschel abzubilden. Meine Sammlung enthält der Umrissform nach fast genau mit unserer Figur übereinstimmende Muscheln aus dem Federsee in Würtemberg, die auch in fast allen übrigen Verhältnissen mit ihr zusammenpassen, nur die Wirbel- sculptur stimmt nicht mit ihr, sondern ist jener der übrigen Muscheln gleich. E. v. Martens wendet sich in einer Besprechung der „Schalthiere des Boden- sees" von Dr. Miller (Jahrb. der deut. malak. Gesellsch. Jahrg. 1875 p. 175) gegen die Benennung An. mutabilis, da An. variabilis schon von Draparnaud, tabl. 1801 p. 108, in Anwendung gekommen sei. Draparnaud und ihm folgend Moquin- Tandon haben aber nur An. anatina und An. cygnea unter diesem Namen vereinigt. An. variabilis deckt daher durchaus nicht jene Zusammenfassung von Formen, die ich mit dem Namen An. mutabilis belege. Aus diesem Grunde habe ich den Namen variabilis nicht ang-enommen. Nr. 186. Anodonta mutabilis var. Mörchiana m. Tat. 67. Fig. 1. 2. Muschel klein, ziemlich dickschalig, wenig bauchig, mit glatter, glänzender Oberfläche, fein gestreift, Jahresringe nicht sehr deutlich markirt; Vordertheil ver- kürzt, breit; Hintertheil wenig zugespitzt, schwach abgestumpt; Wirbel sehr wenig hervortretend, etwas abgerieben; senkrechter Längsdurchschnitt breit-lanzettförmig; 239 Horizontalkontour breit -eiförmig; Vorderrand gerundet, ohne Grenze zum Unler- rande übergehend; Unterrand ziemlich gewölbt, gegen den Hinterrand kaum etwas mehr aufgebogen ; Oberrand ziemlich gebogen ; Hinterrand von der abgerundeten Schildecke in fast gerader Linie wenig abfallend, dann einen ziemlich schmalen, an den Ecken stark abgerundeten Schnabel bildend; Ligament kurz, stark; Liga- mentalbucht seicht, rundlich, unter der Schildecke gelegen; Schildchen kaum an- gedeutet; Schild sehr schmal, wenig zusammengedrückt; Innenseile glänzend; Perlmutter weiss, am Vorderlheile etwas verstärkt; Schlossleise schmal; Epidermis hellgelblich-grün; Schild braun, Wirbelgegend röthlich. Länge 62 Mm., Breite 40 Mm., Dicke 25.5 Mm. Wohnort: Europa, bei Glimso auf der Insel Seeland, in Dänemark. Bemerkung. Die vorstehende Muschel gehörl zum engeren Formenkreise der An. anatina, die sich durch Kleinheit, ihre eirunde Form und durch die dünne Schale charaklerisirt und deren Wohnort fliessende , kleinere Gewässer sind. An. Mörchiana zeichnet sich dagegen durch ihre verhällnissmässig starke Schale aus, und auch ihre Umrissform nähert sich so sehr der reinen Eiform, wie ich es noch bei keiner diesem Formenkreise angehörigen Muschel bemerkt habe. Die vor- stehend beschriebene Anodonla lebt auch nicht im fliessendem Wasser, sondern in einem kleinen See, wie sie in Dänemark so häufig sind. Dieser Umstand ist um so wichtiger für das Studium unserer Anodontenformen, weil es uns Vergleiche erlaubt mit den aus den grossen Alpenseen stammenden Muscheln, von denen keine mit ihren nordischen Schwestern übereinstimmen. Die Anodonten aus den meisten der Alpen -Seen haben allerdings die dicke Schale mit An. Mörchiana gemein, keine aber bleibt auf so geringer Grösse stehen, und keine nimmt die schöne eiför- mige Gestalt an. Ob wohl daher An. Mörchiana durch ihre Charaktere ihren Wohnort nicht verläugnen kann, beweist sie uns doch, dass die klimatischen und physikalischen Verhältnisse der nordischen Seen nicht ohne Einfluss auf ihre Be- wohner geblieben sind und sich an diesen der Seencharakler in anderer Weise bemerkbar macht, als in den Bewohnern der mehr südlich gelegenen und sich durch ihre Grösse auszeichnenden Seen. Das Original der Muschel, die ich zu Ehren des sehr verdienstvollen dä- nischen Malakozoologen Herrn Dr. Mörch benannt habe, befindet sich in der Sammlung des Herrn Justizrath Dr. Poulsen in Kopenhagen. 240 Nr. 187. Anodonta (Dipsas) plicata Solander. Taf. 21. Fig. 1. 2. Mytilus plicatus Solander, in Gray, Ann. of Phil. n. ser. IX. London 1825 p. 27. — — Lea, Trans, of the Amer. Phil. soc. n. ser. VI. Philad. 1839 p.136. — — — Synopsis of Fam. of Najades. Philad. 1836 p. 47. Barbata plicata Humphrey. Mus. Calon. London 1797 p. 59. — — Deshayes, Encycl. meth. hist. nat. des Vers. T. II. Paris 1840 p. 140. — — Menke, Syn. meth. Moll. 2. ed. Pyrmont 1830 p. 106. Dipsus plicatus Leach, The zool. Mise. vol. I. London 1814 p. 120 t. 53. _ _ Sovverby, Conch. Man. London 1839 p. 39 fig. 142. edit. 1842 p. 139 fig. 142. — — Jay in Parry's Narrat. of the exped. of an Amer. Squadr. to the China. Seas and Jap. Val. II. Washington 1856 p. 293 4. 3 fig. 1. 2. Appius plicatus Leach. Gray in Menke Syn. 1. c. Cristaria tuberculata Schuhmacher, Essai d'un nouv. syst, des hab. des vers. test. Copenhgn. 1817 p. 107 t. 26 fig. 3. Anodonta dipsas Blainville Man. de Malacol. Paris 1825 p. 538 t. 66 fig. 2. — cristata Blainville 1. c. p. 631. Paris 1825 p. 538 t. 66 fig. 2. Symphonota bialata Lea, Descr. of a New. Genus of the Farn, of Nai'ades 1829. Trans, of the Americ. Phil. Soc. n. ser. III p. 445 t. 14 fig. 24. Unio bialata Deshayes in Lamark hist. nat. anim. s. vert. T. VI. Paris 1835 p. 558. — (Margarita) plicatus Leach. in Lea, Synops. of the Fam. Naj. 1829. — — — — in Lea, Trans, of the Amer. Phil. soc. n. ser. VI p. 136 Anodonta her cu lea Middendorf, Bull, de la Classe phys.-math. de l'Acad. imp. des Sc. de St. Petersb. T. 6. 1848. p. 302. — — — Reise in den Norden u. Osten Sibir. Bd. II Tbl. I p. 278 t. 21 fig. 5 t. 22 f. 12 t. 24 f. 1. — — Middendorf in Martini u. Chemnitz Syst. Conch. Cab. Gen. Anod. IX. 2. Abthl. Nr. 149 p. 175 t. 59 fig. 1. 2. — plicata Schrenk, Reisen u. Forsch, im Amurlande Bd. II p. 704 t. 27 f. 4. Dipsas plicatus Lea, Syn. of the Fam. of Naj. ed. 4 1870 p. 74. Muschel. Jugendfora von jener des höheren Aliers sehr verschieden, und durch so sehr abweichende Merkmale ausgezeichnet, so dass beide Formen kaum als einer und derselben Art angehörig erscheinen. Da nur die ausgewachsene 241 Form der Muschel in Nr. 149 schon beschrieben haben, erübrigt uns nur jene der Jugendform darzustellen. — Die Jugendform ist mit Ausschluss der flügelartigen Verlängerung des Schildes und Schildchens rundlich- eiförmig, dünnschalig und wenig bauchig, mit glatter, glänzender Oberfläche; das Vordertheil ist sehr verkürzt und ziemlich breit, das Hintertheil etwas verschmälert und zugespitzt; Wirbel nicht her- vortretend, dessen Skulptur aus slarhen, langen und breiten, den Schalen durch- setzenden Wellen bestehend; Schildchen zusammengedrückt, mit sehr hervortreten- der, spitzer Ecke, und etwas über den Oberrand hervortretender flügelartiger Ver- längerung; Schild zusammengedrückt, lang, sehr breit, in einen sehr hoch empor- slrebenden langen flügelartigen Fortsalz verlängert, der durch mehrere dem Hinter- rande fast parallele, grosse wellenartige Fallen uneben gemacht wird; Vorderrand von der sehr hervortretenden Ecke des Schildchens fast senkrecht abfallend, dann in starker Wölbung in den Unterrand übergehend; Unterrand ziemlich gewölbt, gegen den Hinterrand stark aufgebogen; Oberrand von der Ecke des Schildchen bis zur plötzlich hervortretenden Verlängerung des Flügels fast gerade, schwach an- steigend; Flügel gegen den Wirbel am Anfangspunkt des Ligaments senkrecht auf- steigend; Flügel sehr hoch und breit, an der Spitze meist abgebrochen, eine Ueber- wucherung des Ligamentes durch Schalensubstanz darstellend; Hinlerrand sehr lang, von der oberen Fitigelecke steil, in fast gerader Linie abfallend, dann mit dem Unterrande einen ziemlich breiten, schief abgestutzten, wenig hervortretenden Schnabel bildend; Ligament lang und stark, von Schalensubstanz überbaut; Innen- seite glänzend; Perlmulter gelblich; Schlossleiste wie bei alten Exemplaren; Epi- dermis grau-grünlich-gelb, heller als bei allen Exemplaren; vom Wirbel gegen das Hintertheil laufen zahlreiche dunkle Sirahlen. Länge 76 Mm.. Breite 41 Mm. (mit Flügel 68 Mm.), Dicke 20 Mm. Wohnort: Ostasien, China, Mandschurey und im Amurlande, (im Amurslrom findet sie sich bis zur Mündung desselben.) Bemerkung: An. plicata, bezüglich deren Synonymie ich der ausgezeichneten Arbeit v. Schrenks (Reisen und Forschungen im Amurlande) gefolgt bin, ist in ihren verschiedenen Altersstufen derart ihre Gestalt verändernd, dass dieselben schon mehrmals als ganz verschiedene Arten beschrieben wurden. Nur jener Forscher, dem ein grösseres Material dieser Muschel von allen Altersstufen zu Gebote sirmd, war im Stande die Zusammengehörigkeil so verschiedener Formen zu erkennen, und dies war, bis jetzt einzig dem erwähnten Autor möglich, der nicht nur die Muschel an ihren Fundorten beobachtet hat, sondern dem auch das von früheren IX. 1. 31 242 Forschern und Reisenden Gesammelle zur Untersuchung vorlag-. Zu der v. Schrenk aufgestellten Synonymie der An. plicata ist möglicherweise noch jene Muschel zu ziehen , welche wir sub Nr. 147 beschrieben und An. spatiosa genannt haben. — Betrachtet man die Figur 1 der Tafel 21 (An. plicata, Jugendform) u. Fig. 1 u. 2 der Tafel 59 (An. plicata, Form des Alters) so zeigt sich die erhebliche Umwand- lung , welche die Muschel mit zunehmendem Alter erfährt. Die dünne, hellfarbige Schale wird mit zunehmendem Alter dunkler und erreicht eine so immense Dicke, wie sie kaum eine, der im Ganzen schon in der Jugend weit dickschaligeren Unionen je erreicht. Der in der Jugend hochHufragende, dünnschalige, fliigelartig verlängerte Schild verliert sich ferner, indem er wahrscheinlich bei den Bewegun- gen der sehr langlebigen Muschel abgebrochen wird. Die Muschel verlängert sich immer mehr und erhält auf diese Weise eine Umrissform, die mit der jugendlichen Gestalt derselben sehr wenig- übereinstimmt. Der Öberrand verläuft bei älteren Exemplaren in fast gerader Richtung, nachdem der über das Ligament hinaustretende gefall ete Flügel entlernt ist. Die Fallung der Schale, die bei ganz jungen Exem- plaren sehr deutlich ist, verliert allmäblig mit zunehmendem Alter ihre Deutlichkeit, und auch die den Wirbel umgebenden Wellen, verschwinden mehr mit zuneh- mender Schalenstärke. Symphynola bialafa Lea, Mytilus plicalus Solander sind nach jugendlichen Exemplaren beschrieben, während die ausgewachsene Muschel erst v. Middendorf als A. herculea beschrieben wurde. — Anodonta (Dypsas) plicata ver- dient noch desshalb unser besonderes Interesse, weil sie die chinesische Perlen- muschel ist, und weil sie desshalb im Reich der Mitte gehegt, und sogar zur Per- lenproduction auf künstlichem Wege veranlasst wird, wenn auch die auf diesem Wege erreichbaren Erfolge weit hinter der natürlichen Perlenproduction zurück- bleiben. Nach den Mittheilungen von Schrenk's ist die Menge der von An. plicata geliefert werdenden Perlen eine sehr erhebliche. Die chinesische Regierung be- treibt die Perlenfischerei durch militärisch organisirte Arbeitergesellschaften, die jährlich eine gewisse Minimalzahl von Perlen abzuliefern haben. — Anodonta plicata hat in jugendlichem Alter viele Aehnlichkeit mit An. magni- fica Lea, die mit ihr dasselbe Gebiet bewohnt. Die breit-wellige, die ganze Schale faltende Skulplur haben beide gemein; An. magnifica unterscheidet sich aber von Dipsas plicata durch ihre selbst im Alter dünner bleibende Schale, durch ihre stär- kere Aufgeblasenheit, durch den Mangel der Falten auf der flügelartigen Schildver- längerung und durch den Mangel der Schlosslamelle. 243 188. Anodonta Shafferiana Lea. Taf. 17. Fig. 5—7. Anodonta Shafferiana Lea, Trans. Am. Phil. Soc. X. pl. 2R. fig. 50. — — — Observ. V. p. 44. Muschel schmal, wenig bauchig, ziemlich festschalig; mit glänzender, fast glatter Oberfläche und feinen, unregelmässigen Zuwachsstreifen, die gegen den Unterrand deutlicher, rauher und schiefriger werden ; senkrechter Längsdurchschnilt eiförmig, senkrechter Querdurchschnitt schmal herzförmig; Horizontalkontour eiförmig; Vorder- rand etwas zugespitzt-gerundet, ohne Grenze in die Nebenränder übergehend; Oberrand etwas gebogen, nach hinten etwas ansteigend; Unterrand wenig gewölbt, gegen den Hinterrand etwas aulgebogen; Hinlerrand einen ziemlich breiten, fast senkrecht abgesetzten Schnabel bildend; Wirbel ziemlich weit nach vorne stehend, nicht sehr aufgeblasen, aber ziemlich hervortretend, sehr eingerollt; Skulptur aus 3 sehr scharf ausgeprägten, etwa 1 — 2 Mm. von einander entfernt stehenden La- mellen bestehend , welche auf der durch deutlich abgegrenzte Linien eingeschlos- senen Aussenseite liegen. Schildchen schmal, ziemlich zusammengedrückt; Schild ziemlich erhaben, lang, wenig zusammengedrückt; Ligament kurz, stark, dunkel- braun; Ligamentalbucht klein, dreieckig; Innenseite glänzend; Perlmutter gelblieh- weiss, gegen die Wirbel zu dunkler; Schlossleiste ziemlich stark, breit, gerade, unter dem Wirbel der rechten Schale ein breiter und starker, fast 2 Mm. hoher Zahn, der etwas schief nach einwärts gerichtet ist; in der linken Schale vor dem Wirbel eine kleinere, zahnartige Erhebung, an deren Hinterseite sich der Zahn der rechten Schale anlegt; (für die beiden Zähne sind in der Schlossleiste keine Ver- tiefungen vorgesehen); Muskelnarben ziemlich verlieft; die vordere fast dreieckig, die hintere rundlich; Epidermis grau-rolhbraun, Wirbel schmulzig-gelblich; Jahres- ringe ziemlich deutlich, von gleicher Breite und durch dunklere Streifen mnrkirt. Länge 58 Mm., Breite 33 Mm., Dicke 19 Mm. Wohnort: Nordamerika, im Hornlack-Creek, Tennessee. Von Herrn Professor Sandberger in Wiirzburg milgelheilt. Bemerkung: Für die vorstehende Muschel bin ich sehr im Zweifel gewesen, ob sie in das Genus Anodonta gehört; sie stimmt bezüglich der vorhandenen car- dinalzahnartigen Anschwellungen der Schlossleiste mit einer Gruppe anderer nord- amerikanischen Arten überein, die wir schon sub Nr. 58 (An. sfllmonia) 69. 31* 244 (An. edentula) 91. (An. ovata) 130. (An. pavonia) und p. 43. (An. Ferussaciana) aufgeführt haben. Ich verweise daher auf das hei Beschreibung dieser Arten Gesagte. Genus Monocondylaea, D'Orbigny. Monocondylaea D'Orbigny, Voy. dans l'Araer. merid. Paris 1847. Thier: mit offenem Mantel, der ziemlich dick ist und einen sehr verdickten Saum hat; am Hititertheile eine Athem- und Analöffnung, von denen nur die erstere mit kleinen, luiöpfchenartigen Papillen besetzt ist; Kiemen sehr breit, die innere breiter als die äussere, der ganzen Lange nach an den Bauchsiick angeheftet; Analröhre fast etwas über den Manlelrand vortretend, ohne Nebenöffnung; Schliessmuskeln sehr breit. Muschel rundlich, meist starkschalig, mit sehr verkürztem und verschmäler- tem Vordertheile und breitem Hinlerlheile; Wirbel sehr hervortretend, aufgeblasen und stark eingerollt, (wahrscheinlich ohne jede Skulptur); Ligament stark; Liga- mentalbucht tief eingeschnitten, dreieckig; Schlossleiste breit, gebogen, unter dem Wirbel am Vorderrande stark eingesenkt; Cardinalzähne höckerförmig; in der rechten Schale 1; in der linken 1 — 2, die sich in entsprechende Grübchen der Gegenschale einlegen; Seitenzähne keine. Muskelnarben deutlich, die Schliess- muskelnarben mit den Narben der Fussmuskeln zusammenfliessend ; dia vordere Narbe hart unter der Schlossleiste und den grössten Theil des Vorderrandes ein- nehmend. Wohnort: Südamerika; im Flussgebiete des Amazonenstromes und des Rio de la Plata. Bemerkung. Dieses Genus wurde von den Autoren sehr unrichtig aufge- fasst und desshalb auch auf europaische und asiatische Muscheln angewandt. So hat z. B. die europäische Microc. Bonelli allerdings bezüglich der Zahl der Schloss- zähne Uebereinstimmung mit den südamerikanischen Arten, aber die Umrissform und alle übrigen Verhältnisse stimmen so wenig mit der letzteren überein, dass es dem aufmerksamen Beobachter sofort klar werden wird, dass die europäische und mehrere an diese sich anschliessende asiatische Muscheln nicht unter das D'Orbigny'sche Genus eingereiht werden dürfen. Leider sind die Thiere des Gen. Monocondylaea nach unserer Auffassung noch zu wenig genau untersucht, um auch 245 bezüglich der Weichfheile schärfere Differenzpunkte darzubieten , trotzdem ist nicht daran zu zweifeln, dass die europäischen und asiatischen nur mit Cardinalzähnen versehenen Arten, einem anderen (ieschlechfe angehören. Diese Muscheln zeichnen sich durch eine weit mehr an die Form der Unionen erinnernde Gestalt, durch dünnere Schale, andere Form und Lage des Wirbels aus , so dass sie viel mehr einigen nordamerikanischen Muscheln ähnlich sind, als den südamerikanischen Mono- condylaeen. Zudem haben im Allgemeinen die Organismen Südamerikas so wenige engere Beziehungen zu den europäischen und asiatischen, und weisen für beide Erdtheile auf so lanjre getrennte, selbständige Schöpfungscentra hin, dass es schon die geographische Entfernung als höchst unwahrscheinlich erscheinen lässt, dass das engbegrenzte aus wenigen Species bestehende Genus Monocondylaea eine so weite, durch das breite atlantische Meer unterbrochene Ausdehnung haben sollte. Ich habe daher die Auffassung des Genus Monocondylaea, wie sie Lea in seiner Synopsis of the Farn, of Unionidae 4. Ausg. 1870 angewendet hat, verworfen, und bin zur Beschränkung des Genus auf südamerikanische Arten zurückgekehrt. 1. Monocondylaea Paraguayana, D'Orbigny. Tal'. 78. Fig. 1. 2. Monocondylaea paraguayana D'Orb. May. de Zool. 1335. p. 37. — — Voy. d. l'Amer. mcrid. p. 61?. t. 70. fig. 5—7. Muschel ziemlich klein, sehr aufgeblasen, dickschalig, sehr fein concentrisch gestreift; Vordertheil verkürzt und verschmälert; Hinfertheil sehr breit, stumpf; Wirbel breit und aufgeblasen, hervortretend; senkrechter Längsdurchschnitt zuge- spitzt-eiförmig; Horizontaikontour rundlich-eiförmig; Vorderrand sehr schmal, stark gerundet, vom Wirbel eckig abgesetzt, ohne Grenze an den Unlerrand anschlies- send; Oberrand unter dem Wirbel eingesenkt, dann gewölbt ansteigend; Hinlerrand ziemlich lang, etwas gebogen, steil abfallend, eckig abgesetzt und gegen den Unter- rand durch eine schwach angedeutete Ecke abgegrenzt; Unlerrand lang, sehr ge- wölbt; Schildchen ziemlich breit, mit abgerundeter Ecke, Schild lang und breit, ziemlich zusammengedrückt, durch 2 vom Wirbel gegen den Unterrand laufende, kielartig hervortretende Streifen begrenzt; Ligament ziemlich lang, stark; Ligamen- talbucht tief eingeschnitten, dreieckig; Schlossleiste breit, unter dem Wirbel in jeder 246 Schale ein starker rundlicher Höcker, der sich in je eine entsprechende Grube der Gegenschale einlegt; Innenseite weisslich, glänzend; Muskeleindrücke sehr deutlich; vordere Schliessmuskelnarbe mit der Fussmuskelnarbe verwachsen , Epidermis dunkel grünlich-braun. Länge 59 Mm., Breite 44 Mm., Dicke 40 Mm. Wohnort: Südamerika, Brasilien, Prov. Corrientes, im Parana und Rio Patel. Nr. 2. Monocondylaea corrientesensis, D'Orbigny. Taf. 78. Fig. 3. 4. Monocondylaea corrientesensis D'Orbigny 1838. Mag. de Zool. Voy. d. l'Amer. merid. p. 613. pl. 78. flg. 8— 10. Muschel klein, dickschalig, zusammengedrückt, concenlrisch gestreift; Vorder- theil sehr verkürzt und verschmälert, Hinterlheil ziemlich breil, etwas zugespitzt; Wirbel spitz, wenig aufgeblasen und hervortretend; Horizontalkontour rundlich; Vorderrand vom Wirbel eckig abgesetzt, sehr stark gewölbt, ohne Grenze in den Unterrand übergehend; Oberrand ziemlich lang, anfangs concav dann schwach convex; Hinterrand ziemlich kurz, gewölbt, steil abfallend; durch die am Rande auslaufenden Kiele eckig; vom Unterrand durch eine schwach markirle Ecke abge- grenzt; Unterrand sehr gewölbt; Schildchen breit, ziemlich zusammengedrückt; Schild lang und breit, zusammengedrückt, durch 2 kielartig hervortretende, vom Wirbel gegen den Hinterrand laufende Slreifen begrenzt; Ligament stark; Ligarnen- talbucht tief eingeschnitten, dreieckig; Schlossleiste breit; in der rechten Schale unter dem Wirbel einen breiten Rundhöcker, der in eine entsprechende Grube der linken Schale eingreift; diese Grube wird mehr nach innen und vorne durch einen ähnlichen Rundhöcker und durch eine dünnere, gegen den Aussenrand stehende Lamelle begrenzt; Innenseile glänzend; Perlmutter grünlich; Muskelnarben lief; Epidermis braun. Länge 44 Mm., Breite 30 Mm., Dicke 20 Mm. Wohnort: Südamerika. Argentinische Republik, Provinz Corrientes im Rio Patel. 247 3. Monocondylaea minuana, D'Orbigny. Tal'. 78. Fig. 5. Monocondylaea minuana D'Orbigny, Mag. de Zooi. 1835. p. 37. — — Voy. d. l'Amer. merid. p. 612. t. 70. flg. 8—10. Muschel klein, aufgeblasen, dickschalig, concentrisch gestreift, mit sehr ver- schmälertem und verkürztem Vordertheile und schmalem, stumpf zugespitztem Hinler- theile; Wirbel sehr hervortretend, ziemlich aufgeblasen; senkrechter Längsdurch- schnitl zugespitzt-eiförmig; Horizontalkontour verlängerl-eifürmig; Vorderrand vom Wirbel stark eckig abgesetzt; sehr gewölbt, ohne Grenze in den Unterrand über- gehend; Oberrand unter dem Wirbel stark eingesenkt, dann fast gerade; Hinterrand sehr schmal, fast gerade, an beiden Nebenränder durch sehr abgerundete Ecken anschliessend; Unterrand ziemlich gewölbt; Schildchen zusammengedrückt, sehr her- vortretend; Schild lang, ziemlich schmal mit sehr abgerundeter Ecke, durch eine kielartige, vom Wirbel gegen die stumpfe Ecke, den Hinter- und Unterrand mit einander bilden, begrenzt; Ligament lang und stark; Ligamentalbucht tief-eingrei- fend, dreieckig; Schlossleiste lang und breit, ein zahnarliger Höcker unter dem Wirbel der rechten Schale, dem Aussenrande ziemlich genähert, sich in eine entsprechende Vertiefung der linken Schale einlegend; Innenseite glänzend, grünlich- weiss ; Muskeltiarben deutlich, der vordere sehr vortieft ; Epidermis grünlich. Länge 46 Mm., Breite 28 Mm., Dicke 23 Mm. Wohnort : Südamerika, Republik l T raffiia\ , im Rio Canelon brande und Rio del Rosario. Bemerkung. Nach D'Orbigny findet sich diese Muschel zwischen Steinen an Orten, wo das Wasser starken Fall hat. Die Art ist durch ihre längliche Form ausgezeichnet. Nr. 4. Monocondylaea Parchappii, D'Orbigny. Tat. 78. Fig. 6—7. Monocondylaea Parchappii D'Orit.. Mag. de Zool. 1835. p. 38. — — — Voy. d. l'Amer. merid. p. 613. t. 68. üg. 1—3. Muschel klein, dickschalig, wenig bauchig, stark concentrisch gestreift; Vor- dertheil sehr verkürzt, etwas verschmälert, Hintertheil breit abgestutzt; Wirbel 248 ziemlich aufgeblasen und hervortretend; senkrechter Längsdurchschnitt breit-lanzett- förmig'; Horizontalkontour stumpf-eiförmig; Vorderrand vom Wirbel eckig abgesetzt, stark gewölbt, ohne Grenze in den Unterrand übergehend; Oberrand ziemlich lang, unter dem Wirbel etwas eingesenkt, dann fast gerade; Hinlerrand wenig gebogen, ziemlich steil abfallend, beim Zusammentreffen mit dem Unterrande eine stumpfe, abgerundete Ecke bildend; Unterrand lang, wenig gebogen, gegen den Hinterrand stark aufgekrümmt. Schildchen ziemlich breit, zusammengedrückt; Schild lang, durch 2 vom Wirbel gegen den Hinterrand zulaufende, kielartige Linien begrenzt; Schlossleiste breit, ziemlich lang; Ligament stark, hing; Ligamentalbucht sehr tief eingesenkt, dreieckig; in der rechten Schale unter dem Wirbel ein Rundhöcker, der ziemlich niedrig bleibt und in eine Grube der linken Schale eingreift, welche durch 2 entsprechende, höckerartige Zähne begrenzt wird; Innenseile rosenroth; Muskel- narben verlieft: Epidermis bräunlichgrün. Länge 47 Mm., Breite 28 Mm., Dicke 19 Mm. Wohnort: Südamerika , -argentinische Republik, Provinz Corrientes, im Parana bei Ilaty. Nr. 5. Monocondylaea guarayana, D'Orbigny. Taf. 78. Fig. 8 u. Taf. 79. Fig. 3. Monocondylaea guarayana D'Orb., Mag. de Zool. 1835. p. 37. — — — Voy. d. l'Amer. merid. p. 614. t. 68. fig. 4—7. Thier: von weisslichcr Farbe mit braunem Saume (Taf. 79 Fig. 3 copirt nach D'Orbigny). Muschel klein, aufgeblasen, sehr slarkschalig und schwer, stark concentrisch gestreift; Vorderlheil sehr verkürzt; Hinlertheil etwas verschmälert, abgestumpft; Wirbel breil, wenig hervortretend; Horizontalkonlour rundlich-eiförmig; Vorderrand vom Wirbel eckig abgesetzt, stark gebogen, ohne Grenze in den Unterrand über- gehend; Oberrand kurz, unter dem Wirbel slark eingesenkt; Hiuterrand kurz, sehr abgestumpft , gegen beide Nebenränder eckig begrenzt ; Unterrand ziemlich lang, vor dem Anschluss an die Ecke des Hinlerrandes etwas eingesenkt; Schildchen zusammengedrückt, wenig vortretend; Schild ziemlich lang und schmal, Ecke ab- gerundet, vom Wirbel aus laufen gegen den unteren Rand des Hinfertheiles rinnig eingesenkte Linien; Ligament stark; Ligamentalbucht tief eingesenkt, dreieckig; 249 Schlossleiste stark, gebogen; unter dem Wirbel der rechten Schale ein rundlicher, höckerförmiger Zahn, der sich in eine Grube der linken Schale einlegt, die von 2 ähnlichen höckerförraigen Zähnen begrenzt wird. Innenseite röthlich-weiss ; Muskelnarben vertieft; Epidermis braun oder gelblich. Länge 40 Mm., Breite 30 Mm., Dicke 25 Mm. Wohnort: Südamerika, Republik Bolivien, im Rio de San Miguel. Bemerkung. Die Muschel steckt im schlammigen Sande und ist durch ihr rinniges Hintertheil gut charakterisirt. Nr. 6. Monocondylaea fossiculifera, D"Orbigny. Taf. 79. Fig. 1. 2. Monocondylaea fossiculifera D'Orbigny, Mag. de Zool. 1835. p. 38. — — — Voy. de l'Amer. merid. p. 614. t. 80. fig. 5-7. Thier: von gelb-grünlicher Farbe. Muschel gross, wenig aufgeblasen, nicht sehr dickschalig, mit sehr schwachen Zuwachsstreifen, die durch stärker hervortretende Jahresringe unterbrochen werden. Vordertheil sehr verkürzt, rundlich; Hintertheil breit, rundlich; senkrechter Längs- durchschnitt breit-lanzettförmig; Horizontalkontour rundlich-eiförmig; Vorderrand vom Wirbel ab eckig hervortretend, stark gewölbt, ohne Grenze in den Unterrand übergehend ; Oberrand ziemlich lang , unter dem Wirbel concav , dann etwas ge- wölbt; Hinterrand ziemlich lang, durch eine kielarlige vom Wirbel auslaufende Be- grenzung des Schildes fast in der Mitte eckig gebrochen und auch vom Unterrande durch eine schwach angedeutete Ecke abgegrenzt; Unterrand stark gewölbt; Schildchen klein und schmal zusammengedrückt; Schild lang, sehr breit, zusammen- gedrückt, dnrch eine kielarlig hervortretende Linie begrenzt ; Ligament lang, ziem- lich stark; Ligamenlalbucht sehr tief eingesenkt, dreieckig-hackenförmig, weit vor der Schildecke gelegen; Schlossleiste sehr breit, stark gebogen; in der rechten Schale unter dem Wirbel ein höckerartiger Zahn, der in eine Grube der Gegen- schale sich einlegt, welche von zwei ähnlichen Zähnen begrenzt wird; Innenseite sehr glänzend; Perlmutter grünlich- weiss, an den Rändern und in der Mitte mit violetten Flecken besetzt; Muskelnarben verlieft; Epidermis von braungrünlicher Farbe. Länge 83 Mm., Breite 64 Mm., Dicke 39 Mm. IX. 1. 32 250 Wohnort: Südamerika, argentinische Republik, Provinz Corrientes, im Parana bei Iribucua. Bemerkung. Nach D'Orbigny lebt die Art unter und zwischen Steinen des felsigen Grundes. Sie ist vorzugsweise durch ihre Bezähnung von den übrigen Arten verschieden. Nr. 7- Monocondylaea lentifo rrais Lea. Taf. 79. Fig. 4. 5. Monocondylaea lentiformis Lea, Journ. Acad. Nat. Sei VI. p. 272. — — — Observ. XII. p. 32. t. 36. fig. 88. Muschel von mittlerer Grösse, ziemlich aufgeblasen, ziemlich dickschalig mit glatter Oberfläche und stark hervortretenden Jahresringen; Vorderlheil sehr kurz und verschmälert, Hintertheil breit gerundet; Wirbel ziemlich aufgeblasen und her- vortretend, zurückgebogen; senkrechter Längsdurchschnitt schmal zugespitzt-eiförmig; Horizontalkontour rundlich; Vorderrand vom Wirbel etwas eckig abgesetzt, sehr kurz, rundlich, ohne Grenze in den Unterrand übergehend; Oberrand unter dem Wirbel eingesenkt, dann etwas convex, ziemlich lang; Hinlerrand steil abfallend, etwas gebogen, vom Unterrande durch eine stumpfe Spitze abgegrenzt; Unterrand sehr gewölbt, gegen den Hinterrand stärker aufsteigend; Schildchen klein und schmal, etwas zusammengedrückt; Schild breit und lang, durch eine kielarlig her- vortretende Linie, die auf die Ecke, den Hinter- und Unterrand mit einander bilden, zuläuft, begrenzt; Ecke stark abgerundet; Ligament kurz, sehr dunkelbraun gefärbt, sehr eingesenkt; Ligamenfalbucht tief eingeschnitten, hackenförmig-dreieckig; Schloss- leiste ziemlich breit, gebogen; unter dem Wirbel in jeder Schale je ein höcker- förmiger Zahn, der sich in Grübchen der Gegenschale einlegt; Innenseite sehr glänzend, Perlmutter weiss mit gelblicher Färbung; Muskelnarben deutlich; Epi- dermis dunkelolivenfarben. Länge 41 Mm., Breite 33 Mm., Dicke 18 Mm. Wohnort: Südamerika. Bemerkung. Diese und die folgende Species sind die einzigen, welche von Lea richtig in das südamerikanische D'Orbigny'sche Genus eingereiht worden sind. Leider fehlt eine engere Begrenzung des Fundortes. 251 Nr. 8. Moncondylaea Pazii, Lea. Taf. 79. Fig. 6. 7. Monocondylaea Pazii Lea, Proc. Acad. Nat. Sei. 1866. p. 74. % — _ _ Observ. XII. p. 33. t. 36. fig. 88. Muschel von mittlerer Grösse, ziemlich aufgeblasen, ziemlich dickschalig mit glatter Oberfläche und stark hervortretenden Jahresringen ; Vordertheile sehr ver- kürzt, verschmälert; Hintertheil breit, gerundet; Wirbel sehr hervortretend und auf- geblasen, stark abgefressen; senkrechter Längsdurchschnilt breit -lanzettförmig; Horizontalkontour eiförmig; Vorderrand kurz, vom Wirbel winkelig abgesetzt, ge- rundet, ohne Grenze in den Unterrand übergehend ; Oberrand lang, unter dem Wirbel eingesenkt, dann etwas gebogen; Hinterrand kurz, etwas gewölbt, steil abfallend; vom Unterrand durch eine abgerundete Ecke abgegrenzt; Unterrand lang, wenig gewölbt; Schildchen klein und schmal, zusammengedrückt; Schild ziemlich lang, schmal, etwas zusammengedrückt, durch eine vom Wirbel fast gegen die Spitze, die Unter- und Hinterrand mit einander bilden, laufende schwach kielförmige Linie begrenzt; Schildecke stark abgerundet; Ligament ziemlich dünn, dunkelbraun; Liga- mentalbucht unter der Schildecke, tief dreieckig; Schlossleiste breit, gebogen; mit Cardinalzähnen besetzt wie die vorige Art ; Innenseite sehr glänzend , weiss ; Mus- kelnarben, die vordere ziemlich vertieft, die hintere seicht; Epidermis dunkeloliven- farben. Länge 54 Mm., Breite 39 Mm., Dicke 25 Mm. Wohnort: Südamerika. Nr- 9. Monocondylaea Franciscana, Moricand. Taf. 74. Fig. 4—5. Unio (Monocondylaea,) Franciscana. Moric. Mem. sur les coqu. terr et fluv, envoy de Bahia p. 39. t. 3. fig. 14—17. Muschel ziemlich klein, dickschalig, aufgeblasen, fein gestreift, mit kaum be- merkbaren Jahresringen ; Vordertheil sehr verkürzt und verschmälert ; Hintertheil sehr breit, stumpf; Wirbel ziemlich spilz , wenig aufgeblasen, und hervortretend, stark eingerollt; senkrechter Längsdurchschnitt sehr zugespitzt-eiförmig; Horizontal- 32* 252 kontour rundlich; Vorderrand vom Wirbel eckig abgesetzt; gerundet, ohne Grenze in den Unterrand übergehend; Oberrand ziemlich gebogen, vor dem Wirbel etwas eingesenkt; Hinlerrand wenig gewölbt, von der abgerundeten Schildecke steil ab- fallend, vom Unterrande nicht abgegrenzt; Schildchen klein, zusammengedrückt; Schild lang und breit, durch 2 vom Wirbel gegen das muthmassliche Ende des Hinterrandes laufende kielartig markirle Linien begrenzt; Ligament lang, stark, Ligamentalbucht tief, dreieckig, unter der Schildecke; Innenseite glänzend; Perl- mutter rosa, gegen die Ränder bJäulich-weiss ; etwas vor oder hinter dem Wirbel ein höckerförmiger Zahn in jeder Schale, der sich in ein Grübchen der Gegen- schale einlegt; Muskelnarben ziemlich deutlich; Epidermis olivengrünlich. Länge 37 Mm., Breite 40 Mm., Dicke 24 Mm. Wohnort : Südamerika, ßahia. Genus Columba, Lea. Leila; Gray, Syn. brit. Mus. 1840. p. 142. Iridina, D'Orbigny, Voyage d. l'Amer. merid. Columba, Lea, Observ. I. p. 190. (1833). Thier mit fast ganz geschlossenem Mantel, der nur einen breiten Durchgang für den Fuss hat und am Hinlertheile in 2 kurze, ungleich lange Siphonen ausge- zogen ist, von denen die kurze als Analröhre dient. Fuss sehr gross, zusammen- gedrückt. (Nach D'Orbigny). Muschel dünnschalig, mit glatter Oberfläche, am Vordertheile klaffend; der Manleleindruck hat neben der Schultermuskelnarbe eine liefe , winkelige Bucht, Umrissform durch Verschmälerung des Vordertheiles dreiseitig; Ligamentalbucht sehr gross, dreieckig; Muskelnarben gross, wenig vertieft, zusammenfliessend. Wohnort. Das Genus, aus nur wenigen Arten bestehend, ist auf Südamerika beschränkt. Bemerkung. Die Arten des vorstehenden Genus vermischt D'Orbigny mit dem afrikanischen Genus Iridina, dem es in der Umrissform allerdings etwas nahe kommt. Das Genus Iridina hat aber eine sehr dicke Schale und eine crenelirte Schlossleiste, entbehrt dagegen der Mantelbucht, wenn es auch die am Vordertheile klaffende Schale mit den südamerikanischen Muscheln theilt. Ich habe mich durch D'Orbigny verführen lassen, in meiner Arbeit „die Genera der recenten Süsswasser- 253 Bivalven" für das Genus Leila (Columba) den crenelirten Schlossrand anzugeben, was für das auf südamerikanische Arten beschränkte Genus unrichtig ist. Wahr- scheinlich ist auch die D'Orbigny'sche Beschreibung des Thieres von afrikanischen Iridinen entlehnt, und daher gleichfalls auf das südamerikaniscke Genus nicht pas- send. Lea hat sein Genus Columba auf Bewohner Südamerikas beschränkt, und ich bin diesem Autor hierin gefolgt, ohne aber zugleich die Synonymie anzunehmen, die derselbe Autor den 2 von ihm aufgezählt werdenden Arten. C. Blainvilliana Lea und C. esula Jan. zutheilt. Anodonla scriptus Reeve. (Conch. icon.) ist eine ächte Anodonta, dagegen scheint mir An. hians Reeve mit grösserer Wahrscheinlichkeit zu Gen. Columba zu gehören, wenn Reeve auch von der Manlel- bucht nichts erwähnt, weil sie eine klaffende Schale besüzl. Nr. 1. Columba Blainvilliana, Lea. Tal'. 86. Fig. 1. 2. Anodonta Blainvilliana Lea, Observ. I. p. 77. t. 12. fig. 35. Leila Blainvilliana, Hupe, Anim. nouv. d. les part. contr. de l'Amer. du Sud. p. 90. — trapezialis, Hupe — — — p. 90. (teste Lea). Iridina — D'Orbigny, Mag. de Zool. p. 43. (teste Lea). — — — Voy. d. l'Amer. merid. p. 596. Anodonta Blainvilliana Jay, Coli, of Shells. 1850. Nr. 2012. — — Hanley, Cat. of rec. biv. shells p. 222. — Parishii Gray, Pro. Zool. Soc. 1834. (teste Lea). — — Hanley, Cat. of rec. biv. shells. p. 222. Muschel gross, aufgeblasen, ziemlich dickschalig, mit glatter Oberfläche; Vor- dertheil klaffend, sehr verkürzt, verschmälert; Hintertheil sehr breit, stumpf zuge- spitzt; Wirbel ziemlich hervorragend; senkrechter Läiigsdurchschnilt zugespitzt- eiförmig; Horizonlalkontour fast dreieckig; Vorderrand sehr schmal, vom Oberrand durch die scharf hervortretende Ecke des Schildchens abgegrenzt, dagegen in den Unterrand ohne Grenze übergehend; Oberrand lang, eine gerade Linie bildend; Unterrand lang, sehr gewölbt, höchster Punkt der Wölbung etwa in die Mitte der Muschel fallend; Hinlerrand ziemlich lang, gebogen, gegen den Unterrand einen schmalen abgestutzten Schnabel bildend; Schildchen ziemlich kurz, breit; Schild lang, breit, ziemlich zusammengedrückt; Schildecke abgerundet; Ligamenlalbucht 254 tief dreieckig; Innenseite sehr glänzend; Perlmutter gelblich; Schlossleiste ziemlich breit; Muskelnarben: die hintere gross, undeutlich; die vordere milder Bauchsack- haftmuskelnarbe verbunden, ziemlich vertieft; Mantelnarbe deutlich, neben der hin- teren Schliessmuskelnarbe eine tief einspringende Bucht bildend. Epidermis grünlich. Länge 76 Mm., Breite 50 Mm., Dicke 33 Mm. Wohnort: Südamerika in Brasilien. Bemerkung. Ich kann für die vorstehende Art leider nur die Copie der Lea'schen Abbildung geben , welche die Muschel etwas verkleinert darstellt. Nach Lea's Aeusserung (Syn. of the Farn, of Union. 1874. p. 86. Anmerk. 3) ist An. Parishii nur eine junge C. Blainvilliana Lea. Nr. 2. Columba Castelnaudii, Hupö. Taf. 84. Fig. 1. 2. Leila Castelnaudii, Hupe, Anim. nouv. de l'Amer. du Süd, tome 3. p. 91. t. 19. üg. 1. Muschel gross, dickschalig, im Ganzen wenig bauchig, mit glatter, glänzender Oberfläche; Vordertheil sehr verschmälert und zugespitzt, so dass der Vorderrand gänzlich zu fehlen scheint; Hintertbeil breit, mit stumpfer Spitze; Wirbel breit, wenig hervortretend; meist abgerieben; Horizontalkontour dreieckig, zugespitzt- eiförmig; Oberrand sehr lang, in schwacher Wellenlinie gebogen, so dass er unter dem Wirbel etwas concav ist, dann sich aber wieder schwach wölbt; gegen die Nebenränder durch deutliche Ecken abgegrenzt; Hinterrand ziemlich lang, wenig gewölbt; beim Zusammentreffen mit dem Unterrande eine stumpfe, wenig hervor- tretende Ecke bildend; Unterrand sehr lang, stark gewölbt, unmittelbar an den Oberrand anschliessend, von dem ihn die etwas abgerundete, scharfe Ecke des Schildchens trennt; Schildchen sehr eckig hervortretend; Schild lang und breit, zu- sammengedrückt; Innenseife sehr glänzend; Perlmutter bläulich- weiss; Schlossleiste sehr schmal, Ligament sehr lang und stark; Ligamentalbucht gross, tief eingreifend, eckig, unter der Schildecke; Muskelnarben sehr gross; die vordere Schliessmuskel- narbe mit der Bauchsackhaftmuskel- und der Fussmuskelnarbe verbunden, ziemlich vertieft; die hintere Schliessmuskelnarbe mit der Fussmuskelnarbe verbunden; Mantelnarbe sehr deutlich, mit einer neben der vorderen Schliessmuskelnarbe lie- 255 genden, tief nach innen vorspringenden Bucht; Epidermis dunkelschwarzbraun mit sehr deutlichen Jahresringen. Länge 147 Mm., Breite 97 Mm. Wohnort: Südamerika, im Paraguay, bei Bourbon und Olympo. Bemerkung. Lea zieht diese Muschel als synonym zu C. esula Tan. Es ist mir leider nicht gelungen , eine authentische Abbildung dieser letzteren zu be- kommen und ich muss mich daher des Urtheils über die Richtigkeit dieses Vor- gehens enthalten. Da aber Lea auch die nachfolgende Art C. pulvinata Hupe als synonym zu C. esula stellt, die beiden Hupe'schen Arten aber nicht unbedeutend von einander abweichen, so möchte ich doch die Richtigkeit des Lea'schen Vor- gehens in Zweifel ziehen. Jedenfalls halte ich die beiden C. Castelnaudii und pul- vinata für 2 verschiedene Species. Nr. 3. Columba pulvinata, Hupe. Tat'. 85. Fig. 1. 2. Leila pulvinata, Hupe, Anim. nouv. du l'Amer. du Sud. lome 3. p. 90. t. 20. fig. I. Muschel sehr gross, am Vordertlieile klaffend, aufgeblasen, dünnschalig, mit glatter Oberfläche; Vordertheil sehr verschmälert; Hinlerlheil verkürzt, sehr breit, mit kurzer, stumpfer Spitze ; Horizontalkontour undeutlich vierseilig; Wirbel breit aufgeblasen, ziemlich hervortretend; Vorderrand fehlend; Oberrand sehr lang, fast gerade, von beiden Nebenrändern durch deutliche Ecken abgegrenzt; Hinterrand kurz, steil abfallend, anfangs schwach concav, dann mit dem Unterrande einen ganz schmalen, sehr wenig hervortretenden, abgestumpften Schnabel bildend; Unterrand sehr lang, sehr gewölbt; Schildchen ziemlich breit, zusammengedrückt; Schild breit und lang, zusammengedrückt; Ligament lang, stark; Ligamentalbucht sehr gross, tief eingreifend, dreieckig, unter der Schildecke gelegen; Innenseite etwas glän- zend, Perlmutter weiss ; Schlossleiste schmal ; Muskelnarben sehr deutlich , gross ; Mantelnarbe sehr deutlich mit tief einspringenden, neben /ier hinteren Schliessmuskel- narbe gelegenen Bucht; Epidermis hellgrün. Länge 137 Mm., Breite 104 Mm. Wohnort: Südamerika bei Rio de Janeiro. 256 Genus Microcondylaea, a Vest. Microcondylaea, a Vest, Verliandl. u. Mitth. d. Siebenbürg. Vor. f. Naturw. 1866. p. 201. Monocondylaea Lea, Syn. of Fam. of Unionidae 1870. (pars). Thier: Kiemenblätter am Rücken mit einander verbunden, die inneren frei vom Bauchsacke , die äusseren ihrer ganzen Länge nach an den Mantel angewachsen ; Manie] an seinem ganzen Umfange offen; keine Anal- und Athemröhre; Fuss zun- genförmig. Muschel: dünnschalig; Schloss ohne Zähne; nur an Stelle des Cardinalzahnes in jeder Schale eine kleine, zusammengedrückte, stumpfe, lamellenförmig am innern Rand der Leiste angebrachte Erhebung, welche sich beim Schliessen der Schalen nicht in Grübchen, die auf der Schlossleiste angebracht sind, sondern neben, resp. vor einander zu liegen zu kommen. Wohnort: Die wenigen, bis jetzt bekannten Species leben in Europa (eine Art) und in den mittleren Theilen Asiens. Re merkung. Die längst bekannte europäische Art dieses Genus, welche als typische Species desselben befrachtet wird, wurde in verschiedene Genera einge- reiht, bis v. Vest. durch Untersuchung ihres Thieres feststellen konnte, dass sie ein eigenes Genus darzustellen verdient, welches durch die Verhältnisse der Weich- theile mit keinem jener Genera übereinstimmt, die nur Cardinal- aber keine Sei- lenzähne besitzen. Ihre Bezähnung der Schlossleiste gab Veranlassung, dass Micro. Ronelli von den Autoren in die Genera Unio (Hanley, Pfeiffer und Mühlfeld); Alasmodonta (Ferussac), Margaritana (Villa) und Monocondylaea (Lea) eingereicht wurde, und Micro. Ronelli ist auf diese Weise die am meisten herumirrende Art geworden. Ich habe schon in meiner Arbeit („Die Genera der recenten Süsswas- serbivalven") das Genus Microcondylaea auf europäische und asiatische Arten be- schränkt und nur noch Marg. dehiscens Lea als einzige, nordamerikanische Species beigezogen, weil die Bezähnung der Schlossleiste sehr genau mit jener der typischen Mic. Bonelli übereinstimmt. Eingehendere Untersuchungen haben mir jedoch gezeigt, dass die nordamerikanische Muschel ein klaffendes Vordertheil besitzt, was der ersteren fehlt. Das klaffende Vordertheil berechtigt aber auf eine andere Gestalt des Fusses zu schliessen, als wir sie von Gen. Microcondylaea kennen, und aus- serdem deutet auch die Lebensweise von M. dehiscens auf manche Eigenthümlich- 257 keilen, die den Muscheln der allen Well fehlen. Ich halle es daher nichl für ge- rechtfertigt; bevor das Thier von Mar. dehiscens sorgfältiger untersucht ist, diese Muschel in das vorliegende Genus aufzunehmen , und führe sie daher einslweilen unter den nachfolgenden nordamerikanischen Genus Alasniodonta auf. Von dem Genus Margaritana Schumacher unterscheidet sich das Thier des vor- stehenden Genus dadurch, dass bei ersteren die äusseren Kiemenblätler nicht an den Mantel angeheftet sind. Ausserdem ist die Schlossleisle in den Muscheln dieses Genus viel breiter, die Muscheln sind viel dickschaliger und die Cardinalzähne stim- men in Form und Lage mit jenen des Genus Unio überein. Von den Species des Genus Microcondylaea sind mehrere unter dem Genus Margaritana, in Bd. IX. 2. von Hrn. Dr. Küster bereits beschrieben und abgebildet worden. Dasselbe ist mit den 2 Species der Fall, die Küster dort unter den Genus Monocondylaea aufführt. — Der Vollständigkeit wegen zähle ich die Species hier nochmals auf, verweise aber bezüglich deren Beschreibung etc. auf Bd. IX. 2. 1. Microcondylaea Bonelli, Ferussac. Bd. IX. 2. Tat. 78. Fig. 3. 4. vide Nr. 6. Bd. IX. 2. p. 296. Margaritana Bonelli, Küster. 2. Microcondylaea rhomboidea Lea. Bd. IX. 2. Taf. 100. Fig. 7. vide Bd. IX. 2. p. 304. Nr. I. Monocondylaea rhomboidea, Küster. 3. Microcondylaea planulata Lea. Bd. IX. 2. Taf. 100. Fig. 8. vide Bd. IX. 2. p. 305. Nr. 2. Monocondylaea planulala Lea. 4. Microcondylaea von dem Buschiana Lea. Bd. IX. 2. Taf. 98. Fig. 3. vide Bd. IX. 2. p. 295. Nr. 5. Margaritana v. d. Buschiana, Küster. 5. Microcondylaea fragilis Mousson. Bd. IX. 2. Taf. 98. Fig. 2." vide Bd. IX. 2. p. 295. Nr. 4. Margaritana fragilis, Küsler. IX. L. 33 258 6. M icrocondylaea compressa Lea. Taf. 80. Fig. 3. 4. Monocondy laea compressa Lea, Proc. Acad. Nat. Soc. 1863. p. 190. — — — Observ. XI. p. 34. t. 11. fig. 29. Muschel von milderer Grösse, verlängert, sehr zusammengedrückt, dünnschalig, mit glatter Oberfläche; Vordertheil sehr verkürzt und verschmälert, abgerundet; Hintertheil breit, sehr verlängert, zugespitzt; Wirbel kaum hervortretend, mit feiner welliger Skulptur, meist abgerieben; senkrechter Längsdurchschnitl schmal lanzett- förmig; Horizonfalkontour sehr verlängert-eiförmig; Vorderrand schmal, gerundet; Oberrand sehr lang, fast gerade, langsam ansteigend; Hinterrand von der Schildecke ziemlich steil abfallend; fast gerade, dann einen schmalen, schief abgestutzten Schnabel bildend ; Unterrand sehr lang, wenig gebogen, aber gegen den Hinterrand stark aufgebogen ; Schildchen klein, schmal, zusammengedrückt, ohne scharf hervor- tretende Ecke; Schild lang und breit, mit nur wenig abgerundeter Ecke; Ligament lang, dünn; Ligamentalbucht kurz, seicht gerundet, etwas vor der Schildecke ge- legen; Innenseite glänzend; Perlmutter weisslich; Schlossleiste lang, sehr schmal; Muskelnarben seicht; Epidermis olivenfarben mit dunkleren Jahresringen; unter den Wirbeln in jeder Schale die lamellenartigen Zähnchen. Länge 72 Mmm.; Breite 38 Mm., Dicke 14 Mm. Wohnort: Asien; Siam. Bemerkung. Diese von Lea bei Monocondylaea untergebrachte Art stimmt in ihrer Schalenbildung so sehr mit der europäischen Micr. Bonelli überein, dass ich nicht daran zweifle, dass sie unter das vorstehende Genus gehört. Die schmale Schlossleiste, die Form der Zähne und die dünne Schale charakterisiren dieses Genus so gut, dass sich die Einreihung des Species auch ohne Kenntniss der Thiere vornehmen lässt, umsomehr als die südamerikanischen Species fast entgegengesetzte Verhältnisse aufweisen. Micr. compressa nähert sich in jeder Hinsicht sehr der An. exilis Lea, aber die Bezähnung der Schlossleiste unter- scheidet beide Arten. 259 Nr. 7. Microcondylaea (Margaritana) Wheatleyi, Lea. Tal'. 80. Fig. 1. 2. Monocondylaea Wheatleyi, Lea, Jour. Acad. Nat. Sei. V. p. 399. — — — Observ. X. p. 35. t. 50. fig. 307. Muschel von mittlerer Grösse, wenig bauchig, ziemlich dickschalig, mit glatter Oberfläche; Vordertheil sehr verkürzt, verschmälert; Hinterlheil breit, etwas zuge- spitzt; Wirbel ziemlich zugespitzt und hervortretend, mit sehr feiner welliger Skulptur; Vorderrand etwas zugespitzt-gerundet, von der schwach markirten Ecke des Schildchens steil abfallend und ohne Abgrenzung in den Unterrand übergehend; Oberrand ziemlich lang, etwas gebogen; mit dem Unterrande eine stark abgerundete Spitze bildend; Unlerrand lang, wenig gewölbt; Ligament lang und ziemlich dick; Ligamentalbucht seicht, gerundet, unter der abgerundeten Ecke des Schildes; Schildchen sehr schmal und klein, etwas zusammengedrückt; Schild lang, ziemlich schmal, wenig zusammengedrückt; Innenseile sehr glänzend; Perlmutter sehr schön periweiss, mit Atlasglanz; Schlossleiste ziemlich breit, auf derselben unter dem Wirbel in jeder Schale ein starker, breiter, höckerförmiger Zahn; Muskelnarben die vordere deutlich, etwas vertieft; die hintere sehr seicht, zerfliessend; Epidermis gelblich. Länge 58 Mm., Breite 40 Mm., Dicke 28 Mm. Wohnort: Asien, im Flusse Tigris in Assyrien. Bemerkung. Ich bin nicht sicher, ob die vorstehende Muschel in das Genus Microcondylaea gehört; die dicke Schale und die Form des Zahnes deutet vielmehr darauf hin , dass M. Wheatleyi in das Genus Margaritana gehört. Keinenfalls ist sie jedoch mit Lea in das Genus Monocondylaea zu stellen. — Das Genus Magaritana, dessen typische Art die weit verbreitete Mar. margaritifera Lea ist, ist über die ganze nördliche Halbkugel verbreitet, und finden sich namentlich in Sibirien und dem Amurlande mehrere Species desselben. Nr. 8. Microcondylaea Cumingii Lea. Taf. 83. Fig. 3. .4. Monocondylaea Cumingii, Proc. Zool. Soc. London 1650. p. 199. — — Observ. VII. p. 53. t. 33. fig. 114. Muschel von mittlerer Grösse, ziemlich dickschalig, wenig aufgeblasen, mit glatter Oberfläche; Vordertheil sehr verkürzt, etwas verschmälert; Hintertheil lang, 33* 260 etwas zugespitzt, breit-abgestutzl; Wirbel sehr wenig hervortretend, meist stark abgerieben; senkrechter Längsdurchschnitt breit-eiförmig; Horizontalkontour verlän- gert-eiförmig; Vorderrand schmal, wenig gewölbt, nach beiden Nebenrändern durch schwach markirte , stumpfe Ecken abgegrenzt; Oberrand lang, etwas gebogen, schwach ansteigend; Hinterrand von der Schildecke fast in gerader Linie ziemlich steil abfallend, dann mit dem Unterrande einen breil-abgestutzten Schnabel bildend; Unterrand sehr lang, sehr wenig gewölbt, gegen den Schnabel fast etwas concav; Schildchen sehr klein, zusammengedrückt; Schild lang und breit, vom Wirbel aus laufen 2 sehr unter sich entfernte Linien gegen den Hinterrand, von denen die untere auf die obere Schnabelecke, die obere auf die Mitte des Hinlerrandes zu- läuft; Ligament lang, ziemlich dick, dunkelbraun; Ligamentalbucht kurz, seicht, rundlich, unter der scharf raarkirten Schildecke gelegen; Innenseite glänzend; Perl- mutter weiss; Schlossleiste ziemlich breit; Cardinalzahn einzeln in jeder Schale, schmal, zusammengedrückt, in der rechten Schale etwas breiter ; Muskelnarben : die vorderen zusammenfliessend , ziemlich vertieft, die hinteren sehr seicht; Epidermis dunkelbraun. Länge 77 Mm., Breite 47 Mm., Dicke 25 Mm. Wohnorf: Asien, Malacca. Bemerkung. Die vorstehende Muschel gehört zweifellos zu dem Gen. Mi- crocondylaea, welches ich als ein vorzugsweise südasiatisches bezeichnen möchte. Nr. 9- Microcondylaea Saulcyi Bourguignat. Taf. S6. Fig. 4. 5. Unio Saulcyi, Bourguignat, Test. nov. p. 27. Nr. 1. 1852. (Journ. de Conchol.) — — — Voy. autour de la mer morte 1853. p. 74. t. 3. fig. 1 — 3. — Michonii — Test. nov. p. 27. Nr. 2. 1852. — — — Voy. aut. de la mer morte 1853. p. 74. t. 3. fig. 10—12. Muschel von mittlerer Grösse, dünnschalig, wenig aufgeblasen, mit glatter Oberfläche; Vordertheil etwas verschmälert, sehr kurz; Hintertheil breit, zungen- förmig; Wirbel ziemlich breit, wenig hervortretend, dem Vorderrande ziemlich ge- nähert, meist stark abgerieben; senkrechter Längsdurchschnitt lanzettförmig; Hori- zontalkontour verlängert-eiförmig; Vorderrand kurz, stark gerundet, ohne Grenze an beide Nebenränder anschliessend; Oberrand ziemlich lang, etwas gebogen, durch 261 kaum bemerkbar angedeutete Ecke in den Hinterrand übergehend ; Unlerrand sehr wenig gebogen, dem Oberrande fast parallel, ohne Grenze an die Nebenränder an- schliessend, gegen den Hinlerrand stärker aufgebogen; Hinterrand ziemlich kurz, einen zungenförmigen nach beiden Nebenrändern abgerundeten, breiten Schnabel bildend; Schildchen schmal, kaum angedeutet; Schild ziemlich lang, wenig zusam- mengedrückt, mit stark abgerundeter Ecke; Innenseite glänzend; Perlmutter weiss; Ligament ziemlich stark, Ligamenlalbucht kurz, rundlich, unter der Schildecke; Schlossleiste ziemlich schmal, Cardinalzähne durch Anschwellung des inneren Randes der Schlossleiste unter dem Wirbel gebildet; Muskelnarben wenig verlieft, deutlich; Epidermis schwärzlich. Länge 70 Mm., Breite 38 Mm., Dicke 23 Mm. Wohnort: Asien, in den Bächen der Umgebung von JafTa in Syrien. Bemerkung. Trotz der kurzen Beschreibung Bourguignat's kann kein Zweifel bestehen, dass die vorstehende Art dem Genus Microcondylaea Vest. angehört. Die Bildung des Cardinalzahnes stimmt völlig mit dem der europäischen M. Bonelli überein. Unio Michonii Bourg wird von Lea mit Recht zu der vorsiehenden Art gezogen, von der sie nur eine sehr unbedeutende Varietät darstellt ; die Unter- schiede, die Bourguignat zwischen beiden Arten hervorhebt, sind übrigens derart, dass es scheinen will , dass U. Michonii nur eine Jugendform der M. Saulcyi dar- stellt. Lea hat letztere Muschel unter das Genus Monocondylaea eingereiht. Nr. 10. Microcondylaea Mouhotiana Lea. Taf. 82. Fig. 1. 2. Monocondylaea Mo u lio 1 i a na Lea, Proc. Aead. Nal. Soc. 1863. p. 11)0. — — — Observ. XI. p. (19. t. 21. fig. 62. Muschel von minierer Grösse, verlängert, zusammengedrückt, dünnschalig, mit glatter Oberfläche; Vorderlheil sehr verkürzt und verschmälert; Hinterlheil breit, abgerundet; Wirbel wenig hervortretend, abgerieben, senkrechter Längsdurchschnitt schmal lanzettförmig; Horizontalkontour sehr verlängert-eiförinig; Vorderrand kurz, gerundet; Oberrand ziemlich lang, gebogen; Hinterrand schmal, einen ziemlich brei- ten, aber nicht durch deutliche Ecken markirlen Schnabel bildend; Unterrand lang, wenig gebogen, gegen den Hinterrand mehr ansteigend; Schildchen klein, sehr wenig hervortretend, schmal, zusammengedrückt; Schild sehr lang, ziemlich schmal, 262 zusammengedrückt , Ecke nicht hervortretend; Ligament ziemlich lang, fein; Liga- mentalbucht seicht, rundlich; unter der stark abgerundeten Schildecke; Innenseite sehr glänzend; Perlmutter weiss; Schlossleiste sehr schmal; Cardinalzahn wie bei M. compressa; Muskelnarben seicht; Epidermis gelblich-braun, mit dunkleren Jah- resringen. Länge 68 Mm., Breite 35 Mm., Dicke 18 Mm. Wohnort : Südasien, Siam, Cambodia. Genus Margaritana, Schumacher. Margaritana, Schumacher, Essai d'une nouv. syst, de vers test. 1817. p. 123. — Küster, Syst, Coneh. tah. IX. 2. p. 293. — Lea, Synopsis of the Fain. of Unionidae 1870. Baphia, H. and A. Adams, the Gen. of rec. moll. Margaritana, Phiiippi, Handb. der Conchyl. p. 359. Thier: Kiemen amRücken unter sich verwachsen, nicht an den Bauchsack angeheftet, nicht der ganzen Länge nach an den Mantel angewachsen, sondern gegen das hintere Ende auf etwa 15 Mm. Länge frei (Marg-. margaritifera Lea). Ausserdem stimmt das Thier mit jenem des Genus Unio ziemlich überein. Muschel: vide Bd. IX 2.p. 293. Bemerkung. Wir verdanken erst der schon mehrfach erwähnten Arbeit des Herrn v. Vest. die genauere Kenntniss des Thieres von M. margaritifera und des Unterschiedes der zwischen diesem und jenem der Microc. Bonelli besteht. Von fast allen Arten, die Lea in das Genus Margaritana einreiht, fehlt uns die Kenntniss des Thieres und damit die Sicherheit, ob die Muschel richtig untergebracht ist. So stellt dieser Autor alle Arten des nordamerikanischen Genus Alasraodonfa Say unter das vorstehende Genus, wahrscheinlich nur desshalb, weil die vorhandenen Cardinalzähne neben den mangelnden Seitenzähnen für beide Arten übereinstim- mende Schalencharaktere sind. Unter den nordamerikanischen Arten des Gen. Alas- modonta sind aber mehrere sehr dünnschalige Arten, die sehr aufgeblasen sind und der allgemeinen Form nach von den ächten Margaritanen sehr abweichen (Alasm. arcula Lea etc.). Stimpson charakterisirt übrigens das Thier des Gen. Alasmodonta Say dadurch, dass er sagt, „die Kiemenblätter seien an den Bauchsack und ihrer ganzen Länge nach an den Mantel angeheftet", so dass zwischen den Thieren bei- 263 der Genera sehr erhebliche Unterschiede bestehen würden, welche die Vereinigung beider nicht mehr gerechtfertigt erscheinen Hessen. Ich habe auf dieses Verhält- niss schon in meiner Schrift „Die Genera der recenten Süsswasserbivalven" auf- merksam gemacht, und wäre sehr geneigt, das Genus Alasmodonta sofort wieder auszuscheiden, wenn nicht eine Reihe zweifelhafter nordamerikanischer Muscheln vorhanden wären (mehrer Species des Subgenus Complanaria der Gebrüder Adams), von denen ohne Untersuchung des Thieres keine sichere Zutheilung möglich ist. Möchten die nordamerikanischen Autoren, welche allein die Untersuchung der Thiere der treffenden Arten vornehmen können, die Sache in die Hand nehmen, und sich den Entscheid der Frage angelegen sein lassen. Das Genus Alasmorlonla wäre demnach auf Nordamerika beschränkt, während das Genus Margarilana über die ganze nördliche Halbkugel verbreitet ist und in seiner typischen Muschel Marg. margaritifera Lea sogar eine circumpolare Species besitzt, welche vielleicht den ausgedehntesten Verbreitungsbezirk unter allen Süsswasserbivalven hat. Dr. Küster hat in Bd. IX. 2. schon eine Anzahl Species des Genus Margaritana abgebildet, mit denselben aber ausser Microc. Bonelli noch mehrere andere Micro- condylaeen beigemischt, die ich schon bei diesem Genus aufgezählt habe. Ich werde daher hier die schon im Bd. IX. 2 dargestellten Arten einfach namentlich aufzählen, indem ich auf dort verweise. Als typische Species des Genus Margaritana gilt : Nr. 1. Margaritana margaritifera Linne\ vide Bd. IX. 2. p. 130 u. 293 t. 38. 39. fig. 2—4. Nr. 2. Margaritana a reu ata Barnes. vide Bd. IX. 2. p. 293. t. 39. fig. 1. Bemerkung. Dr. Küster zählt diese Art als eine von der vorhergehenden Muschel verschiedene Species auf, indem er die Auffassung Agassiz's annimmt. Lea Syn. Unionidae 1870 zieht sie dagegen wieder als synonym zu M. margaritifera. Genauer Vergleich einer grösseren Anzahl von Exemplaren heider Muscheln, wie er mir für die amerikanische Art nicht zu Gebote steht, kann allein die Frage lösen. 264 Nr. 3. Margaritana Spillmannii, Lea. Taf. 82. Fig. 5—6. Margaritana Spillmannii, Lea, Proc. Acad. Nat. Sei. 1858. p. 138. _ _ _ Observ. XI. p. 109. t. 17. fig. 252. Muschel gross, sehr aufgeblasen, ziemlich dickschalig, mit glatter Oberfläche; Vordertheil ziemlich lang, etwas verschmälert, gerundet; Hintertheil verkürzt, zu- gespitzt; Wirbel breit, ziemlich aufgeblasen und hervortretend, mit einer aus weni- gen, das Hintertheil desselben umziehenden, rundlichen Lamellen besiehenden Skulptur; senkrechter Längsdurchschnilt zugespitzl-eiförmig; Horizontalkontour sehr verlängert eiförmig; Vorderrand etwas zugespitzt gerundet, von den beiden Neben- rändern nicht abgegrenzt ; Oberrand kurz, vor dem Wirbel etwas eingesenkt, wenig gebogen; Hinlerrand ziemlich kurz, schwach gewölbt, mit dem Unterrande eine abgerundete Spitze bildend; Unterrand lang, ziemlich gewölbt; Schildchen ziemlich lang und schmal, etwas zusammengedrückt; Schild lang, ziemlich breit, zusammen- gedrückt, durch 2 vom Wirbel gegen den unteren Theil des Hinterrandes laufende Linien begrenz!; Ligament ziemlich kurz, stark, ^dunkelbraun; Ligamentalbucht ziem- lich lang, seicht rundlich, unter der Schildecke gelegen ; Innenseite glänzend ; Perl- mutter weiss; Schlossleiste ziemlich breit, Cardinalzahn schwach zusammengedrückt, einfach in jeder Schale; Muskelnarben breit und ziemlich vertieft; Epidermis röth- lich oder dunkelbraun, mit sehr markirten, ziemlich entfernt stehenden Jahresringen. Länge 80 Mm., Breite 50 Mm., Dicke 40 Mm. Wohnort: Nordamerika, im Tombigbee-Fluss bei Columbus. Bemerkung. Die vorstehende Muschel, welche der Umrissform nach der typischen M. margaritifera sehr ähnlich ist, scheint mir auch in das enger be- grenzte Genus Margaritana zu gehören. Nr. 4. Margaritana Alabamensis, Lea. Taf. 80. Fig. 5. Margaritana Alabamensis, Lea, Proc. Acad. Nat. Sei. 1861. p. 41. _ _ _ Observ. VIII. 2. p. 108. t. 16. flg. 249. Muschel gross, länglich, ziemlich aufgeblasen, ziemlich dickschalig, mit glatter Oberfläche; Vordertheil kurz, gerundet, Hintertheil etwas zugespitzt; Wirbel breit 265 und wenig hervortretend, mit feiner, welliger Skulptur, die meist abgerieben ist; senkrechter Längsdurchschnitt breit-lanzettförmig; Horizontalkontour länglich-eiförmig; Vorderrand von der schwach markirten Ecke des Schildcbens in ungleichförmiger Rundung steil abfallend, beim Zusammenstossen mit dem ünlerrande eine sehr stumpfe Ecke bildend; Unterrand lang, fast gerade, nur gegen den Hinterrand sehr stark aufgebogen; Oberrand lang, wenig gebogen; Hinterrand ziemlich lang, etwas gebogen, beim Zusammentreffen mit dem Unterrande eine stumpfe Ecke bildend; Schildchen sehr schmal und wenig zusammengedrückt; Schild ziemlich lang, breit, wenig zusammengedrückt, durch 2 vom Wirbel auslaufende, fast kielartig hervor- tretende Linien begrenzt, von denen die untere in die Ecke ausläuft, welche Hinter- und Unterrand mit einander bilden; Ligament lang, sehr dick, dunkelbraun, Liga- menlalbucht kurz, seicht, rundlich, unter der abgerundeten Schildecke; Innenseite glänzend, Perlmutter weiss, gegen die Wirbelhöhle zu gelblich; Schlossleiste sehr breit; Cardinalzahn kurz, ziemlich erhaben, zusammengedrückt, in der rechten Schale hart am Innenrande stehend; Muskelnarben ziemlich undeutlich, sehr gross; die vordere sehr breit, ziemlich vertieft; die hintere gross, weniger vertieft; Epidermis olivengelblich mit ziemlich entfernten, dunkleren Jahresringen. Länge 114 Mm., Breite 54 Mm., Dicke 38 Mm. Wohnort: Nordamerika, im Talladeja-Creek in Alabama. Bemerkung. Ich möchte die vorliegende Species gleichfalls dem enger begrenzten Genus Margarilana zuweisen. Nr. 5. Margaritana tripolitana, Bourguignat. Taf. 86. Fig. 5—6. Unio tripolitanus, Bourg., Test. nov. in Journ. de Conch. 1852. p. 28. Nr. 3. _ — — Cat. rais. des Moll. rec. parSaulcy p.75. t.4. fig. 10 — 12. Muschel von mittlerer Grösse, dickschalig, bauchig, mit glatter Oberfläche, an welcher die Zuwachsstreifen und Jahresringe sehr deutlich hervortreten; Vordertheil verkürzt, etwas zugespitzt, gerundet; Hinterlheil ziemlich breit, abgestumpft; Wirbel ziemlich spitz, zurückgebogen und eingerollt; senkrechter Längsdurchschnitt lanzett- förmig; Horizontalkontur eiförmig; Vorderrand zugespitzt-gerundet, gegen den Unterrand durch eine schwach markirte, stumpfe Ecke abgegrenzt ; Oberrand ziem- lich lang, wenig gebogen, von beiden Nebenrändern nicht abgegrenzt; Unlerrand IX. 1. 3* 266 ziemlich lang, dem Oberrande fast parallel, wenig gebogen, gegen den Hinterrand durch eine stumpfe Ecke abgegrenzt; Hinterrand kurz, einen breiten, kurzen, ab- gestumpften Schnabel bildend; Schildchen kaum angedeutet; Schild lang, schmal, wenig zusammengedrückt mit stark abgerundeter, sehr stumpfer Ecke; Ligament lang, stark; Ligamentalbucht kurz, schmal, gerundet; Innenseite glatt, Perlmutter leicht rosenroth gefärbt; Schlossleiste ziemlich breit, Cardinalzahn stark, ziemlich hoch, zugespitzt; Epidermis gelb- oder bräunlichgrün. Länge 70 Mm., Breite 40 Mm., Dicke 25 Mm. Wohnort: Asien, bei Tripoli in Syrien. Nr. 6. Margaritana mardinensis, Lea. T. 83. Fig. 1. 2. Margaritana mardinensis, Lea, Proc. Acad. Nat. Sei. 1864. p. 286. — — Observ. XII. p. 12. t. 30. fig. 67. Muschel von mittlerer Grösse, dickschalig, sehr wenig aufgeblasen, mit glatter Oberfläche; Vorderlheil sehr verkürzt, gerundet; Hintertheil sehr verlängert, breit, abgerundet ; Wirbel ziemlich breit, hervortretend , mit feinwelliger Skulptur ; senk- rechter Längsdurchschnitt lanzettförmig : Horizontalkontour verlängert eiförmig ; Vorderrand schmal, sehr gewölbt, ohne Grenze an beide Nebenränder anschliessend; Oberrand lang, unter dem Wirbel etwas eingesenkt, dann etwas gewölbt; Hinter- rand schmal, ziemlich gewölbt, mit dem Unterrande eine breite, abgerundete, zun- genförmige Spitze bildend; Unterrand lang, in der Mitte etwas concav, gegen den Hinterrand stark aufgebogen ; Ligament breit und lang, dunkelbraun; Ligamentalbucht kurz, seicht, rundlich, unter der Schildecke; Schildchen klein, zusammengedrückt; Schild lang, ziemlich schmal, durch eine vom Wirbel gegen den Hinterrand laufende Linie begrenzt; Innenseite glänzend; Perlmutter bläulich-weiss; Schlossleiste breit, mit einem kurzen, zusammengedrückten Cardinalzahn, der ziemlich erhöht ist; (und zwar befinden sich in der rechten Schale 1, in der linken 2 Zähne); Muskelnarben: die vordere ziemlich vertieft; die hintere sehr seicht; Epidermis dunkelbraun mit entfernt stehenden, sehr hervortretenden Jahresringen. Länge 78 Mm., Breite 38 Mm., Dicke 24 Mm. Wohnort: Asien, im Tigris bei Mardin. Bemerkung. Die vorstehende Art würde in das enger begrenzte Genus Margaritana zu stellen sein. 267 Nr. 7. Margaritana (Alasmodonta) Raveneliana, Lea. vide Bd. IX. 2. p. 297. t. 99. fig. 2. Nr. 8. Margaritana (Alasmodonta) marginata, Say. vide Bd. IX. 2. p. 297. t. 99. fig. 3. Nr. 9- Margaritana (Alasmodonta) undulata, Say. vide Bd. IX. 2. p. 298. t. 99. fig. 4. Nr. 10. Margaritana (Alasmodonta) deltoidea, Lea. vide Bd. IX. 2. p. 299. t. 99. fig. 5. Nr. 11. Margaritana (Alasmodonta) calceola, Lea. vide Bd. IX. 2. p. 299. t. 99. fig. 6. Nr. 12. Margaritana (Alasmodonta) Elliolii, Lea. Taf. 82. Fig. 3. 4. Margaritana Elliotii, Lea, Proc. Acad. Nat. Sei. 1858. p. 38. _ _ _ Observ. VII. 2. p. 44. t. 31. fig. 108. Muschel klein, aufgeblasen, ziemlich dünnschalig, mit glatter Oberflache; Vor- dertheil ziemlich verkürzt, gerundet; Hintertheil etwas verbreitert, zugespitzt; Wirbel wenig hervortretend, meist abgerieben, mit feiner, aus wenigen, concentrischen, ringförmigen Lamellen bestehender Sculptur ; senkrechter Längsdurchschnitt zugespitzt- eiförmig; Horizontalkontour eiförmig; Vorderrandsteil abfallend, gewölbt, ohne Grenze in den Unterrand übergehend; Oberrand unter dem Wirbel etwas eingesenkt, fast ge- rade; Hinterrand kurz, wenig gewölbt, mit dem Unterrande eine stumpfe Spitze bildend; Unterrand lang, wenig gewölbt, gegen den Hinterrand stark aufgebogen; Schildchen ziemlich breit, zusammengedrückt; Schild lang, ziemlich schmal, zusam- mengedrückt; Ligament kurz, dünn, hellbraun; Ligamentalbucht seicht, rundlich, unter der abgerundeten Schildecke; Innenseite glänzend, Perlmutter bläulich; Schloss- leiste ziemlich schmal, Cardinalzahn in jeder Schale je einer, kurz, zusammen- 34* 268 gedrückt ; Muskelnarben : die vordere wenig vertieft, zusammenfliessend ; die hintere kaum unterscheidbar; Epidermis grünlich oder dunkelbraun mit deutlich markirlen Strahlen. Lange 45 Mm., Breite 25 Mm., Dicke 19 Mm. Wohnort : Nordamerika, im Chattahoochee-Fluss bei Columbus in Georgien. Nr, 13. Margaritana (Alasmodonta) Tombigbeensis, Lea. Taf. 81. Fig. 3. 4. Margaritana Tombigbeensis, Loa, Proc. Acad. Nat. Sei. 1858. p. 138. — - — Observ. VIII. 2. p. 111. t. 18. f. 255. Muschel gross, aufgeblasen, ziemlich dünnschalig, mit glatter Oberfläche, Vor- dertheil lang , im Verhältniss zur ganzen Muschel wenig verschmälert - gerundet ; Hintertheil sehr verkürzt, abgestutzt gerundet; senkrechter Längsdurchschnitt zuge- spitzt-eiförmig; Horizontalkontour breit-eiförmig; Wirbel wenig hervortretend, doch ziemlich aufgeblasen, mit rauher, fast concentrisch welliger Skulptur; Vorderrand stark gewölbt, ohne Grenze an die Nebenränder anschliessend; Oberrand verkürzt, unter dem Wirbel stark eingesenkt; dann etwas gewölbt; Hinterrand kurz, wenig gebogen, steil abfallend, mit dem Unterrande eine stumpfe Ecke bildend ; Unterrand ziemlich lang, stark gewölbt; Schildchen gross und ziemlich breit, zusammengedrückt; Schild ziemlich lang, schmal, durch eine vom Wirbel gegen den Hinterrand laufende Linie begrenzt; Ligament kurz, dick, dunkelbraun; Ligamentalbucht sehr kurz, rundlich, unter der sehr abgerundeten Schildecke ; Innenseite glänzend ; Perlmutter weiss; Schlossleiste ziemlich breit, Cardinalzahn dünn, zusammengedrückt; Muskel- narben gross und breit , wenig vertieft ; Epidermis dunkelolivenfarben , oft fast schwarz mit deutlich markirlen Jahresringen. Länge 77 Mm., Breite 52 Mm., Dicke 37 Mm. Wohnort: Nordamerika, im Tombigbee-Fluss bei Columbus. Nr. 14. Margaritana (Alasmodonta) Correyana, Lea. vide Bd. IX. 2. p. 300. t. 100. fig. 2. Nr. 15. Margaritana (Alasmodonta) fabula, Lea. vide Bd. IX. 2. p. 301. t. 100. fig. 3. 269 Nr. 16. Margaritana (Alasmodonta) Holstoniana, Lea. vide Bd. IX. 2. p. 302. t. 100. fig. 4. Nr. 17. Margaritana (Alasmodonta) radiata, Conrad, vfde Bd. IX. 2. p. 302. t. 100. fig. 5. Nr. 18. Margaritana (Alasmodonta) triangulata, Lea. vide Bd. IX. 2. p. 302. I. 100. fig. 6. Nr. 19. Margaritana (Alasmodonta) connasaugensis, Lea. T. 81. Fig. 7. 8. Margaritana connasaugensis, Lea, Proc. Acad. Nal. Sei. 1858. p. 138. — — — Observ. VII. 1. p. 47. I. 22. fig. 113. Muschel klein, dünnschalig, aufgeblasen, mit glatter Oberfläche; Vordertheil verkürzt gerundet; Hinlerlheil lang, verbreitert, abgestutzt; Wirbel breit, hervor- tretend, mit aus wenig entfernt stehenden, gegen die Vorderseite gerichteten, starken Lamellen bestehender Skulptur; senkrechter Längsdurchschnitt sehr zugespitzt- eiförmig; Horizonlalkontour verlängert eiförmig; Vorderrand ziemlich kurz, stark gewölbt, von den Nebenrändern nicht abgegrenzt; Oberrand ansteigend, ziemlich lang, unter dem Wirbel etwas eingesenkt, dann fast gerade; Hinlerrand ziemlich kurz, steil abfallend, wenig gebogen, von beiden Nebenrändern nicht abgegrenzt; Unlerrand lang, in der Mitte fast etwas concav, gegen den Hinlerrand stark auf- gebogen, aber ohne abgesetzten Winkel an denselben anschliessend; Unterrand und Hinterrand bilden jedoch bei ihrer Vereinigung einen sehr abgerundeten, dem Unler- rande mehr genäherten, breiten Schnabel; Ligament ziemlich lang und dick; Liga- mentalbucht kurz, seicht, rundlich, unler der Schildecke; Schildchen ziemlich gross, zusammengedrückt; Schild lang und ziemlich breit, mit sehr stark abgerundeter Ecke; Innenseite glänzend; Perlmutter bläulich-weiss; Schlossleiste schmal; Cardinal- zahn kurz, zusammengedrückt, einer in jeder Schale; Muskelnarben seicht; die vordere etwas mehr verlieft, als die hinlere; Epidermis gelblich-grün, an der Schildgegend mit dunkleren Strahlen, und mit entfernt stehenden, fast schwarzen Jahresringen. Länge 62 Mm., Breite 35 Mm., Dicke 25 Mm. Wohnort: Nordamerika, im Connasauga-Fluss. 270 Nr. 20. Margaritana (Alasmodonta) Etowahensis, Lea. T. 81. Fig. 1. 2. Margaritana Etowahensis, Lea, Proc. Acad. Nat. Sei. 1858. p. 138. — — — Observ. VII. 2. p. 45. t. 31. fig. HO. Muschel klein, dünnschalig, wenig aufgeblasen, mit glatter, glänzender Ober- fläche; Vordertheil verkürzt, gerundet; Hintertheil verbreitert, abgestutzt; Wirbel ziemlich hervortretend, mit einer aus mehreren fast concentrisch um die Spitze sich lagernden Lamellen bestehenden Skulptur; senkrechter Längsdurchschnitt breit- lanzettförmig; Horizontalkontour eiförmig; Vorderrand kurz, gewölbt, ohne Grenze an die Nebenränder anschliessend ; Oberrand unter dem Wirbel etwas eingesenkt, dann schwach gewölbt; Hinterrand wenig gewölbt, nicht sehr steil abfallend, mit dem Unterrande einen ziemlich breiten, stumpfen Schnabel bildend; Unterrand wenig gewölbt, nur gegen den Hinterrand stark aufgekrümmt; Schildchen sehr klein, wenig hervortretend, zusammengedrückt; Schild lang, ziemlich schmal, etwas zu- sammengedrückt; Ligament ziemlich kurz, dick, hellbraun; Ligamentalbucht kurz, seicht, rundlich, unter der sehr stark abgerundeten Schildecke; Innenseite glänzend, Perlmutter bläulich; Schlossleiste schmal; Cardinalzahn lang, schmal, zusammen- gedrückt; Muskelnarben seicht; die vordere ziemlich vertieft, die hintere sehr seicht, undeutlich; Epidermis gelblich, mit sehr entfernt stehenden, dunkleren Jahresringen. Länge 55 Mm., Breite 33 Mm., Dicke 19 Mm. Wohnort: Nordamerika, im Etowah-Fluss. Nr. 21. Margaritana (Alasmodonta) elliptica, Lea. Tat'. 81. Fig. 5. 6. Margaritana elliptica, Lea, Proc. Acad. Nat. Sei. 1859. p. 113. _ _ _ Observ. VIII. 2. p. HO. t. 18. fig. 254. Muschel klein, aufgeblasen, dünnschalig, mit glatter Oberfläche; Vordertheil verkürzt, abgerundet; Hintertheil verlängert, zugespitzt; Wirbel ziemlich hervor- tretend, mit wenigen, nur die Hinterseite des Wirbels umfassenden, entfernt stehen- den Lamellen; senkrechter Längsdurchschnilt breit-lanzettförmig; Horizontalkontour zugespitzt-eiförmig; Vorderrand schmal, gerundet, von beiden Nebenrändern durch .sehr schwach markirte Ecken abgegrenzt; Oberrand fast gerade unter dem Wirbel 271 sehr wenig concav; Hinterrand kurz, ziemlich steil abfallend; wenig gewölbt, mit dem Unterrande eine ziemlich stark hervortretende, stumpfe Spitze bildend, deren Mittellinie mit jener der Muschel zusammenfällt; Unterrand lang, wenig gewölbt, gegen den Hinterrand ziemlich aufgebogen; Ligament ziemlich kurz, dünn, hellbraun; Ligamenfalbucht ziemlich kurz, seicht, gerundet; Schildchen sehr klein, zusammen- gedrückt; Schild ziemlich lang, schmal, durch dunklere Linien begrenzt; Ecke sehr stark abgerundet; Innenseite glänzend, Perlmutter bläulich-weiss, unter dem Wirbel gelblich; Schlossleiste schmal, Cardinalzahn klein, zusammengedrückt, einfach in jeder Schale; Muskelnarben seicht, wenig vertieft; Epidermis gelblichgrün, mit breiten, grünlichen Streifen über dem Hintertheile. Länge 51 Mm., Breite 29 Mm., Dicke 19 Mm. Wohnort: Nordamerika, im Tombigbee-Fluss. Nr. 22. Margaritana (Alasmodonta) complanata, Barnes, vide Bd. IX. 2. p. 199. f. 65. Bemerkung. Dr. Küster führt diese Art als Unio auf, obwohl es bereits auch einen Unio complanatus Sol. gibt, der mit der vorstehenden Art jedoch nicht identisch ist. Swainson hat auf diese Muschel sein Genus Complanaria gegründet, welch letzteres die Gebrüder Adam's als Subgenus ihres Genus Baphia (Margari- tana) zwar angenommen haben, aber Species in dasselbe einreihen (wie M. arcula Lea) die nicht dahin passen. Kr. 23. Margaritana (Alasmodonta) rugosa, Barnes. vide Bd. IX. 2. p. 200. t. 66. fig. 1—3. Von Dr. Küster unter das Genus Unio eingereiht. Nr. 24. Margaritana (Alasmodonta) ambigua, Say. vide Bd. IX. 2. p. 300. t. 99. fig. 7. Bemerkung. Nach Lea, Syn. Unio. 1870 wäre diese Art als Synonym zu Marg. hildrethiana zu ziehen, doch scheint diess selbst diesem Autor nicht sicher. 272 Nr. 25. Margaritana (Alasmodonta) hildrethiana, Lea. viele Bd. IX. 2. p. 206. t. 68. fig. 2. Bemerkung. Auch diese, ursprünglich von Autor Lea selbst als Unio be- schriebene Art, führt Küster bei diesem Genus, sub Nr. 138, auf. Nr. 26. Margaritana (Alasmodonta) arcula, Lea. Taf. 83. Fig. 7. 8. Margaritana arcula, Lea, Trans. Amer. Phil. Soc. VI. 1839. p. 71. t. 22. fig. 69. — — — Observ. II. p. 71. Muschel: von mittlerer Grösse, sehr aufgeblasen, sehr dünnschalig, mit glatter, glänzender Oberfläche; Vorderlheil sehr verkürzt, gerundet; Hinterlheil kurz, ab- gestutzt. Wirbel sehr aufgeblasen, breit und hervortretend, stark eingerollt; senk- rechter Längsdurchschnitt breit-eiförmig; Horizonlalkontour undeutlich quadratisch; Vorderrand stark gewölbt, ohne Grenze an die Nebenränder anschliessend, Oberrand kurz, unler dem Wirbel eingesenkt, dann ziemlich gewölbt; Hinferrand kurz, sehr steil abfallend , wellig gebogen , mit dem Unterrande eine ziemlich scharfe Ecke bildend; Unlerrand kurz, fast gerade; Schildchen klein, wenig zusammengedrückt; Schild ziemlich breit, sehr zusammengedrückt, durch 2 vom Wirbel auslaufende, kielartig hervortrelende Linien begrenzt; Ligament ziemlich kurz; Ligamentalbucht kurz, seicht, rundlich, unter der Schildecke; Innenseile glänzend, Perlmutter sehr dünn, bläulich, oft etwas blassroth; Schlossleiste schmal; Cardinalzähne lang, auf der Oberfläche schwach crenelirt; Muskelnarben sehr seicht, undeutlich; Epidermis dunkelgrün oder dunkelbraun mit zahlreichen engeslehenden , schwärzlichen Jahres- ringen. Länge 53 Mm, Breite 43 Mm., Dicke 40 Mm. Wohnort: Nordamerika, bei Attamaha in Georgien. Bemerkung. Die vorstehende Muschel ist durch ihre Umrissform und durch ihre ganze Gestalt sehr auffallend und entfernt sich in sehr erheblichem Maasse nicht nur von den ächten Margaritanen, sondern auch von den nordamerikani- schen Alasmodonten. Sie bildet mit M. calceola Lea, und einigen Anderen dieser Art ähnlichen Species eine Gruppe aufgeblasener, dünnschaliger Muscheln, für die Swainson das Genus Calceola geschaffen hat, das die Gebr. Adams gleichfalls als Subgenus unter ihr Genus Baphia stellen. 273 Nr. 27. Margaritana (Alasmodonta) quadrata, Lea. T. 83. Fig. 5. &. Margaritana quadrata, Lea, Proc. Acad. Nat. Sei. 1861. p. 41. — — Observ. IX. p. 32. t. 32. fig. 279. MuscLei Klein, wenig aufgehlasen, ziemlich dünnschalig, mit glaller, glänzen- der Oberfläche; Vorderlheil verkürzt und verschmälert, gerundet; Ilintertheil breit, abgestutzt; Wirbel ziemlich spitz, wenig hervortretend; Wirbelsculplur aus wenigen, ziemlich entfernt stehenden, starken, den ganzen Wirbel umgebenden Lamellen be- stehend, welche in der Mitte in einen stumpfen Winkel gebrochen sind; senkrechter Längsdurchschnitt breit - lanzettförmig; Horizontalkontour eiförmig; Vorderrand schmal, gewölbt, ohne Grenze an die Nebenränder anschliessend; Überrand vor dem Wirbel etwas concav, dann wenig gewölbt; Hinterrand kurz, fast gerade; steil abfallend, mit dem Unterrande eine stumpfe, abgerundete Ecke bildend; Unler- rand fast gerade, gegen den Hinlerrand sehr wenig aufgebogen; Ligament ziemlich kurz, hellbraun; Ligamentalbucht seicht, rundlich, unter der Schildecke; Schild- chen sehr schmal, etwas zusammengedrückt; Schild ziemlich schmal, zusammen- gedrückt; Innenseite sehr glänzend; Perlmutter weiss, mit gelblicher Färbung; Schlossleiste ziemlich schmal; Cardinalzahn ziemlich breit, schief, zusammengedrückt dreieckig; Muskelnarben seicht, die vordere mehr vertieft; Epidermis gelblich mit grünen Strahlen über das Hinterlheil und sehr entfernt stehenden dunkleren Jahres- ringen. Länge 39 Mm., Breite 25 Mm., Dicke 13,5 Mm. Wohnort: Nordamerika, in Osttenessee. Bemerkung. Die vorstehende Art ist durch die Form ihrer Wirbel- sculplur sehr ausgezeichnet. Das Genus Alasmodonta ist überhaupt durch eine ziemlich grosse Zahl von Species in Nordamerika vertreten, die in Form und Grösse sehr differirend sind. IX. 1. 35 274 Nr. 28. Margaritana dehiscens, Say. Taf. 24. Fig. 4. 5. Unio dehiscens, Say, Dissem. II. — Am. Conch. pl. 24. — oriens, Lea, Trans. Amer. Phil. Soc. IV. p. 6. pl. 6. fig. __ _ _ Ohserv. V. p. 32. — dehiscens, Say, Coli, of Shells. 1850. p. 61. Nr. 1700. Margaritana dehiscens, Lea, Syn. Union. 1870. Anodonta lata, Rafinesque, An. Gen. des. Sc. Phys. 5. t. 82. fig. 17. 18. Unio oriens, Küster, Bd. IX. 2. p. 222. t. 75. fig. 2. Muschel sehr schmal und verlängert, dünnschalig', etwas durchscheinend, mit glatter, sehr glänzender Oberfläche und sehr feinen Zuwachsstreifen und Jahres- ringen; Vordertheil etwas verbreitert, sehr verkürzt, klaffend; Hintertheil sehr verlängert, in einen schmalen, ziemlich zugespitzten Schnabel endigend; senkrechter Längsdurchschnitt schmal-lanzettförmig; Horizontalkontour sehr verlängert , schmal eiförmig; Vorderrand gerundet, ohne Grenze an die Nebenränder anschliessend, gegen den Unterrand Wölbung allmählich flacher werdend ; Unterrand fast ganz gerade, gegen den Hinterrand nur sehr wenig aufgebogen; Oberrand wenig ge- bogen, vom abgeriebenen Wirbel kaum überragt, dem Unterrand fast parallel; Hinterrand vom Ende des Ligaments schwach abfallend, mit einem ziemlich schmalen schief abgestutzten, spitzen Schnabel endigend; Wirbel ziemlich lang, sehr wenig hervortretend, abgerieben oder mit deutlicher Skulptur, die aus 3 ziemlich langen, erhabenen, engestehenden, schwach wellig gebogenen Lamellen besteht, die Wellen laufen dem Schalenrande fast völlig parallel; Ligament ziemlich lang und stark: Ligamentalbucht lang, sehr schmal, gerundet; Schildchen sehr schwach markirt; Schild lang, sehr schmal, wenig zusammengedrückt, durch eine vom Wirbel gegen die undeutlich hervortretende obere Schnabelecke laufende Linie begrenzt; Innen- seite glatt und glänzend, bläulich irisirend, unter der Wirbelgegend mehr oder weniger braunröthlich gefärbt; Schlossleiste schmal. In den beiden Schalen am inneren Rande eine schwache, kurze, lamellenartige Erhöhung als Cardinalzahn, von denen jene der rechten Schale genau unter dem Wirbel, jene der linken Schale etwas vor demselben steht; beim Schliessen der Schale legen sich diese Zähne nebeneinander; Seitenzahn in beiden Schalen sehr schwach angedeutet, und ebenso befinden sich in beiden Schalen sehr schwache, rinnenartige Vertiefungen zur Auf- 275 nähme desselben; Muskelnarben deutlich und ziemlich vertieft; vordere Fussmuskel- narbe mit der vorderen Schliessmuskelnarbe verbunden ; Bauchsackhaftmuskelnarbe ziemlich gross dreieckig, an die Schliessmuskelnarbe anschliessend; hinlere Fuss- muskelnarbe mit der Schliessmuskelnarbe verbunden ; Wirbelhaftmuskelnarbe sehr vertieft, eine schmale längliche Grube bildend; Epidermis ockerbraun mit dunklen fast schwarzen Jahresringen. Länge 66 Mm., Breite 26 Mm., Dicke 15 Mm. Wohnort: Nordamerika. Bemerkung. M. dehiscens Say wurde von den Autoren unter die verschie- densten Genera eingereicht, zu denen ausser den in der oben aufgeführten Syno- nymie der Art, aufgezählten, auch noch das Gen. Microcondylaea v. Vest. gehört. — V. Vest. stellt diese Muschel nämlich, als einzige nordamerikanische Species wegen der Form ihrer Cardinalzähne in sein neues auf Micr. Bonelli gegründetes Genus (Verb. u. Mitlh. der Siebenbürg. Ver. für Naturw. XVII. Jahrg. p. 202). Die Form der Cardinalzähne stimmt nun zwar mit jenen des Gen. Microcondylaea vollkommen überein, dagegen hat aber M. Bonelli keine am Vorderlheile klaffende Schale und keine Spur eines Seitenzahnes, während die Narbe des Wirbelhaflmuskels, wenn auch in anderer Form, vorhanden ist. Ich kann mich nicht dazu verstehen, die vor- stehende Art in das Genus Microcondylaea einzureihen, weil ich dem klaffenden Vordertbeile desshalb einen erhöhten Werth beilege, weil dies auf eine andere Organisation des Fusses scbliessen lässt. Zur Annahme einer solchen berechtigt uns auch die Lebensweise der Muschel, die gleichfalls von jener der übrigen Bivalven sehr abweichend ist. Die Muschel bohrt sich nämlich, ähnlich den Mycelopen, cylindrische Löcher in den festen Lehmboden des Grundes der Flüsse, die sie be- wohnt, und hält sich dann in diesen Löchern auf. Es darf daher mit ziemlicher Sicherheit darauf geschlossen werden, dass der Fuss von M. dehiscens in seiner Organisation von jenem des Genus Marganitana (und Alasmodonta) abweicht. Lea hat die ursprünglich als Unio beschriebene Muschel später (Synopsis 1832) in das Genus Margaritana eingereiht, es ist aber nach dem eben Erörterten sehr zweifel- haft , ob sie hier richtig placirt ist. Ich habe den Lea'schen Vorgang nur dess- halb nachgeahmt, weil ich, bevor eine genauere Untersuchung des Thieres vorliegt, kein neues Genus creiren will. 35* Erklärung der Tafeln. Tafel A. Fig. 1. 2. Anudonta cellensis. p. 16. Tafel 1. Fig. 1 u. 2. An. gigantea Spix. p. 6. — Fig. 3. An. trapezea Spix. p. 7. Tafel 2. Fig. 1. An. longina Spix. p. 7. — Fig. 2. An. ensiformis Spix. p. 8. — Fig. 3 u. 4. An. obtusa Spix. p. 8. — Fig. 5. An. trigona Spix. p. 9. Tafel 3. Fig. 1. An. luxata Held. p. 9. — Fig. 2. 3. An. complanata Z. p. 12. — Fig. 4. 5. An. piseinalis Nils. p. 45. — Fig. 6. An. inornata Küst. p. 42. Tafel 4. Fig. 1. An. ponderosa Pfeiff. p. 13. — Fig. 2. An. rostrala Kok. p. 14. — Fig. 3. An. cariosa Küst. p. 43. Tafel 5. Fig. 1. An. cariosa Küster, p. 43. — Fig. 2 — 4. An. cellensis Sehr. p. 16. Tafel 6. Fig. 1. An. cellensis. p. 16. — Fig. 2. An. aurala Küster, p. 30. Tafel 7. Fig. 1. Spatha rubens. p. 185. — An. Cataracta Say p. 33. Tafel 8. Fig. 1. An. rotunda Spix. p. 33. — Fig. 2. An. coaretata AM. p. 34. — Fig. 3. An, siliquosa Spix (Mycelopus siliquosus). p. 35. Fig. 4. An. trapezialis Lam. p. 31. Talel 9. Fig. 1. An. callosa Held. p. 36. — Fig.2— 4. An. arealis Küst. p. 47. — Fig. 5. An. tenella Held. p. 63. Tafel 10. Fig. 1. 2. An. cariosa Küst. p. 43. — Fig. 3. An. anserirostris Küst. p. 55. Tafel 1 1 a. Fig. 1. 2. An. anserirostris Küst. p. 55. Fig. 3. 4. 5. An. ventricosa Pfeiffer, p. 56. Tafel 11. Fig. 1. 2. An. tumida Küst. p. 48. — Fig. 3. 4. An. Charpentieri Küsl. p. 49. Tafel 12. Fig. 1. An. solida Ant. p. 50. — Fig. 2. An. patagonica Lam. p. 50. — Fig. 3. An. chinensis Phil. p. 51. 277 Tafel 13. Fig. 1. 2. 3. An. subluxata Küst. p. 52. — Fig. 4. An. Sondermanni Küst. p. 54. Tafel 14. Fig. 1.2. An. gibbaHeld. p. 81. - Fig. 3. 4- An. anatina L. p. 83. — Fig. 5. An. siliqua Küst. p. 57. Tafel 15. Fig. 1. An. cygnaea L. p. 58. Tafel 16. Fig. 1. 2. An. opalina Küst. p. 60. Tafel 17. Fig. 1. 2. An. decora Lea p. 71. Fig. 3. 4. An. fragilis Anth. p. 73. — Fig. 5. 7. Marg. Schafferiana Lea. p. 243. Tafel 18. Fig. 1. An. sulcata Lam. p. 62. — Fig. 2. An. Nilsonii Küst. p. 61. — Fig. 3. An. gib- bosa Say. p. 74. Tafel 19. Fig. 1. 2. An. purpurea Val. p. 77. — Fig. 3. An. implicata An. p. 78. — Fig. 4. An. imbecilis Say. p. 70. Tafel 20. Fig. 1. An. bahiensis Küst. p. 94. — Fig. 2. An. anserina Spix. p. 80. Tafel 21. Fig. 1. 2. An. (Dipsus) plicata Sol. p. 240. — Fig. 3. 4. An. lato-marginata Lea p. 76. Tafel 22. Fig. 1. 2. An. sinuosa Lam. p. 90. — Fig. 3. 4. An. subcircularis Cless. p. 87. Tafel 23. Fig. 1. An. lusitaniea Mor. p. 85. — Fig. 2. An. regularis Mor,, p. 85. — Fig. 3. An. ranarum. p. 86. Tafel 24. Fig. 1. 2. An. salmonia Lea. p. 91. — Fig. 3. An. macilenta Morelet. p.87. — Fig. 4. 5. Marg. dehiscens Lea. p. 274. Tafel 25. Fig. 1. 2. Mulela coelestis Lea. p. 193.— Fig. 3. Mut. dubia Gmel. p. 194. — Fig. 4. An. imbecilis Lea p. 70. Tafel 26. Fig. 1. 2. An. anatina Lea. p. 83. — Fig. 3. 4. An. Marryatana Lea p. 72. — Fig. 5. An. oviformis Cless. p. 88. — Fig. ü. 7. An. subcylindracea Lea. p. 92. Tafel 27. Fig. 1. An. solenilormis D'Orb. p. 111. — Fig. 2. Craspedonta smaragdina Küst. p. 93. — Fig. 3 u. 5. An. undülala Say p. 79. — Fig. 4. An. Ferussaciana Lea p. 75. Tafel 28. Fig. 1. 2. An. Gesneri Lea. p. 95. — Fig. 3. 4. An. Hallenbeckii Lea p. 95. Tafel 29. Fig. 1. 2. An. Vescoiana Bourg. p. 100. — Fig. 3. 4. An. gracilis Lea. p. 99. — Fig. 5—6. An. crepera Lea. p. 97. Tafel 30. Fig. 1. 2. An. grandis Say. p. 96. — Fig. 3. 4. An. pavonia p. 156. — Fig. 5. 6. An. edentula Lea. p. 101. Tafel 31. Fig. 1 — 2. An. subcrassa Lea p. 98. — Fig. 3. 4. An. tenuis Lea p. 99. — Fig. 5. 6. An. dahomeyensis Lea. p. 103. — Fig. 7. 8. An. senegalensis Lea p. 103. Tafel 32. Fig. 1. 2. An. Wymanii Lea. p. 104. — Fig. 3. 4. An. Caillaudii Lea. p. 105. — Fig. 5. 6. An. rubicunda Lea. p. 106. Tafel 33. Fig. 1. 2. An. Danielsii Lea. p. 108. — Fig. 3. 4. An. Dallasiana Lea p. 107. — Fig. 5. 6. An. lacuslris Lea. p. 100.— Fig. 7. 8. An. texasensis Lea. p. 109. Tafel 34. Fig. 1.2. An. ForbesianaLea. p.115. Fig. 3. 4. An. Napoensis. p. 116. 278 FigTö. 6. Tafel 35. Fig. 1. 2. An. magnifiea Lea. p. 123. Tarel 36. Fig. 1. 2. An. Troutwiuiana Lea. p. It2. — Fig. 3. 4. An. Wheatleyi Lea. p. 113. — Fig. 5. 6. An. Linnaeana Lea. p. 117. Tafel 37. Fig. 1. 2. An. luteola Lea. p. 122. — Fig. 3. 4. An. Dariensis Lea. p. 118. — Fig. 5. 6. An. Stimpsoniana Lea. p. 119. — Fig. 7. An. Amazonensis Lea. p. 119. Tafel 38. Fig. 1. 2. An. Uruguayensis Lea. p. 114. — Fig. 3. 4. An. Moricandi Lea. p. 114. Tafi-1 39. ¥iß. 1. $» An. capitata Küst. p. 1 2,5. Fig7 3. 4. An. ovala Lea. p. 121.— Fig\£ An. californiensis Lea. p. 120. Tafel 40. Fig. 1. 2. An. limpida Parr. p. 126. — Fig. 3. 4. An. exulcerata Villa, p. 127. Tafel 41. Fig. 1. 2. An. Sirionos D'Orb. p. 128. — Fig. 3. 4. An. limnoica D'Orb. p. 129. — Fig. 5. 6. An. puekhaua D'Orb. p. 110. Tafel 42. Fig. 1. 2. An. doliaris Lea. p. 130. — Fig. 3. 4. An. Leonensis Lea. p. 131. — Fig. 5. 6. An. Strebeli Lea. p. 138. Tafel 43. Fig. 1. 2. An. Youkanensis Lea p. 133. — Fig. 3. 4. An. Pazii Lea. p. 139. — Fig. 5. 6. An. lenticularis Lea. p. 134. Tafel 44. Fig. 1. 2. An. Jewettii Lea p. 135. — Fig. 3. 4. An. granadensis Lea. p. 134. — Fig. 5. 6. An. Bealei Lea. p. 132.- Fig. 7. 8. An. inaequivalva Lea. p. 137. Tafel 45. Fig. 1. 2. An. Bridgesii Lea. p. 136. — Fig. 3. 4. An. Kennerlyi Lea. p. 140. — Fig. 5. 6. An. Henryana Lea. p. 141. Tafel 46. Fig. 1. 2. An. plana Lea. p. 142. Tafel 47. Fig. 1. 2. An. arcuata Caill. p. 145. — Fig. 3. 4. An. japonica Mart. p. 144. — Fig. 5. 6. An. Schroeteriana Lea. p. 151. Tafel 48. Fig. 1. 2. An. Wootiana Lea. p. 146. — Fig. 3. 4. An. Stewartiana Lea. p. 150. — Fig. 5. 6. An. Mortoniana Lea. p. 151. Tafel 49. Fig. 1. 2. An. virguluta Lea. p. 152. — Fig. 3. 4. An. Kennicoltii Lea p. 153. — Fig. 5. 6. An. Lewisii. p. 143. — Fig. 7. 8. An. modesta Lea. p. 153. — Fig. 9. 10. Byssanodonta paranensis D'Orb. p. 93. Tafel 50. Fig. 1. 2. An. Nutalliana Lea. p. 147. — Fig. 3. 4. An. Couperiana Lea. p. 148. — Fig. 5. 6. An. Holtonis Lea. p. 149. Tafel 51. Fig. 1. 2. An. Williams» Lea. p. 154. — Fig. 3. 4. An. Tryonii Loa. p. 155. — Fig. 5. 6. An. Showalteri Lea. p. 156. Tafel 52. Fig. 1. 2. An. suborbiculata Lea. p. 160. Tafel 53. Fig. 1. 2. An. Pepiniana Lea. p. 158. — Fig. 3. 4. An. angulata Lea. p. 159. — Fig. 5. 6. An. cylindracea Lea. p. 161. — Fig. 7. 8. An. Wahlamatensis Lea. p. 161. Tafel 54. Fig. 1. 2. An. benedictensis Lea p. 163. — Fig. 3. 4. An. Bouroughiana Lea. p. 164. — Fig. 5. 6. An. tenebricosa Lea. p. 164. — Fig. 7. 8. An. oblila Lea p. 165. Tafel 55. Fig. 1. 2. An. idrina Spinelli p. 167. — Fig. 3. 4. An. tenebricosa Lea, jun. p. 164. — Fig. 5. 6. An. emarginata Lea. p. 169. — Fig. 7. 8. An. tortilis Lea. p. 166. 279 Tafel 56. Fig. 1. 2. An. obtusa Spix. p. 170. — Fig. 3. 4. An. Gruneriana Cless. p. 172. — Fig. 5. 6. An. Oregonensis Lea. p. 170. — Fig. 7. 8. An. exilis Lea. p. 171. Tafel 57. Fig. 1. An. bengalensis Reeve p. 173. — Fig. 2. An. spatiosa Cless. (ad. An. plicata Sol.) p. 173. — Fig. 3. An. dactylus Reeve. p. 175. Tafel 58. Fig. 1. An. exotica Lam. p. 178. Tafel 59. Fig. 1. An. (Dipsas) herculea Mdd. p. 175. Tafel 60. Fig. 1. 2. Mutela plicata Panr. p. 195. — Fig. 3. An. amethysta Reeve. p. 180. — Fig. 4. An. gibba Bens. p. 181. Tafel 61. Fig. 1. Spatha rubens. p. 185. — Fig. 2. 3. Sp. Hartmanni Mart. p. 190. Tafel 62. Fig. 1. 2. Mutela Petersi p. 197. — Fig. 3. 4. Spatha Nyassensis Lea p. 190. — Fig. 5. 6. Mutela alata Lea. p. 196.— Fig. 7. 8. Spatha natalensis Lea. p. 189. Tafel 63. Fig. 1. Spatha Wahlbergi p. 187. — Fig. 2. An. Martensii Cless. p. 181. — Fig. 3. 4. Spatha Chaiziana Rang. p. 187. Tafel 64. Fig. 1. 2. An. opacaLea. p. 209. — Fig3. An. Rioplateusis Reeve. p. 217. — Fig. 4. 5. An. denigrata Lea. p. 210. — Fig. 6. An. Pallegoixii Reeve. p. 210. Tafel 65. Fig. 1. 2. An. cellensis v. Beringiana Mdd. p. 211. — Fig. 3. 4. An. globosa Lea. p. 213. Fig. 5. An. Footiana Lea. p. 227. Tafel 66. Fig. 1. An. Weddellii Hupe. p. 214. — Fig. 2. An. obtusula Hupe. p. 214. — Fig. 3. An. lingulata Hupe. p. 215. — Fig. 4. An. Caslelnaudii Hupe. p. 216. — Fig. 5. Mycet. Hupeanus Cless. p. '206. — Fig. 6. Mycet. Weddellii Hupe. p. 203. Tafel 67. Fig. 1. 2. Mycet. falcatus Higg. p. 204. — Fig. 3. Myc. subsinuatus Reeve. p. 205. — Fig. 4. Mycet. rugatus Reeve. p. 205. Tafel 68. Fig. I. Mycet. soleniformis D'Orb. p. 201. Fig. 2. 4. Myc. siliquosus D'Orb. p. 200. Tafel 69. Fig. 1. Myc. siliquosus D'Orb. p. 200. — Fig. 2. 3. Myc. ventricosus D'Orb. p. 202. — Fig. 4. 5. An. lucida D'Orb. p. 208. Tafel 70. Fig. 1. Iridina Speckii Wood. p. 232. — Fig. 2. Iridina ovata Swnin. p. 230. — Fig. 3. Myc. pygmaeus Spix. p. 207. — Fig. 4. An. Kickxii Colb. p. 228. Tafel 71. Fig. 1. Iridina exotica Lam. p. 231. — Fig. 2. Iridina ovata Swain. p. 230. Tafel 72. Fig. 1. 2. An. harpethensis Lea. p. 217. — Fig. 3. 4. An. argentea Lea. p. 218. — Fig. 5. 6. An. ferruginea Lea. p. 219. — Fig. 7. 8. An. Montezuma Lea. p. 220. Tafel 73. • Fig. 1. An. glauca Val. p. 222. — Fig. 2. An. solidula Hupe. p. 221. — Fig. 3. An. Nopalatensis Reeve p. 223. Tafel 74. Fig. 1. 2. An. Dunlapiana Lea. p. 220. — Fig. 3. An. Footiana Lea. p. 227. — Fig. 4. 5. Monocondylaea Franciscana Moric. p. 251. — Fig. 6. 7. An. angustata Cless. p. 226. Tafel 75. Fig. 1. 2. An. serpentina Cless. p. 223. — Fig. 3. 4. An. triangularis Reeve. p. 224. — Fig. 5. An. viridana Cless. p. 226. — Fig. 6. An. Swinhoei Reeve p. 225. 280 Tafel 76. Fig. 1. 2. An. undulifera Cless. p. 233. Tafel 77. Fig. 1. 2. An. Mörchiana Cless. p. 238. — Fig. 3. An. biangulata Reeve p. 234. — Fig. 4. An. Scliomburgkiana Reeve. p. 235. — Fig. 5. An. trapezialis var. p. 235. Tafel 78. Fig. 1. 2. Monoe. Paraguayana D'Orb. p. 245. Fig. 3. 4. Monoc. Corrientesensis D'Orb. p. 246. — Fig. 5. Monoc. minuana D'Orb. p. 247. — Fig. 6. 7. Monoc. Parchappii D'Orb. p. 247. — Fig. 8. Monoc. guarayana D'Orb. p. 248. Tafel 79. Fig. 1. 2. Monoc. fossiculifera D'Orb. p. 249. — Fig. 3. Monoc. guarayana D'Orb. p. 248. — Fig. 4. 5. Monoc. lentiformis Lea. p. 250. — Fig. 6. 7. Monoc. Pazii Lea p. 251. Tafel 80. Fig. 1. 2. Microc. Wlieatleyi Lea. p. 259. — Fig. 3. 4. Mioroc. compressa Lea. p. 258. — Fig. 5. Marg. Alabamensis Lea. p. 264. Tafel 81. Fig. 1 . 2. Marg. Etovvahensis Lea. p. 270. - Fig. - Fig. Fig. 7. Fig. - Fig. Fig. 5. Fig. - Fig. Fig. 5. Fis. 7. Fig. 1 4. Marg. Tombigbeensis Lea. p. 268. 6. Marg. elliptica Lea. p. 270. — Marg. Connasaugensis Lea. p. 269. Tafel 82. 2. Microc. Mohouliana Lea. p. 261. 4. Marg. Elliotii Lea p. 267. — Marg. Spillmanni Lea. p. 264. Tafel 83. 2. Marg. Mardinensis Lea p. 266. 4. Microc. Cumingii Lea. p. 259. — Marg. quadrata Lea. p. 273. — Marg. arcula Lea. p. 272. Tafel 84. , 2. Columba Castelnaudii Hupe. p. 254. Tafel 85. Fig. 1. 2. Columba pulvinata Hupe. p. 255. Tafel 86. Fig. 1. 2. Columba Blainvilliana Lea. p.253. Fig. 3. 4. Microc. Saulcyi Bourg. p. 260. — Fig. 5. 6. Marg. tripolüana Bourg. p. 265. Tafel 87. Fig. 1. Anod. diminuata Cless. p. 236. — Fig. 2. Anod. fragilissima Cless. p. 237. Alphabetisches Yerzeichniss der Gattungen und Arten mit ihren Synonymen. i'Die beschriebenen Gattungen und Arten sind durchschossen gedruckt.) Alasmodonla, Say. p. 2(17. ambigua, Say. p. 271. Marg. Nr. 24. arcula, Lea. p. 272. Marg. Nr. 26. caleeola, Lea. p. 267. Marg. Nr. 11. complanata, Barn. p. 271. Marg. Nr. 22. Connasaugensis, Lea. p. 269. Marg. Nr. 19. Correyana, Lea. p. 268. Marg. Nr. 14. delloidea, Lea. p. 267. Marg. Nr. 10. edentula, Say. p. 101. Anod. Nr. 69. Elliotii. Lea. p. 267. Marg. Nr. 12. elliptica, Lea. p. 270. Marg. Nr. 21. Etowahensis Lea. p. 270. Marg. Nr. 20. Tabula, Lea. p. 268. Marg. Nr. 15. hildrethiana, Lea, p. 272. Marg. Nr. 25. holstoniana, Lea. p. 269. Marg. Nr. 16. marginata, Say. p. 267. Marg. Nr. 8. quadrata, Lea. p. 273. Marg. Nr. 27. radiata, Conr. p. 269. Marg. Nr. 17. Raveneliana, Lea. p. 267. Marg. Nr. 7. rhombica, Anlb. p. 101. Anod. Nr. 69. rugosa, Barnes p. 271. Marg. Nr. 23. Tombigbeensis, Lea. p. 268. Marg. Nr. 13. IX. 1. triangulala, Lea. p. 269. Marg. Nr. 18. undulata, Say. p. 267. Marg. Nr. 9. Anodonta, Cuvier p. 5. (Anodon. Reeve. Spix.) Amazonensis, Lea. p. 119. Nr. 89. t. 37. Fig. 7. amethysta, (Anodon) Reeve. p. 180. Nr. 151. t. 60. Fig. 3. anatina, L. p. 83. Nr. 50. t. 14. Fig. 3. 4. u. I. 26. F. 1. 2. angulata, Lea. p. 159. Nr. 132. t. 53. F. 3. 4. angustata. Cless. p. 226. Nr. 177. t. 74. t.6. 7. anserina, Spix. p. 80. Nr. 48. t. 20. f. 2. anserirostris , Kiist, p. 55. Nr. 30. t. 10. Fig. 3. u. t. IIa. Fig. 1. 2. arcuata, Caill. p. 145. Nr. 116. t. 47. Fig. 1.2. arealis, Küster, p. 47. Nr. 22. f. 9. Fig. 2—4. areolatus, (Anudon) Reeve. p. 178. Nr. 150. areolata, Swain. p. 101. Nr. 69. urgenten, Lea. p. 218. Nr. 166. t. 72. Fig. 3. 4. aurata. Küster, p. 30. Nr. 12. I. 6. Fig. 2. Bahiensis Küster, p. 94. Nr. 60. t. 20. Fig. 1. 36 282 Bealei, Lea. p. 132. Nr. 102. f. 41. Fig. 5. 6. Benacensis, Villa, p. 168. Nr. 141. Benedictensis , Lea. p. 163. Nr. 136. t. 54. Fig. 1. 2. Bengalensis, (Anodon), Reeve, p. 173. Nr. 146. f. 57. f. 1. Beringiana, Midd. p. 211. Nr. löö. t. 65. f. 1.2. biangulata, (Anodon) Reeve. p. 234. Nr. 181. t. 77. I. 3. Blainvilliana (Anodon) Reeve p. 178. Nr. 150. Bridgesii, Lea. p. 136. Nr. 107. t. 45. Fig. 1.2. Burroughiana , Lea. p. 164. Nr. 137. t. 54. Fig. 3. 4. Caillaudü, Lea. p. 105. Nr. 73. t. 32. f. 3.4. Californiei.sis , Lea. p. 120. Nr. 90. t. 39. Fig. 5. 6. callosa, Held, p. 36. Nr. 18. t. 9. Fig. 1. capitata, Küster, p. 125. Nr. 94. f. 39. Fig. 1.2. cariosa, Küster, p. 43. Nr. 20. t. 4. f. 3. u. t. 5. 1. 1. 2. u. f. 10. f. 1. 2. Castelnaudü , Hupe, p. 216. Nr. 163. t. 66. Fig. 4. Cataracta, Say, p. 33. Nr. 15. A. 7. Fig. 2. cellensis, Schröter, p. 16. Nr. 11. t. 4. Fig. 3. u. t. 5. 1. 1—4. u. t. 6. f. 1. 1. Chaiziana, Lea. p. 187. Gen. Spatha. Nr. 3. Charpentieri , Küst. p. 49. Nr. 14. t. 11. f. 3.4. chinensis, Phil. p. 51. Nr. 27. t. 12. Fig. 3. Chapperloni, König p. 185. Gen. Spatha. Nr. 1. coarctata, Anton, p. 34. Nr. 16. t. 8. Fig. 2. complanata, Ziegl. p. 12. Nr. 8. t. 3. Fig. 2. 3. conipressa, Menke, p. 12. Nr. 8. confervigera, Schlüter, p. 14. Nr. 10. Couperiana, Lea. p. 148. Nr. 119. t. 50. Fig. 3. 4. crepera, Lea. p. 97. Nr. 66. t. 29. Fig. 5. 6. cygnea, Drap., Turton, p. 16. Nr. 11. cygnea, Linne. p. 58. Nr. 33. t. 15. cylindracea, Lea. p. 161. Nr. 134. t. 53. Fig. 5. 6. *) Im Text ist irrig Tafel 14 statt 41 gesetzt. dactylus, (Anodon) Reeve. p. 175. Nr. 148. t. 57. f. 3. dahomayensis, Lea. p. 103. Nr. 70. t. 31. f. 5. 6. Dallasiana, Lea. p. 107. Nr. 75. f. 33. Fig. 3 4. dalmalina, Kutsch, p. 126. Nr. 95. Danielsii, Lea. p. 108. Nr. 76. t. 33. f. t. 2. Dariensis, Lea. p. 118. Nr. 87. t. 37. Fig. 3. 4. dubettana, Martinati p. 168. Nr. 141. decora, Lea. p. 71. Nr. 39. t. 17. Fig. 1. 2. denigrata, Lea. p. 210. Nr. 157. t. 64. Fig. 4-5. diminuata, Cless, p. 236. Nr. 184. t. 87. Fig. 1. doliaris, Lea. p. 130. Nr. 100. t. 42. Fig. 1.2.* Dtmlapiana, Lea. p. 220. Nr. 169. t. 74. f. 1. 2. edentula, Say. p. 101. Nr. 69. t. 30. f. 5. 6. emarginata, Lea. p. 169. Nr. 142. t. 55. f. 5. 6. ensiformis, (Anodon) Spix. p. 8. Nr. 4. t. 2. f. 2. exilis, Lea. p. 171. Nr. 144. t. 56. f. 7. 8. exotica, Lam. p. 178. Nr. 150. t. 58. f. 1. 2. exulcerata, Villa, p. 127. Nr. 96. t. 40. f. 3. 4. Ferrarisii, D'Orb. p. 128. Nr. 97. ferruginea, Lea. p. 219. Nr. 167. t. 72. f. 5. 6. Ferussaciana, Lea. p. 75. Nr. 43. t. 27. Fig. 4. flava, Anth. p. 73. Nr. 41. Forbesiana, Lea. p. 115. Nr. 84. t. 34. Fig. 1. 2. Footiana, Lea. p. 227. Nr. 178. t. 74. Fig. 3. u. t. 65. 1. 5. fragilis, Lam. p. 73. Nr. 41. t. 17. Fig. 3. 4. fragil issima, Cless. p. 237. Nr. 185. t. 87. Fig. 2. Gesneri, Lea. p. 95. Nr. 61. t. 28. f. 1. 2. gibba, Held, p. 81. Nr. 49. t. 14. Fig. 1. 2. gibba, Benson, p. 181. Nr. 152. t. 60. Fig. 4. gibba, Kutsch, p. 127. Nr. 96. gibbosa, Say. p. 74. Nr. 42. t. 18. Fig. 3." gigantea, (Anodon) Spix. p. 6. Nr. 1. t. 1. Fig. 1. 2. glandulosa, Anth. p. 73. Nr. 41. 283 glauca, Val. p. 222. Nr. 171. t. 73. Fig. 1. ylubosa, Lca. p. 213. Nr. 159. t. 65. f. 3. 4. (jracilis, Lea. p. 99. Nr. 67. t. 29. f. 3. 4. Granadensis, Lca. p. 134. Nr. 104. t. 44. Fig. 3. u. 4. grandis, Say. p. 96. Nr. 63. t. 30. Fig. 1. 2. Grunvriana, Cless. p. 172. Nr. 145. t. 56. f. 3. 4. HaUenbeckii, Lea. p. 95. Nr. 62. t. 28. f. 3. 4. Harpelhensis , Lea. p. 217. Nr. 165. t. 72. Fig. I. 2. Henryana, Lea, p. 141. Nr. 112. t. 45. Fig. 5. 6. herculea, Midd. p. 175. Nr. 149. t. 59. Fig. 1. herculea, Midd. p. 240. Nr. 187. herculea, (Anodon), Reeve p. 173. Nr. 147. holtonis, Lea. p. 140. Nr. 120. t. 50. f. 5. 6- horda, Gould. p. 70. Nr. 38. houpotoiiica, Lindl. p. 78. Nr. 46. Idrina, Spin. p. 167. Nr. 141. t. 55. Fig. 1. 2. imbecilis, Say. p. 70. Nr. 38. t. 19. Fig. 4. t. 25. f. 4. imbricata, Anth. p. 73. Nr. 41. implicata, Anth. p. 78. Nr. 46. t. 19. 1. 3. inaequiralva, Lea. p. 137. Nr. 108. f. 44. 1. 7. 8. incerta, Lea. p. 70. Nr. 38. inflata, Anth. p. 72. Nr. 40. inflata. Major, le Conte. p. 74. Nr. 42. inornata, Küster, p. 42. Nr. 19. t. 3. f. 6. inornata, Anth. p. 71. Nr. 39. irisans, Anth. p. 73. Nr. 41. japonica, Mart. p. 144. Nr. 115.*) t. 47. f.3.4. Jewetti. Lea. p. 135. Nr. 106. t. 44. Fig. 1. 2. Kennerlyi, Lea. p. 140. Nr. 111. t. 15. Fig. 3. 4. Kennicoitii, Lea. p. 153. Nr. 125. t. 49. f. 3. 4. Kickxii, Colb. p. 228. Nr. 179. t. 70. f. 4. lacustris, Lea. p. 110. Nr. 78. t. 33. f. 5. 6. lata, Rat. p. 274. Marg. Nr. 28. *) Im Text ist Nr. 114. doppelt. lato-maryinata , Lea. p. 76. Nr. 44. t. 21. f. 3. 4. lenticularis, Lea. p. 134. Nr. 105. t. 43. f. 5. 6. Leonensis, Lea. p. 131. Nr. 101. !. 42. Fig. 3. 4. leprosa, Parr. p. 168. Nr. 14 1. Lewis», Lea. p. 143. Nr. 114. t. 49. f. 7. 8. limnoica, D'Orb. p. 129. Nr. 98. t. 41. f. 3. 4. iimpida, Parr. p. 126. Nr. 95. t. 40. 1. 1. 2. Linneana Lca. p. 117. Nr. 86. t. 36. f. 5. 6. lingulata, Hupe. p. 215. Nr. 162. t. 66. f. 3. longina. (Anodon) Spix. p. 7. Nr. 3. t. 2. f. 1. lucida, D'Orb p. 208. Nr. 154. t. 69. Fig. 4. 5. lusitanica, Mor. p. 85. Nr. 51. t. 23. Fig. 1. luteola, Lea. p. 122. Nr. 92. t. 37. Fig. 1. 2. luxata, Held. p. 9. Nr. 7. t. 3. f. 1. macilenta, Mor. p. 87. Nr. 54. t. 24. Fig. 3. magnifica, Lea. p. 123. Nr. 93. t. 35. f. 1. marginata, Say. p. 78. Nr. 46. Marryatana, Lea. p. 72. Nr. 40. t. 26. f. 3. 4. Martensii, Cless. p. 181. Nr. 153. t. 63. f. 2. membranacea, p. D'Orb. p. 76. Nr. 44. modesta, Lea. p. 153. Nr. 125. t. 49. f. 7—8. Montezuma, Lea. p.220. Nr. 168. t. 72. t.7 8. Mörchiana, Cless. p. 238. Nr. 186. t. 77. f. 1.2. Moricündii, Lea. p. 114. Nr. 83. t. 38. f. 3. 4. Mortoniana, Lea. p. 151. Nr. 122. t. 48. f. 5. 6. Napoensis, Lea. p. 116. Nr. 85. t. 34. f. 3. 4. Newtonensis, Lea. p. 78. Nr. 46. Nilsonii, Küster, p. 61. Nr. 35. t. 18. f. 2. Nopalatensis, (Anodon) Reeve. p. 223. Nr. 172. t. 73. f. 3. Nuttalliana, Lea. p. 147 1. Nr. 118. t. 50. f. 1. 2. oblita, Lea. p. 165. Nr. 139. t. 54. f. 7. 8. obtusa, (Anodon) Spix. p. 8. Nr. 5. t. 2. f. 34. u. p. 170. t. 56. 1. u. 2. obtusula, Hupe. p. 214. Nr. 161. t. 66. Fig. 2. opaca, Lea. p. 209. Nr. 155. t. 64. f. 1. 2. opalina, Küster, p. 60. Nr. 34. t. 16. f. 1. 2. Oregonensis, Lea. p. 170. Nr. 143. t. 56. f. 5. 6. 36* 284 ovala, Held p. 25. Nr. 11. ovata, Lea. p. 121. Nr. 91. t. 39. f. 3. 4. oviformis, Cless. p. 88. Nr. 56. I. 26. Fig. 5. Pallegoixii, Reeve, p. 210. Nr. 156. t. 56. I. 5. 6. pallida, Anth. p. 73. Nr. 41. Parislui, Gray. p. 253. Col. Nr. 1. patagonica, Lain. p. 50. Nr. 26. I. 12. f. 2. pavonia, Lea. p. 157. Nr. 130. t. 30. f. 3. 4. Pazii, Lea. p. 139. Nr. 110. t. 43. f. 3. 4. Pepiniana, Lea. p. 158. Nr. 131. t. 53. f. 1. 2. piscinalis, Nils. p. 45. Nr. 21. t. 3. f. 4. 5. plana, Lea. p. 142. Nr. 113. t. 46. I. 1. 2. plicata. Solander p. 240. Nr. 187. I. 21. f. 1. 2. polila, Mouss. p. 171. Nr. 144. ponderosa, C. Pfeiff. p. 13. Nr. 9. t. 4. Fig. 1. puelchana, D'Orb. p. 130. Nr. 99. t. 41. Fig. 4. 5. purpiirea, Valenc. p. 77. Nr. 45. t. 19. Fig. 1. ranarum, Morel, p. 86. Nr. 53. t. 23. f. 3. regularü, Morel, p. 85. Nr. 52. t. 23. f. 2. rhomboidea Schlüter p. 12. Nr. 8. Rioplatensis, (Anodoii) Reeve. p. 217. Nr. 164. t. 64. i. 3. rotunda, (Anodoii) Spix. p. 33. Nr. 14. t 8 Fig. 1. rostrata, Kok. p. 14. Nr. 10., t. 4. Fig. 2. rubens, Lam. p. 185. Gen. Spatha, Nr. 1. rubicunda, Lea. p. 106. Nr. 74. t. 32. f. 5. 6. rugosus, Swain. p. 79. Nr. 48. salmonia, Lea. p. 91. Nr. 58. t. 24. f. 1. 2. Schomburgkiana, (Anodon) Reeve. p. 235. Nr. 182. I. 77. f. 4. Schroteriana, Lea. p. 151. Nr. 123. t. 47. 1. 5. t. 6. scriptus, Reeve. p. 178. Nr. 150. Senegalensis, Lea. p. 103. Nr. 71. t. 31. f. 7. 8. serpentina, Cless. p. 223. Nr. 173. t. 75. f. 1. 2. Sha/feriana, Lea. p. 243. Nr. 188. t. 17. f. 5—7. Showalteri, Lea. p. 156. Nr. 129. t. 51. f. 5-6. siliqua, Küster, p. 57. Nr. 32. t. 14. f. 5. siliquosa, (Anodon) Spix. p. 35. Nr. 17. t. 8. f. 3. u. p. 200. Gen. Myc. Nr. 1. Simpsoniana , Lea. p. 119. Nr. 88. t. 37. f. 5. 6. sinuosa, Lam. p. 90. Nr. 57. t. 22. f. 1. 2. sirionos, D'Orb. p. 128. Nr. 97. I. 4. f. 1.2. solearis, Held. p. 25. Nr. 11. soleniformis, D'Orb. p. 111. Nr. 79. t. 27. f. 1. solida. Ant. p. 50. Nr. 25. t. 12. f. 1. solidula, Hupe. p. 221. Nr. 170. t. 73. f. 2. Sondermannü, Küst. p. 54. Nr. 29. t. 13. f. 4. spatiosa, Cless. p. 173. Nr. 147., t. 57. f. 2. Stewartiana , Lea. p. 150. Nr. 121. t. 48. f. 3. 4. Slrebelü, Lea. p. 138. Nr. 109. t. 42. f. 5. 6. subcircularis , Cless. p. 87. Nr. 55. t. 22. f. 3. 4. subcrassa, Lea. p. 98. Nr. 65. t. 31. f. 1. 2. subcylindrica. Lea. p. 92. Nr. 59. t. 26. f. 67. subtuxata, Küst. p. 51. Nr. 28. 1. 14. f. 1—3. suborbiculata , Say. p 160. Nr. 133. t. 52. f. 1. 2. subsinuata, (AnodonJ Reeve. p. 178. Nr. 150. sulcata, Lamacrk, p. 16. Nr. 11. sulcatii, Nilson. p. 16. Nr. 11. sulcata, Lamarck. p. 62. Nr. 36. t. 18. f. 1. Susannae, (Anodon) Reeve. p. 178. Nr. 150. Swinhoei, (Anodon) Reeve. p. 225. Nr. 175. t. 75. 1. 6. tenebricosa, Lea. p. 164. Nr. 138. t. 54. f. 5. 6. u. t. 55. f. 3. 4. lenebrosa, (Anodon) Reeve. p. 165. Nr. 138. tenella, Held. p. 63. Nr. 37. t. Ö. Fig. 3. temiis, Lea. p. 99. Nr. 66. t. 31. Fig. 3. 4. Texasensis, Lea. p. 109. Nr. 77. t. 33. f. 7. 8. tortilis, Lea. p. 166. Nr. 140. t. 55. f. 7. 8. trapezea, (Anodon), Spix. p. 7. Nr. 2. t. 1. Fig. 3. trapezialis, Lam. p. 31. Nr. 13. t. 8. f. 4. trapezialis, Lam. var. p. 235. Nr. 183. t. 77. f. 5. 2S5 triangularis, (Anoiionj Reeve p. 224. Nr. 174. t. 75. f. 3. 4. trigona, (Anodon) Spix. p. 6. Nr. 6. t. 2. f. 5. trigona. Held. p. 36. Nr. 18. Troutwiniana , Lea. p. 112. Nr. 80. f. 36. F, 1. 2. Tryonii, Lea. p. 155. Nr. 128. t. 51. f. 3. 4. tumida, Küster, p. 48. Nr. 23. t. 11. f. 1. 2. unadilla, Dek. p. 101. Nr. 69. undulata, Say. p. 79. Nr. 47. t. 27. f. 3. u. 5. undulifera, Cless. p. 223. Nr. 180. t. 76. f. 1. 2. Uruguagensis , Lea. p. 114. Nr. 82. t. 38. f. 1. 2. venlricosa, C.'Pfeiff. p. 56. Nr. 31. t. IIa. f. 3-5. ventricosa, Spin. p. 168. Nr. 141. Vescoiana, Bourg. p. 100. Nr. 68. t. 29. f. 1. 2. virgulata, Lea. p. 152. Nr. 124. I. 49. f. 1. 2. viridana, Cless. p. 226. Nr. 176. I. 75. f. 5. Wahlamatemis , Lea. p. 161. Nr. 134. t. 53. f. 7. 8. Weddelli, Hupe. p. 214. Nr. 160. t. 66. Fig. 1. Wheatleyi, Lea. p. 113. Nr. 81. t. 36. f. 3. 4- Williamsii. Lea. p. 154. Nr. 127. t. 51. f. 1. 2. Woodiana, Lea. p. 146. Nr. 117. t. 48. f. 1.12. Wymatmii, Lea. p. 104. Nr. 72. t. 32. f. 1. 2. Youkanensis, Lea. p. 133. Nr. 103. t. 43. Fig. 1. 2. Genus. Anodon. anatinus, Macgill. u. Furt. p. 83. Nr. 50. Chaiziana, Reeve. p. 187. Gen. Spatha Nr. 3. crassus, Swains. p. 6. Nr. 1. Footiana, Reeve. p. 227. Nr. 178. giganlea, Reeve. p. 135. Nr. 183. glauca, Reeve. p, 222. Nr. 171. lituratura, Spix. p. 9. Nr. 5. pygmaeus, Spin. p. 207. Gen. Myc. Nr. 10. rubens, Reeve. p. 185. Gen. Spatha Nr. 1. Genus. Appius. Leach. plicatus, Leach. p. 240. Nr. 187. Genus. Barbata. Gray, plicata, Humph. Desh. Menke. p. 240. Nr. 187. Genus. Byssanodonta, D'Orb. p. 182. paranensis, D'Orb. p. 183. t. 49. f. 9. 10. Gen. Calliscapha, Swains. nilotica, Swains. p. 194. G. Mutela, Nr. 2. Genus. Columba, Lea. p. 252. Blainvüliana, Lea. p. 253. Nr. 1. 1.86. f. 1.2. Castelnaudü, Hupe. p. 254. Nr. 2. t. 84. f. 1.2. pulvinata, Hupe. p. 255. Nr. 3. t. 85. f. 1. 2. Genus. Craspedodonta Küst. p. 93. smaragdina, Küst. p. 93. t. 27. f. 2. Gen. Chrislaria Schuhm. tuberculala, Schuhm. p. 240. Nr. 187. Gen. Dipsas Lea. herculea, Midd. p. 175. Nr. 149. plicata, Sol. p. 240. Nr. 187. plicata, Lea. p. 240. Nr. 187. Gen. Dipsus Leach. plicatus, Leach, Sow.'Jay. p. 240. Nr. 187. Gen. Iridina Lam. p. 229. angustata, Sovv. p. 194. Gen. Mut. Nr. 2. arenata, Caill. p. 186. Gen. Spatha. Nr. 1. coelestis, Lea. p. 193. Gen. Mutela Nr. 1. elongata, Sow. u. Reeve. p. 231. Nr. 2. exotica, Lam. p. 231. Nr. 2. t. 71. f. 1. gracilis, Caill. p. 194. Gen. Mut. Nr. 2. nilotica, Sow. p. 194. Gen. Mut. Nr. 2. Oudnioei, Koenig. p. 194. Gen. Mut. Nr. 2. ovata, Swain. p. 230. Nr. 1. t. 70. f. 2. t. 71. f. 2. rostrata, Rang. p. 193. Gen. Mut. Nr. 1. rubens, Desh. Kanl. p. 185. Gen. Spatha. Nr. 1. Speckii, Wood. p. 232. Nr. 3. t. 70. f. 1. solida, Ant. p. 50. Gen. Anod. Nr. 20. 286 triata, Swains. p. 231. Nr. 2. trapeziatis, D'Orb. p. 253. Gen. Columbu Gen. Lainproscapha Schum. sitiuosa, H. a. A. Adams, p. 90 Nr. 57. Genus Leila, Gray. Blainvilliana, Hupe. p. 253. Gen. Columba. Nr. 1. Caetelnaudi, Hupe. p. 254. Gen. Columba. Nr. 1. pulvinata, Hupe. p. 255. Gen. Columba. Nr. 3. trapezialis, Hupe. p. 253. Gen. Columba. Nr. 1. Gen. Margaritana, Sc hu hm. p. 262. Alubamensis , Lea. p. 264. Nr. 4. t. 80. f. 5. ambigua, Say. p. 271. Nr. 24. arcuala, Barn. p. '263. Nr. 2. arcula, Lea. p. 272. Nr. 26. t. 83. f. 7. 8. Bonelli, Küster, p. 257. Gen. Microc. Nr. 1. calceola^Lea. p. 267. Nr. 11. complanata, Barnes, p. 271. Nr. 22. Connasaugensis , Lea. p. 269. Nr. 19. t. 81. f. 7. 8. Correyana, Lea. p. 268. Nr. 14. deltoidea, Lea. p. 267. Nr. 10. dehiscens, Lea. p. 274. Nr. 28. t. 24. f. 4. 5. Eltiotii, Lea. p. 267. Nr. 12. t. 82. f. 3. 4. elliplica, Lea. 270. Nr. 21. t. 81. f. 5. 6. Etowahensis, Lea. p. 270. Nr. 20. t. 81. f. 1.2. fabula, Lea. p. 268. Nr. 15. fragilis, Mouss. p. 257. Gen. Micro. Nr. 5. hildrethiana, Lea. p. 272. Nr. 25. holstoniana, Lea. p. 269. Nr. 16. Mardinensis, Lea. p. 266. Nr. 6. t. 83. f. 1.2. margaritif'era, Linne. p. 263. Nr. 1. marginata, Say. p. 67. Nr. 28. quadrata, Lea. p. 275. Nr. 37. t. 83. f. 5. 6. radiata, Conrad, p. 269. Nr. 17. Baveneliaua, Lea. p. 267. Nr. 7. rugosa, Barn. p. 271. Nr. 23. Spillmannii, Lea. p. 264. Nr. 3. t. 82. f. 5. 6. Tombigbeensis , Lea. p. 268. Nr. 13. t. 81. f. 3. 4. triangulata, Lea. p. 269. Nr. 18. tripolüana, Bourgu. p. 265. Nr. 5. t. 86. f. 5. 6. undulata, Say. p. 267. Nr. 9. Von den Buschiana, Küster, p. 257. Gen. Microc. Nr. 4. Genus Microcondylaea, Vest. p. 256. Bonelli, Fer. p. 257. Nr. 1. compressa ,~ Lea. p. 258. Nr. 6. t. 80. f. 3. 4. Cumingii, Lea. p. 259. Nr. 8. t. 83. f. 3. 4. fragilis, Mouss. p. 257. Nr. 5. Mouhotiana, Lea. p. 261. Nr. 10. t. 82. f. 1.2. planulata, Lea. p. 257. Nr. 3. rhomboidea, Lea. p. 257. Nr. 2. Saulcyi, ßourg. p. 260. Nr. 9. t. 86. f. 4. 5. von den Buschiana, p. 257. Nr. 4. W/teatleyi, Lea. p. 259. Nr. 7. t. 80. f. 1. 2. Genus Monocondylaea, D'Orb. p. 244. compressa, Lea. p. 258. Gen. Microc. Nr. 6. corrientesensis , D'Qrb. p. 246. Nr. 2. t. 78, f. 3. 4. Cumingii, Lea. p. 259. Gen. Microc. Nr. 8. fossiculifera, D'Orb. p. 249. Nr. 6. t. 79. f. 1. 2. tranciscana, Moric. p. 251. Nr. 9. t. 74. f. 4. 5. guarayana, D'Orb. p. 248. Nr. 5. t. 78. f. 8. t. 79. f. 3. lentiformis, Lea. p. 250. Nr. 7. t. 79. f. 4. 5. minuana, D'Orb. p. 247. Nr. 3. t. 78. f. 5. Mouhotiana, Lea. p. 261. Gen. Microc. Nr. 10. paraguayana , D'Orb. p. 245. Nr. 1. t. 78. f. 1. 2. Parc/iappii, D'Orb. p. 247. Nr. 4. t. 78. f. 6. 7. Pazii, Lea. p. 251. Nr. 8. t. 79. f. 6. 7. planulata, Lea. p. 257. Gen. Microc. Nr. 3. rhomboidea, Lea. p. 257. „ „ „ 2. Wheatk'yi, Lea. p. 259. „ „ „ 7. Gen. Mutela. Adams, p. 181. alata, Lea. p. 196. Nr. 4. t. 62. f. 5. 6. coelesth, Lea. p. 193. Nr. 1. t. 25. f. 1. 2. 287 dubia, Gmel. p. 194. Nr. 2. t. 25. f. 3. Pelersi, Marl. p. 197. Nr. 5. t. 62. f. 1. 2. plicata, Parr. p. 195. Nr. 3. t. 60. f. 1. 2. Gen. Mycetopus, D'Orb. p. 198. emarginatus, Lea. p. 169. Gen. Anod. Nr. 142. falcatus, Higg. p. 204. Nr. 6. t. 67. f. 1. Hupeanus, Cless. p. 206. Nr. 9. t. 66. f. 5. longinus, Spix. p. 202. Nr. 3. pygmaem, Spix. p. 207. Nr. 10. I. 70. f. 3. Hupe. p. 206. Nr. 9. rugatus, Reeve. p. 205. Nr. 8. t. 67. f. 4. siliqtwsus, D'Orb. p. 200. Nr. 1. t. 8. Fig. 3. t. 68. f. 2. 4. u. t. 69. f. 1. soleniformis, D'Orb. p. 201. Nr. 2. t. 68. f. 1. subsinuatus, Reeve. p. 205. Nr. 7. I. 67. f. 2. ventricosus, D'Orb. p. 202. Nr. 4. t. 69. f. 2.3. Weddellii, Hupe. p. 203. Nr. 5. t. 66. f. 6. Gen. Mytilus Linne. anatina, L. Müller. Gmel. Schröter p. 83. Nr. 50. cygnea, Gmel. p. 58. Nr. 33. dubius, Gmel. p. 194. Gen. Mulela Nr. 2. membranaceus, Maton. p. 33. Nr. 14. niloticus, Wood. p. 194. Gen. Muteia. Nr. 2. plicatus, Solander, p. 240. Anod. Nr. 187. Gen. Patularia. Swaivs. anserina, Adams p. 80. Nr. 48. lato-marginata, Adams, p. 76. Nr. 44. rotundata, Swains, p. 76. Nr. 44. Gen. Pleiodon, Conr. Macmurtriei, Conr. p. 230. Gen. Jrid. Nr. 1. ovata, Conr. u. Reeve. p. 230. Gen. Jrid. Nr. 1 Speckii, Wood. u. Reeve. p. 232. Gen. Jrid. Nr. 3. Gen. Spat ha. Lea. p. 183. alata, Lea. p. 196. Gen. Mut. Nr. 4. Caillaudii, Marl. p. 185. Nr. 1. Chaiziana, Rang. p. 187. Nr. 3. t. 63. f. 3.4. ooelestis, Lea. p. 193. Gen. Mut. Nr. 1. dubia, „ p. 194. „ „ „ 2. Hartmanni, Mart. p. 190. Nr. 6. t. 61. f. 2. 3. modesta, Lea. p. 197. Gen. Mut. Nr. 5. natalensis, Lea. p. 189. Nr. 4. t. 62. f. 7. 8. nilotica, Hanl. p. 194. Gen. Mut. Nr. 2. Nyassensis, Lea. p. 190. Nr. 5. t. 62. f. 3. 4. plicata, Parr. p. 195. Gen. Mut. Nr. 3. rubens, Lam. p. 185. Nr. 1. t. 7. f. 1. u. t. 61. f. 1. Petersi, Mart. p. 195. Gen. Mut. Nr. 5. rostrata, Küster p. 193. Gen. Mut. Nr. 1. Wahlbergi, Krauss. p. 187. Nr. 2. t. 63. f. 1. Gen. Strophitus. Raf. undulatus, Su'mps. p. 79. Gen. Anod. Nr. 47. Gen. Symphonota Lea. magnifica, Lea. p. 123. Nr. 93. plicata, Lea. p. 240. Nr. 187. Gen. Unio. Retz. bialata, Desh. p. 240. Nr. 187. dehiscens, Say. d. 274. Gen. Marg. 28. Franciscana, Morel, p. 251. Gen. Monoc. Nr. 9. Michonii, Rourg. p. 260. Gen. Microc. Nr. 9. oriens, Lea. Küster, p. 274. Gen. Marg. Nr. 28. plicatus, Lea. p. 240. Nr. 187. Saulcyi, Rourg. p. 260. Gen. Marg. Nr. 9. Tripolitana, Bourg. p. 265. Gen. Marg. Nr. 5. Sectional Library- Dept. of Moll. ü. S. N. IL Lea CclltfCticn. Berichtigungen. p. 25. In der untersten Zeile ist statt orata zu setzen: ovata. p. 71. Zu Nr. 39. Anoil. tlecora ist beizusetzen: t. 17. Fig. 1. 2. p. 73. In iler 5. Zeile von oben ist statt itnbrivata zu setzen: inibrieata. p. 83. „ „ 14. „ „ „ „ „ Anodota nanatina zu setzen: Anoilonta anatina. p. 85. „ „ 5. „ » y> ist Nr. 52. zu streichen. p. 132. „ „ 17. , » » ist s,att l - 14> zu setzen: '■ 41. p. 143. „ „ 2. n B „ „ „ f. 7. u. 6. zu setzen: f. 7. u. S. p. 144. „ „ 1. „ » » » » Nr. 114. zu setzen: Nr. 115. p. 144. unter Zeile 1 ist einzusetzen: t. 47. f. 3. 4. p. 145. In der 10. Zeile von oben ist statt Cailland zu setzen : Caillaud. p. 169. „ „ 6. „ „ „ „ „ emorginatus zu setzen : emarginata. p. 205. „ , 5. „ » * » ■* Mycctopus zu setzen : Mycetopus. Y,n n (I o ;i I //ci/c/i /ir (iti.r jX. IX i A..I Kurier ,tj. nttf.pinx DL , i'H IX. 30. IX, K; /t\ 36. IX. JX.i. /x, IX , IX.1 I.\ . IX , IX, /.!'. IX , IX «. /.i IX IX : IX / IX ,■ IX; TX.1 // / 62 LT< l\., es. Kl ee /.! 67. IX <;n. ü , 69. J '■ ' 70. J.W /. /"/ IX. , 72 JX. /. 73. a IX. i. 76. /r. /. 77 IX. f. /.'■ Dil 80. öf. IX f. HL'. IUP" a 83 —- Ki so. IX., HZ Systematisches C o n chy l i en-Cabinet yon Martini und Chemnitz. In Verbindung mit Dr. Philippi, Dr. Pfeiffer, Dr. Dunker, Dr. Römer, (Hessin, Dr. Brot, Th. Löbbecke und Dr. v. Martens neu herausgegeben und vervollständigt von J>r. H. C. Küster, nach dessen Tode fortgesetzt von Dr. W. Kobelt und H. C. Wein kauft. Gen. : t r*r e> c^a r* Vc*L . Band ^^Abthlg. / . Nürnberg. Verlag von Bauer & Raspe. (Emil Küster). \ frii3®Z £^~i